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Kindeserziehung

Erstellt von Otto-Nongkhai, 05.09.2003, 20:14 Uhr · 90 Antworten · 4.196 Aufrufe

  1. #11
    woody
    Avatar von woody

    Re: Der Thai-Isaaner.

    Ich würde es mal so formulieren.
    Die [highlight=yellow:4ef8c3a198]Erziehung[/highlight:4ef8c3a198] ist die Unterstützung und Förderung des heranwachsenden Menschen auf dem Weg zur geistigen und charakterlichen [highlight=yellow:4ef8c3a198]Bildung[/highlight:4ef8c3a198]

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Jinjok

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    Re: Der Thai-Isaaner.

    Zitat Zitat von MrLuk
    Wieso sollte man das strikt trennen? Verstehe ich nicht...
    Ein Posting eher hatte ich dazu einführend geschrieben:

    Zitat Zitat von Jinjok
    Ich sehe da zwei grundverschiedene Probleme, die sich aber nicht gänzlich trennen lassen.
    Also nix mit "strikt trennen". :schuettel: Betrachte meine Meinung bitte also in diesem Kontext.

  4. #13
    Avatar von Micha

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    Re: Der Thai-Isaaner.

    Zitat Zitat von MrLuk
    @Micha, Wie kommst du nur immer zu deinen genialen Erkenntnissen?
    In diesem Fall eigene Erfahrung Sir Luk.

    Zitat Zitat von MrLuk
    @
    Bei dieser Aussage müßte man ja vorerst davon ausgehen daß die Werte und Lebensweisheiten des "9000 km entfernten Kulturkreis" der Mutter für das EIGENE Kind nicht geignet seien!!!
    Warum müßte man davon ausgehen ?

    Lies doch bitte meine Aussage noch einmal genau.

    Was Du da hinein interpretierst sage ich nicht.

    Und was die Sprache des Kindes betrifft, hätte ich vielleicht besser die Sprache des Landes schreiben sollen.

  5. #14
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Der Thai-Isaaner.

    @Micha,

    Du beschreibst beide Umstände nicht nur als Problem, sondern als Nachteil:

    dürfte dies einer idealen Eltern-Kind-Beziehung nicht gerade förderlich sein.
    Die Sprache des Kindes nicht richtig drauf hat, dürfte dies das ganze zusätzlich erschweren.
    Und vergisst die Vorteile die ein Kind durch multikulturelles und drei(viel)sprachiges Auffwachsen haben kann. Hast du Kinder aus einer multikulterellen Ehe, und beschäftigst du dich mit den jungen Famielienmitglieder die dazugehören, Nichten und Neffen, etc...?
    Ich schon!

    Warum müßte man davon ausgehen ?
    Ja weil du sagst das wäre nicht gerade förderlich!
    Ist das nicht dasselbe?

  6. #15
    Avatar von Micha

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    28.01.2003
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    15.947

    Re: Der Thai-Isaaner.

    Sir Luk,

    bin genau wie Du davon überzeugt, dass eine multikulturelle Partnerschaft durchaus ein Segen für die Kinder sein kann.

    Ein Kind das zu beiden Elternteilen aufblickt, wird von beiden lernen und wahrscheinlich dadurch mehr mit auf den Lebensweg bekommen als Kinder aus monokulturellen Partnerschaften.

    Aber wie soll ein Kind bspw. von einem Vater lernen bzw. zu ihm aufblicken, wenn jener im Kulturkreis des Kindes selbst nicht zurecht kommt. Der Kulturkreis des Kindes ist der Kulturkreis in dem es aufwächst.

    Die Herren Expats wissen doch wie schwierig es ist mit der unbekannten Kultur klar zu kommen, wenn es um’s überleben geht.

    Und wer da nur nach Deutschland blickt und „Deutschen Werten“ nachtrauert, was soll jener bitte schön seinem Kind mit auf den Weg geben können.

    Und ein Kind wird nur dann vom Vater die fremde Sprache lernen wenn es zu ihm aufblicken kann, was dem Kind wiederum schwer fällt, wenn derselbe die Landessprache nur mühsam zusammen stammelt.

    Möge bitte keiner denken, ich wolle hier jemanden niedermachen, denn obwohl ich mich mehr mit der Thailändischen Sprache befasse als viele andere, habe ich regelrecht Angst vor genau dieser Situation. Ich habe die Sprache meines Vaters nie gelernt.

  7. #16
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Der Thai-Isaaner.

    @Micha,

    Wieso schreibst du dieses Statement nicht sofort? Das klingt doch gleich ganz anders. Man hat dem Gastgeber der "Hochzeit zu Cana" auch vorgeworfen daß er den guten Wein erst bringen würde wenn alle satt und betrunken sind...Jesus hatte ja erst das "Wasser in Wein" verwandelt als der Wein ausging, um das Gesicht des Gastgebers zu wahren, und um dessen Ehre zu retten

    Und ein Kind wird nur dann vom Vater die fremde Sprache lernen wenn es zu ihm aufblicken kann, was dem Kind wiederum schwer fällt, wenn derselbe die Landessprache nur mühsam zusammen stammelt.
    Das klingt mir dann aber wieder zu pauschal...
    Ich würde auch da differenzieren: Das Kind ist sicher nicht unbeding darauf erpicht die Landessprache des Vaters zu erlernen, wenn er sich in VIELEM nicht gerade bewundernswert benimmt. Das erste was meine Frau unserem Sohn, der aus ihrer früheren Ehe ist, erklärt hat: Papa ist von weit weg und kann deshalb unsere Sprache nicht so gut. Eben, um zu vermeiden daß der neue Sohnemann sich kein seltsames, "ungerechtes" und verzerrtes Bild von mir macht. Meine Frau hat das eben instinktiv richtig gemacht. Wenn ich allerdings losschreien würde wie ein Verrückter, oder brutal werden würde, dann hätte sie vielleicht mehr Mühe ihm das begreiflich zu machen.

    PS: Laß dieses blöde "Sir" doch bitte weg :-)

  8. #17
    Avatar von Micha

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    28.01.2003
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    15.947

    Re: Der Thai-Isaaner.

    Zitat Zitat von MrLuk
    Das erste was meine Frau unserem Sohn, der aus ihrer früheren Ehe ist, erklärt hat: Papa ist von weit weg und kann deshalb unsere Sprache nicht so gut. Eben, um zu vermeiden daß der neue Sohnemann sich kein seltsames, "ungerechtes" und verzerrtes Bild von mir macht. Meine Frau hat das eben instinktiv richtig gemacht.
    Mister Luk,

    Das verstehe ich jetzt nicht recht. Ich dachte, Du lebst mit Deiner Familie in Luxemburg und die Sprache des Landes ist auch Deine Sprache. Oder meinst Du Deine Zeit als Expat in Thailand ?

  9. #18
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Der Thai-Isaaner.

    @Micha,

    Ich habe an anderer Stelle erzählt daß wir "Halbnomaden" sind.
    Ich verbringe je nachdem etwa 4-5 Monate im Jahr in Thailand, meine Frau etwa 5-6 Monate in Luxemburg das ganze aufgeteilt auf 3-4 Roundtrips pro Jahr. Daß wir die "ganze" Familie bei diesem doch recht anstrengendem "hin und her" nicht überall mitnehmen können ist sicherlich verständlich. Zur Zeit gibt es keinen festen Plan für die Zukunft - wir müßen von Geschäftswegen noch eine Weile in diesem Rhytmus (wo nicht jeder mitmuß) weitermachen...
    Wenn du genaueres wissen willst, bitte per PM

    PS: Ich spreche selbstverständlich die Sprachen meines Landes, für meine Frau ist das ein anderes Problem, denn hier ist es mit einer Sprache wirklich nicht getan...
    Meine Muttersprache ist ja Luxemburgisch, dann kommt noch Französisch und Deutsch dazu. Und das ist eigentlich das absolute Minimum wenn man sich mit Jedem verständlich machen will; und besonders dann wenn man sich im Einzel- und Großhandel behaupten will.

  10. #19
    Avatar von Otto-Nongkhai

    Registriert seit
    05.11.2002
    Beiträge
    12.292

    Re: Der Thai-Isaaner.

    Kinder lernen von ihren Bezugspersonen, sind das nicht mehr die Eltern, weil sie nicht mehr im Leben der Kinder "präsent" sind, wird zwangsläufig Ersatz gesucht. Das können auch Verhaltensmuster aus dem TV sein. In diesem Falle hätten die Eltern mit ihrem Desinteresse an den Abköämmlingen ihnen auf indirekte Art ihren Stempel aufgedrückt.
    Siehst du ,Jinjok ,dass kann und will ich nicht akzeptieren.

    Ich hatte sowiso hier in Thailand immer schon einen schweren Stand ,meinen Sohn in deutschem Sinne zu erziehen ,aber dass ist mir bis zu seinem sechsten Lebensjahr recht gut gelungen.

    Dann kam die Schulzeit ,wo er von 7 - 17 Uhr abwesend ist .
    Danach ist er kaputt und haut sich vor das TV oder inhaliert Video Games.
    Wochenenden sind auch verplant und bei Familienausfluegen bekomme ich Aerger und das auch von meiner Frau ,die bei der Erziehung meines Sohnes gegen mich arbeitet.

    Jeder in der Schule macht das so ,warum er nicht ,ist sein Argument.

    Jetzt beisst sich die Schlange in den Schwanz ,das Spiel geht weiter und irgendwann kommst du nicht mehr an deinen Sohn heran .

    Er ist ein Thai geworden und ich ein Deutscher geblieben.

    Was mache ich falsch ?

    Gruss

    Otto

  11. #20
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Der Thai-Isaaner.

    Sabai-dee bo, Khun Otto?
    Thuk yang dee bo?

    Er ist ein Thai geworden und ich ein Deutscher geblieben.
    Tja, eigentlich kein Wunder oder?
    Wärest du ein wenig Thai geworden, dann wäre dein Sohn vielleicht ein wenig Otto geworden. Ich weiß ja nicht - nur so eine spontane Idee. Phom bo ruh arei nak-nah...

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