Seite 256 von 494 ErsteErste ... 156206246254255256257258266306356 ... LetzteLetzte
Ergebnis 2.551 bis 2.560 von 4935

Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

Erstellt von socky7, 14.11.2007, 08:43 Uhr · 4.934 Antworten · 431.732 Aufrufe

  1. #2551
    Avatar von Woper

    Registriert seit
    06.09.2008
    Beiträge
    170

    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Hallo Mipooh,
    ist bekannt wieviel Monate die Prüfungsteilnehmer im GI gelernt haben ?

    Gruß
    Woper

  2.  
    Anzeige
  3. #2552
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    28.011

    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von Woper",p="647636
    .......wieviel Monate die Prüfungsteilnehmer im GI gelernt haben ?......
    Hi Woper,

    selbst diese Information wird keine praezise Aussage zu den Erfolgsaussichten - falls Du da eine Prognose wagen moechtest - zulassen.
    Dazu sind die Voraussetzungen und Randbedingungen der Absolventen zu unterschiedlich.

    Am besten ist es, man stellt sich vor, dass man selbst Thai oder Chinesisch lernen wollte.
    Sprechen, Lesen und Schreiben.
    Jeweils 5 mal einen halben Unterrichtstag pro Woche.
    Dann bekommt man ungefaehr eine Ahnung ueber den Schwierigkeitsgrad und die Leistung der Schueler, die dieses "einfachste Deutsch" in 3 Monaten schaffen.

    Gleichzeitig bekommt man dann aber auch eine Vorstellung ueber die Naivitaet, Unkenntnis und Dreistigkeit der Volksvertreter, die dieses Gesetz kreiert haben.
    Wie zum Beispiel ein Herr Wiefelspuetz (Innenpolitischer Experte/Sprecher der SPD und eisenharter Verfechter dieses Gesetzes), der von ganzen 30 Stunden zum Erlernen der deutschen Sprache im geforderten Kontext ausgeht.
    Diesen Brueller findest etwas weiter vorne als Link in diesem Thread.

    Unterstelle also einfach, dass im guenstigsten Fall 2 Monate reichen ( heisst unter anderem, dass Englisch als Fremdsprache ausreichend beherrscht und dass eine der leichteren Pruefungen erwischt wird ) und im unguenstigsten Fall selbst 6 Monate nicht reichen..........

    Eine pauschale Aussage zur Dauer kann es also nach meiner Ansicht nicht geben.

    Gruss,
    Strike

  4. #2553
    Avatar von Woper

    Registriert seit
    06.09.2008
    Beiträge
    170

    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Hallo Strike,
    es geht mir nicht um eine Prognose, sondern um den Nachweis, das ein Sprachkurs in Deutschland effektiver gewesen wäre und das in jeder Hinsicht. Die Botschaft hat in der Ablehnung der Remonstration für das Sprachvisum behauptet, man könne die deutsche Sprache ebensogut in Thailand erlernen. Außerdem könne man sich in bkk nach einer Arbeit umsehen, um den Kurs und Aufenthalt in bkk zu finanzieren. Da kann man sehen, wie eine Vertreterin der Botschaft im Leben steht. Wer neben der Schule und dem anschließenden Eigenstudium noch arbeiten soll, wird 3 Jahre benötigen um einfache Kenntnisse der deutschen Sprache zu erlangen.
    Es ist völlig richtig, wenn du behauptest, das es in einem Kurs die unterschiedlichsten Eingangsvoraussetzungen gibt. Daher ist es mindestens erforderlich einen Eingangstest durch zuführen.
    Eine Klassenstärke von 30 Teilnehmerinnen ist in Deutschland ebenfalls unvorstellbar und sowohl für die Lehrer, als auch die Teilnehmer unzumutbar.
    Diese Zustände sollten sich unsere Volksvertreter nebst Botschaftsangestellten vor Ort ansehen.
    Ich halte die Forderung nach einfachen Kenntnissen der deutschen Sprache, für Ausländer, die in D leben wollen für richtig. Diese sind aber nur dort vernünftig zu erlernen, wo diese Sprache auch vor und nach der Schule gesprochen wird.

    Gruß
    Woper

  5. #2554
    Avatar von wingman

    Registriert seit
    30.11.2004
    Beiträge
    14.074

    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Meine Frau ist 3 x durch diese Prüfung gerauscht, es hätte nicht viel gefehlt und meine Frau hätte alles hingeworfen. Verzweifelung, Frust und Wut............. Mit Engelszungen habe ich ihr Mut zugesprochen und mit der angebotenen Hilfe des GI in BKK schaffte sie es beim 4. Start.
    3 Monate halte ich für sehr eng bemessen.....................

  6. #2555
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    28.011

    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von Woper",p="647986
    ......Diese Zustände sollten sich unsere Volksvertreter nebst Botschaftsangestellten vor Ort ansehen.......
    Woper, ich muss Dich enttaeuschen bzw. Deine Hoffnungen daempfen.

    Selbst wenn - was ich nicht glaube - dort jemals einer der sogenannten Volksvertreter auftaucht, wird das GI schon eine entsprechende Show abziehen und sich gut verkaufen.

    Mit einer enormen Dreistig- und Kaltschnaeuzigkeit wurden positive Zahlen an die Bundesregierung gemeldet, ohne das je - trotz mehrfacher Hinweise auf die zweifelhaften ud realitaetsfernen Informationen an entsprechend involvierte Bundestagsabgeordnete - einer der Damen und Herren hier aktiv wurden.

    Sorry, aber dafuer ist diese Thematik einfach zu "unpopulistisch".

    Dir alles Gute,
    Strike

  7. #2556
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    28.011

    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Fuer alle die es interessiert ein Auszug aus der Drucksache 16/10564 – Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode.

    Immerhin hat selbst ein solcher Hardliner wie der Volksvertreter Uhl/CSU gewisse Bedenken zum Punkt Inlaenderdiskriminierung.
    Bei mir sind es nicht nur Bedenken sondern Gewissheit, dass zumindestens dieser Punkt vor Gericht keinen Bestand in der aktuellen Auslegung hat.

    Und mit welcher Klarheit der Genosse Wiefelspuetz/SPD von wir - also der gesamten SPD - spricht, ist schon verblueffend.
    Naja, mache sich jeder seinen eigenen Reim.

    Im uebrigen ist nicht nur der Auszug lesenswert - auf die Antworten zu den gestellten Fragen bin ich sehr gespannt.

    Gruss,
    Strike

    Auf einer Tagung des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften (iaf e. v.) und der Türkischen Gemeinde in Deutschland am 25. September 2008 in Berlin wurden die Auswirkungen der seit Ende August 2007 geltenden neuen Einschränkungen des Ehegattennachzugs dargestellt, bewertet und debattiert.

    Cornelia Spohn vom iaf konstatierte, dass die langen Wartezeiten infolge der neuen Sprachanforderungen mit viel menschlichem Leid verbunden seien: „Die Menschen sind empört über die staatlichen Eingriffe in ihr Privatleben, sie sind verzweifelt über hinhaltende oder unklare Angaben der Behörden, sie sind wütend über die langen Trennungszeiten und sie verlieren das Vertrauen in rechtsstaatliches Handeln“, heißt es in der Broschüre des iaf über Erfahrungen mit der Verschärfung beim Ehegattennachzug („Haben Sie noch eine Idee?“, S. 3).

    In das Recht auf freie Partnerwahl und den Schutz der Familie werde massiv eingegriffen.
    Ein „Nutzen“ in Bezug auf die behauptete Verhinderung von Zwangsverheiratungen sei nach einem Jahr „nicht zu erkennen“, der „Schaden“ der Neuregelung hingegen sei „zahlreich belegt“, heißt es dort.

    „Die Sprachanforderung bekämpft nicht die Zwangsheirat, sondern erschwert den Zuzug in das Bundesgebiet.
    Frauen, die sich tatsächlich in Gewaltsituationen befinden, erfahren dabei kein Unterstützungs- und Hilfsangebot.
    Ihre Zwangslage bleibt durch diese Regelung unberührt. (…) Den Frauen würde somit eher geholfen sein, wenn sie zeitnaher in das Bundesgebiet einreisen könnten.
    Diese Neuregelung jedoch setzt sie länger der Kontrolle der dortigen Familie aus und belässt sie damit in ihrer Gewaltsituation“ (ebd., S. 36).

    Hiltrud Stöcker-Zafari vom iaf veranschaulichte eine besonders desintegrative Auswirkung der Neuregelung am Beispiel eines eingebürgerten Griechen mit doppelter Staatsangehörigkeit.
    Dieser denkt daran, die deutsche Staatsangehörigkeit wieder aufzugeben, weil er dann als (nur) griechischer Staatsangehöriger den Freizügigkeitsbestimmungen der Europäischen Union gemäß seine Frau aus der Dominikanischen Republik auch ohne vorherigen Sprachnachweis nach Deutschland nachholen könnte.

    Die so genannte Inländerdiskriminierung (für Unionsbürger/innen gelten bessere Bedingungen als für Deutsche) führt zu absurden Ungleichbehandlungen in der Praxis und in Einzelfällen auch dazu, dass Deutsche vorübergehend im europäischen Nachbarland ihren Wohnsitz
    nehmen, um dort als EU-Angehörige ihre Ehegatten ohne zusätzliche behördliche Schikanen nachziehen lassen zu können.

    Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, legte dar, dass die Neuregelung der Sprachanforderungen vor der Einreise „eindeutig nicht verhältnismäßig“ sei und für bestimmte Gruppen (etwa Analphabeten) sogar einen „de-facto-Ausschluss“ vom Recht auf Familienzusammenleben bedeute: Vor ihnen baue sich „keine Hürde, sondern eine Wand“ auf. Durch die gesetzlichen Einschränkungen würden nicht nur Einzelne ausgrenzt, sondern die „Gesamt-Glaubwürdigkeit der Integrationspolitik“ gefährdet.

    Auch die deutsche Staatsangehörigkeit verliere im Übrigen an Wert, weil in bestimmten Konstellationen (Sozialhilfebezug, Verbindungen zum Ausland) nunmehr selbst Deutschen ein Nachzug ihrer Ehegatten verweigert werden könne.
    So seien „Staatsbürger 1. und 2. Klasse“ geschaffen worden.

    Dr. Hans-Peter Uhl (CSU) bezeichnete sich auf der Tagung als „treibende Kraft dieser Regelung“ und verteidigte sie: „Integration heißt deutsch lernen“. 600 Wörter seien lediglich „erbärmliches Mittelmaß“ und ließen sich „auch ohne Strom und ohne Goethe-Institut“ auf der ganzen Welt („vom Nordpol bis zum Südpol“) anhand eines „Pamphlets“ erlernen.
    Auf die besondere Situation von Analphabeten und die fehlende Härtefallregelung hin angesprochen antwortete er: „Wollen Sie die Masseneinwanderung von Analphabeten?“.
    Es gebe ein „nationales Interesse, keine Analphabeten in Deutschland zu haben“.

    Lediglich die so genannte „Inländerdiskriminierung“ sah er kritisch: Er würde seine „Hand nicht dafür ins Feuer legen“, dass dies „vor Gericht“ Bestand hätte.

    Auch Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD) bekannte sich zu der Neuregelung: „Wir [die SPD] haben die Regelung gewollt“, „das Gesetz wirkt“.
    Während er einerseits erklärte: „Ich bin ein Täter, kein Opfer“, behauptete er anderseits: „Wir wollen auf gar keinen Fall die Menschen quälen, niemanden“.
    Die nur 50-prozentige Bestehensquote beim Sprachtest weltweit (ohne vorherigen Sprachkurs beim Goethe-Institut) bezeichnete er dessen ungeachtet als „beachtlich“.

    In der Broschüre des iaf wird eine Betroffene mit folgenden Worten zitiert (S. 26): „Das ist doch unmenschlich.
    Wollen die Verantwortlichen dies nicht sehen und verstehen? Ich bin am Ende.
    Deutschland ist ein demokratisches Land, so heißt es immer. Aber wen ich heirate, will der Staat entscheiden, denn auf
    diese Weise gehen die Ehen kaputt.
    Wir sind auch kurz davor.
    Kann sich die Regierung nicht vorstellen, wie es ist verheiratet zu sein, sich zu lieben und trotzdem gezwungen zu werden getrennt zu leben?
    Jeden Tag depressiv zu werden, darauf habe ich keine Lust und Ausdauer mehr.
    Ich weiß nicht mehr weiter…“.

    Konkrete Erfahrungsberichte machen deutlich, dass die Zusage etwa von Staatsministerin Dr. Maria Böhmer, niemand würde gehindert, zum Ehegatten zu ziehen, und die geforderten Sprachkenntnisse ließen sich in drei Monaten erwerben (Plenarprotokoll 16/144, S. 15188), sich in der Praxis häufig als unzutreffend erweist.

    Dies bestätigen auch die statistischen Angaben der Bundesregierung zum Rückgang der erteilten Visa zum Ehegattennachzug.
    Der Vergleich des 1. Halbjahres 2007 mit dem 1. Halbjahr 2008 (d. h. vor und nach der Gesetzesänderung) ergibt für die vier Hauptherkunftsländer – Türkei, Kosovo, Russland und Thailand – einen Rückgang der erteilten Visa um 35 bis 42 Prozent (vgl. Antwort des Auswärtigen Amtes vom 8. September 2008 auf die schriftlichen Fragen der Abgeordneten Sevim Dagdelen 5 bis 7 auf Bundestagsdrucksache 16/10215).

    Die Bundesregierung geht offenkundig davon aus, dass die gesetzlichen Einschränkungen des Ehegattennachzugs eine dauerhafte und nicht nur vorübergehende Wirkung haben.
    In einer „Hintergrundinformation“ des Bundesinnenministeriums „zum Berichterstattervorschlag Durchführung von Integrationskursen nach der Integrationskursverordnung“ (ohne Datum) heißt es: „Grund hierfür [Rückgang der integrationskursberechtigten Neuzuwanderer] ist ein weiterer Rückgang des Familiennachzugs infolge der geforderten einfachen Sprachkenntnisse für nachziehende Ehegatten.

    Für 2009 wird mit einer Stabilisierungder Anzahl der Neuzuwanderer insgesamt auf diesem niedrigen Niveau gerechnet“.


    Quelle: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/105/1610564.pdf

  8. #2557
    Avatar von socky7

    Registriert seit
    07.11.2007
    Beiträge
    3.072

    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von strike",p="648237
    Auf einer Tagung des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften (iaf e. v.) und der Türkischen Gemeinde in Deutschland am 25. September 2008 in Berlin wurden die Auswirkungen der seit Ende August 2007 geltenden neuen Einschränkungen des Ehegattennachzugs dargestellt, bewertet und debattiert.
    Dr. Hans-Peter Uhl (CSU) bezeichnete sich auf der Tagung als „treibende Kraft dieser Regelung“ und verteidigte sie: „Integration heißt deutsch lernen“. 600 Wörter seien lediglich „erbärmliches Mittelmaß“ und ließen sich „auch ohne Strom und ohne Goethe-Institut“ auf der ganzen Welt („vom Nordpol bis zum Südpol“) anhand eines „Pamphlets“ erlernen.
    Es ist traurig, dass sich solche "Lügenmärchen" beharrlich im Bundestag halten.
    Als Vorbereitung auf den Test "Deutsch A 1" wird das Lehrwerk vom Hueber-Verlag "Schritte 1 und 2" durchgenommen. Auf den letzten Seiten befindet sich eine Wortliste. Zu Beginn der Wortliste wird zitiert:
    "Wörter, die für die Prüfung Start Deutsch 1 nicht verlangt werden, sind kursiv gedruckt."
    Wenn man alle nicht kursiv gedruckten Wörter zusammenzählt, kommt man auf rd. 1.100 Wörter und nicht 600 Wörter "erbärmliches Mittelmaß". Hierbei werden grammatikalische Feinheiten wie: "der Vater, des Vaters, dem Vater, die Väter, den Vätern" lediglich als ein Wort gezählt, ebenso : " du arbeitest, sie arbeitet, Sie arbeiten, du hast gearbeitet, ihr habt gearbeitet".

  9. #2558
    Avatar von phimax

    Registriert seit
    03.12.2002
    Beiträge
    14.274

    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse


  10. #2559
    Avatar von zicki

    Registriert seit
    12.04.2008
    Beiträge
    276

    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Hallo

    stimmt das , was ich gerade aus Thailand gehört habe , der Test am GI soll auf 80 % der richtigen Antworten angehoben werden

    Gruß Zick

  11. #2560
    Avatar von mipooh

    Registriert seit
    01.06.2005
    Beiträge
    6.152

    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Kann kaum stimmen, weil dann die Durchfallquote auf annähernd 100% hochginge...

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 97
    Letzter Beitrag: 02.01.13, 09:52
  2. ausreichende deutschkenntnisse + was noch?
    Von ottifan im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 17.05.12, 17:21
  3. Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 26.03.09, 08:01
  4. Familienzusammenführung - Deutschkenntnisse
    Von diveyourdream im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 24.01.08, 21:27
  5. Sprachvisum einfacher als Schengenvisum?
    Von tee-rak im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 07.10.07, 20:08