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Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

Erstellt von socky7, 14.11.2007, 08:43 Uhr · 4.934 Antworten · 431.732 Aufrufe

  1. #1021
    Avatar von Andichan

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Hallo Leute

    Habe heute etwas im Netz gestöbert und bin auf die, vorerst veröffentlichte Antwort der "Kleinen Anfrage" Drucksache 16/8850 gestoßen. Ich wollte dies hier beisteuern, da Strike vor einiger Zeit dieses Tipp eingestellt hat.
    __________________________________________________ __________________________________________________ _____________
    Er schrieb damals:
    Hallo alle zusammen,

    es gibt eine neue Anfrage an die Bundesregierung.
    Auf deren Antwort darf man gespannt sein.
    Zumal auch explizit auf die Umstände in Thailand eingegangen werden soll.

    siehe link extern http://dip21.bundestag.de/[...]088/1608850.pdf

    Gruss,
    Strike

    __________________________________________________ __________________________________________________ _____________
    Hier nun der Link zur Antwort des Bundestages. http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/091/1609137.pdf

    Schon alleine die Antwort des Bundestages auf die folgende Frage der Linken erfüllt mich mit Verwunderung. Hier der Auszug:

    9. Wie beurteilt die Bundesregierung die Einschätzung, dass für den Sprachtest „Standard Deutsch 1“ das Verstehen von 650 Wörtern erforderlich sei (vgl. EPD, 6. Februar 2008), bzw. worauf genau begründet sie gegebenenfalls
    hiervon abweichende Einschätzungen? Die vom Goethe-Institut bzw. dessen Lizenznehmern durchgeführte Prüfung „Start Deutsch 1“ ist auf die Sprachanforderungen der Niveaustufe „A1“ des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) ausgerichtet und umfasst insgesamt eine Sprachkenntnis von circa 650 Wörtern, von denen lediglich etwa 300 Wörter in den Prüfungsbereichen „Schriftlicher und Mündlicher Ausdruck“ aktiv beherrscht werden sollten.


    Und weiter gehts:

    a) Wie bewertet die Bundesregierung den im benannten EPD-Bericht erwähnten Umstand, dass in Thailand wegen der anderen Schriftsprache fast zwei Drittel der Zuzugswilligen erst einmal den Sprachtest nicht bestehen würden, und welche Schlussfolgerungen zieht sie hieraus gegebenenfalls?
    Nach Kenntnis der Bundesregierung ist diese Angabe nicht zutreffend. Das Goethe-Institut gibt an, dass bei den thailändischen Prüfungsteilnehmern, die zuvor
    einen Kurs am Goethe-Institut Bangkok besucht haben, die Bestehensquote zwischen 80 und 85 Prozent liegt. Bei externen Prüfungsteilnehmern, deren Vorbereitung den Sprachanforderungen der Niveaustufe „A1“ GER nicht immer
    hinreichend entspricht, liegt die Bestehensquote zwischen 30 und 50 Prozent.


    Wie jetzt?? Die Bestehungsquote liegt bei 80 und 85 % ??? Habe ich da in all den ganzen Therads falsche Angaben gelesen??? Haben die Leute deren Ehefrauen und Freundinnen Blödsinn geschrieben, oder behauptet das Goethe Institut falsche Tatsachen ??

    Ich komme bei dieser Antwort einfach nicht mehr mit. Wenn es wirklich um die 80 % der Kursteilnehmer die Prüfung bestehen, warum regen wir uns eigentlich auf?? Noch schärfer ist ja die Antort der folgenden Frage. Ich verzichte hier mal auf den Abdruck. Lest selbst. Steht auf Seite 5, direkt hinter der zuvor hier aufgeführten Antwort. Da schreibt doch der Bundestag, dass in der Türkei die Bestehungsquote bei 95 bis 100% liegt. Da fällt einen nichts mehr ein. Bei dieser dreisten Frechheit eine derart Antwort zu geben.

    Also wer da nicht erkennt, dass hier die Statistik massiv "getürkt" wird, dann weis ich nicht mehr weiter.

    Wie schon gesagt, sollten die Prozentualen Bestehungsquoten, wie in dieser Antwort des Bundestages steht, stimmen, brauchen sich unsere Frauen und Männer keine Sorgen machen. Und ich meine Frau alsbaldig hier in meine Arme schließen. Bessere Unterhaltung gibt es wirklich nur noch im Quatsch Comedy Club.

    Fazit: Die Jungs im Bundestag brauchen dringend HILFE, zur Selbstfindung!!

    Bin gespannt was ihr dazu sagt.


    Gruß


    Andichan

  2.  
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  3. #1022
    Avatar von socky7

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von Andichan",p="591253
    Das Goethe-Institut gibt an, dass bei den thailändischen Prüfungsteilnehmern, die zuvor
    einen Kurs am Goethe-Institut Bangkok besucht haben, die Bestehensquote
    zwischen 80 und 85 Prozent liegt
    . Bei externen Prüfungsteilnehmern, deren Vorbereitung
    den Sprachanforderungen der Niveaustufe „A1“ GER nicht immer
    hinreichend entspricht, liegt die Bestehensquote zwischen 30 und 50 Prozent.

    Bin gespannt was ihr dazu sagt.

    Gruß Andichan
    Hallo Andichan,
    das sind die neuen Prüfungsergebnisse vom Goethe-Institut Bangkok (mitgeteilt von Michael 59):
    "ich habe in der letzten Woche mir die Prüfungsergebnisse von 2 Prüfungstagen notiert:

    14. Mai: 18 Teilnehmer davon 5 nicht bestanden - eine davon mit deutschem Nachnamen (Bestehensquote 72 %)
    15. Mai 17 Teilnehmer davon nur 3 mit ausreichend bestanden also 14 durchgefallen" (Bestehensquote 18 % =
    Durchfallquote 82 %)
    )
    (Anm.: vermutlich wieder der hinterhältige Prüfungssatz vom 21.12.2007, als in der Prüfung von 98 Teilnehmern
    aus dem Goethe-Institut 78 % durchfielen. Die Teilnehmerinnen vom 21.12.2007 hatten vorher fast
    ausnahmslos nicht einen, sondern zwei bis vier Intensivkurse am Goethe-Institut besucht.)

    Das sieht demnach so aus, dass der Deutsche Bundestag vom Goethe-Institut belogen wird. Oder sehe ich das falsch ?



  4. #1023
    Avatar von JT29

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Well,

    hab eigentlich nichts anderes erwartet ;-D

    Nicht die Antworten in den 2 Fällen, sondern einfach die Fragestellung ist daneben.

    9. -> Hier wird nur ausgesagt, wie es (theoretisch) sein soll. Nur dann muss ich halt konkret fragen, warum z.B. beim GI BKK so wie es aussieht nicht konform geprüft wird.

    a) -> "Das GI gibt an". Sie hat eine Stellungnahme des GI eingeholt. Auch hier halte ich die Fragestellung "bewertet" für unsinnig. Hier muss doch doch eher so gefragt werden: Wir haben festgestellt, bzw, uns wurde zugetragen ...etc. und wie sieht das die Bundesregierung und was gedenkt Sie zu unternehmen.

    b) -> same same : "Das Goethe-Institut gibt an ..."

    Daher bin ich mal gespannt, was die Fragesteller nun machen werden. Ob Sie am Ball bleiben oder die Sache als erledigt betrachten nach dem Motto: Seht, wir haben ja etwas gemacht .

  5. #1024
    Avatar von JT29

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Zitat Zitat von socky7",p="591289
    Das sieht demnach so aus, dass der Deutsche Bundestag massiv vom Goethe-Institut angelogen wird ?
    Nun, diese ganzen Ergebnisse kann man ja den fragestellenden Abgeordneten mal zukommen lassen - so wie hier berichtet wird, scheint es dann in der Tat so zu sein - das wäre dann schon starker Tobak !

  6. #1025
    Avatar von Andichan

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    @JT29 so habe ich das gelesen. Ich gehe davon aus, dass die Zahlen so sind wie diese angegeben wurden. Ich war selbst erstaundt.

    Du schreibst:
    Daher bin ich mal gespannt, was die Fragesteller nun machen werden. Ob Sie am Ball bleiben oder die Sache als erledigt betrachten nach dem Motto: Seht, wir haben ja etwas gemacht .

    Ich bin auch gespannt. Aber ich denke schon, dass die Linken da weiter bohren. Vorausgesetzt man gibt denen "Bohr"Futter. Es fragt sich nur, ob und inwieweit sich die Politiker das gefallen lassen. Vorausgesetzt sie bekommen Kennnisse davon. Es müssten aber definitive Aussagen sein, um damit die Politiker der Linken, die diese Anfrage gemacht haben, davon zu informieren. Wer hat solche Infos und wer kann diese den Verfassern der Anfrage senden???? Ich denke, da Socky7 recht genaue Angaben gemacht hat, wäre es ja zumindest ein Anfang. Ich nehme auch an das dies Gregor Gysi interessieren würde. Der klemmt sich bestimmt dahinter.


    Andichan

  7. #1026
    Avatar von garni1

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Mittlerweile interessiert mich dieses Thema ebenfalls. Obwohl ich nicht betroffen bin, kann ich manches vom GI nicht nachvollziehen. Anfang Juni werde ich beim Institut vorsprechen, Infos einholen. Mit meinem Presseausweis wird das möglich sein. Ich werde euch berichten.
    Gruß Matthias

  8. #1027
    Avatar von JT29

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Deutschtest für Ehegatten-Visum: große Probleme bei den Goethe-Instituten

    29.12.2007 * Seit Ende August verlangen die deutschen Botschaften und Konsulate weltweit für Ehegatten von Deutschen und Ausländern einen Sprachtest, bevor das Visum erteilt wird. Grund hierfür ist das sogenannte "Richtlinien-Umsetzungsgesetz", welches auch das Aufenthaltsgesetz in vielen Punkten geändert hat. Wenig bekannt, aber für die betroffenen Familien sehr gravierend ist der Nachweis eines "Sprachzertifikats". Obwohl es nicht im Gesetz steht, hat das Auswärtige Amt in einem Erlaß vom 17.07.2007 alle Botschaften und Konsulate weltweit angewiesen, "aussschließlich" Zertifikate des Goethe-Instituts (oder vom Goethe-Institut bestätigten Lizenzunternehmen) zu akzeptieren. Insider berichten nun, daß die Mehrheit der Goethe-Institute weltweit durch diese Neuregelung völlig überlastet sind und die erforderlichen Sprachtests wenn überhaupt nur mit großer zeitlicher Verzögerung durchführen können. Hierüber kam es in den letzten Wochen zu einem größeren internen Konflikt zwischen den Leitern der einzelnen Goethe-Institute. Kritisiert wird auch das Monopol, welches das Auswärtige Amt ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage den Goethe-Instituten zugewiesen hat. Viele Deutsche und Ausländer sind momentan verzweifelt, weil sie ihre Ehepartner nur aus diesem kaum verständlichen Grund nicht bei sich in Deutschland haben können. Die Anwaltskanzlei Sprung bereitet derzeit die ersten gerichtlichen Prozesse gegen diese Praxis vor.

    Quelle: http://www.anwaltsprung.com/8.html

  9. #1028
    Avatar von Andichan

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Also, ich habe mich nun entschlossen, auf dieses Thema eine Mail an Dr. Gregor Gysi zu schreiben, um ihn darauf Aufmerksam zu machen, was sich nun wirklich im Goethe Institut in Bangkok in Sachen Prüfung tut. Ich muss zugeben, dass ich lange an diesen Text gefeilt habe und denke das dies nun das Thema trifft.

    Hier die Mail, komplett:
    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> >>>>>>>

    Sehr geehrter Herr Dr. Gregor Gysi,

    ich möchte Sie heute als direkt betroffener Bürger bitten, mir ein paar Minuten ihrer kostbaren Zeit zu widmen.

    Warum ich mich heute an Sie wende ist, dass ich über die Antwort des Bundestages, /Drucksache 16/9137,/ in der Vorabfassung vom 07.05.2008, auf ihre
    "Kleine Anfrage" an den Bundestag, /Drucksache 16/8850/, an den Bundestag vom 18.04.2008, doch sehr verwundert bin.

    Schon seit einigen Monaten tauschen die Ehemänner und Ehefrauen dieser Interessengruppe, viele Informationen darüber aus, wie die Auswirkungen der neuen Sprachanforderungen für nachziehende Ehegatten sind und sich auf das Familienleben insgesamt auswirken. Hierbei steht insbesondere das Thema "Deutsch Start A1" und der anschließenden Prüfung an erster Stelle. Nun habe ich Ihre Kleine Anfrage an den Bundestag, die sie zusammen mit Herrn Oscar Lafontaine und der Fraktion gestellt haben, gelesen und war nun gespannt auf die Antwort.

    Heute konnte ich auf der Website des Bundestages die Antwort in der vorläufigen Fassung lesen. Diese erfüllte mich Zusehens mit Erstaunen.
    Es wurde schon viel darüber diskutiert, ob nun die Sprachanforderungen selbst notwendig sind und warum die Deutschkenntnisse von Anfang an nicht auch hier in Deutschland erworben werden können, sinnvoll ist oder nicht. Ich bin wirklich kein Gegner der Sprachkurse. Ich selbst bin mit einer ausländischen Frau verheiratet und möchte, dass meine Frau die deutsche Sprache erlernt. Damit auch sie in ihrer neuen Heimat mit den Menschen kommunizieren kann, sei es bei der täglichen Begegnung mit anderen Menschen oder eben auch beim Einkauf in einem Markt. Aber ich bin gegen die Art und Weise der Durchführung dieses Gesetzes. Zumal ich sehe, dass sich das Goethe- Institut als "Alleinherrscher" der deutschen Sprache im Ausland aufführt und neben sich keine anderen "Konkurrenten" duldet. Denn wie ist es anders zu erklären das, wie in meinem Falle, das Goethe-Institut in Bangkok keine weiteren Institutionen, die ebenfalls die deutsche Sprache lehren, zur Abnahme der Prüfung zulässt. Obwohl die Prüfungsvorgaben standardisiert sind. Hierbei denke ich insbesondere an die wenigen Standorte, an denen sich das Goethe-Institut befindet. Es ist vielen Menschen nur unter schwierigsten Umständen möglich die geforderten Kurse zum Ehegattennachzug zu belegen. Auch wenn es die Bundesregierung anders sieht, die Kosten die dadurch entstehen sind von vielen Menschen gar nicht oder nur unter bestimmten Vorraussetzungen zu bewältigen. Es kann nicht sein, dass sich viele Menschen wegen des Kurses bei den Familienmitgliedern oder gar Banken verschulden. Die Antwort der Bundesregierung auf die Frage 10 ist alles andere als seriös. Natürlich wird der Ehegatte, der in Deutschland lebt seinen Partner finanziell unterstützen, das ist keine Frage! Das ist die Pflicht eines Ehegatten, die sich darin gründet. Mich persönlich stört, dass die Bundesregierung schon von vornherein davon ausgeht, dass das Geld für Kurs, Verpflegung und Unterkunft vom Ehegatten getragen wird. Hier wird meines Erachtens nach schon vom Ansatz her eine Art der Vorauswahl getroffen. Sollten wirklich nur finanziell gut gestellte Menschen in Deutschland das Recht haben sich einen Partner im Ausland suchen zu können?

    Nun habe ich, die Antwort vom Bundestag in der Vorabfassung gelesen und dabei festgestellt, dass der Bundestag anscheinend auf das heftigste belogen wird. Belogen in vielerlei Hinsicht.

    _Bezug auf Frage 9 a._
    /Sie sprechen die Bundesregierung darauf an, das in Thailand wegen der anderen Schriftsprache fast zwei Drittel der Zuzugswilligen erst einmal den Sprachtest nicht bestehen würden. /

    Die Antwort der/ /Bundesregierung darauf ist, dass nach Kenntnis der Bundesregierung diese Angabe nicht Zutreffend ist.
    _Antwort:_
    "/Das Goethe-Institut gibt an, dass bei den thailändischen Prüfungsteilnehmern, die zuvor einen Kurs am Goethe-Institut Bangkok besucht haben, die Bestehungsquote zwischen 80 und 85 Prozent liegt. Bei externen Prüfungsteilnehmern, deren Vorbereitung den Sprachanforderungen der Niveaustufe "A1" GER nicht immer hinreichend entspricht, liegt die Bestehungsquote zwischen 30 und 50 Prozent."/

    Nach unseren konkreten Recherchen (vgl. *www.nittaya.de* -Ehe & Familie- "Nachweis einfacher Deutschkenntnisse") gibt das Goethe-Institut Bangkok immer wieder falsche Zahlen an und belügt somit die Bundesregierung. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass genau bei diesem Goethe-Institut in Bangkok die Durchfallzahlen meist bei 60 bis 70 % im ersten Quartal 2008 liegen. Diese Angaben sind von den Ehemännern, welche sich zum größten Teil während der Kursdauer ihrer Ehefrauen an der Schule aufhielten und die Bekanntmachungen der absolvierten Prüfungen gelesen haben, gemacht worden. Es ist schon verwunderlich das die Bundesregierung diese, nach ihrer Auffassung positiven Zahlen, nicht hinterfragt. Zumal ich weis, dass hunderte Briefe zu diesem Thema von den Ehefrauen und Ehemännern an die Abgeordneten gesendet wurden. Es muss doch spätestens dann Auffallen wenn wie in der Antwort zur Frage 9 b behauptet wird , _dass die Kursteilnehmer am Goethe-Institut in Ankara, welche dort den Sprachkurs absolviert haben, eine Bestehungsquote zwischen 95 und 100 Prozent erreichen_.

    Warum, frage ich mich, ist die Aufregung der Eheleute so groß, wenn es nach der Meinung des Goethe-Instituts so einfach ist, den "Deutsch Start A1" zu bestehen. Meinen die Kollegen Politiker wirklich, dass man den Menschen hier im Lande alles erzählen kann? Ein wenig Professionalität müsste Diesen schon zuzutrauen sein. Gerade dann, wenn die Stimmen, wie in diesem Fall nicht verhallen, sondern immer lauter werden.

    Ich möchte hier nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich generell _nicht_ gegen Sprachkurse für zuzugwillige Ausländer bin. Ich sehe die Notwendigkeit ein. Es ist aber für mich unerträglich zu verstehen, dass die Hürden im Falle des Ehegattennachzugs, von wo auch immer, so hoch gelegt wurden. Es würde völlig ausreichen, wenn der Zuzug eines Familienangehörigen oder Ehegatten davon abhängig gemacht wird, dass der _Nachweis an der Teilnahme an einem Sprachkurs_ vorgelegt wird, _ohne eine Prüfung_ ablegen zu müssen. Dies könnte durch eine _Beurteilun_g, die den Lernerfolg durch den Leiter der Schule und Lehrer bestätigt, nachgewiesen werden. Die weiteren Kurse (Immigrationskurse an den VHS), müssen sowieso, wie im Aufenthaltsgesetz (AufenthG) gefordert wird, besucht werden. Das wäre der richtige Weg, meiner Meinung nach.

    Hinzu kommt, dass der Unterrichtsstoff viel zu umfangreich gestaltet ist. Siehe auch Kursbuch vom Hueber Verlag "Schritte international Niveau A1/1 und A1/2". Auch wenn bereits ab dem 21.April diesen Jahres nach den neuen Materialien gelehrt wird, haben die meisten der Schüler und Schülerinnen große Probleme bestimmte Lehrinhalte zu erfassen.

    In den Kurs- und Arbeitsbüchern, die für den gesamten deutschsprachigen Raum erstellt wurden und in den Goethe-Instituten Verwendung finden, findet man bestimmte Bezeichnungen, die nur in einzelnen Regionen, wie Bayern, in Österreich oder der Schweiz verwendet werden.

    Beginnend von der Lehrsituation der Begrüßung bis hin zur Bezeichnung von Gegenständen, die je nach ländlicher Region unterschiedlich sind. Es kann aber nicht sein, dass die Schüler, obwohl diese ja eigentlich "nur" die deutsche Sprache erlernen möchten, die verschiedenen Dialekte einer "Begrüßung", eines "Gegenstandes", eines "Gemüses" oder "Obstes" lernen müssen. Hier wird der Schüler schon im Ansatz völlig verunsichert. Es drängt sich die Frage auf, was lernen nun die Zuwanderer? Deutsch oder bayrisch, oder die verschiedenen Dialekte die in Österreich oder der Schweiz gesprochen werden. Ich denke doch eher deutsch. Und deswegen ist es eben nicht "Servus" oder "Grüß Gott", wie es am Goethe-Institut Bangkok gelehrt wird, sondern es heißt immer noch "Guten Tag". Sonst könnte man ja gleich auch noch die Begrüßung der norddeutschen Bundesländer lehren, die sich ja mit "Morgen, morgen" begrüßen. Um hier nur ein Beispiel von vielen zu nennen. Hoch lebe der "DUDEN".

    Es ist an der Zeit, dass sich grundlegend etwas ändert. Leider ist, nachdem bereits im Dezember 2007 eine Petition in den Bundestag eingebracht wurde, bislang noch nichts passiert. Viele Freunde behaupten, dass man machen kann was man will und sich sowieso nichts ändern wird. Ich selbst kann und will diese Meinung nicht teilen, da ich immer noch der Meinung bin, dass diese Art der Umsetzung der Sprachanforderungen so nicht bei einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben wird, sollte es zu einer Entscheidung kommen. Leider wird meine Frau nicht mehr davon profitieren, da sie es bis dahin trotz der unsäglichen Umstände geschafft haben wird dieses Zertifikat zu erlangen, auch wenn noch mehr Leid und Mühe auf uns zukommt.

    Eine Frage hätte ich aber noch, die mich interessieren würde. Wie würde ein direkt betroffener Politiker mit dieser Problematik umgehen? Gäbe es da evtl. ein Schlupfloch?

    Vielleicht wäre es ja auch mal ein Thema in einer der Sendungen die im TV ausgestrahlt werden. Zum Beispiel: "Anne Will", bei der Sie ja schon desöffteren zu Gast waren. Ich denke jedoch, dass dieses Thema zu "Heiß" fürs Fernsehen ist. Ich würde mich trotzdem freuen, Sie dabei als Gast sehen zu können. Dann könnte man Herrn Schäuble auch einmal Fragen ob Japaner, Australier oder Amerikaner andere Menschen sind als Thailänder, Türken oder Inder.

    Mein größter Wunsch in dieser Sache wäre, dass das Gesetz in diesen Punkten noch einmal überarbeitet wird.

    Herzlichen Dank für Ihre Zeit. Ich würde mich freuen, eine Antwort zu erhalten.




    Hochachtungsvoll


    Andreas XXXXXXX

    [/u]>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> >>>>>>>>[/u]


    Ich hoffe nun auf eine ausagekräftige Antwort und das mehr Unterstützung seitens der Politik gibt. Es wäre auch eine Überlegung wert, einen derartigen Brief auch an alle anderen Politiker der Bundesregierung zu senden.



    Andichan

  10. #1029
    Avatar von Nokgeo

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    " Es ist vielen Menschen nur unter schwierigsten Umständen möglich die geforderten Kurse zum Ehegattennachzug zu belegen. Auch wenn es die Bundesregierung anders sieht, die Kosten die dadurch entstehen sind von vielen Menschen gar nicht oder nur unter bestimmten Vorraussetzungen zu bewältigen. Es kann nicht sein, dass sich viele Menschen wegen des Kurses bei den Familienmitgliedern oder gar Banken verschulden. Die Antwort der Bundesregierung auf die Frage 10 ist alles andere als seriös. Natürlich wird der Ehegatte, der in Deutschland lebt seinen Partner finanziell unterstützen, das ist keine Frage! Das ist die Pflicht eines Ehegatten, die sich darin gründet. Mich persönlich stört, dass die Bundesregierung schon von vornherein davon ausgeht, dass das Geld für Kurs, Verpflegung und Unterkunft vom Ehegatten getragen wird. Hier wird meines Erachtens nach schon vom Ansatz her eine Art der Vorauswahl getroffen. Sollten wirklich nur finanziell gut gestellte Menschen in Deutschland das Recht haben sich einen Partner im Ausland suchen zu können?"

    ____ENDE_____


    Eine Heirat, ist ein " Privatvergnügen "...

    Was erwartest DU ?

    Das der deutsche Staat die Kosten trägt ?


    " Ich möchte hier nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich generell _nicht_ gegen Sprachkurse für zuzugwillige Ausländer bin. Ich sehe die Notwendigkeit ein. Es ist aber für mich unerträglich zu verstehen, dass die Hürden im Falle des Ehegattennachzugs, von wo auch immer, so hoch gelegt wurden.

    Es würde völlig ausreichen, wenn der Zuzug eines Familienangehörigen oder Ehegatten davon abhängig gemacht wird, dass der _Nachweis an der Teilnahme an einem Sprachkurs_ vorgelegt wird, _ohne eine Prüfung_ ablegen zu müssen.

    Dies könnte durch eine _Beurteilun_g, die den Lernerfolg durch den Leiter der Schule und Lehrer bestätigt, nachgewiesen werden."

    _____ENDE_____

    Hast du das echt soo abgeschickt ?? Hmm.Nicht böse sein, über meine Zeilen.


    " Es würde völlig ausreichen, wenn der Zuzug eines Familienangehörigen oder Ehegatten davon abhängig gemacht wird, dass der _Nachweis an der Teilnahme an einem Sprachkurs_ vorgelegt wird, _ohne eine Prüfung_ ablegen zu müssen."

    _____ENDE_____


    Nachweis..Nachweise,lassen sich beibringen, speziell in TH. wenn Kohle im Spiel ist. Ohne Prüfung, des Probanden..Thl. Führerscheine werden in der BRD z.B. nicht 1:1 umgeschrieben..mal als Bsp.

    Hab das Thema, Thai nach BRD, gerade mit einem langjährigem Freund..der sich evtl. verbandeln möchte.

  11. #1030
    Avatar von Nokgeo

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    Re: Nachweis einfacher Deutschkenntnisse

    Weiss jetzt nicht genau wo ich das gelesen hatte...

    sinngemäss:

    Meine zukünftige thl. Frau, kann ihren Job nicht weiter ausführen..da sie in Bangkok den Kurs machen muss.

    Sie verdient in der Zeit also kein Geld.
    ______________________

    Ist doch normal, wenn Frau von Zuhause weg ist, dass sich kein Geld verdienen lässt. Oder?

    Was wird denn so monatlich verdient? In Thl.?
    Bei euren Zukünfigen..das es sich lohnt, darüber hier zu schreiben ??

    5000-10 000- 50 000 Baht? Oder weniger?


    Wenn der A1 Kurs bestanden ist..es z.B. in die BRD geht, per Familienzusammenführung und anschliessendem Hausfrauen Dasein..

    ..lässt sich i.d.R. auch kein Geld verdienen ?

    Manche Argumente " hinken " hier.. nicht sauer sein..das ich das so sehe.

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