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Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

Erstellt von socky7, 14.11.2007, 08:43 Uhr · 4.934 Antworten · 432.369 Aufrufe

  1. #1211
    Avatar von strike

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von JT29",p="595927
    .......
    Warum klagen dann die Betroffenen nicht? .....
    Hallo JT29,

    mögliche Gründe könnten sein:

    1) da es ja (angeblich?) bereits Klagende gibt, halten sich weitere Betroffene/Interessierte sicher erst einmal zurück.

    2) Weiterhin ist jedem klar, dass dies zeitlich deutlich über selbst mehrere Versuche die Prüfung zu schaffen, hinausgehen wird.

    3) Hinzukommt, dass angeblich in einigen Fällen, in denen mit Klage bezüglich dieses Gesetzes gedroht und eine erste Instanz angerufen wurde, die Behörden von sich aus einen Vergleich anboten ( Visum gegen Rücknahme der Klage ) und damit das Durchlaufen der eigentlichen Klage durch alle notwendigen, vorherigen Instanzen bis zum BVerG "vermeiden".

    Bevor Du fragst: nein, ich kenne keinen dieser Fälle (3) selbst.
    Nur gelesen, keine Klageschrift in der Hand gehabt.
    Ich benutze deshalb bewusst das Wort "angeblich".

    Ich persönlich würde mich allerdings nicht wundern, wenn diese Darstellung durch konkrete Fälle belegt werden könnte.

    Es ist sehr schade, dass man bei Gesetzen die GG-Relevanz haben nicht vor der Verabschiedung auf die GG-Konformität geprüft wird. Dies wäre in meinen Augen ein sauberes Gesetzgebungsverfahren. Gilt auch für Vorratsdatenspeicherung und andere fragliche Gesetzentwürfe der letzten Zeit.

    Aber wir sind ja nicht bei "Wünsch´ Dir was"........

    Gruss,
    Strike

  2.  
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  3. #1212
    Avatar von JT29

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Hi strike,

    "angeblich" - hast du schön formuliert - denn geht mir genauso. Ich habe zwar hier Zugriff auf Juris, aber eine schnelle Suche hat da auch (noch) nichts erbracht.

    zu 1) Verständlich, aber würde ich auch erst machen, wenn ich das auch konkret wüsste.


    zu 2) ist zu befürchten - zumindest ich könnte mir sagen, alles versucht zu haben. Mir ist eine solche Situation wohlbekannt - man steht erstmal fassungslos da (wie damals nach der Ablehnung des Visums und muss nun einen Schlachtplan für die Remonstration erstellen).


    zu 3: Na, wenn das so stimt, wäre das ja ein Grund mehr loszulegen.


    "Ich persönlich würde mich allerdings nicht wundern, wenn diese Darstellung durch konkrete Fälle belegt werden könnte."
    -> Das wäre perfekt und würde mehr Klarheit bringen.


    "Es ist sehr schade, dass man bei Gesetzen die GG-Relevanz haben nicht vor der Verabschiedung auf die GG-Konformität geprüft wird."

    -> Oh, das glaube ich wiederum nicht. Der Herr Bundespräsident wird sicherlich nicht selbst da Gesetz prüfen, dafür hat er ja seinen juristischen Stab. Staatsrecht ist leider eine recht schwere Kost und was für Unbedarfte recht logisch klingt, ist in Wahrheit recht komplex - dazu gehört eben auch der 6 GG. Ich habe mal 2 Semester Staatsrecht genossen - eigentlich erschließt mich erst heute so manche Stunde, die ich damals nur kopfschüttelnd über mich ergehen hab lassen. Dieses Gesetz ist sicherlich kontrovers zu betrachten - das hat man ja bereits gesehen, als es auf den Weg gebracht wurde. Dennoch wurde es letztlich als gangbar betrachtet und dann unterzeichnet. Sicherlich kann dies das BVerfG auch anders sehen - das war schon immer für Überraschungen gut, egal in welche Richtung. Allerdings meine auch ich, dass wenn das so glasklar gegen das GG wäre wie es hier viele sehen wollen, hätte sich das Gericht damit schon längst befasst (-> bei der Vorratsdatenspeicherung ging es ja auch rasant schnell - hier auch zu Recht m.E.)

    Das Gesetz an sich ist nicht schlecht, allerdings hätte ich auch gesehen, dass die Ehegatten von Deutschen damit nicht betroffen wären - aber da sind wir uns ja alle einig.

    Zum GI - nun ja die Intension war, dass das Niveau überall gleich wäre. Warum können andere zertifizierte Schulen das nicht auch machen - in DE funktioniert das ja auch, wo man an vielen Schulen das DaF-Zertifikat machen kann. Ja, hier scheint es noch kranken ... was sagt eigentlich das Auswärtige Amt als Vertragspartner des Rahmenvertrages dazu ?

    Sorry, ich ein bischen viel geworden

  4. #1213
    Avatar von socky7

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Unsere Forderung sollte sein:

    Das Goethe-Institut Bangkok muss die Mindestpunktzahl
    beim Deutsch A 1 Test von 60 auf 50 senken - und zwar sofort !
    !

    Begründung:
    Die thailändischen Prüflinge sind gegenüber Prüflingen aus Ländern mit lateinischer Schrift (Europa, Amerika, Afrika, Vietnam, Philippinen u.a.m.) stark benachteiligt.
    Wo steht im Zuwanderungsgesetz etwas von 60 Punkten ? Das ist eine reine Ermessenssache vom Goethe-Institut, sprich: "Schikane". Durch die Reduzierung auf 50 Punkte könnte sich die durchschnittliche Verweildauer am Goethe-Institut auf zwei Monate reduzieren. Das reicht !
    Aber solange das Goethe-Institut Bangkok das Monopol für ganz Thailand hat, werden die Verantwortlichen auf die sehr lukrativen Einnahmen der Prüfungsgebühren von den zahlreichen Wiederholern nicht verzichten wollen.


  5. #1214
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von JT29",p="595955
    Zum GI - nun ja die Intension war, dass das Niveau überall gleich wäre. Warum können andere zertifizierte Schulen das nicht auch machen - in DE funktioniert das ja auch, wo man an vielen Schulen das DaF-Zertifikat machen kann.
    Auch wenn das hier nicht gerne gehört wird: Es muß wohl die "nakte Angst" vor der Bedeutung der Vorteilsnahme in Thailand gewesen und immer noch sein. Wenn ich nur daran denke, wie leicht bei uns noch bestandene Führerschein-Prüfungen in Form der Aushändigung von gültigen Papieren schlicht gekauft werden können, dann kann ich die Sorge vor Ungleichbehandlungen in Thailand verstehen.

    Ist aber nur ein Folgeproblem der m.E. Grundgesetz-widrigen und bestimmte Länder überaus diskriminierende gesetzlichen Regelung und ihrer verwaltungsmäßigen Umsetzung.

  6. #1215
    Avatar von ReneZ

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von socky7",p="595967
    [b]Das Goethe-Institut Bangkok muss die Mindestpunktzahl
    beim Deutsch A 1 Test [u]von 60 auf 50 senken - und zwar sofort !
    @socky,

    Respekt vor Deinem Einsatz, auch für @strike und andere
    die unermüdlich versuchen hier was zu ändern.

    Allerdings frage ich mich hier ob das überhaupt eine
    Chance haben wird.
    Soll das nur für A1 Test für das Visum gelten, oder
    für alle A1 Tests?
    An dieser Frage wird das scheitern.

    Die richtige Lösung für mich ist, dass 'Nachweis
    einfacher Sprachkenntnisse' nicht mit einem A1 Test
    gleichzusetzen ist, und informeller getestet werden
    soll.

    Der A1 Test ist Teil eines weltweiten Systems, und
    wird nur für diesen Zweck 'missbraucht'.

    Gruss, René

  7. #1216
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von socky7",p="595967
    Unsere Forderung sollte sein:
    Das Goethe-Institut Bangkok muss die Mindestpunktzahl
    beim Deutsch A 1 Test von 60 auf 50 senken - und zwar sofort !
    Mir kommt das alles hier so vor, als wenn ein unschuldig zum Tode Verurteilter fordert: ich möchte 12 statt 10 Elektrostöße, damit ich auch wirklich sterbe.

    Wenn ich betroffen wäre, käme für mich nur eine einzige Forderung in Frage, nämlich die Maximalforderung: weg mit dem schäbigen Gesetz!

    Eine 2monatige Maximaldauer ist unrealistisch. Da kann sich ja dann wirklich jeder faul in der Sonne braten und die 2 Monate absitzen ohne danach nur ein Wort deutsch zu können.

    Ich habe hier schon mal gesagt:
    Das deutsche GI steht für Qualität. Und Qualität in Deutschland bedeutet halt hohe Durchfallquoten.
    Wenn praktisch jeder durchkommen kann, bräuchte man keine Prüfung. Es gibt zahlreiche Leute, die schaffen kein Abitur und die Abbrechraten auf Universitäten sind enorm hoch.
    Daher war es von mir abzusehen, dass Durchfallraten von 80% die Regeln sein werden und so bleiben.
    Was würden deutsche Politiker sagen, wenn praktisch 100% irgendwann man die Prüfung bestehen? Sie würden die Qualität des GI anzweifeln. Garantiert!
    Das GI ist also in jedem Fall der Sündenbock, auch wenn sie zugleich abzocken. Die Hauptschuld trifft aber die europäische Bevölkerung durch ihren Ausländerhaß und deren politische Vertretung.

    Auch wenn ich nicht direkt betroffen bin, so sehe ich in dem Gesetz sehr bedenkliche Ansätze für ein neues drittes (europäische) Reich.

    Es darf gar keine Prüfung geben! Das rechtsradikale Gesetz muss in dem Reisswolf! Das sollte die Forderung sein.

  8. #1217
    Avatar von Franky

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Hallöchen wingman, Prüfungen finden im Juni am 9, 16, 23, 26 und 27 statt. Der 9.6. ist leider schon voll. Die Info ist leider schon etwas älter (30.5.) Oder frage einfach per Mail nach (courses@bangkok.goethe.org)

    Gruß Franky

  9. #1218
    Avatar von Dieter1

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von ReneZ",p="595976
    Respekt vor Deinem Einsatz, auch für @strike und andere
    die unermüdlich versuchen hier was zu ändern.

    Allerdings frage ich mich hier ob das überhaupt eine
    Chance haben wird.
    Das sehe ich aehnlich. Warum geht hier eigentlich niemand auf die legalen Luecken des Systems, in dem er das Schengenvisa in einem Staat wie Italien, wo das ganze etwas relaxter gehandelt wird, beantragt?

    Das is doch allemal besser, effektiver und billiger, als wie vor der "Schlange" Goetheinstitut in der Position einer Maus zu verharren.

  10. #1219
    Avatar von strike

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von JT29",p="595955
    ...........Der Herr Bundespräsident wird sicherlich nicht selbst da Gesetz prüfen, dafür hat er ja seinen juristischen Stab........
    Hallo JT29,

    danke für Deine sachlichen Ausführungen.

    Ich kann mich erinnern, dass sich damals viele Menschen sicher waren, dass der Bundespräsident dieses Gesetz niemals unterschreiben wird.
    Umso grösser die Verblüffung danach.

    Auch während der Diskussion um dieses Gesetz gab es viele kritische Stimmen.
    Der Punkt, dass selbst Ehegatten deutscher Staatsbürger in das Gesetz "integriert" wurden, hatte in den Diskussionen keinen Raum, weil es für die meisten schlicht unvorstell- bzw. nicht erkennbar war. Dies wurde nach meiner Erinnerung auch nicht wirklich offen diskutiert.

    Das damit im Ergebnis Inländerdiskriminierung stattfindet ( ein deutscher Staatsbürger hat weniger Rechte als ein hier als Gast lebender EU-Bürger! ), wurde billigend in Kauf genommen bzw. schlichtweg nicht erkannt.

    Es gab dazu auch hinreichend Infos im Netz.

    Nachdem die große Koalition mehr als ein Jahr gebraucht hat, sich über einen Gesetzentwurf zur Umsetzung von asyl- und aufenthaltsrechtlichen Richtlinien der EU zu einigen, wird nun der Gesetzentwurf im Schnellverfahren durchs Parlament gepeitscht. Der von der Koalition am 28. März 2007 beschlossene Gesetzenwurf soll bereits am 13. Juni abschließend in den Ausschüssen beraten werden um dann noch vor der Sommerpause Mitte Juli verabschiedet zu werden. Angesichts dieses engen Zeitplans ist fraglich, wie ernst die Sachverständigenanhörung gemeint ist, die in den vergangen zwei Wochen im Bundestag stattgefunden hat. Die von den Sachverständigen vorgetragenen Kritik würde eigentlich eine umfassende Überarbeitung des Entwurfs notwendig machen. Dem Gesetzentwurf wurde teilweise Verfassungswidrigkeit (z.B. die Verschärfung des Ehegattennachzugsrecht), teilweise die Missachtung von Europarecht (EU-Bestimmungen werden gar nicht umgesetzt) oder fehlerhafte Umsetzung von EU-Richtlinien (z.B. im Flüchltingsrecht) bescheinigt.

    Lediglich die von der CDU/CSU-Fraktion benannten Gutachter, Prof. Hailbronner (Uni Konstanz) und Prof. Hillgruber (Uni Bonn) gaben entgegen der breiten Kritik reihenweise Unbedenklichkeitsbescheinigungen ab. Im vorauseilenden Gehorsam betonte Prof. Hillgruber, dass nicht nur die vorgeschlagenen Änderungen mit dem Grundgesetz im Einklang stünden, sondern auch noch schärfere Regelungen zulässig seien. Lediglich bei der geplanten Bleiberechtsregelung habe er "rechtsstaatliche Bedenken". Diese verfassungsrechtliche Einschätzung scheint doch eher aus dem Reich "Absurdistan" zu stammen.
    Ob allerdings die seriösen Einwände der Sachverständigen zu einem Überdenken des Gesetzentwurf führen wird, dürfte fraglich sein. Die Abgeordneten des Bundestages sollten sich fragen, ob sie tatsächlich als bloße Erfüllungsgehilfen bei der Abschottungs- und Entrechtungspolitik gegenüber Flüchtlingen und Migranten zur Verfügung stehen wollen. PRO ASYL kritisiert in einer Stellungnahme die geplanten Verschärfungen.


    Quelle: http://www.proasyl.de/de/archiv/news...dex.html#c3984

    Hierzu gab es mehrere Publikationen unter anderem auch von Rechtsverbänden, die ihre Überzeugung formulierten, dass es sich beim Ehegattennachzug um einen verfassungswidrigen Passus handle.

    Ich persönlich glaube fest, dass diese Auffassung dann irgendwann auch einmal das BVerfG bestätigen wird.
    Leider wird bis dahin deutlich mehr Wasser den Rhein runterfliessen als beim Thema Vorratsdatenspeicherung.
    Schon weil es hier viel weniger tatsächlich Betroffene und entsprechende Publizität gibt.

    Da das Thema "A1-Zertifikat" und Zuzug bei mir/uns seit längerem ausgestanden ist, beschäftige ich mich nicht mehr ganz so intensiv mit all dem Kram.
    Von daher bitte ich um Nachsicht, dass ich nicht jede Aussage mit einer URL belege.

    In dem Sinne alles Gute,
    Strike

  11. #1220
    Avatar von Dieter1

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von Dieter1",p="595989
    Warum geht hier eigentlich niemand auf die legalen Luecken des Systems, in dem er das Schengenvisa in einem Staat wie Italien, wo das ganze etwas relaxter gehandelt wird, beantragt?

    Das is doch allemal besser, effektiver und billiger, als wie vor der "Schlange" Goetheinstitut in der Position einer Maus zu verharren.
    Ich sehe, gesunder Pragmatismus ist hier weniger gefragt.

    Es geht um das deutsche "Ich hab ein Recht".

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