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Meine Story part 1

Erstellt von ThomasH, 08.09.2001, 00:55 Uhr · 17 Antworten · 4.377 Aufrufe

  1. #1
    ThomasH
    Avatar von ThomasH

    Meine Story part 1

    @ Bruno
    Ich schreibe meine Geschichte hier in auch für Dich auf - zur moralischen Unterstützung sozusagen, auch wenn sie mir momentan nicht so sehr nach Happy-End aussieht, aber wer kann schon in die Zukunft blicken?

    Es begann am 27. Juli 1989.
    Meine Freundin hatte sich zehn Tage vorher von mir getrennt und wir wollten eigentlich zusammen nach Italien in Urlaub fahren, aber daraus ist natürlich nichts mehr geworden. Ich arbeitete zu dieser Zeit in einem italienischen Restaurant als Kellner und daher kannte ich auch das Mädel aus dem Reisebüro, der ich bis heute so dankbar bin. Ich also ins Reisebüro und Last-Minute-Angebote gecheckt. Aber zum Ferienbeginn bei uns in Bayern war fast nichts mehr frei. Nur noch Mallorca, Cran Canaria und Pattaya, alles so ziemlich zum selben Preis. Die Angestellte fragte mich, warum alleine und ich habe ihr so ansatzweise die Story erzählt. Sie meinte dann, daß Pattaya genau die richtige Therapie für mich wäre Tja und so bin ich, der keine Ahnung hatte, was ihn dort erwartet, das erste Mal nach Thailand gekommen, drei Wochen Pattaya, Nipa Lodge Hotel.
    Morgens vor fünf Uhr in Bangkok angekommen, aus dem Flieger ausgestiegen und nach zehn Metern die Tür zum Heizungsraum entdeckt, hmm brauchen die hier eine Heizung? Nein, natürlich nicht, es war eine offene Tür nach draußen und die Temperatur und Luftfeuchtigkeit um diese Zeit hat mich erst mal umgehauen (bildlich). Dann dreieinhalb Stunden Busfahrt bis zum Hotel. Duschen, im Hotelprospekt geblättert, entdeckt, daß es Massagen gibt und mir gedacht, genau das brauchst du jetzt für deine verspannten Glieder... Es kann sich ja wohl jeder vorstellen, was mich erwartete und mein Gesicht dazu Ich lache mich immer noch kaputt darüber, wenn ich daran denke, aber ich hatte wirklich keine Ahnung...
    Dann erst mal zwei Stunden geschlafen und erfreut festgestellt, daß ein Gastronomie-Kollege aus Passau, den ich im Flugzeug kennengelernt hatte im selben Hotel untergekommen war, da aus irgendwelchen Gründen er das Hotel gewechselt hatte. Und er hatte mittlerweile einen Bwler kennengelernt, so daß wir drei, die alle das erste Mal in Thailand waren zusammen um die Häuser zogen - weit kamen wir ja nicht ... Die beiden sind an der ersten Bar hängengeblieben, aber ich wollte einfach noch ein bißchen mehr erkunden, so daß ich die beiden dann alleine ihrem Schicksal überließ... Und ich habe es wirklich geschafft, zu Fuß von der Central Road bis nach Südpattaya zu kommen, war halt auch noch ziemlich fertig vom Flug und anderem . Aber es war eine äußerst befremdliche Erfahrung. Habe mindestens, wenn nicht noch mehr Mädels abgeschüttelt, die mich mit vollem Körpereinsatz an ihre Bar abschleppen wollten. Ich begann ansatzweise zu verstehen, was sie im Reisebüro mit der "richtigen Therapie" meinte . Auf dem Rückweg habe ich dann doch nachgegeben, die war einfach zu süß und diese Nacht habe ich auch nicht alleine verbracht. Am nächsten morgen beim Frühstück mit den anderen beiden Jungs habe ich dann allerdings erfahren müssen, daß die 1500 Baht, die ich bezahlt hatte der dreifache Satz des Üblichen waren, mir erschien es trotzdem noch viel zu wenig. Den Tag am Pool verbracht und relaxed, etwas durch die Stadt gebummelt und am Abend mit den beiden losgezogen bis zur Rose Bar, wo wir irgendwie alle drei fündig geworden sind und die drei Mädels waren auch noch miteinander befreundet. Ich kann das jetzt alles ziemlich abkürzen. Mir war von Anfang an bewußt, daß es nichts weiter als eine Urlaubsbeziehung ist und ich habe dem Mädchen auch keine falschen Hoffnungen gemacht. Wir haben wunderschöne drei Wochen miteinander verbracht und so nach zehn Tagen schrieb ich meiner Ex eine Postkarte, auf der ich nur in fetten Buchstaben DANKE schrieb - warum sie wohl nie mehr ein Wort mit mir gewechselt hat ?. Nein, was für mich viel wichtiger war als dieses Mädchen, war, daß ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl hatte zu Hause zu sein. Ich kann es nicht anders erklären. Ich habe vorher in meinem Leben viel erlebt, war so ziemlich überall in Europa, irgendwie auf der Suche und dort erwischt es mich wie ein Hammerschlag. Wir sind in diesen drei Wochen oft zu ihr nach Hause gefahren, 60 km von Pattaya weg mitten in der Pampa. Sie war zwar damals schon sechs Jahre in Pattaya, aber ich glaube, sie hatte sich wirklich in mich verliebt. Lag vielleicht auch daran, daß ich so viel wissen wollte, über die Menschen, den Buddhismus, die Sprache, über alles, auf daß sie stolz war und sie hat mir wirklich viel erklärt, offener und ehrlicher als ich das heute rückblickend hätte erwarten dürfen, damals war es mir eigentlich selbstverständlich. Zum Ende hin wollte ich es dann genau wissen. Ich sagte ihr, daß ich eventuell noch eine Woche verlängern könnte, ihr dann aber deutlich weniger geben könnte und dann auch ein wenig finanzielle Probleme in Deutschland hätte, so daß ich ihr nichts schicken könnte. Als sie mir sagte, daß ich noch bleiben soll und ihr die Kohle egal ist, hatte ich meine Frage schon bitter bereut. Ich habe nicht verlängert und ihr in Bangkok am Flughafen alles gegeben, was ich noch im Geldbeutel hatte, aber das ließ ihre Tränen auch nicht versiegen. Sie hat mir einige Briefe geschrieben, wie es ihr geht, daß sie hofft, daß ich wiederkomme, niemals über Geld. Aber, wie schon gesagt, es war eine schöne Urlaubsbekanntschaft aber nicht mehr. Ich hatte mich zwar verliebt, aber nicht in sie, sondern in Thailand.
    Zurück in Deutschland hat mich dann das große Heulen gepackt, ich hatte Heimweh... Ich habe das dann etwas gemildert, indem ich viele Bücher las, die einen Bezug zu Thailand hatten und Stammgast im Bangkok Restaurant in München wurde. Und indem ich meinen nächsten Urlaub plante, diesmal zusammen mit meinem besten Freund nach Koh Samui. Er war schon mal mit seiner Freundin dort und auch total begeistert vom Land, allerdings nicht von den Frauen.
    Einen schönen Urlaub mit Bernd dort verbracht, abseits der Touristenströme in Choengmon, wenn auch ohne die holde Weiblichkeit, na ja fast ohne . Das erste Mal Songkran in Thailand gefeiert, mit dem Jeep durch Südthailand gefahren und viele Eindrücke von diesem wunderschönen Land bekommen, viel gelernt über das Land, die Leute, die Mentalität...
    Und vier Monate später wieder drei Wochen Koh Samui, diesmal mit einem Arbeitskollegen. Nein, zuerst zwei Tage Pattaya und dann Koh Samui um genau zu sein. Wieder wunderschön mit einem netten Mädchen, aber wieder mehr Gefühl von ihrer Seite als von meiner... Viel Spaß gehabt und es uns gutgehen lassen - die drei Tage Bangkok, die wir am Schluß einlegen wollten, gestrichen und bis zum Ende in Koh Samui geblieben, war einfach zu schön dort, um sich diesen Moloch von einer Großstadt anzutun...
    Fünf Monate später sind wir beide dann wieder nach Koh Samui und wie es der Teufel will, lerne ich an der Funny Bar eine Frau kennen mit der ich anfing Backgammon zu spielen. (Ich spiele gut, habe es mal halbprofessionell betrieben). Aber in Ooy. hatte ich einen wirklich fast ebenbürtigen Partner gefunden, machte riesig Spaß und wir haben fünf oder sechs Stunden lang gespielt, uns unterhalten und mir war klar, daß ich mit dieser Frau meinen Urlaub verbringen will. Und dann um Mitternacht kommt dieser Typ daher, der sie heiraten will und mit dem sie schon seit zwei Monaten zusammen ist und von dem ich nichts wußte - das war so ein Tiefschlag , aber ich bin nicht leicht zu entmutigen und Ooy hatte es mir wirklich angetan, deutlich mehr als alle Frauen, die ich vorher in Thailand kennengelernt hatte. Ich habe es zwei, drei Tage lang probiert und ihr Typ ist halb wahnsinnig geworden vor Eifersucht. Ich bin dann schon am Nachmittag an die Bar gefahren, weil ich hoffte, sie alleine zu erwischen, aber sie war nicht da. Jaar, die Besitzerin fragte mich dann, ob ich mit ihr spielen will und sie hatte es Ooy beigebracht. Kurz gesagt, sie versuchte mich ein wenig von Ooy abzubringen und ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wie sie es geschafft hat, aber sie hat es geschafft - und wie... Und zum Feierabend irgendwann am frühen morgen erzählt sie mir, daß sie die Chefin ist und ich gerne jedes Mädchen von ihrer Bar mitnehmen kann, aber nicht sie. Urlaub der Tiefschläge... Am nächsten Tag erst mal Erkundigungen eingezogen, sie hatte keinen Freund, aber ein Kind mit einem Deutschen und üble Erfahrungen gemacht. Jeden Abend an dieser Bar verbracht und um sie gewoben und jedes mal alleine nach Hause gefahren und mich immer mehr in sie verliebt... Zum Abschied am Flughafen hat sie mir den ersten Kuß gegeben und ich wußte ich komme sehr bald wieder. Vier Monate lang im kalten Deutschland gearbeitet bis zum umfallen, lange Briefe geschrieben und welche bekommen, daß sie mich gerne als einen guten Freund haben möchte, aber nicht mehr... Dann wieder Koh Samui, wieder das selbe Spiel... Sie mußte doch endlich kapieren, daß ich es ernst meine. Jedes mal alleine nach Hause, und jede Minute die sie Zeit hatte mit ihr verbracht. Habe ihr vernünftige Backgammonspiele aus Deutschland mitgebracht, die sie unbedingt bezahlen wollte. Sie hat mich dann solange keine Zeche bezahlen lassen, bis wir quitt waren. Diese Frau hätte mich ausnehmen können bis zum letzten Hemd und ich hätte Danke gesagt. Ich hatte wahrscheinlich extremes Glück, daß ich an sie geraten bin. Sie war für mich die erste Thai, die mir wirklich ebenbürtig erschien, was natürlich auch damit zusammenhing, daß sie sehr gut englisch kann und eine hervorragende Kommunikationsebene gegeben war und sie auch keine Tabus kannte, mir alles erklärte, was ich wissen wollte, auch sehr intime Dinge und ich ihr auch sehr viel von mir verriet. Aber ich konnte einfach nicht mehr werden als ein guter Freund und drei Monate später wollte ich es wissen, bin wieder für zwölf Tage nach Koh Samui. Und endlich hatte ich es eingesehen, daß ich keine Chance habe und habe aufgegeben. Am letzten Abend habe ich dann demonstrativ ein Mädchen aus ihrer Bar mitgenommen - ich habe später erfahren, daß Jaar vor Glück geweint hat. Mittlerweile ist Jaar eine der ganz, ganz wenigen Menschen, die ich als meine Freunde tituliere - ich gehe mit dieser Bezeichnung äußerst sparsam um. Vor drei Monaten habe ich sie endlich mal wiedergesehen und wir haben viel über diese alten Zeiten geredet und über mich gelacht. Sie meinte, daß ich eine gute Chance bei ihr gehabt hätte, aber sie wußte ich würde mich selbst verlieren und sie hat recht damit und ich bin ihr heute sehr dankbar, daß sie sich so verhalten hat - ich war zu verrückt nach ihr. Und es hat mich sehr gefreut, daß sie es geschafft hat, sie ist mittlerweile eine für thailändische Verhältnisse wohlhabende Frau und es geht ihr wirklich gut.

    Wie ich dann meine Frau kennengelernt habe und vieles mehr im zweiten Teil in ein paar Tagen...

    Euer Thomas H

  2.  
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  3. #2
    Chainat-Bruno
    Avatar von Chainat-Bruno

    Re: Meine Story part 1

    thomas

    es freut mich für dich, dass du eine sehr gute freundin gefunden hast. doch wundert es mich schon sehr, wie es weiter geht, denn bis jetzt haben wir ja vermutlich deine zukünftige noch nicht genannt bekommen in deinem beitrag.
    was mich auch erstaunte ist, dass auch du durch eine trennung nach thailand gekommen bist. vermutlich gibt es noch viele solcher ersten reisen, die wir den hiessigen frauen zu verdanken haben.

    bruno

  4. #3
    KlausPith
    Avatar von KlausPith

    Re: Meine Story part 1

    Thomas,
    "...das Gefühl zu Hause zu sein". Ist glaube ich genau das was viele empfinden in der Anfangszeit seiner Reisen nach TH. Mir ging es 1985 genau so. Als ich nach meinem ersten Trip wieder zu Hause war hat ich fast Depressionen und habe fast geheult. Selbst heute noch, wenn ich in Bangkok einchecke, habe ich so ein komisches Gefühl im Magen.
    Was deine Geschichte angeht, zeigt es doch immer wieder daß es dich nicht wenige Ladys gibt, die eben auch Charakter zeigen. Auch ich habe mir die ersten Jahre sehr oft die Zähne ausgebissen, um einige Ladys zu bekommen und konnte es als jünger Kerl nicht verstehen. Aber wenn sie eben vergeben sind, gibt es halt doch viele die Charakter zeigen. Sehr oft habe ich den Dialog erlebt: "you like him? No. You like me? Yes. Why you not come with me? I stay with him. Not god if I leave him."

    Freue mich auf deinen 2.Teil

    Gruss KlausPith

  5. #4
    ThomasH
    Avatar von ThomasH

    Re: Meine Story part 1

    @ Bruno
    Richtig gesehen, meine Frau kommt erst später ins Spiel, aber davon mehr in Teil 2.
    Erstaunlich finde ich es nicht, daß so viele nach einer Trennung nach Thailand kommen. Ich gebe eigentlich jedem, dessen Herz blutet, den Rat nach Thailand zu fahren und ich habe bisher nur Dankesbekundungen erhalten. Bin mir auch der Verantwortung, die ich damit auf mich lade, bewußt und ich lasse die Leute nicht ins offene Messer rennen .
    Aber es ist natürlich Balsam auf die geschundene Seele nach Thailand zu kommen. Dieses Gefühl zu erleben begehrt zu werden (auch wenn vielleicht oft nur der Geldbeutel gemeint ist). Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie es mir als "Greenhorn" ging, wie ich mich fühlte . Es erschien mir alles so unkompliziert, offener, freier und die Frauen, mit denen ich zusammen war haben mir nie das Gefühl gegeben, daß es wegen des Geldes wäre. Wobei mir egal ist, wie es real war, wesentlich für mich ist, wie es bei mir angekommen ist. Und wenn ich hier in Deutschland eine Freundin hatte, die finanziell nicht so gut gestellt war, dann habe ich ja auch geholfen...
    Eines war mir allerdings vom ersten Aufenthalt an in Thailand an klar: ich würde nie eine Frau aus Thailand nach Deutschland bringen. weil ich Deutschland mit Kälte im realen, wie im übertragenen Sinn verbinde und Thailand mit Wärme und ich das nicht dem Menschen, den ich liebe antun will und ich auch sah, daß das aus diesen Gründen des öfteren schief läuft.

    @Klaus
    Diese Erfahrung, die für mich ein wahrhaft mystisches Gefühl war, hat mich eigentlich zum Buddhismus konvertieren lassen. Mancher mag jetzt lachen, aber egal. Ich habe das sichere Gefühl, daß ich in einem früheren Leben schon in Thailand war, das ist für mich die einzige Erklärung, die irgendwie Sinn macht.
    Und auch wenn ich jetzt die letzten Jahre von vielen Thais umgeben bin, lindert das mein Heimweh doch nur ein wenig.
    Und es freut mich sehr zu hören, daß es anderen ähnlich gegangen ist wie mir, zeigt es doch auch, daß ich nicht die absoluten Ausnahmen getroffen habe, sondern daß es in Thailand viele Frauen gibt, die so ganz anders sind, als der schlechte Ruf, der leider in so manchen Foren verbreitet wird.
    Und was mir noch sehr wichtig erscheint: wäre ich in Deutschland bei einer Frau ähnlich abgeblitzt wie in Thailand, wäre mein Selbstbewußtsein etwas bis deutlich angeknackst gewesen. Die Thais jedoch haben es immer verstanden auf mich genügend Rücksicht zu nehmen und mich nicht mehr als nötig zu verletzen, dafür ein großes DANKE.
    Fortsetzung folgt

  6. #5
    Avatar von

    Re: Meine Story part 1

    Eine schöne Geschichte, auch gut geschrieben. Ich freu mich für Dich, daß Du in Thailand Dein Glück gefunden hast. Mir geht es mit Thailand auch so, daß es meine wirkliche Heimat ist. Jedesmal, wenn ich in Bangkok aus dem Flugzeug steige, möchte ich es machen wie der Papst: Niederknien und den thailändischen Boden küssen. Am 12. Dezember bin ich wieder da, auf Ko Samui, für 4 Wochen.

    Mir ist es beim letzten Mal in Thailand nicht so gut ergangen. Habe den "Liebeskasper" gemacht, wie man das hier nennt. Hab die Frau dann nach Deutschland geholt und durch Zufall mal ihre Mail-Accounts gecheckt. Das war´s dann.

    Trotzdem: Ich mag Land und Leute zusehr, als daß ich mich durch eine negative Erfahrung in meiner Meinung beirren lassen. Auch wenn Thailand allgemein einen. schlechten Ruf hat und ich es kaum jemanden erzählen mag, daß ich da immer wieder hinfahre, letztendlich entscheide ich für mich, wo ich mich wohlfühle und die meisten Leute würden ihre Meinung über Thailand ändern, wenn sie nur mal selbst hinfahren würden.

    Ich glaube auch, daß es besser ist, eine Thai-Frau in Thailand zu lassen. Deutschland ist ein hartes und sehr kaltherziges Land. Das ist nichts für jemanden aus Thailand. Ich komme hier gut zurecht, es ist ein gutes Land zum arbeiten und Geld verdienen. Aber mit meinem Herzen bin ich in Thailand und das wird wohl auch noch lange so bleiben.

    Ich freu mich schon auf den nächsten Teil Deiner Geschichte !

  7. #6
    KlausPith
    Avatar von KlausPith

    Re: Meine Story part 1

    Thomas,Conrad,
    ja es ist schon etwas wahres daran, an eurer Meinung die Frau nach Deutschland zu holen ist nicht das Wahre.
    Ich habe die ersten Jahre auch immer gedacht, es ist wie wenn eine Blume verwelkt. Dennoch habe ich 92 geheiratet und wir lebten hier in Deutschland. Die Ehe ging in die Brüche, wobei es nicht ausschließlich an der Tatsache lag, daß wie in Deutschland lebten.
    Nun bin ich wieder kurz davor zu heiraten und wir werden wieder hier leben. Ich habe viel gelernt, man muß viel Verständnis aufbringen und mit seiner Frau viel reden. Wobei natürlich auch die Einstellung der Frau gegenüber dem hiesigen Leben eine wichtige Rolle spielt.
    Dann glaube ich, kann man auch in dem doch so herzlosen Deutschland sehr glücklich werden.
    Gruss
    Klaus

  8. #7
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
    Beiträge
    5.556

    Re: Meine Story part 1

    Hallo Zusammen,

    @ ThomasH
    Du gibst nicht so schnell auf, wie? Gute Geschichte bis jetzt. Ich hoffe ich lese noch wie´s ausgeht, bevor ich fliege. Ich verstand nur nicht, warum Jaar vor Glück weinte als Du Dir am letzten Abend mit einer der Bar Girls aufs Zimmer gegangen bist.

    @ Bruno
    Schon mal was von Dramaturgie gehört? Ein bisschen Spannung muß doch sein


    @ KlausPith
    Kein Ort der Welt bedeutet für mich so zwiespältige Gefühle wie der Don Muang Airport. Bei der Ankunft der erste Ort, wo man die stickige, feucht-heiße Luft atmet, die Vorahnung tropischer Genüsse, das Wiedersehen mit der Liebsten usw. - jedesmal der beginn der Zeit von Glückseeligkeit und intensivster Erlebnisse.

    3 Wochen später dann ist der selbe Ort dann ein trauriger grauer Platz voller finsterer Gedanken. Die Vorahnung auf die Tristesse, die Kälte und die Einsamkeit der nächsten Wochen. In FFM ist das genau umgekehrt, die Ankunftshalle ist das ätzendste was ich mir vorstellen kann, dunkel flach, häßlich - während die Abflughalle weit hell und schön ist.

    @ Conrad
    Liebeskasper hin oder her. Sobald Du verstehst, wie Du in die Situation gekommen bist, hast Du das Schlimmste überstanden. Fehler sind nun mal dazu da, gemacht zu werden und daraus zu lernen. Einige clevere Leute können auch aus den Fehlern der Anderen lernen, aber in der Regel müssen wir unsere eigenen Fehler machen um ein für alle mal geheilt zu werden. Ja und dann - bloß nicht wieder vergessen!

    Mit Gruß vom Jinjok

  9. #8
    ThomasH
    Avatar von ThomasH

    Re: Meine Story part 1

    @Conrad
    Ich war und bin auch ab und zu mal der "Liebeskaspar". Ich denke, wichtig ist es dabei immer wieder mal den Verstand anzuknipsen und sich zu fragen, ob das, was man da gerade macht richtig ist, oder ob man es bereuen würde, wenn man feststellt ent-täuscht worden zu sein. Ich hatte bisher das große Glück nie das Gefühl gehabt zu haben, in irgendeiner Art und Weise ausgenommen worden zu sein. Ich bin mir nicht sicher, ob es daran liegt, daß ich mich doch ein wenig kontrolliere, oder ob ich einfach nicht an die falschen Frauen geraten bin. Ich denke, aber, daß es schon an erstem liegt. Wenn ich etwas gebe, dann weil ich es geben will und nicht, weil ich dafür etwas erwarte.
    Anders ist es mit den Gefühlen...
    Wenn man so richtig volle Kanne verliebt ist und wird dann ent-täuscht, das kann sehr, sehr weh tun - wichtig ist dann sich nicht total hängen zu lassen und sich auch mal zu fragen, warum man ent-täuscht worden ist. Meist hat man sich selbst etwas vorgemacht oder es zumindest dem anderen doch sehr, sehr leicht gemacht, uns etwas vorzumachen. Ich zumindest bin aus diesen Erfahrungen etwas schlauer geworden (hoffe ich zumindest ).Und ich möchte diese Erfahrungen auch nicht missen, um keinen Preis. Das Gefühl richtig verliebt zu sein ist einfach viel zu schön.

    @Jinjok
    Jaar freute sich sehr, weil sie wußte, daß ich aufgegeben hatte. Das hat auch viel Verantwortung, die sie mir gegenüber empfunden hat, von ihren Schultern genommen. Und sie freute sich auch für mich, weil ich endlich eingesehen hatte, daß ich es nicht schaffe, daß Unmögliche Wirklichkeit werden zu lassen, so sehr ich mir das auch gewünscht hätte - aus irgendwelchen, mir unerfindlichen Gründen, scheine ich doch nicht Superman zu sein
    Und was mich sehr interessieren würde: Kennst Du Leute, die aus den Fehlern anderer gelernt haben? Ich persönlich kenne niemanden, höchstens ein paar Leute, die zwar scheinbar gelernt haben, aber so übervorsichtig sind, daß sie irgendwie vergessen zu leben!

    Euer Thomas H

  10. #9
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
    Beiträge
    5.556

    Re: Meine Story part 1

    @ ThomasH

    Ach so Du bist auch nicht Supermann?
    :-)

    Ich gehöre auch zu den jenigen, die nicht unbedingt sofort von etwas ablassen nur weil ich von anderen gewarnt werde. Das kommt natürlich auf die innere Einstellung an.

    Wenn ich von mir aus Infos suche, bin ich i.d.R schon bereit, daraus auch die richtigen Schlußfolgerungen zu ziehen. Aber wenn jemand mit dem erhobenZeigefinger kommt, bin ich auch in der Lage mit einer inneren "jetzt-erst-recht-Einstellung etwas stur es den Anderen zeigen zu wollen.

    So ein hartnäckiges Herangehen kann dann trotz schlechter Aussichten dennoch zum Erfolg führen oder natürlich um so tiefer in das unvermeidliche Scheitern. Naja, für Menschen gibt es nuneinmal keine 100% Garantie. Wir bezeichnen uns nicht umsonst als Individuen.

    Mit Gruß vom Jinjok

  11. #10
    ThomasH
    Avatar von ThomasH

    Re: Meine Story part 1

    @ Jinjok
    geht mir ähnlich... Und was noch sehr wichtig ist, daß man auch mal über sich selbst lachen kann Und jetzt werde ich mich mal ganz gemächlich an part 2 machen, damit ich mal die neue Sache von Andreas testen kann...

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