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Issan-Ladies(Ruffert)

Erstellt von KlausPith, 24.08.2001, 13:15 Uhr · 20 Antworten · 6.264 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
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    Re: Issan-Ladies(Ruffert)

    Günther Rufferts Aussagen kann man mit etwas gutem Willen so oder so interpretieren. Das Buch ist in erster Linie nicht für den erfahrenen 5extouristen geschrieben, der mit Barfrauen umgehen kann wie ein Dompteur im Käfig mit den Tigern. Günther machte dieses Buch zum Leitfaden für den Neuling, dem wie wir allen wissen eine Menge unschöner Dinge in den Touri-Centren in TH passieren können.

    Nartürlich passiert es nur im Ausnahmefall, daß man an eine geldgeile Hyäne gerät, die einem das Fell über die Ohren zieht. Und wer nach vielen Jahren heute immernoch mit seiner Frau aus einer Bar zusammenlebt, kann zurecht bestätigen, daß auch liebenswerte Menschen in diesem Millieu arbeiten und es verschieden Gründe geben mag, warum sie dorthin kamen.

    Aber mehrheitlich sind Günthers Argumente (und es sind nun wirklich nicht nur seine) nicht ganz von der Hand zu weisen. Wir haben schon an anderer Stelle in anderen Foren kilometerlange Threads dazu volldiskutiert, was die Barfrauen dazu antreibt, die Farrangs auszunehmen und ob sie lieben können oder nicht.

    Es ist auch nicht von der Hand zuweisen, daß es Frauen geben mag, die sich in jeden netten Kunden wirklich verlieben können und dann jedesmal mit Herz und Seelle in so eine 2...3 Wöchige Beziehung gehen, die dann am Zahltag endet.

    Aber ersthaft, wieviele Prostituierte verlieben sich wirklich in ihre Freier oder (nur auf den 5ex reduziert) empfinden irgendwas bei der Arbeit. An dieser Stelle machen sich die meisten .......besucher was vor. Ein Leben im Postitutionsmillieu mach hart und kaltherzig. Das ist eine Schutzreaktion der Psyche um nicht die Selbstachtung vor sich zu verlieren und durchzudrehen.

    Die Frauen die dabei am besten abschalten können, haben wahrscheinlich auch die wenigsten Probleme wieder ein normales Leben außerhalb des Millieus zu führen. Und das Thailands Millieu weitaus weniger Schäden bei den dort arbeitenden Damen anrichtet wie z.B. in HH oder FFM ist ja auch bekannt. Aber im Laufe eines Barlebens kommen eben nicht nur nette Kumpeltypen in die Bars, die sich angenehm unterhalten (reden) wollen, sondern da sind auch eine Reihe rauher Typen unterwegs, die alle möglichen Perversionen ausleben wollen. Das bleibt nicht ohne Effekt.

    Sogesehen sollten man den Teil von Günthers Schriften nicht überbewerten, aber auf keinen Fall als Übertreibung oder Respektlosigkeit abtun. Er weiß sicher wovon er schreibt.

    Mit Gruß vom Jinjok

  2.  
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  3. #12
    Infatuatedfool
    Avatar von Infatuatedfool

    Re: Issan-Ladies(Ruffert)

    @ Harakon

    weise gesprochen und total auf dem Punkt.

  4. #13
    KlausPith
    Avatar von KlausPith

    Re: Issan-Ladies(Ruffert)

    Ok Ok,
    hören wir auf damit, bringt ja nichts. Jeder hat auf seine Art recht und das ist auch gut so.
    Und nochmal, dennoch bin ich ein Fan von G.Ruffert.
    Klaus

  5. #14
    Avatar von seven

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    Re: Issan-Ladies(Ruffert)

    Ich kann an Rufferts Bericht nichts schlimmes finden. Manchmal habe ich mich sogar innerlich gefreut, wenn eins dieser Mädels wieder einen Europäer gekonnt um den Finger wickelt und er dies nicht mal merkt.
    Auch ich habe schon den ein oder anderen Brief übersetzen oder schreiben müssen. Dies alles hat aber meine Achtung vor den meisten dieser Mädels nicht schwinden lassen. Schließlich gehören immer zwei Leute dazu, wenn sich jemand übers Ohr hauen lässt.
    Ich habe auch unter Barmädels schon nette Bekanntschaften gehabt, die weder im Bett geendet sind, noch auf finanzielle Interessen hinausliefen. Vieles - so zumindest mein Eindruck - hängt davon ab, wie man sich im Land verhält und mit den Menschen umgeht.. Pauschal zu behaupten, dass alle Barmädels so sind, kann ich nicht sagen, dass macht Ruffert aber auch nicht.
    Sven
    Letzte Änderung: seven am 24.08.01, 18:19

  6. #15
    Avatar von Zange

    Registriert seit
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    359

    Re: Issan-Ladies(Ruffert)

    @ seven
    bin ganz deiner Meinung.
    Wie diese Briefe aussehen wissen wir alle und ist bestimmt sehr lustig, wenn man welche zu lesen bekommt.
    Gruß
    Zange

  7. #16
    KlausPith
    Avatar von KlausPith

    Re: Issan-Ladies(Ruffert)

    wollte ja eigentlich nichts mehr dazu schreiben,aber..
    nochmal, wenn man solche dinge schreibt "... seid euch bewußt daß ihr immer nur die geldbringer seit........", und dies auch noch in meinen büchern veröffentliche, muß ich mir darüber bewußt sein, daß dies von einem millionen-publikum! (ich wünsche es ihm) gelesen.
    und dies trägt genauso zur verallgemeinerung bei, wie auf anderen gebieten die medien praktizieren.
    und wer sind die leidtragenden?
    die beziehungen die hier in deutschland leben und ständig mit den vorurteilen zu kämpfen haben. die blicke die sagen, " die ist doch nur wegen des geldes mit dem zusammen. das hört und "liest" man ja überall". wenn man kein dickes fell hat (wie ich gottseidank) und nicht 1000% zu seiner partnerin steht, kann dies durchaus auch zum scheitern der beziehung führen.

    davon abgesehen, dazu stehe ich auch weiterhin, stimmt dieses zitat einfach nicht. aber vielleicht hat es ja tatsächlich was mit dem erwähnten "spiegel" zu tun.

    also, schluß mit der verallgemeinerung, weder in foren noch in sonstigen publikationen. es bringt keinem etwas, weder den expats, noch den einheimischen und erst recht nicht den hier lebenden d-th beziehungen.

    klaus

  8. #17
    KlausPith
    Avatar von KlausPith

    Re: Issan-Ladies(Ruffert)

    sind mir auf die schnelle eine schreibfehler unterlaufen.
    ..seine bücher etc.

    klaus

  9. #18
    Chainat-Bruno
    Avatar von Chainat-Bruno

    Re: Issan-Ladies(Ruffert)

    ich kann nur eines dazu sagen.
    wenn es 1984 schon all die bücher und das cybernet mit den foren wie Rami etz. (nittaya ausgeschlossen, hier wird objektiver gepostet, bei mir weiss ich noch nicht)gegeben hätte, ich glaube kaum, dass ich jemals in dieses herliche land gekommen wäre. den zu 95%, dies ist nur meine behauptung, ist alles scheisse, was geschrieben wird.

    c-b
    der im stress ist.

  10. #19
    Avatar von Tschaang-Frank

    Registriert seit
    26.05.2004
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    4.213

    Re: Issan-Ladies(Ruffert)

    Es gibt viele Wahrheiten.
    An Ruffert seiner Darstellung ist nichts auszusetzen - sie ist aber nicht allgemein gültig!

    "Wie lange es der Farang unter den wohnungsmäßigen und hygienischen Verhältnissen eines Thai–Dorfes aushält, hängt von seiner Konstitution ab. Eine Woche dürfte – von Ausnahmen einmal abgesehen – die Schmerzgrenze sein. Dies unter anderem auch deswegen, weil der Farang sich zu Tode langweilt, denn er kann zwar jeden Tag mit der Familie und den Nachbarn saufen, aber sich mit niemanden außer seiner Freundin unterhalten, da kein Mensch englisch spricht."

    Da muß ich ( Ausnahme? ) aber wiedersprechen - ich glaube das es so einige "Ausnahmen" gibt. Nach meinem letzten ( und längstem ) Aufenhalt in unserem kleinem Dorf ( 10 Monate ) woltte ich eigentlich gleich ganz dableiben. -und- es wurde nicht gesoffen ( doch - Sylvester 99/2000 und auf meinem Geburstag ) !!

    Grundsätzlich ist Ruffert sein Ansatz aber wohl richtig - man muß sich schon sehr mit Land und Leuten beschäftigen und verdammt viel eigenes Interesse an dieser Kultur haben um dort zu leben.

    Ich nehme an das die eigene einstellung zur Religion eine große Rolle spielt - ich bin nicht getauft, war nie in der Kirche habe mich aber schon immer für religöse Fragen interessiert. Lange vor dem Gedanken jemals nach thailand zu fliegen bzw . eine Thai zu heiraten - stand ich den Feststellungen Siddarta Goatamas, von allen weltlichen Anschaungen am nähsten. Ich bin der festen überzeugung, wenn mann dieses Land und seine Menschen verstehen will muß man sich intensiv mit dem Buhddismus und seine Geschichte in der Siamesischen Vergangenheit beschäftigen.
    Viele Fragen nach dem " Warum machen sie das so -. warum verhalten sie sich so usw.". werden sich ganz schnell von selbst beantworten.
    Natürlich gehört eine gehörige Portion offenheit, neugier und die Fähigkeit seine eigene Erziehung,Kultur und Denkweise in Frage zu stellen, dazu!

    Frank

  11. #20
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
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    5.556

    Re: Issan-Ladies(Ruffert)

    Hallo Frank,

    Religionen haben in mir bisher eine heftige Gegenreaktion ausgelöst. Da habe ich mich immer sofort in Opposition gesehen. Anders beim Buddhismus.. Natürlich sehe ich darin auch das Religiöse, aber man kann ihn auch als Lebensphilosphie begreifen, weil kein Gott angebetet wird, weder tot noch lebend. Anders als sonst gibt es keine Dogmen.

    Beim Thereveda-Buddhismus, bestimmt ein jeder selbst, wie tief er gehen will bzw. welches Level der "Erkenntnis" man anstrebt. Vielleicht erklärt das auch, das er so viel Zustimmung im Lande findet, ohne daß es Restriktionen gäbe wie in religös geleiteten Ländern, wo sonst nur eine derart umfassende und homogene Religionsverteilung vorzufinden ist.

    Ich habe auch noch nicht viel gelernt, aber ich denke den Schritt vom lärmenden Tourist, der die bunten Tempel als Attraktionern lärmend und respektlos abklappert, ablichtet, ist gemacht, wenn man die Allgegenwart des Buddhismus im Leben der Thai (an)erkennt und respektiert. Ein gläubiger Thai braucht keinen Tempel um Tam Buun zu machen. Das kann jeder immer und überall tun: Gutes den anderen gegenüber.

    Etwas anderes ist der brahmanische Aberglauben der Thai, der die andere Seite der Religiösität der Leute dort ausmacht. Dabei kommt es sehr wohl darauf an, die richtigen Amulette zu haben, an berühmten Schrein zu opfern etc. Es gibt auch buddhistische Mönche die von diesem Aberglauben eine große berühmtheit bekamen. Aber das ist nicht das Wesen des Buddhismus. Das kommt von der Symbiose die Buddhismus und Brahmanismus in den letzten 2544 jahren eingegangen sind.

    Aber wie überall im richtigen Leben klafft die Schere zwischen Ideal und Real etwas auseinander.

    Mit Gruß vom nachdenklichen Jinjok

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