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Keine Lust auf unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Jedes mal A1?

Erstellt von JayNonthaburi, 21.12.2012, 09:53 Uhr · 7 Antworten · 1.875 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von JayNonthaburi

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    Lightbulb Keine Lust auf unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Jedes mal A1?

    Meine Frau und ich leben jetzt seit einem Jahr in Deutschland und alles passt. Wir wollen in Zukunft trotzdem wieder 6 Monate pro Jahr in Thailand verbringen. Was heisst das fuer uns in Sachen Visas in Zukunft?

    Wir haben nicht vor weitere 3 Jahre auf die unbefristete Aufenthaltsgenehmigung zu warten. Muss meine Frau jetzt andauernd A1 Tests abliefern wie bei unserem letzten Visa um nach Deutschland zu kommen?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von noritom

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    Sechs Monate pro Jahr sind auch mit AE möglich. Aber Zustimmung der ALB notwendig. So mein Kenntnisstand.

  4. #3
    Avatar von JayNonthaburi

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    Vielen Dank, gut zu wissen. Wegen unserer Arbeit / Steuern wird aber unser Lebensmittelpunkt auch wieder in Thailand sein, deswegen gehe ich davon aus das das bei uns mit AE nix wird. Was sind sonstige Visa Alternativen? Geht ganz normal Schengen wieder?

  5. #4
    Avatar von franky_23

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    Warum machst du dies so kompliziert.

    Wenn ich dies so sehe, 6 Monte D, 6 Monate Thailand?

    Ich beschreibe dir 2 Szenarien: 1. mit AE zur Niederlassungserlaubnis; 2. Mit unechtem Jahresvisum nach D reisen.

    Szenario 1. Das einfachste ihr gestaltet in den nächsten 2 Jahren den Aufenthalt 6 Monate und 1 Tag in D, dann ist auch formal der familiäre Lebensmittelpunkt in D. Mit Erteilung der Niederlassungserlaubnis kann die Frau eine Beibehatungsgenehmigung/Bescheinigung beantragen, denn da gilt wie schon häufig hier zu lesen

    §51 Abs.2 Satz 2 AufenthG
    Die Niederlassungserlaubnis eines mit einem Deutschen in ehelicher Lebensgemeinschaft lebenden Ausländers erlischt nicht nach Absatz 1 Nr. 6 und 7, wenn kein Ausweisungsgrund nach § 54 Nr. 5 bis 7 oder § 55 Abs. 2 Nr. 8 bis 11 vorliegt. Zum Nachweis des Fortbestandes der Niederlassungserlaubnis stellt die Ausländerbehörde am Ort des letzten gewöhnlichen Aufenthalts auf Antrag eine Bescheinigung aus.

    denke es gibt auch Urteile die besagen, dass bei AE mehr als 6 Monate auf Antrag möglich ist, wenn z.B. ein Elterneteil gepflegt wird, .... Im AufenthG findet es sich dezitiert nur für Personen mit NE.

    Nach dem AufenthG gelten Abwesenheiten von 6 Monaten nicht als dauerhafte Abwesenheit, sprich wenn ihr darlegt, dass der Lebensmittelpunkt langristig in D ist bzw. geplant ist, könnt ihr auch ein paar Jahre 3 Tage D 5 Monate 27 Tage Thailand, 5 Tage D, 5 Monate 27 Tage Thailand verbringen. In dieser Konstellation kann es aber je nach ALB zu nachfragen kommen.

    Wenn deine Frau ein bisschen länger als 2x 3 Monate dort bleiben will, du aber deinen Lebensmittelpunkt in D hast, dann geht dies auch.

    Denn § 28 Abs. 1 AufenthG fordert lediglich den gewöhnlichen Aufenthalt des Deutschen in D!

    Wieso immer wieder A1 machen? sie muss lediglich einfache Sprachkenntnisse nachweisen, was mit A1 generell der Fall ist. Bei einer Prüfung für A1 von länger als 1 Jahr wird in der Botschaft nur geprüft ob die Antragstellerin das alles vergessen hat.

    Szenario 2
    Wollt ihr euren Hauptwohnsitz nach Thailand verlegen, dann gibt es auch die Option eines mehrjährigen unechten Jahresvisums (Schengenvisum (Visum Typ C) mit mehrjähriger Gültigkeit.

    Dadurch könnt die Frau - ohne A1- in 90 von 180 Tagen im Halbjahr in D sein. Zu berücksichtigen ist da auch der gestreckte Bezugsraum, so dass auch ein kontinuierlicher Aufenthalt von fast 6 Monaten ermöglicht wird.

    Prinzip das auch zu einem anderen Stichtag beginnen kann.
    Ihr kommt am 1. Januar für 10 Tage nach D. Dann habt ihr die Option z.B. die letzten 80 Tage so ab Mitte April- bis Ende Juni in D zu verbringen. Ihr fliegt für ein paar Tage z.B. nach UK, Tunesien, Agypten, Türkei, .... und kehrt nach D zurück, dann könnt ihr natürlich wieder 90 Tage bis Ende September dranhängen. Dann ist Schluss bis Ende Dez. oder ihr stellt einen (erneuten) Antrag auf AE.

    ob evt. da auch noch ein gestreckter Bezugszeitraum weitere Optionen eröffnet bin ich überfragt, das wird kompliziert. Da frag mal bei i4a nach.

    Wenn ihr keine Bock habt die Niederlassungserlaubnis abzuwarten um dann ggf. auch mal 2 Jahre in Thailand zu bleiben, dann macht ihr euch das Leben selber schwer.

  6. #5
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von JayNonthaburi Beitrag anzeigen
    Vielen Dank, gut zu wissen. Wegen unserer Arbeit / Steuern wird aber unser Lebensmittelpunkt auch wieder in Thailand sein, deswegen gehe ich davon aus das das bei uns mit AE nix wird. Was sind sonstige Visa Alternativen? Geht ganz normal Schengen wieder?
    Arbeitet ihr beide in Thailand? Auch das könnte ein Argument sein, dass euer Lebensmittelpunkt langfristig in D ist, wenn der Aufenthalt wegen beruflichen Gründen in Thailand ist. Letztendlich nur im Einzelfall zu prüfen. Da wurde hier auch schon ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz vom OLG im Saarland gepostet.

    Das mit den Steuern müsst ihr wissen. Wenn ihr euch nicht in D abmelden wollt, so verliert deine Frau sofort die AE. § 51 Abs.1 Nr. 6 AufenthG und nicht erst nach 6 Monaten.

    Dann einfach ein mehrjähriges unechtes Jahresvisum s.o. beantragen. Erteilt die Botschaft in BKK nicht so gerne. Einfach hartnäckig bleiben.

    Der Vorteil einer AE ist die Arbeitserlaubnis in D, und die relativ einfache Option mit deutscher AE in bestimmten europäischen Staaten der nicht Schengen Zone die nötigen Visa/permits zu bekommen.

  7. #6
    Avatar von JayNonthaburi

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    Hammer Beratung Franky! Vielen vielen Dank. Wir arbeiten online also ist es egal wo. Falls ich mich nachdem Sie eine unbefristete AE bekommen hat abmelde erloescht die dann auch?Laengerfristig ist es halt einfach echt nachteilig fuer uns in Deutschland angemeldet zu bleiben.

  8. #7
    Avatar von franky_23

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    oben in Post #4 zitierte ich § 51 Abs. 2. Die unbefristete AE ist die Niederlassungserlaubnis. Wenn sie die NE hat, dann erlischt diese nicht. Wenn sie die Scheckkarte braucht muss sie halt immer mit einem neuen Pass wieder die Scheckkarte ändern lassen oder eine neue beantragen. Auch ohne Scheckkarte erlischt der Titel nicht.
    Ob in den nächsten Jahren eine Änderung kommt kann keiner garantieren. Meistens gibt es da aber auch sowas wie Bestandschutz.

    Für die Erteilung der Niederlassungserlaubnis sind nach §28 Abs. 2 nur einfache Deutschkenntnisse erforderlich. Da steht nichts von einem abgeschlossenen Integrationskurs.

    Die Frage ist, ob ihr in D wirklich soviel schlechter fahrt. In D gibt es einen wesentlich höheren Freibetrag. Das müsst ihr wissen.

  9. #8
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von JayNonthaburi Beitrag anzeigen
    Laengerfristig ist es halt einfach echt nachteilig fuer uns in Deutschland angemeldet zu bleiben.
    Warum denn?

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