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Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

Erstellt von socky7, 14.11.2007, 08:43 Uhr · 4.934 Antworten · 432.193 Aufrufe

  1. #3621
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Strike, ich sprach von dem Integrationskurs in Antwort auf noritom.
    Stimmt, Chak.



    Wo aber - so man Herrn Wiefelspuetz Glauben schenken darf - offensichtlich Unmengen von (Steuer-)Geldern verbraten werden.

    Einfaches Deutsch (Schrift und Sprache) --> 30 Stunden
    Mittleres Deutsch (Schrift und Sprache) --> 60 Stunden
    Gutes Deutsch (Schrift und Sprache) --> 90 Stunden
    Perfektes Deutsch (Schrift und Sprache) --> 120 Stunden

    Was machen die in den verbleibenden 480 Stunden?


  2.  
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  3. #3622
    Godefroi
    Avatar von Godefroi
    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Perfektes Deutsch (Schrift und Sprache) --> 120 Stunden
    Wow, man kann also in 3 Wochen Vollzeitunterricht eine Fremdsprache perfekt in Wort und Schrift erlernen? Das zu hören wird all jene, die eine Fremdsprache beruflich brauchen, freuen.

  4. #3623
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Godefroi Beitrag anzeigen
    Wow, man kann also in 3 Wochen Vollzeitunterricht eine Fremdsprache perfekt in Wort und Schrift erlernen? Das zu hören wird all jene, die eine Fremdsprache beruflich brauchen, freuen.
    Godefroi,
    diese Annahme basiert auf die qualifizierten Aussagen des Herrn Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB.
    Also bitte nicht boese sein, wenn dann tatsaechlich mal jemand etwas laenger braucht.
    Es ist und bleibt eine Annahme.


  5. #3624
    Avatar von Chak

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    Inwiefern ist denn die Aussage eines notorischen Sozialdemokraten, der sich in seinem Leben noch nie in der freien Wirtschaft beweisen musste, maßgeblich?

  6. #3625
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Inwiefern ist denn die Aussage eines notorischen Sozialdemokraten, der sich in seinem Leben noch nie in der freien Wirtschaft beweisen musste, maßgeblich?
    Was sagt er eigentlich im Moment dazu?

  7. #3626
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Inwiefern ist denn die Aussage eines notorischen Sozialdemokraten, der sich in seinem Leben noch nie in der freien Wirtschaft beweisen musste, maßgeblich?
    Dieter Wiefelspütz war vor seiner Funktion als innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag Amtsrichter, der "im Namen des Volkes" Recht sprechen durfte. Insofern ist der leider etwas abgehoben. (Da gibt es auch noch andere Beispiele wie Schill - alias Richter Gnadenlos - , der später in Hamburg Innensenator unter Ole von Beust wurde und völlig versagte.)

    Wiefelspütz hat sich bis heute noch nicht für seine schwachsinnige Behauptung entschuldigt, dass die Prüfung zum Zertifikat Deutsch A 1 für Ausländer bereits nach 30 Stunden Vorbereitung zu schaffen sei (vgl. o.a. Zitat von strike). Ich hatte meinen Partei"freund" Wiefelspütz mehrfach öffentlich dazu aufgefordert, diese dümmliche Behauptung zu korrigieren und sich bei den Betroffenen zu entschuldigen.

    Komparativ (Steigerungsform) von Feind:
    Feind - Todfeind - Parteifreund

  8. #3627
    Avatar von strike

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    Hier ein paar Zahlen zum Thema: >> http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/030/1703090.pdf <<

    Die Aussagen und vor allem Zahlen sind schon interessant.
    Thailaender machen also ungefaehr 4 Prozent des Ehegattennachzugs aus.
    In der Regel zum deutschen Ehegatten.
    Die Inlaenderdiskriminierung auf Seite 40/41 noch einmal bekraeftigt.

  9. #3628
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Hier ein paar Zahlen zum Thema: >> http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/030/1703090.pdf << ...
    Diese Formulierung geht mir immer noch durch den Kopf:

    Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. März 2010 ist der Sprachnachweis mit dem besonderen Schutz zu vereinbaren, den Ehe und Familie nach dem Grundgesetz und nach dem Gemeinschaftsrecht genießen. Nach diesem Urteil kann der verfassungsrechtlich gebotene Interessenausgleich für den Fall, dass die deutschen Sprachkenntnisse aus nicht zu vertretenden Gründen innerhalb eines angemessenen Zeitraums nicht erworben werden können, und keine zumutbare Möglichkeit besteht, die Lebensgemeinschaft im Ausland herzustellen, auf andere Weise, etwa durch die Erteilung einer vorübergehenden Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Spracherwerbs (§ 16 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes) herbeigeführt werden. Die Bundesregierung wird diese Entscheidung sowie eine für die nähere Zukunft angekündigte weitere Entscheidung des BVerwG in ihrer Anwendungspraxis sorgfältig beachten und dabei insbesondere unter Berücksichtigung der Zielrichtung des Gesetzes, Integration zu fördern und Zwangsehen zu verhindern, prüfen, für welche Personen der vom Bundesver- waltungsgericht angesprochene Interessenausgleich hergestellt werden sollte.

    Das scheinen mir Formulierungen mit erheblichen Interpetationsspielraeumen zu sein.
    Und so hieb- und stichfest ist das Gesetz ja wohl nicht.
    Zumal wenn eine " ... für die nähere Zukunft angekündigte weitere Entscheidung des BVerwG ... " anzustehen scheint.

    Was sagen denn die Member mit Erfahrungen im Behoerdendeutsch dazu?

  10. #3629
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Diese Formulierung geht mir immer noch durch den Kopf:

    [I]Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. März 2010 ist der Sprachnachweis mit dem besonderen Schutz zu vereinbaren, den Ehe und Familie nach dem Grundgesetz und nach dem Gemeinschaftsrecht genießen. Nach diesem Urteil kann der verfassungsrechtlich gebotene Interessenausgleich für den Fall, dass die deutschen Sprachkenntnisse aus nicht zu vertretenden Gründen innerhalb eines angemessenen Zeitraums nicht erworben werden können, und keine zumutbare Möglichkeit besteht, die Lebensgemeinschaft im Ausland herzustellen, auf andere Weise, etwa durch die Erteilung einer vorübergehenden Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Spracherwerbs (§ 16 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes) herbeigeführt werden.
    Die Erteilung oder Ablehnung scheint offenbar eine Ermessensentscheidung zu sein, d.h. Klage zwecklos.

    Wenn man liest:
    "Wie lang sind die Wartezeiten in den Hauptherkunftsländern, um einen
    Sprachkurs antreten zu können?
    Nur in Moskau, Kiew und New Delhi liegen die Wartezeiten zwischen 3 und 5 Monaten."

    Wenn ein deutscher Werktätiger eine Ehefrau aus diesen Ländern Russland, Ukraine und Indien heiratet, dann dauert es erst einmal im Mittel vier Monate, bis seine Frau den Sprachkurs antritt. Das bedeutet im Klartext, dass der Deutsche seine Frau nach der Heirat erst einmal acht bis neun Monate nicht sieht. Da kommt bei allen Beteiligten Groll auf Deutschland und die deutsche Sprache auf.

    Schuld haben die dummdreisten Sprücheklopfer aus dem Bundestag, in erster Linie die promovierten Abgeordneten Wiefelspütz -SPD (sinngemäß: "nur 30 Stunden Vorbereitung in einem Kurs genügt") und Uhl -CSU (sinngemäß: "irgendein Pamphlet genügt für die Vorbereitung auf den Test Deutsch A 1"), welche ihre Kollegen im Innenausschuss und vor der Abstimmung im Bundestag im Jahre 2007 belogen hatten und sich bis heute dafür nicht entschuldigten.

  11. #3630
    Avatar von wingman

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    Die Schwester meiner Frau hat vorgestern die Prüfung A1 im ersten Anlauf bestanden mit 88 Punkten als Klassenbeste. Damit liegt sie deutlich vor meiner Frau die ja mehrfach durchgesemmelt ist.
    Wir sind alle froh das sie nun alles erfolgreich hinter sich hat. Bis zum 19. besucht sie trotzdem noch die Schule und fährt dann heim nach Rayong. Ihre Freundin hat es nicht geschafft, es fehlten 4 Punkte.

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