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Nachehelicher Unterhalt

Erstellt von smile, 15.08.2012, 09:18 Uhr · 105 Antworten · 15.485 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von Grumpy

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Socrates, kannst du nicht einfach mal zugeben, dass du falsch lagst? Wenn du die Zugewinngemeinschaft gemeint haben willst, warum zitierst du dann die Regelung zu Gütertrennung? Zumal es um deine Aussage dazu gar nicht ging, sondern darum, dass die Aussage zu Gütertrennung in folgendem falsch war:


    ...vergiss mal nicht, dass bei der Zugewinngemeinschaft nur das ab Eheschließung erwirtschaftete Vermögen geteilt wird.
    Wenn nichts erwirtschaftet wurde, gibt es auch nichts zu verteilen

    Das Vermögen vor der Eheschließung bleibt außen vor.....

  2.  
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  3. #92
    Avatar von Chak

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    Bei der Scheidung richtig, Grumpy. Bei der Erbschaft aber bekommt in der Zugewinngemeinschaft die Frau 50% des vererbten Vermögens unabhängig vom tatsächlichen Zugewinn; der Zugewinn wird da nicht gesondert berechnet, außer bei der Erbschaftsteuer.

  4. #93
    Avatar von smile

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    Zitat Zitat von tulogu Beitrag anzeigen
    Laß uns nun mal annehmen, unsere Ehe scheitert nach 5 Jahren. Dann sind wir beide um die 40. Wenn meine Frau dann nicht arbeitet, wird sie, sofern sie nicht mehr heiratet, bis zum ihrem oder meinem Lebensende Anspruch auf 3/7tel meines Nettoeinkommens haben. Ist das gerecht? Das ist die Situation, wenn kein Ehevertrag geschlossen wird.
    und was ändert dann ein Ehevertrag?angenommen du schließt es aus und sie geht nicht arbeiten dann zahlt man auch...
    hat sie nur in 450€ Job,zahlt man den Rest...

  5. #94
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Es ist zwar nicht ganz einzusehen, warum ich dir die Arbeit abnehmen soll nach den entsprechenden Informationen zu suchen, aber da ich ja ein netter Mensch bin empfehle ich dir mal auf Wikipedia den Abschnitt "populäre Rechtsirrtümer" im Artikel Zugewinngemeinschaft zu lesen.
    Zugewinngemeinschaft
    Ich hoffe Du willst mir nicht wirklich im Ernst dieses Model als ein gutes Argument gegen einen Ehevertrag zum gegenseitigen Vermoegensschutz verkaufen.

  6. #95
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe Du willst mir nicht wirklich im Ernst dieses Model als ein gutes Argument gegen einen Ehevertrag zum gegenseitigen Vermoegensschutz verkaufen.
    Im Gegenteil, ich empfehle jedem zumindest den Zugewinn zu modifizieren. Damit schützt man sich aber vor allem vor den gegenseitigen Ansprüchen, gegen Drittgläubiger braucht man sich nicht durch einen Ehevertrag zu schützen, wie du offensichtlich glaubst:
    Zitat Zitat von Dieter
    Die haftet ohne Ehevertrag naemlich zu 50% mit, bei den Geschaeften des Ehemannes.

  7. #96
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Bei der Scheidung richtig, Grumpy. Bei der Erbschaft aber bekommt in der Zugewinngemeinschaft die Frau 50% des vererbten Vermögens unabhängig vom tatsächlichen Zugewinn; der Zugewinn wird da nicht gesondert berechnet, außer bei der Erbschaftsteuer.
    genau so ist es... und deshalb sollte man sich vor einem Ehevertrag mit Gütertrennung gut überlegen, ob man eher seine Plagen oder seine langjährige Ehefrau absichern möchte....

  8. #97
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    genau so ist es... und deshalb sollte man sich vor einem Ehevertrag mit Gütertrennung gut überlegen, ob man eher seine Plagen oder seine langjährige Ehefrau absichern möchte....
    Demnach dürfte sich die Gütertrennung bei einer Ehe ohne Nachwuchs erbrechtlich gar nicht auswirken? Hat eigentlich die Gütertrennung irgendwelche Auswirkungen auf eine mögliche Witwenrente?
    Überhaupt, der nacheheliche Unterhalt konnte früher vertraglich ausgeschlossen werden. Weiß aber nicht ob das heute noch gilt. Und welche Auswirkungen so ein Vertragsbestandteil auf mögliche Rentenansprüche bei einer vorzeitigen Trennung hätte.

  9. #98
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Demnach dürfte sich die Gütertrennung bei einer Ehe ohne Nachwuchs erbrechtlich gar nicht auswirken? Hat eigentlich die Gütertrennung irgendwelche Auswirkungen auf eine mögliche Witwenrente?
    Überhaupt, der nacheheliche Unterhalt konnte früher vertraglich ausgeschlossen werden. Weiß aber nicht ob das heute noch gilt. Und welche Auswirkungen so ein Vertragsbestandteil auf mögliche Rentenansprüche bei einer vorzeitigen Trennung hätte.
    Erbrechtlich nur dann nicht, wenn keine Erben 1. Ordnung (Erben sind nach den Vorschriften des Erbrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch der Ehegatte (§ 1931 BGB) oder Lebenspartner (§ 10 LPartG) des Erblassers, dessen Abkömmlinge (Erben erster Ordnung), dessen Eltern) vorhanden sind.

    Steuerrechtlich hingegen könnte es Auswirkungen haben, wenn entsprechendes Vermögen jenseits des Freibetrages vorhanden ist: z.B.

    Verstirbt ein Unternehmer und hinterlässt er seinem Ehegatten beispielsweise ein Vermögen in Höhe von € 1 Mio., das er während der Ehezeit erworben hat, beträgt der Zugewinnausgleichsanspruch des überlebenden Ehegatten, der sein Vermögen während der Ehe nicht vermehrt hat, € 500.000,00. Unter Berücksichtigung des weiteren Freibetrages für Ehegatten in Höhe von € 500.000,00 würde der überlebende Ehegatte in diesem Fall keine Erbschaftsteuer zahlen. Im Fall der Gütertrennung käme auf ihn hingegen eine Erbschaftsteuerforderung in Höhe von € 75.000,00 zu. Durch die Vereinbarung der Gütertrennung "verschenken" die Ehegatten also bares Geld für den Fall, dass ihre Ehe bis an ihr Lebensende hält. Dieses Geschenk an den Fiskus lässt sich vermeiden, indem die Ehegatten anstelle der Gütertrennung die so genannte "modifizierte Zugewinngemeinschaft" vereinbaren.

    Der letzte Teil Deiner Frage hat nichts mit dem Erbrecht zu tun.

    Wenn Du Deine Rentenansprüche schützen willst, bleibt Dir nur der Weg des gegenseitigen notariellen Verzichtes auf Versorgungsausgleich (am besten vor der Eheschliessung). Da dies jedoch zu einer Benachteiligung Deiner Frau führen würde, falls sie keine eigenen Rentenanteile erwirbt und das wiederum vor Gericht kaum Bestand haben dürfte, empfielt es sich eine private Rentenversicherung zum Ausgleich dieses Nachteils ab zu schliessen und dies bereits im notariellen Vertrag zu vereinbaren.

  10. #99
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Erbrechtlich nur dann nicht, wenn keine Erben 1. Ordnung (Erben sind nach den Vorschriften des Erbrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch der Ehegatte (§ 1931 BGB) oder Lebenspartner (§ 10 LPartG) des Erblassers, dessen Abkömmlinge (Erben erster Ordnung), dessen Eltern) vorhanden sind.
    Du meinst wohl Erben zweiter Ordnung, Erben erster Ordnung sind ja gerade die Kinder und deren Kinder, die es in Michas Fragefall ja gerade nicht gibt.
    Wenn es auch keine zweiter Ordnung gibt, dann erbt die Ehefrau alles, unabhängig vom Güterstand.

  11. #100
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Du meinst wohl Erben zweiter Ordnung, Erben erster Ordnung sind ja gerade die Kinder und deren Kinder, die es in Michas Fragefall ja gerade nicht gibt. Wenn es auch keine zweiter Ordnung gibt, dann erbt die Ehefrau alles, unabhängig vom Güterstand.
    er fragte nur nach dem Nachwuchs...aber selbstverständlich hast Du Recht..

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