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Hochzeit in Thailand

Erstellt von redfum, 07.06.2004, 09:32 Uhr · 23 Antworten · 3.601 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von JT29

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    Re: Hochzeit in Thailand

    @waanjai

    "Plane auch noch ein paar Tage für den Honey Moon ein. Schließlich seit ihr ja auch noch verliebt oder?"

    Sollte man doch wohl meinen, obwohl, da gibt es auch welche, die dies mit einer Zweckgemeinschaft oder "Betreutes Wohnen" (ja nach Sichtweise) asoziieren

    Ansonsten gute Infos -> kann ich demnächst gut selbst gebrauchen :-)

    Juergen

  2.  
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  3. #22
    Avatar von redfum

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    Re: Hochzeit in Thailand

    Zitat Zitat von waanjai",p="139849
    Ich sehe, Du beginnst den notwendigen Galgenhumor zu entwickeln. Also in diesem Stadium tut sich wirklich nicht mehr viel beim Standesamt...

    Ach ja, ich vergaß noch eins: Plane auch noch ein paar Tage für den Honey Moon ein. Schließlich seit ihr ja auch noch verliebt oder?
    @waanjai

    Danke, super Hilfe

    Für den Honey Moon dachte ich mir, dass ich mit Ihr ein paar tolle Tage in Phuket oder Auf Kho Samui verbringe, aber ich bin natürlich für Vorschläge offen.

    Gruss

    redfum

  4. #23
    Avatar von phimax

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    Re: Hochzeit in Thailand

    Zitat Zitat von redfum",p="139855
    Für den Honey Moon...
    ...kann ich euch Kho Samet empfehlen. Schön ruhig dort, nichts stört eure Zweisamkeit.
    Allein kriegen mich da keine zehn Pferde mehr hin <555>
    Findet ihr zwar bspw. auch noch auf Samui, da sind (wo es ruhig ist) dann imo die Strände nicht so schön.

  5. #24
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Hochzeit in Thailand

    Ein kleiner Nachtrag zur Erläuterung warum die Erteilung eines Ehefähigkeitszeugnisses (EFZ) evtl. verbunden mit der Anerkennung einer vorhergegangenen ausländischen Ehescheidung so ungemein kompliziert bzw. langwierig sein kann.

    1. Befreiung der thailändischen Verlobten von der Beibringung des EFZ durch das OLG (zumindest in den deutschen Flächenstaaten, bei den Stadtstaaten gibt es leicht andere Zuständigkeiten)

    Da Thailand nicht zu den Ländern gehört, die aus deutscher Sicht die Voraussetzungen für die Erteilung von EFZ erfüllen, muß dies in D selbst geschehen. Warum? Der deutsche Staat ist nicht bereit, dem deutschen Verlobten zu erlauben, eine Frau zu heiraten, die womöglicherweise noch mit jemanden anderen verheiratet ist. Sie wollen uns also nicht zu Bigamisten werden lassen

    Die "Befreiung von der Beibringung eines EFZ" durch das OLG besteht darin, daß das OLG via dem Standesamt vom deutschen Teil der geplanten Ehe mit einer Thailänderin die folgenden Urkunden der Thailänderin abverlangt:
    a. Ledigkeitsbescheinigung des Amphoe
    b. Ledigkeitsbescheinigung des Zentralregisteramtes in Bangkok
    in Ausnahmefällen auch noch:
    c. konsularische Unbedenklichkeitsbescheinigung, d.ist eine weitere Ledigkeitsbescheinigung auf der Basis einer eidesstattlichen Erklärung der thailändischen Staatsbürgerin, dass sie nirgends auf der Welt einen anderen Thai in irgendeiner thailändischen Auslandsvertretung geheiratet hat. (Thais können dort heiraten :O )

    Auf der Basis dieser Dokumente stellt das OLG eine gesonderte Bescheinigung für das Standesamt aus. Fixe Gebühr.

    Noch ´mal ganz allgemein: Der deutsche Staat (begründet in seiner Entstehungsgeschichte als Obrigkeitsstaat) läßt uns - eherechtlich - also nicht alles machen, was wir vielleicht wollten.

    2. Anerkennung der thailändischen Scheidung einer evtl. Vorehe in Thailand. Geschieht in den Flächenstaaten wiederum bei den OLG.
    Das OLG Düsseldorf, welches zentral für alle Anerkennungen von ausländischen Ehescheidungen in NRW zuständig ist, beschreibt auf seiner website sehr schön juristisch warum. OLG Düsseldorf [Unter Aufgaben - weitere Verwaltungsaufgaben - Ehesachen)

    "Warum müssen ausländische Scheidungsurteile in der Bundesrepublik anerkannt werden?
    Nach den allgemeinen Grundsätzen des Staats- und Völkerrechts entfalten Urteile und vergleichbare Staatsakte grundsätzlich unmittelbare Rechtswirkungen nur im Gebiet des Staates, in dem sie erlassen worden sind. Jedem Staat steht es frei, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen er ausländische Hoheitsakte anerkennt, soweit er nicht durch Staatsverträge gebunden ist. Auch die Lösung des Ehebandes ist somit nach der Völkerrechtsgewohnheit zunächst nur in dem Staat wirksam, in dem sie vorgenommen wurde. Im deutschen Rechtsbereich gilt eine im Ausland gelöste Ehe weiterhin als bestehend ("hinkende Ehe"). Soll die Ehe auch für den deutschen Rechtsbereich wirksam gelöst sind, bedarf es der förmlichen Anerkennung."

    Uff, dachte ich. Da gilt also meine Verlobte, die in Thailand selbst schon lange geschieden ist, in D solange noch als verheiratet, wie nicht ein deutsches Gericht was anderes gesagt hat. Die alte Ehe bzw. Ehepartner hinkt ihr also immer noch hinterher.

    Genauso war es. Vor der Eheschließung mußten also dem OLG - via dem Standesamt - die Unterlagen eingereicht werden, die belegten, dass sie vorher geheiratet hatte und belegten, dass sie wieder geschieden sei. Da in Thailand die Original-Heiratsurkunden bei einer Scheidung eingezogen werden, heißt dies Vorlage der folgenden Unterlagen:
    a. beglaubigter Auszug aus dem Heiratsregister
    b. geblaubigter Auszug aus dem Scheidungsregister
    c. Scheidungsurkunde.
    Natürlich alles legalisiert und übersetzt !

    In den seltenen Fällen, wo eine Ehe in Thailand NICHT vor dem Amphoe geschieden wird, sondern sogar vor einem Gericht, ersetzt das rechtskräftige Scheidungsurteil den Auszug aus dem Scheidungsregister.

    Die Prüfung erfolgt aufgrund der o.b. 3 Urkunden und es wird insbesondere danach geguckt, ob der Ex-Ehemann, das Scheidungsregister persönlich unterschrieben hat.
    Gebühr: abhängig vom Einkommen des Antragstellers. Soll heißen: überwiegend die thailändischen Frauen

    Wiederum gilt: Der deutsche Staat will nicht zulassen, dass wir evtl. eine immer noch rechtskräftig verheiratete Frau heiraten, obwohl wir dies evtl. wollten.

    Beide Prüfungen laufen unabhängig voneinander. Nr. 1 prüft die Ledigkeit bzw. den Zivilstatus: geschieden; Nr. 2 prüft die Ordnungsmäßigkeit der vorhergegangenen Ehescheidung.
    Wenn die den Zahlungseingang erst abwarten wollen, bevor die Entscheidungen erlassen, kann es schnell 3-4 Wochen pro OLG dauern.

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