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Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

Erstellt von socky7, 14.11.2007, 08:43 Uhr · 4.934 Antworten · 432.717 Aufrufe

  1. #3721
    Avatar von michael59

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    Meinen Glückwunsch-

    der B1 ist für die Staatsbürgerschaft wichtig- der Integrationskurs muss nur abgesessen werden dann erfolgt nach Auskunft meiner ALB nach den 3 Jahren- wenn nicht negativ aufgefallen- die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis unbefristet. Da meine Frau so Angst hat durchzufallen habe ich da mal nachgefragt.

  2.  
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  3. #3722
    Avatar von Andichan

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    Hallo @Socky,

    erst einmal Glückwunsch an deine Frau und natürlich auch an Dich, der -so denke ich mal- ein guter Lehrer war.

    Meine Frau wird, so Buddha will, am 15. April ihr Zerfitikat bekommen. Dann sind 600 Stunden + wegen Schwangerschaft abgebrochenen Kurs + A1 in BKK Geschichte.
    Ich muss sagen, dass ich auf meine Frau recht Stolz bin. Man bedenke, dass unsere Frauen innerhalb von 6 oder 9 Monaten die deutsche Sprache erlernen. Und das mit meist guten Ergebnissen. Man betrachte nur, dass unsere Kinder 10 Jahre in die Schule gehen und einigen davon es nie schaffen werden, einigermaßen Deutsch zu schreiben oder halbwegs lesen zu können.

    Trotzdem @Socky bin ich nach wie vor der Meinung, dass ich eine Verpflichtung zum Erlernen von Deutschkenntnissen vor Einreise nach Deutschland weiterhin als falsch halte. Dieser Kurs -Start Deutsch A1- kann genauso gut hier nach Einreise erfolgen, indem man eben alle Zuwanderer dazu verpflichtet. Ich weis noch immer, wie schwer diese Zeit war und ich denke es werden sich auch andere noch an diese Zeit erinnern, die nicht immer so leicht war. Die lange Zeit an der Schule in BKK oder anderswo. Dann die Prüfungen, die oft eben nicht beim ersten Mal bestanden wurden. Dann noch einmal zur Schule gehen und den Kurs wiederholen. dann wieder die Ungewissheit, ob es nun diesesmal mit der Prüfung klappt. Das war schon Hart und ich möchte diese Zeit nicht noch einmal mitmachen.


    Gruß

    Andichan

  4. #3723
    Avatar von noritom

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    Zitat Zitat von Andichan Beitrag anzeigen
    Trotzdem @Socky bin ich nach wie vor der Meinung, dass ich eine Verpflichtung zum Erlernen von Deutschkenntnissen vor Einreise nach Deutschland weiterhin als falsch halte.
    Ich habe die Zeit auch noch gut in Erinnerung. War von Oktober 2009 bis Februar 2010. Keine leichte Zeit, aber sehr lehr- und aufschlussreich. Ich denke, die Verpflichtung, den Kurs vor Einreise nach Deutschland zu absolvieren ist grundsätzlich sinnvoll. Aber nicht, was das Erlernen der deutschen Sprache angeht, da stimme ich den A1-Gegnern zu. Ich empfand diese erste große Hürde in der Beziehung mit meiner Frau als absolut positiv. Ich konnte mir ein Bild machen, wie meine "Zukünftige" in dieser Extremsituation reagiert. Entwickelt sie Eigeninitiative? Ist sie belastbar oder gibt sie schnell auf? etc etc etc. Wie gesagt, es ist bestimmt für viele Thai/Deutsch-Paare die erste Ausnahmesituation die es gilt, gemeinsam zu meistern. Ich denke, aus diesem Blickwinkel macht der Test durchaus Sinn.

    Noritom

  5. #3724
    Avatar von Andichan

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    Hallo @noritim,

    möglicher weise hast du ja Recht mit dem was du sagst, dass das Erlernen der deutschen Sprache -hier A1- schon vor Einreise sinn macht. Auch was mit der Belastbarkeit oder dem "Test - ob sie wirklich will". Doch man bedenke, dass die meisten der Frauen bereits verheiratet sind, wenn sie zum Kurs gehen. Und hier ist eigendlich der Knackpunkt. Was macht men denn, wenn sie es nun gar nicht packt?? Was macht die Frau, wenn sie zum 3., 4., 5 Mal durch die Prüfung gefallen ist und deswegen den -verständlichen- Gedanken trägt, alles hinzuwerfen. was macht dann der Ehemann?? Obwohl sich die Frau die größte Mühe gibt, diese Hürde zu meistern, kommt es dennoch vor, dass sie es nicht schafft.
    Stellt Euch mal das vor, das die Frau in Th bleiben muss und der Mann, der sich einen solchen Fall überhaupt nicht vorstellen kann oder hat, sitzt in DE. Ich würde irre werden, das kann ich euch sagen!!!

    Ja, jetzt könnte man sagen, da hilft vieleicht das Goethe und spricht mit der Botschaft -zwecks Härtefallregelung- oder der Gleichen. Doch gab es schon mal soetwas???

    Jede, nun gut fast jede, Ehefrau (ich spreche hier mal nur die Thais an) wird sich den "Zwang" zum Erlernen der deutschen Sprache, wesentlich leichter tun, wenn sie bei ihrer neuen Familie ist, wo sie sowieso die Zukunft verbringen möchte. Auch mit dem Hintergrund der Versorgung, was ebenso wichtig ist.

    Und der Einwand, dass man in einer solchen Situation ausloten kann, "liebt Sie mich wirklich, oder möchte nur nach Deutschland", kann man auf dieser Art und Weise auch nicht hundertprozentig nachvollziehen. Eine Garantie, Ihr wist, gibt keiner.

    Dennoch bin und bleibe ich ein Befürworter zum Deutschtest. Eben nur nach der Einreise.


    Gruß

    Andichan

  6. #3725
    Avatar von noritom

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    Hallo @Andichan,

    o.k., das von dir beschriebene Szenario ist schon ein Härtefall, sprich, die bereits angetraute fällt mehrere Male durch den Test und der Ehemann sitzt in Kummerland, verfolgt die ganze Misere, verzweifelt und wendet sich schließlich dem Alkohol zu Kleiner Scherz ! Vielleicht habe ich auch schon vergessen, wie ich mich damals so gefühlt habe. Meine Frau hat nämlich auch erst beim dritten Versuch bestanden. Na ja, egal! Aber du hast, was den Lernerfolg angeht, absolut Recht. Meine Frau kam am 4. Juni 2010 in Berlin an und ich war, gelinde ausgedrückt, geschockt über den vorhandenen Wortschatz. Heute, 10 Monate später (seit Febraur 2011 läuft der Integrationsunterricht) sieht die Sache um Welten besser aus. Sie ist quasi 24 Stunden am Tag mit der deutschen Sprache konfrontiert, nicht zu vergleichen mit der Situation in Bangkok.

    VG
    Noritom

  7. #3726
    Avatar von jerry1959

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    Ich verstehe ja den Wunsch, zusammen leben zu wollen und das so schnell wie möglich. Ich denke aber auch, dass es die Regelung nun schon ein paar Jahre gibt, also nichts neues ist und man sich darauf einstellen kann. Geht man nun davon aus, dass man nicht so völlig überraschend heiratet, dann kann man sich doch, auch durch einen Deutschkurs, vorbereiten.
    Ich sehe das, in einem Land lebend, wo die nachziehenden Eheleute auch erst alphabetisiert werden müssen, dass es problemlos geht. Auch hier sind viele der Leute ohne weitere Schulbildung und trotzdem klappt es, deswegen verstehe ich das Problem nicht wirklich und gerade bei Leuten, die häufiger durchfallen ist es mir unverständlich. Mit dem entsprechenden Ziel vor Augen, sollte das doch kein Problem sein.

  8. #3727
    Avatar von Chris67

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    Moin,

    Neues von unseren westlichen Nachbarn, den Niederländern. Dort wird ein Integrationstest des nachziehenden nicht-EU-Ehegatten verlangt, dessen Rechtmäßigkeit ein niederländisches Gericht jetzt beim EUGH überprüfen lässt.
    Zitat: "Damit wird die auch in Deutschland umstrittene Frage, ob von Ehegatten eine erfolgreiche Sprachprüfung als Nachzugsvoraussetzung verlangt werden kann, von dem EuGH geprüft werden."

    Quelle: 1764-Der EuGH soll die Vereinbarkeit des niederländischen Integrationstestes mit der Familienzusammenführungsrichtlinie prüfen | Nachrichten Ausländerrecht: Europa und EU


    Gruß, Chris

  9. #3728
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Chris67 Beitrag anzeigen
    Moin,

    Neues von unseren westlichen Nachbarn, den Niederländern. Dort wird ein Integrationstest des nachziehenden nicht-EU-Ehegatten verlangt, dessen Rechtmäßigkeit ein niederländisches Gericht jetzt beim EUGH überprüfen lässt.
    Zitat: "Damit wird die auch in Deutschland umstrittene Frage, ob von Ehegatten eine erfolgreiche Sprachprüfung als Nachzugsvoraussetzung verlangt werden kann, von dem EuGH geprüft werden."

    Quelle: 1764-Der EuGH soll die Vereinbarkeit des niederländischen Integrationstestes mit der Familienzusammenführungsrichtlinie prüfen | Nachrichten Ausländerrecht: Europa und EU


    Gruß, Chris
    Es gibt eben auch noch Laender, in denen man sich gegen diesen Unsinn wehrt.
    Der deutsche Michel meckert nur und tut nichts.
    In Daenemark - wo es ja das angeblich haerteste Nachzugsrecht Europas geben soll - wird der Sprachtest in Daenemark durchgefuehrt.
    Die Daenen waren sich der Brisanz der Forderung sicher mehr bewusst.

    Ansonsten: wer als Deutscher begruesst, dass ihm sein Staat vorschreibt, unter welchen sprachlichen Voraussetzunge seine Frau ein Visa zum Nachzug erhaelt, ihm derart in seine Lebensplanunjg reinredet, hat nichts besseres als genau diese "Volksvertreter" verdient.

    Vor allem unter Beruecksichtigung der Tatsache, dass dies von Koereanern, Japaner und Israelis nichtgefordert wird, weil die deutsche Sprache unverwechselbare Aehnlickeiten zu diesen Sprachen hat und deshalb kein besonderer Integrationsbedarf unterstellt wird.
    Klar: zumindestens Fukushima wird bald jeder Japaner auch mit lateinischen Buchstaben formuleiren koennen.

  10. #3729
    Avatar von sombath

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    Hallo Andichan ,
    ich war als Betroffener auch lange der Meinung , daß A1 nach der Einreise gemacht werden könne .
    Als Deutscher habe ich größtes Interesse daran , daß meine Frau schnell selbstständig wird ,
    dh möglichst gut Deutsch spricht . Wir reden grundsätzlich nur deutsch und sie wird von Tag zu Tag besser .
    Aber jedoch erst kürzlich in Bkk :
    Ich war mit meiner Frau auf dem Passamt um einen neuen Pass mit dem neuen Familiennamen abzuholen ,
    dabei habe ich einen jungen Deutschen mit seiner Thaifrau getroffen , die nur englisch gesprochen haben .
    Auf meine Frage , warum sie englisch miteinander sprechen , hat er mir gesagt , daß seine Frau nicht deutsch
    sprechen wolle und das wenige aus dem A1 Kurs wieder vergessen habe .
    Es ist also nicht wichtig , wo der Sprachkurs und die Prüfung gemacht werden , sondern der Wille , tatsächlich
    deutsch zu lernen .
    Meine Frau hatte den guten Willen und von mir jede Unterstützung , um so schnell wie möglich deutsch zu lernen .
    Ab Beginn des Deutschkurses in Thailand haben wir trotz anfänglichem Protest meiner Frau , nur noch deutsch kommuniziert .
    Sie hat dann auch nach 3 Monaten Deutschkurs , den A1 mit 90 Punkten gemacht .
    Natürlich sind die Kosten in Th. sehr viel höher als in D. , was auch ein Argument sein kann .
    Wenn man in D. lebt , sollte man sich einfach durchsetzen und deutsch kommunizieren .

    Gruß
    Sombath

  11. #3730
    Avatar von franki

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    Den Zwang, die deutsche Sprache zu erlernen, lehne ich generell ab, ob nun vor oder nach der Einreise. Einfach aus dem Grund, weil es nicht mehr in unsere moderne Zeit passt. Hier in Dresden haben wir zum Beispiel Globalfoundries (früher AMD) oder auch die Max-Planck-Institute. Da arbeiten Leute aus aller Herren Länder, manche ein halbes Jahr, manche ein Jahr, manche 3 Jahre oder länger. Die dort arbeiten kommen mit einem besonderen Visum zur Arbeitsaufnahme. Aber viele sind schon verheiratet und wenn sie ihre Ehefrauen mitbringen wollen, müssen diese erstmal im Heimatland Deutsch lernen und eine Prüfung machen, das ist doch widersinnig (es sei denn, die Frauen haben die Staatsbürgerschaft eines 'privilegierten Landes'). Auch nach der Einreise Deutsch zu lernen lohnt nicht, wenn es in ein paar Monaten oder einem Jahr in ein anderes Land geht. Das bei solchen Gesetzen Deutschland wirtschaftliche Probleme bekommt und gegenüber anderen Ländern Nachteile hat, verwundert mich nicht. Dabei kann man hier auch ganz gut ohne Deutschkenntnisse leben, es gibt in Dresden sogar eine internationale Schule, in der Englisch gesprochen wird.

    Das Angebot zum Deutschlernen, d.h. geförderte Kurse, sollte aber vom Staat gemacht werden, aber gerade diese Gelder wurden in den letzten Jahren gekürzt.

    Gruß von Franki.

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