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Kindeserziehung

Erstellt von Otto-Nongkhai, 05.09.2003, 20:14 Uhr · 90 Antworten · 4.193 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Otto-Nongkhai

    Registriert seit
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    Re: Der Thai-Isaaner.

    Heute hab ich mal einige Lehrer darauf angesprochen. Vor allem unsere aus der Abteilung Automechanik und die mal gefragt ob sie ihren Schuelern auch mal erklaeren sie sollen nicht das Altoel in die Wiese kippen. Die haben mich total unverstaendig angesen. Das Erklaeren warum und weshalb habe ich nach 10 Minuten aufgegeben.
    Vor allem sie hoeren gar nicht mehr zu.
    Ja ,CatManThai ,da haben wir die Ursache des Uebels.

    Ich will einmal sagen ,dass der Grossteil der Lehrer hier in Thailand an allem schuld sind ,
    denn die Ausbildung ,die Sitten ,die Eiinstellung und das Benehmen werden in erster Linie in der Schule gelehrt und wenn von dort nichts kommt ,wo soll es das " Haenschen denn lernen und was das " Haenschen " nicht lernt ,dass lernt der Hans nimmer.

    Leher haben hier einige Nebenjobs und sind an Schueler ,zum Teil ,nicht interessiert.
    Meistens sind die Lehrer auch " stinkdoof " und koennen noch nicht einmal Englisch ,aber lieben Partys und das Representieren.
    Sorry fuer diese Einschaetzung !

    -------------

    Da ich nun mal die thailändischen Texte im Forum regelmäßig lese, weiß ich, wie hier die Mehrheitsverhältnisse sind und wer im Forum mit das Sagen hat.
    Ja ,Micha ,wie soll ich diesen Satz verstehen ?

    Muss ich mit Folgen rechnen ,weil vieleicht Andreas's Frau aus dem Isaan kommt ?

    Ich habe nie gesagt ,dass man mich hier im Forum lieben muss ,da finde ich andere Gelegenheiten in Thailand ,aber respektieren ,dass waere schon schoen.

    Ich bin nicht mehr im Beruf und vermeide es , Jemanden zu Kreuz zu krischen.

    Besonders habe ich grosse Teile der Frauenwelt gefressen ,auch deine Sekretaerin unbekannterweise ,

    denn meine Frau hat mir ,trotz ihrer Hilfsbereitschaft in Thailand ,
    ohne die ich bestimmt nicht soviel erreicht haette ,
    die Abneigung auf die Weiblichkeit vermittelt.

    Habe immer eine gleichberechtigte ,gefuehlsbetonte Partnerin gesucht ,mit den gleichen Interessen und Hobbys wie ich,aber meine Frau wollte/will mir die Freuden am Leben austreiben .

    Manchmal sage ich zur ihr ,warum sie sich nicht jetzt schon eine Holzkiste besorgt ,sich reinlegt ( natuerlich mit AirCon und Wasserleitung versehen ) und auf den Gau wartet.

    Soviel wie ich mit meiner Mia gestritten und gekaempft habe ,
    da habe ich weniger Zeit schlafend im Bett verbracht.

    Also ,ich habe die Hoffung aufgegeben in diesem Leben noch einmal eine gescheite Frau zu finden und dann soll die holde ,.....schwingende Weiblichkeit auch ihren Speck abbekommen.

    und dann freut mich Michas Worte:

    Schätzungsweise 95% aller thailändischen Beiträge oder mehr sind von Frauen aus dem Isaan.
    Wieso soll man Angst vor Frauen haben ?

    Otto

    Ps Danke fuer den Schmetterling ,Chonburi's Michael

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Jinjok

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    Re: Der Thai-Isaaner.

    @ Otto-Nongkhai
    Es ist immer einfach die Lehrer für eine problematische Jugend verantwortlich zu machen. Aber leider können die Lehrer nicht alle Versäumnisse der Elternhäuser ausbügeln. Das Hauptproblem ist meist, daß die Eltern zu wenig oder kaum Zeit mit ihren Sprößlingen verbringen. Sie müssen Arbeiten, Fernsehen, Ausgehen, Verreisen, Essenkochen, Schlafen. Irgendwas haben Eltern immer zu tun und die Kinder werden eigentlich nur in der Schule betreut. Das Problem teilt Thailand aber mit Deutschland, wenn auch in unterschiedlichem Grade.
    Jinjok

  4. #3
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Der Thai-Isaaner.

    Das Problem teilt Thailand aber mit Deutschland, wenn auch in unterschiedlichem Grade.
    Damit kannst du Recht haben ,Jinjok ,aber das Zeitproblem lasse ich nur teilweise gelten.

    Ich habe ,hatte diese Zeit und mich viel um meinen Sohn gekuemmert ,als er noch nicht in die Schule ging.
    Jetzt ist er von 7-17 Uhr auser Haus und wenn ich danach und am Wochenende etwas mit ihm zusammen machen will ,dann schiebt er nur seine Freund als Alibi vor und hat was Anderes zu tun.

    Da muss ich leider passen ,denn zwingen kann ich ihn nicht.

    Wenn ich aber dann mal seine Ansichten hoere ,die aus der Schule stammen ( Mitschueler und Lehrer ),dann laeuft es mir kalt den Ruecken herrunter.

    Die antiautoritaere Erziehung ,in der Schule und im Elternhaus
    ( aus Zeitmangel ) ist gescheitert und faehiger Nachwuchs fehlt leider!

    Otto

  5. #4
    CatManTH
    Avatar von CatManTH

    Re: Der Thai-Isaaner.

    Hallo Otto, Hallo Jinjok
    Ihr habt beide irgendwo recht so wie immer.
    das Hauptproblem hat aber Otto richtig erkannt.
    Die Ausbildung und der Wille der Lehrer dem Schueler was beizubringen.
    Wenn ein Landschueler zwischen 7 und 9000 THB im Monat verdient (auch mit Lehrerzulassung) und ein richtig ausgebildeter in BKK 50000 im Monat verdient dann ist was faul daran.

    Aber nicht an den Lehrer, sondern am Lehrerausbildungssystem.
    Als Beispiel von mir Ich habe zwei Lehrberufe, beide werden als Bachelor anerkannt. Ein Diplom der Universitaet wird - was man mir sagte - in D gerade mal als Vorstufe fuers Abitur annerkannt.

    Die reichen Thais schicken ihre Kinder ins Ausland (Aus und USA) zum Studieren, warum wohl?

    Und solange die Kids nicht lernen muessen, machen sie es nicht. Denk mal an uns selber, wie wir waren. Nur die Hausaufgaben oder den Unterrichtsstoff den die Kids hier pro Woche durchkauen hatten wir an einen Tag in A.

    Wichtig ist nur am morgen die Hymne zu singen, wobei wir das auch gemacht haben in den ersten Jahren in A.
    Dem Lehre guten Tag zu sagen wenn er die Klasse betritt. Und ansonsten alles nachplapern, verstehen ist verboten - so mein eindruck.

    So und jetzt geh ich wieder arbeiten )

  6. #5
    Avatar von Jinjok

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    5.556

    Re: Der Thai-Isaaner.

    Ich sehe da zwei grundverschiedene Probleme, die sich aber nicht gänzlich trennen lassen. Das eine ist die inhaltliche Qualität der Schulbildung und deren Art und Weise der Übermittlung. Das was man gemeinhin mit Bildung bezeichnet. Hier können die Eltern nur bedingt etwas ändern, nur die eingeschlagenen Richtung im Idealfall unterstützen.

    Das andere ist das, was man oft als schlechte Erziehung bemängelt. Das Fördern positiver Charakteigenschaften, Moral und Ethik. Hier kann die Schule wiederum nur im Idealfall die von den Eltern eingeschlagene Richtung unterstützen. Aber hier lernen die Kinder automatisch vom tagein tagaus vorgelebten Vorbild der Eltern. Der Apfel fällt nicht weit vom Birnenbaum hat mal ein Witzbold gesagt. Da ist wohl was wahres dran.
    Jinjok

  7. #6
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Der Thai-Isaaner.

    Zitat Zitat von Jinjok
    Das eine ist die inhaltliche Qualität der Schulbildung und deren Art und Weise der Übermittlung. Das was man gemeinhin mit Bildung bezeichnet. Hier können die Eltern nur bedingt etwas ändern, nur die eingeschlagenen Richtung im Idealfall unterstützen.

    Das andere ist das, was man oft als schlechte Erziehung bemängelt. Das Fördern positiver Charakteigenschaften, Moral und Ethik. Hier kann die Schule wiederum nur im Idealfall die von den Eltern eingeschlagene Richtung unterstützen.
    Beziehst du das jetzt direkt auf Thailand oder meinst du das im Allgemeinen? Prinzipiell scheint das zwar eine logische Überlegung zu sein, stimmt aber nicht unbedingt mit der Praxis übererein.

    Vermitteln Eltern z.B. eine, dem Charakter des Kindes widersprüchliche Moral und Ethik (oder können nur grobe, unzufriedenstellende Grundprinzipien liefern), das kann durchaus vorkommen, dann sucht das Kind natürlich einen Ersatz bei anderen Autoritäten, bzw. bei seinen Kameraden. In dem Fall können die Eltern sich irgendwann nur noch wundern "was aus ihrem Kind geworden ist"...und das kommt leider immer häufiger vor.
    Darüberhinaus können die Eltern nur dafür sorgen daß das Kind eine gute Richtlinie bekommt, mit der es in der Gesellschaft zurande kommt. Später beim Erwachsenwerden, müßen die eigentlichen Hürden dann ganz alleine und autonom genommen werden, damit sie der Persönlichkeit des Individums auch entsprechen und nicht einfach aufgesetzt sind. Und falls sei auf lange Sicht bis ins Erwachsenenalter aufgesetzt bleiben ist es ganz gleichgültig von wem sie herstammen, will ich einmal behaupten.

    Dann stellt sich auch noch die Frage ob die Eltern über eine gute Kultur in Sachen Allgemeinwissen verfügen oder nicht, bzw. das Elternhaus eine gute Bibliothek, oder nur einschlägige Magazine und Dreigroschenromane bietet. Je nach Fall, muß das Kind (später als Jugentlicher) sich lediglich auf das in der Schule unterrichtete Wissen beschränken, oder kann zusätzlich aus dem "heimischen Fundus" schöpfen. Das geht im Extremfall sogar soweit, daß das Wissen und die späteren Fachkenntnisse, zu weit über die Hälfte von sogenannten "Drittanbietern" stammen - wie bei mir z.B.

    Und dann stellt sich die Frage auch noch allgemein so: wieviel des in der Schule erlernten Wissens benutzt man tatsächlich im späteren Leben? Mathematik ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Manche Individuen können mit dieser Art der abstrahierten und destillierten Logik überhaupt nichts anfangen. Das eigentliche Wissen und die Kenntnisse, auf die wir tagtäglich zurückgreifen, müßen dann wohl von einer anderen Instanz herrühren, oder sehe ich das falsch?

    PS: hier spricht einer der immer der Letzte in der Schule war, aber sehr intelligente, gebildetet und äußerst praktisch veranlagte Eltern hatte!
    Welch ein Glück! Aber ich diskutiere heute noch ganz wehement über moralische und ethische Prinzipien mit meiner Mom, die bereits über 70 ist. Mit meinem Vater, der leider früh gestorben ist konnte ich allerdings nie richtig über diese Dinge diskutieren. Er hat mir in dieser Hinsicht aber extrem große Freiheiten gelassen, was ich ihm nie vergessen werde!

  8. #7
    Avatar von Micha

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    Re: Der Thai-Isaaner.

    Bei höher entwickelten Säugetieren und erst recht bei Menschen ist es imho wichtig für ein Kind, von den Eltern grundlegende Verhaltensrichtlinien abschauen zu können, bzw. vermittelt zu bekommen.

    Ist jedoch ein Elternteil primär nur in der Lage, Werte und Lebensweisheiten aus einem 9000 km entfernten Kulturkreis zu vermitteln, dürfte dies einer idealen Eltern-Kind-Beziehung nicht gerade förderlich sein.
    Und wenn ein Elternteil zudem die Sprache des Kindes nicht richtig drauf hat, dürfte dies das ganze zusätzlich erschweren.
    Vieles was an Wissen und Erfahrung in einem Kulturkreis wichtig und wertvoll sein mag, kann in einem anderen wiederum überflüssig und sinnlos sein.

  9. #8
    Avatar von Jinjok

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    5.556

    Re: Der Thai-Isaaner.

    Kinder lernen von ihren Bezugspersonen, sind das nicht mehr die Eltern, weil sie nicht mehr im Leben der Kinder "präsent" sind, wird zwangsläufig Ersatz gesucht. Das können auch Verhaltensmuster aus dem TV sein. In diesem Falle hätten die Eltern mit ihrem Desinteresse an den Abköämmlingen ihnen auf indirekte Art ihren Stempel aufgedrückt.

    Aber meine Grundaussage war, Bildung und Erziehung sind zwei verschiede Dinge. Genauso wie Bildung und Intelligenz nicht miteinander identisch sind.
    Jinjok

  10. #9
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Der Thai-Isaaner.

    @Jinjok
    Bildung und Erziehung sind zwei verschiede Dinge
    Das sind für mich zwar keine "verschiedenen Dinge"
    Bildung weitergeben gehört ganz sicherlich zur Erziehung, und eine gute Erziehung ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Bildung. Wieso sollte man das strikt trennen? Verstehe ich nicht...

  11. #10
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Der Thai-Isaaner.

    @Micha,

    Wie kommst du nur immer zu deinen genialen Erkenntnissen?

    st jedoch ein Elternteil primär nur in der Lage, Werte und Lebensweisheiten aus einem 9000 km entfernten Kulturkreis zu vermitteln, dürfte dies einer idealen Eltern-Kind-Beziehung nicht gerade förderlich sein.
    Wieso das denn? Bei dieser Aussage müßte man ja vorerst davon ausgehen daß die Werte und Lebensweisheiten des "9000 km entfernten Kulturkreis" der Mutter für das EIGENE Kind nicht geignet seien!!!
    Überleg doch einmal was du da sagst!!!

    Und wenn ein Elternteil zudem die Sprache des Kindes nicht richtig drauf hat, dürfte dies das ganze zusätzlich erschweren.
    Du bist wirklich witzig, das Elternteil hat die Sprache des Kindes nicht richtig drauf :bravo: oh Mann!!!

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