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Maslow'sche Bedürfnispyramide & Darwinismus - Zeit zum Philosophieren

Erstellt von Bajok Tower, 06.08.2010, 22:15 Uhr · 29 Antworten · 7.535 Aufrufe

  1. #1
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower

    Lightbulb Maslow'sche Bedürfnispyramide & Darwinismus - Zeit zum Philosophieren

    Habt ihr euch schon gefragt, warum manche Ehen scheitern, manche aber nicht? Wo liegen die Ursachen? Können Ehen, in denen die Partner auf verschiedenen Stufen der Maslow'schen Pyramide stehen, glücklich sein?

    Ich gebe es zu, früher dachte auch ich, dass die Ursachen nur in der Bedürfnispyramide liegen. Doch mittlerweile bin ich der Meinung, dass man auch die Bedeutung des universellen Darwinismus bei der Entwicklung von Ehen nicht unterschätzen sollte.

    Ein Partner, der trotz seiner Intelligenz permanent "jagen" geht um die erste Stufe der Pyramide "nachzuholen" ist genauso für das Scheitern seiner Ehe verantwortlich wie seine evtl. treue Thaipartnerin, die aber ihre materiellen Bedürfnisse stillt (Auto, Golld, Haus usw.)

    Worauf ich hinaus will: Manche Farangs machen es sich zu leicht, wenn sie alles auf die "Rückständigkeit" einer Thaifrau schieben. Zu einem Paar gehören immer zwei.

    Freue mich auf eine rege und sachliche Diskussion, bitte ohne Trollismus.




  2.  
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  3. #2
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Mich würden z.B. zwei konkrete Konstellationen interessieren:

    Gibt's glückliche und funktionierende Ehen mit zwei extrem unterschiedlichen Partnern:

    Variante 1: Falang ein Intellektueller (z. B. Wissenschaftler, Lehrer, Schriftsteller) + Thaifrau eine Barlady

    Variante 2: Thaifrau eine Intellektuelle (z. B. aus Bangkok oder Chiang Mai) + Falang ein Depp, Alkoholiker, Krimineller o.ä.

  4. #3
    Avatar von Dune

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    Wie kommst Du jetzt zu dieser These? An welcher Stelle kreuzt sich Deiner Meinung nach Maslow mit Darwin??? Ich glaube, wenn Du dies in Einklang bringen möchtest, dann sollte z. B. die Psychodynamik nicht ausgelassen werden, denn Summe allem ist die multifaktorielle Ursache.

    Gruß Dune

  5. #4
    Avatar von Samuianer

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    Wenn eine Beziehung/Ehe scheitert liegt das an niederen Egoismen, oder sogenannten Beduerfnissen, nach mehr, schoener, hoeher, weiter, groesser... oder schlichtweg unbefriedigte Gier nach mehr!

    Von der Hoffnung, dem Glauben getrieben das es mit einer Anderen oder einem Anderen besser wird, sich das Leben veraendert, das Gluecksgefuehl steigt, was fuer Fantastereien auch immer, das weiss der Geier....

    In den seltensten Faellen ist es echte Inkompatibilitaet, sondern Unwille, Unvermoegen.

    Nicht nur in Deutschland gehen Studentinnen in den 5ex-Dienstleistungsbereich um ihr Studium d.h. Extravaganzen zu finanzieren, gerade eine Reportage ueber einen "Stripper" der damit sein BAfoeG aufbessert in einem deutschen Magazin, das nur in Bezug auf "Intellektueller und Barfrau"...das ist Stuss, kommt auf die Charaktaere, die Menschen drauf an, wie die ticken und wie die in der Lage sind eine Beziehung, ein fuer einander, mit einander zu gestalten, da kommt ja nichts von selbst!

  6. #5
    Avatar von phimax

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Habt ihr euch schon gefragt, warum manche Ehen scheitern, manche aber nicht?
    Wo liegen die Ursachen?
    Sicher, wer nicht?
    Die Ursachen liegen in den Beteiligten, wo sonst?

    Hast du dich schon mal gefragt, warum die Ehen unser Großeltern größeren Bestand hatten?
    Darin findest du erste Hinweise auf das Scheitern heutiger Ehen.
    Damalige 'Abhängigkeitsverhältnisse' bestehen heute nicht mehr.
    @Samuianer hat in seinem ersten Absatz schon darauf hingewiesen.
    Ich würde es banal ausdrücken: bei vielen Ehen fehlt einfach das gemeinsam empfundene 'Wir-Gefühl'.

    Wenn sich deine Frage auf TH/D-Ehen bezieht, dann kommen nicht nur kulturelle, sondern auch soziokulturelle Unterschiede zum tragen.


    Können Ehen, in denen die Partner auf verschiedenen Stufen der Maslow'schen Pyramide stehen, glücklich sein?
    Ja warum denn nicht?
    Wenn du Maslow (oder andere Theorien) anführst, solltest du dich auch mit der Kritik auseinandersetzen:

    Einmal gestillte Defizitbedürfnisse bleiben nicht auf Dauer gestillt. Die Pyramide stellt nichts dar, was dauerhaft zu befriedigen wäre, sondern vielmehr eine Infrastruktur oder Logistik zur Bedürfnisbefriedigung, die stets Arbeit erfordert. Es wird damit nicht berücksichtigt, dass durch Moral und Ethik längerfristig befriedigende Entscheidungsmöglichkeiten existieren.
    Quelle


    P.S. Noch vergessen: Verstehe deine Assoziation mit dem Darwinismus nicht. Könntest du diese mal näher erklären?

  7. #6
    Avatar von franky_23

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    Maslow hat dies glaube ich 1956 veröffentlicht.

    Wer mit prähistorischen Erklärungsansätzen der Motivationsforschung heute argumentiert wird der Komplextheit einer Beziehung nicht gerecht.

  8. #7
    Avatar von Dune

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    5.975
    Man kann anhand einer Theorie nicht die Funktionalität einer Partnerschaft bzw. Beziehung beschreiben, denn spielen dort noch mehr unwillkürliche/ willkürliche Faktoren eine Rolle... Maslow zeigt nur die "Befriedigung" des Bedarfs für etwas... Darwin beschreibt die Entwicklung des Menschen... Freud beschreibt in der Psychoanalyse der Entwicklungsphasen eines Menschen seine Prägung... und und und... nicht zu vergessen sei die Prägung der eigenen Umwelt, die Vererbung von den eigenen Eltern und und und... die Gesamtheit von allen dessen, macht das Endprodukt...

    ... die Diskussion, ob eine Bardame mit einem Akademiker zurecht kommt, dann muss man die Motivation beider Menschen betrachten, was aber nicht funktionieren wird, weil jeder unterschiedlich ist und es somit nicht zu einer Pauschalisierung kommen kann... jeder Mensch auf der Welt assoziiert eine Beziehung immer etwas anders und sicherlich kann man von der Motivation ausgehen und sicher kann man emotional ausgehen und sicher spielen auch rationale Gründe eine Rolle und sicher... und sicher... und sicher...

    Gruß Dune

  9. #8
    Avatar von benni

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    und sicher...wiedermal ein gutes Posting von Dune

  10. #9
    Avatar von Micha L

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    9.309
    Ich meine, daß diese Bedürfnisse nicht sehr verschieden sind. Bei "wahrer" Liebe dürften Wesensverschiedenheiten eine größere Rolle spielen, wenn die Beziehung scheitert. Selbst "animalische" Komponenten wie der Geruch spielen eine nicht unbedeutende Rolle.

    Gruß

    Micha

  11. #10
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von phimax Beitrag anzeigen
    P.S. Noch vergessen: Verstehe deine Assoziation mit dem Darwinismus nicht. Könntest du diese mal näher erklären?
    Darwinismus hat mehr Einfluss als einige vermuten. Denn das ist ein Prinzip welches direkt aus der Endlichkeit der Welt und den Gesetzen der Logik folgt: Nichts was real ist ist unbeschränkt vorhanden. Also kann sich kein Lebewesen welches irgendwelche realen Grundlagen benötigt um zu existieren unbeschränkt vermehren. Folglich gibt es eine Konkurrenz um die begrenzten Ressourcen: Es kann nur existieren was dieser Konkurrenz gewachsen ist, da das Unterlegene die Grundlagen die es braucht nicht finden kann.

    Das heißt also, dass schon von Natur her nicht jede Ehe glücklich sein kann, denn z. B.die Auswahl an attraktiven Partnern begrenzt ist. Einige lügen sich aber in die Tasche. Wenn man mit seinen Kollegen spricht, sagt jeder "meine Frau sieht gut aus", wenn man aber anonyme Umfragen durchführt, ist eine Mehrheit der Deutschen mit dem Aussehen der Ehegattin unzufrieden.

    Zitat Zitat von Dune Beitrag anzeigen
    An welcher Stelle kreuzt sich Deiner Meinung nach Maslow mit Darwin???
    Na, man braucht sich nur die erste Stufe der Maslow'schen Pyramide anzuschauen:

    Essen, 5ex, usw.

    Das hat alles was mit "jagen" und "sich durchsetzen" zu tun. Also muss man besser, stärker und schlauer sein als die anderen.

    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Selbst "animalische" Komponenten wie der Geruch spielen eine nicht unbedeutende Rolle.
    Richtig.

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