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Kommunikationsproblem

Erstellt von khmer, 20.08.2009, 17:24 Uhr · 23 Antworten · 3.798 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Küstennebel

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    Re: Kommunikationsproblem

    @khmer,

    ich wollte ja nicht, wirklich, aber ich mußte schon ein wenig oder auch ein wenig mehr lachen, als ich Deinen Beitrag gelesen habe.

    Grundsätzlich könnte es ja durchaus normal sein, manche Menschen neigen dazu, Gedanken zu überspringen, aber wenn es früher anders gewesen sein sollte, na dann würde es mich auch stutzig machen. Ich würde entweder ganz klar und deutlich wiederholen, was ich gesagt habe und eine Antwort verlangen oder -ein anderer Weg-, das Verhalten spiegeln und mich ebenso äußern, um mal zu sehen, was das Gegenüber dann macht. Na denn viel Spaß

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Ampudjini

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    Re: Kommunikationsproblem

    Mmmh...

    Zitat Zitat von japooh",p="764595
    Die wichtigen Dinge lässt sie weg, denkt sie nur und man bekommt nur die Nebensätze zu hören. Da verstehe ich oft gar nicht was sie überhaupt sagen will.
    Das wurde mir auch schon mitgeteilt.
    Woran es liegt, weiß ich nicht. Thai Tv haben wir nicht und rufe auch nicht in Thailand an.

    Es passiert meistens wenn ich emotional stark eingebunden bin und nicht weiß wo ich überhaupt anfangen soll mit dem erzählen. Am Ende hab ich alles Nebensächliche erzählt und die Hauptsache weggelassen.

    Zitat Zitat von japooh",p="764701
    Da möchte ich zu gern perfekt Thailändisch verstehen, um zu erfahren ob es bei den Gesprächen genauso diffus zugeht d.h. sehr viel Platz für eigene Interpretation gelassen wird.
    Meinem Empfinden nach ist vieles in Alltagsgesprächen auf Thailändisch tatsächlich unpräziser als im Deutschen. Das ist aber nicht weiter tragisch, da es für den Inhalt von mindestens 90% aller geführten Gespräche sowieso nicht von Belang ist: Gespräche als sozialer Kitt, ein Plappern und Zeitvertreib (sehr schön vergleichbar mit den Beiträgen im Forum ).
    Kritisch wird es erst bei den wenigen "wichtigen Gesprächen", wo es um Details geht.
    Die Frage ist, ob die Gesprächspartner den gleichen Filter haben, der ein Gespräch in inhaltlich wichtig oder weniger wichtig sortiert und entsprechend in der Lage sind, vom Plappern in einen echten Dialogmodus umschalten zu können.

    Ich würde die Fähigkeit und Kompatibilität von Gesprächpartnern auch nicht so sehr mit der Nationalität/kulturellen Herkunft/Muttersprache begründen, sondern die Hintergründe sind sicherlich noch vielfältiger.

    Mal am Bsp. spekuliert: Dem Mann ist eine gleichberechtigte Partnerschaft wichtig, also will er gemeinsam mit der Frau entscheiden, in welchem Restaurant man den Abend verbringt.
    Die Frau freut sich sehr über die Aussicht, gemeinsam mit dem Mann einen schönen Abend zu verbringen, ganz gleich wo, denn es ist ihr nicht wichtig, wo dieser letztlich stattfindet. Also übergeht sie die Frage, man ist ja schließlich schon halb auf dem Weg. In Zusammenhang mit der Frage, nach einer Entscheidung ihrerseits (wo der Abend verbracht werden soll), fällt ihr jedoch wieder das nun leider schon verkaufte Auto ein, bei dessen Verkauf sie vorher noch gerne ein Wörtchen mitgeredet hätte.
    Es kann völlig rationale Gründe haben, warum die Entscheidung ohne die Frau getroffen wurde, evtl. hat die Frau dem Verkauf sogar zugestimmt, bereut diese Entscheidung aber jetzt...

    Es wurde scheinbar völlig aneinander vobei geredet, es geht grundsätzlich aber um das selbe Thema: Der Umgang mit Entscheidungen des Alltags innerhalb der Beziehung.

    Dazu gehört eben auch die Gewichtung von Entscheidungen zu einem bestimmten Zeitpunkt:
    Restaurantauswahl: für den Mann wichtig (Magen knurrt), für Frau nicht so wichtig (innerlich schnell abgehakt, sprich: übergangen)
    Autoverkauf: für den Mann momentan nicht wichtig (liegt in der Vergangenheit), für Frau so wichtig, dass es sie nun wieder beschäftigt

    Wenn man einfach nur tierischen Hunger hat und die nächste S-Bahn in 3 Minuten fährt, sollte man solch grundsätzliche Dinge natürlich nicht mehr angehen.

    Lösungsvorschlag 1: Frau sagt "Mir egal. Aber weißt Du, der Toyota..." damit wäre die Frage des Mannes nicht völlig ignoriert und dennoch wird das ihr Wichtige angesprochen.
    Lösungsvorschlag 2: Mann sagt "Warte mal kurz mit dem Toyota und lass uns das in Ruhe im Restaurant besprechen. Ich schlage vor, wir gehen ins..."

    Zitat Zitat von Micha",p="765028
    Was Frau letztlich veranlasst dem Mann gegenüber die nötige Rücksicht zu versagen, weiß ich nicht.
    Dafür muss Frau aber erstmal erkennen, dass der Mann ab einem gewissen Punkt nicht mehr mitkommt und Rücksicht benötigt. Manche Männer machen einfach Pokerface und geben nicht zu erkennen, dass sie längst abgeschaltet haben.
    In der Tat, auch der Hinweis, dass man nicht mitkommt, will im Idealfall taktvoll hervorgebracht sein. Ein eingestreutes "Ey alda, was laberst Du, komm mal zum Punkt...!?" kommt sicher nicht bei allen Frauen gleich gut an.

    Wenn es aber ein bekanntes (da häufiger auftretendes) Kommunikationsproblem ist und beiderseitiges Interesse besteht es zu lösen, hat man große Chancen, dass dies sukzessiv auch erfolgreich wird.
    Ja, es ist anstrengend.

  4. #23
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Kommunikationsproblem

    Hi Jini,

    Deine Ausführungen haben mich nun in der Meinung bestärkt, daß es ja eigentlich ganz einfach ist, mit Frauen konstruktive Gespräche zu führen. ;-D

    Grüße
    Mandybär

  5. #24
    Avatar von phi mee

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    03.11.2004
    Beiträge
    7.508

    Re: Kommunikationsproblem

    Also Jini, wir haben hier einen Niederlassungsleiter der beherrscht das bis zur Perfektion. Dem kommt irgendein Gedanke in den Kopf und dann wirft er mit Halbsätzen um sich und regt sich dann auf weil keiner versteht was er meint. Wir sind nicht gerade Freunde, unter anderem weil ich ihm das auch schon mal direkt ins Gesicht gesagt habe.

    Bei meiner Frau ist es eher so, daß mal was wichtiges weggelassen wird oder falsch umschrieben wird. Liegt einfach daran das ihr dann in diesem Moment die richtigen Worte fehlen. Ich habe mich aber darauf eingestellt und verstehe in den meisten Fällen "Mamadeutsch" (wie Bärchen sagt), ansonsten hake ich halt nochmal nach.

    Wobei es ständig besser wird, da meine Frau sich bemüht und da sie immer noch weiterhin bei der VHS Deutsch lernt.



    phi mee

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