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Kindeserziehung

Erstellt von Otto-Nongkhai, 05.09.2003, 20:14 Uhr · 90 Antworten · 4.210 Aufrufe

  1. #51
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Kindeserziehung

    Iffi schrieb,

    Und wenn du mal wieder einen Mönch siehst, der den Kleinen meditatives "Gehen" beibringt und 2 out of 10 sich ununterbrochen balgen und die Mütter non-chalant lächelnd zuschauen, ohne dass er seine Geduld verliert, sondern total ruhig sein Ding abzieht, dann weiss ich, was ich noch lernen muss.
    Ist ja interessant!
    Daraus könnte man ja dann auch folgendes schließen: die Thailändischen Kids werden deshalb mehr "gewähren gelassen" und weniger diszipilniert, ganz einfach weil sie den Erwachsenen und den "Fremden" nicht so schnell auf die Nerven gehen. Oder anders ausgedrückt müßen die Kids hierzulande an der kürzeren Leine gehalten werden, weil es schneller Probleme mit Außenstehenden oder Fremden (beteiligten) gibt, die sich genervt oder belästigt fühlen. Abgesehen einmal von dem Nervenkostüm der Eltern selbst. Allenfalls eine klare Frage der Geduld und Gelassenheit zweier Kulturen.

  2.  
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  3. #52
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Kindeserziehung

    Die thailändischen Kinder können nach meinen Erfahrungen genauso auf die Nerven gehen wie alle anderen auch, sie werden aber weniger erzogen.
    Wenn aber Diziplinierung fällig ist, dann sind die Maßnahmen auch wesentlich härter.

  4. #53
    Chonburi's Michael
    Avatar von Chonburi's Michael

    Re: Kindeserziehung

    Hallo Peter65
    Wirklich: Nur die Liebe seiner Eltern bringt ein Kind auf den rechten Weg und keine Ratgeber, wenn man das selber nicht kann, sorry, dann solte man die Finger von Kindern lassen.

    Aber das ist meine Meinung, ganz klar!
    Nicht immer. Auch Waisenkinder finden den rechten Weg.
    Ich hab, um eine Frage vorzubeugen, auch ein Kind allein auf den rechten Weg gebracht.
    Nur soviel: Meiner Erfahrung nach, kommt es auf das Umfeld an.Auf Menschen die das Kind lieben und eine Chance geben sich zu entwickeln.
    Nicht immer sind dies die Eltern

    Einige kennen mich. Die wissen ich sprech aus Erfahrung.

  5. #54
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Kindeserziehung

    @Chak,

    Die thailändischen Kinder können nach meinen Erfahrungen genauso auf die Nerven gehen wie alle anderen auch,
    Du hast mich falsch verstanden, die Thailändischen Kinder sind möglicherweise noch nerviger, aber die Thais haben die besseren Nerven.

    Nimm die Holländer mal als Beispiel, die sind ja so cool, man glaubt die würden jeden Morgens eine Valium 10 zum Frühstück einnehmen.
    Die lassen die Kinder auch beinahe alles machen, und greifen erst ein wenn´s außer Kontrolle gerät oder akute Gefahr besteht.

  6. #55
    Avatar von Ampudjini

    Registriert seit
    03.04.2002
    Beiträge
    2.482

    Re: Kindeserziehung

    Zitat Zitat von Iffi
    Und wenn sie richtig gut sind, wählen sie das für sich Beste aus beiden Kulturkreisen.
    Ich probier das. Bin schon dabei.
    Fuehl mich auch schon "richtig gut".
    DANKE

  7. #56
    Avatar von Otto-Nongkhai

    Registriert seit
    05.11.2002
    Beiträge
    12.292

    Re: Kindeserziehung

    Chai, Luk ,ich spreche Thai und ein wenig Laos ,aber genutzt hat es mir bis heute wenig.
    Auch ist meine Betonung nicht perfekt und mein Mundanschlag sehr hart fuer Thai Ohren .

    nur die Einsicht dass er Vater und Mutter nur einmal im Leben hat, wird er meiner Meinung nach erst spät bekommen.
    Ja ,Nokgeo ,dass trifft auf alle Kinder dieser Welt zu und ist richtig.

    Das du "anders" wie seine Landsleute bist , wird ihm ab einem gewissen Alter aufgefallen sein
    Koennte es nicht sein ,dass er in der Schule wegen seinem auslaendischen Vater so einige Schwirigkeiten hat .
    Thai legen viel Wert auf Reinrassigkeit und Michlinge werden oft schraeg angeschaut.
    Meine Frau redet immer davon ,dass er bald einen Thai Namen braucht ,sonst haette er keine Chanse auf dem Arbeitsmarkt.
    Dann braucht er aber auch einen neuen Koerper ,meine Meinung.
    Ich bin erst wieder auf Wanderschaften gegangen ,als er in die Schule ging und mich nicht mehr so brauchte.
    Bin aber noch genug anwesend und als Ansprechpartner vorhanden ,aber ausser Geld fordern ,kommt sonst nicht viel.
    Ich habe ab und zu eine Thai-Freundin ,da habe intensiveren Kontakt mit ihren Kindern ,als mit meinem.
    Aber mehr als ein Jahr habe ich das nie geprueft ,dann ging die Beziehung in die Hose.

    Ja ,Peter 65 ,es kommt immer auf die Umgebung an wo dein Kind lebt.

    In Deutschland haette ich vermutlich mehr Chansen und wenn meine Frau auch Deutsche waere ,dann wuerden wir mit einem Mund reden und die gleichen Gedanken und Werte vermitteln.
    Uebrigend LIEBE ,da kann man auch schnell ausgenutzt werden ,denn in Thailand wird Liebe oft mit Geldzahlungen verbunden.
    Sorry fuer diesen weitere Vorurteil von mir



    Gruss

    Otto

  8. #57
    Avatar von Micha

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    15.952

    Re: Kindeserziehung

    Zitat Zitat von Otto-Nongkhai
    Chai, Luk ,ich spreche Thai und ein wenig Laos ,aber genutzt hat es mir bis heute wenig.
    Auch ist meine Betonung nicht perfekt und mein Mundanschlag sehr hart fuer Thai Ohren .
    Dann lerne eben noch lesen und schreiben, denn das ist imho für einen der nicht in Thailand geboren ist, fast die einzige Möglichkeit eine vernünftige Aussprache zu erlernen.

  9. #58
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Kindeserziehung

    Zitat Zitat von Micha
    Dann lerne eben noch lesen und schreiben, denn das ist imho für einen der nicht in Thailand geboren ist, fast die einzige Möglichkeit eine vernünftige Aussprache zu erlernen.
    Einspruch, euer Ehren...

    Zum Erlernen einer Sprache sind mehrere Faktoren, Fähigkeiten, sprich Talente gefragt. Das wichtigste ist die Motivation, das Interesse und die Neugier. Das zweite ist eine gute Fähigkeit zur Assimilation - und drittens ist ein gewisses Talent zur Imitation schlußendlich maßgebend wie gut (und echt) man die Aussprache und den Ton trifft.

    Ich weiß was du meinst, denn beim Thai Alphabet sind die Tonhöhen und Laute festgelegt. Ich habe das Sanskrit Alphabet vor 20 Jahren stundenlang rauf und runter gesungen, bis es einigermaßen gesessen hat. Mein damaliger Vedanta Lehrer hat ganz einfach die Methode angewandt, mit der er gelernt hatte, bei mir aber leider ohne Erfolg. Ich hatte nämlich nicht die Geduld die traditionelle Methode über mich ergehen zu lassen

    Es gibt aber auch eine intuitive Art und Weise eine Sprache durch hören und Nachsprechen zu erlernen, so wie Kinder halt, die ja noch nicht Lesen und Schreiben können. Die lernen ja auch perfekt reden bevor sie Lesen und Schreiben lernen. Je nachdem welche Fähigkeiten überwiegen, sollte man die Methode wählen die einem am besten liegt - wenn man schon die Wahl hat. Manche Leute lernen besser methodisch, anderen bleibt nur die intuitive Lernweise.

    Ohne Lehrer, nur vom Partner zu lernen ist aber nicht unbedingt die beste Methode (wie du mir bereits angedeutet hast), denn am Anfang werden die eigenen Fehler leicht vom Partner überhört, weil man happy ist daß man sich einigermaßen verständigen kann. Diese Fehler sind nachher aber schwer zu korigieren...

    Nichtsdestotrotz (und unabhängig von der Methode und den klassischen Fehlern) wird es immer wieder Leute geben, die eine Sprache grammatisch und von der Syntax her absolut korrekt und fehlerfrei sprechen können, mit einem enormen Vokabular aufwarten werden - aber einen Akzent zum weglaufen behalten. Eine andere Kategorie wird immer wieder Fehler machen, und nie ein komplettes Vokabular aufweisen aber eine fantastische Aussprache haben, beinahe akzentfrei.

    Das hängt ganz alleine vom spezifischen Talent (wie anfangs beschrieben) ab

  10. #59
    Avatar von Micha

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    28.01.2003
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    15.952

    Re: Kindeserziehung

    Einspruch abgelehnt

    Zitat Zitat von MrLuk
    Nichtsdestotrotz (und unabhängig von der Methode und den klassischen Fehlern) wird es immer wieder Leute geben, die eine Sprache grammatisch und von der Syntax her absolut korrekt und fehlerfrei sprechen können, mit einem enormen Vokabular aufwarten werden - aber einen Akzent zum weglaufen behalten. Eine andere Kategorie wird immer wieder Fehler machen, und nie ein komplettes Vokabular aufweisen aber eine fantastische Aussprache haben, beinahe akzentfrei.
    Diese Deine Aussage trifft gewiss auf eine ganze Reihe von Sprachen zu, nicht aber auf eine Tonsprache wie Thailändisch.

    Ich selbst bin überhaupt nicht sprachbegabt, aber Musiker (Leute die mit Musik Geld verdienen) haben mir ein musikalisches Gehör bestätigt.

    So ist es für mich kein Problem ein Stück wie die Thailändische Nationalhymne oder Melodien von Karabau auf dem Keyboard nach zu spielen - nur nach Gehör und ohne Noten.

    Was mir hingegen ungleich schwerer fällt, ist ein für mich neues thailändisches Wort nur nach Gehör zu erfassen. Für mich ist es wichtig, dass mir jemand ein neues Wort buchstabiert, zudem werden manche Worte auch von den Thailändern nicht korrekt ausgesprochen.

    Besagte Leute mit einem von der Menge her passablen Wortschatz habe ich schon hier und da getroffen, aber bei jenen die nicht lesen und schreiben können klingt deren Thailändisch so als wäre es keine Tonsprache.
    Das führt dazu, dass diese sich mit ihren Partnerinnen einwandfrei verständigen können, andere Thailänder hingegen, die deren eigene (Aus)Sprache noch nicht kennen, verstehen umgekehrt fast kein Wort. Vielleicht sieht es ja bei den Expats etwas anders aus, könnte mir vorstellen, wenn man die Sprache ständig im Ohr hat, dass sich die Worte dann besser einprägen.

    Andererseits kenne ich einen Mann der mit einer Thailänderin verheiratet ist und im Leben gerade zweimal in Thailand gewesen ist.

    Jener hat die Sprache von Anfang an in Wort und Schrift gelernt. Er redet nicht viel, aber seine Aussprache ist nicht von der eines echten Thailänders nicht zu unterscheiden.

    Kurzum es ist imho einfacher ein Lied auf dem Klavier ohne Noten nach zu spielen als manches thailändische Wort nach Gehör exakt nachzusprechen.

    Andersherum gesagt, wenn jemand als Fremder wirklich richtig Thailändisch sprechen kann ohne lesen und schreiben zu können (hab noch keinen getroffen), dann sollte er in Erwägung ziehen, sein außergewöhnliches musikalisches Gehör in irgend einer Form in echtes Geld umzusetzen.

    Zitat Zitat von MrLuk
    Das hängt ganz alleine vom spezifischen Talent (wie anfangs beschrieben) ab .
    Zweifellos MrLuk, aber Motivation kann einen guten Teil fehlenden Talents ausgleichen.

    Übrigens, wer wirklich ernsthaft vor hat, diese in der Tat fremde Sprache zu lernen, für den dürften die paar Buchstaben und Tonzeichen kein allzu großes Problem darstellen. Denn im Vergleich zu den eigentlichen Schwierigkeiten dieser fremden Sprache, ist das Erlernen der Schrift ein Kinderspiel welches en passant mitgenommen werden kann.

  11. #60
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Kindeserziehung

    @Micha,

    "Laute" nachahmen hat nichts mit einem musikalischen Gehör (und dem Nachspielen- oder Nachsummen einer Melodie) zu tun. Das sind wiedeum zwei grundverschiedene Begabungen. Ich bin ein ganz passabler "Lautimitator", kann aber nicht mal Hänschenklein nachspielen, summen, naja das kann Jeder. Musikalische Imitation von Weisen ist bei mir gleich null. Das hat dann eher was mit Mathematik zu tun. Desübrigen habe ich Motivation als ersten Faktor genannt. Lass gut sein, du siehst es auf deine-, ich auf meine Weise.

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