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Heiratsvisa - einige Fragen ......

Erstellt von Dukdiknoi, 06.03.2005, 15:54 Uhr · 6 Antworten · 2.549 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Dukdiknoi

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    Heiratsvisa - einige Fragen ......

    Ich möchte nun meine langjährige Freundin aus Thailand endlich heiraten, da ich nun endlich von meiner ersten Frau (auch Thailänderin) geschieden bin.

    Ich habe zwar viele der Berichte in diesem Forum bereits gelesen und auch die Homepage der Deutschen Botschaft in Bangkok durchgelesen – aber man weiss ja nie ob es noch nen Tip gibt, wies schneller oder zumindest absolut sicher ohne Probleme läuft.

    Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass sich einiges in der Zwischenzeit seit meiner letzten Heirat geändert hat – zumal es damals bei mir etwas anders lief als es sich die Behörden vorstellten – denn ich habe es damals tatsächlich geschafft mit dem Touristenvisa meiner Frau in Deutschland zu heiraten – das zudem noch verlängert wurde, damit die Eheschließung stattfinden konnte.

    Nun aber zum wesentlichen:

    Von mir in Deutschland zu erledigen:

    Beantragung des Heiratsvisas bei der zuständigen Ausländerbehörde

    mit folgenden Unterlagen:

    Einkommensachweis
    Wohnraumnachweis

    Hier schon mal eine Zwischenfrage - wars das vorläufig in Deutschland oder fehlt noch was – muß ich vielleicht noch meine Scheidungsunterlagen beim Ausländeramt vorlegen ?

    meine Freundin in Thailand benötigt folgendes:

    ausgefüllter Antrag mit 2 Paßbildern
    Verpflichtungserklärung von mir
    Hausregisterauskunft
    Geburtsurkunde
    Ledigkeitsbescheinigung
    Nachweis einer Krankenversicherung
    Reisepass

    Von allen Unterlagen jeweils 2 Kopien

    Braucht meine Freundin zur Beantragung des Visas bereits meine Unterlagen von der erfolgten Scheidung ?

    Oder muß ich zumindest die Ausländerbehörde von der erfolgten Scheidung unterrichten, denn die müssen ja erst dem Visa zustimmen – und ich kann mir nicht vorstellen, dass die einem Visa zur Heirat zustimmen, wenn ich nach deren ihren Unterlagen noch verheiratet bin (meine Ex Frau ist auch Thailänderin).

    Ich glaube die Unterlagen meiner Freundin müssen zur Beantragung des Visas noch nicht übersetzt sein oder ?

    Die Legalisation der Unterlagen kann auch über die Einreichung der Unterlagen in Deutschland geschehen ?

    Oder sollten die Unterlagen tatsächlich in Thailand zur Legalisation eingereicht werden – nur wann – vor Beantragung des Visas – oder danach oder läuft das ganz sogar ganz einfach pallel ?

    Ich dachte halt dass meine Freundin schneller ihr Visa bekommt, wenn wir die Unterlagen von Deutschland aus legalisieren lassen, denn erst mal haben wir ja in Deutschland ein bisschen zeit zur Verfügung bis zur Heirat.

    Ich hoffe es sind nicht zu viele Fragen auf einmal.

    Vielen Dank schon mal an alle hier im Forum die mir mit einigen Tips weiterhelfen.

    Mur am Rande, ich habe die Suchfunktion bereits genutzt aber auf meine speziellen Fragen keine Antwort finden können.


    Viele Grüße von Dukdiknoi

  2.  
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  3. #2
    Avatar von redfum

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    Re: Heiratsvisa - einige Fragen ......

    Zitat Zitat von Dukdiknoi",p="221347
    Die Legalisation der Unterlagen kann auch über die Einreichung der Unterlagen in Deutschland geschehen ?

    Oder sollten die Unterlagen tatsächlich in Thailand zur Legalisation eingereicht werden – nur wann – vor Beantragung des Visas – oder danach oder läuft das ganz sogar ganz einfach pallel ?
    Hallo Dukdiknoi,

    sie muss ihre Unterlagen inkl. deiner Verpflichtungserklärung und Visaantrag bei der Deutschen Botschaft in BKK abgeben. Dabei wird die Botschaft erst einmal Ihre Unterlagen Prüfen und gleichzeitig legalisieren. Die Legalisierung Ihrer Unterlagen kann nur über die Botschaft in BKK stattfinden und muss auch von der Botschaft im Vorfeld durchgeführt werden. Dies kann bis zu 2 Monate dauern.
    Erst wenn alle Papiere legalisiert sind wird das Ehevisa ausgestellt.

    Gruss

    Redfum

  4. #3
    Avatar von RaDo

    Registriert seit
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    Re: Heiratsvisa - einige Fragen ......

    Zitat Zitat von redfum",p="221574
    Dies kann bis zu 2 Monate dauern.
    Erst wenn alle Papiere legalisiert sind wird das Ehevisa ausgestellt.
    Das war bei uns defintiv nicht so. Die Legalisierung wird für die Heirat (also vom Standesamt) gefordert, für das Heiratsvisum ist sie aber nicht nötig. Üblicherweise wird man die Papiere mit der Beantragung des Visums auch gleich zur Legalisierung einreichen, aber das Visum ist vollkommen unabhängig vom Abschluss der Legalisierung.

    Gruß Ralf

  5. #4
    Schulkind
    Avatar von Schulkind

    Re: Heiratsvisa - einige Fragen ......

    Zitat Zitat von Dukdiknoi",p="221347
    Viele Grüße von Dukdiknoi
    hier hast Du alles was nötig ist um in den Hafen der Ehe einzufahren. Anbei noch einige andere Punkte die eventuell intresant wären. Weitergehende Anfragen mit PM.



    Anmeldung der Eheschließung

    Die beabsichtigte Eheschließung muss bei dem zuständigen Standesamt angemeldet werden. Zuständig ist das Standesamt, in dessen Bezirk einer der Verlöbnispartner seinen Wohnsitz hat. Es müssen dem Standesamt alle für die Eheschließung erforderlichen Papiere vorgelegt werden.

    Von dem/der deutschen Staatsbürger/in:

    Personalausweis oder Reisepass;

    Abstammungsurkunde (beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch);

    Aufenthaltsbescheinigung der Meldebehörde ( nicht älter als 10 - 14 Tage);

    Falls noch minderjährige Kinder in Deutschland leben, ist ein Vermögensauseinandersetzungszeugnis (erhältlich beim zuständigen Familiengericht) notwendig;

    zusätzlich bei Geschiedenen oder Verwitweten:

    Nachweis der letzten Eheschließung (Heiratsurkunde)
    Rechtskräftiges Scheidungsurteil bzw. Sterbeurkunde.

    ______________________________________________
    Von dem/der thailändischen Staatsbürger/in:
    ______________________________________________

    Reisepass;

    Geburtsurkunde (Bai Göd) bzw. Geburtsortsbescheinigung;
    Aufenthaltsbescheinigung der Meldebehörde (nicht älter als 10 -14 Tage);

    Ledigkeitsbescheinigung (Bai Soht) bzw. Familienstandsbescheinigung (Alle früheren Ehen müssen aufgeführt werden. Die Bescheinigung darf nicht älter als 6 Monate ab Ausstellungsdatum sein);

    Auszug aus dem thailändischen Hausregister (Bai ta bien baan);

    Konsularische Eheunbedenklichkeitsbescheinigung die ausweist, dass der/die Ausländer/in während des Aufenthaltes in Deutschland nicht geheiratet hat. Sie kann bei einer zuständigen ausländischen Botschaft oder einem ausländischen Konsulat beantragt werden;

    Ist der/die thailändische Staatsbürgerin noch nicht 20 Jahre alt, so ist die schriftliche Zustimmung der Eltern (Sorgeberechtigten), die vor dem zuständigen thailändischen Bezirksamt (Ampö) abzugeben ist, beizufügen.
    __________________________________________________ _____
    Geschiedene oder Verwitwete müssen zusätzlich folgende Dokumente vorlegen:
    __________________________________________________ _____
    Heiratsurkunde und Scheidungsurteil (Bai Jah);

    Sterbeurkunde (Bai Sia) des früheren Ehepartners;

    Urkunde über eine erfolgte Namensänderung ;

    Ledigkeitsbescheinigung des Zentralstandesamtes in Bangkok
    Anmerkung: Vorzulegen sind Originalunterlagen mit beigefügter deutscher Übersetzung durch einen in Deutschland vereidigten Übersetzer oder eine Übersetzung eines thailändischen Konsulats bzw. einer thailändischen Botschaft.

    ================================================== ==============
    ================================================== ==============

    _ Thailändisches und deutsches Eherecht

    Das thailändische Recht weist Parallelen zum deutschen Recht auf. Die den thai-gesetzlichen Regelungen der Verlobung und des Ehe- und Güterrechts zu Grunde liegenden Wertungen entsprechen durchaus westlicher Auffassung. In Deutschland ist ein Verlöbnis rechtlich ein Vertrag, der ein Gemeinschaftsverhältnis zwischen den Verlobten, den sog. Brautstand begründet. Es gibt keine vorgeschriebene Form, d.h. ein Ringwechsel oder eine öffentliche Bekanntmachung sind ausreichend. Die entstandene Verpflichtung zur Ehe kann aber nicht durchgesetzt oder eingeklagt werden. Ein Verlöbnispartner kann von der Verlobung zurücktreten. Liegt für diesen Schritt kein wichtiger Grund (z.B. Treulosigkeit, eigene schwere Krankheit) vor, können Schadensersatzansprüche des enttäuschten Verlöbnispartners, der Eltern und weiterer Personen gem. §§ 1298, 1299 BGB, z.B. wegen Aufgabe einer beruflichen Anstellung, Bestellung des Aufgebots usw., entstehen. Die sog. Brautgeschenke sind herauszugeben.

    Nach der Heirat sind die Ehepartner in Deutschland einander zur ehelichen Lebensgemeinschaft gem. § 1353 Abs. 1 BGB verpflichtet. Sie tragen füreinander Verantwortung und müssen auf die gegenseitigen Belange Rücksicht nehmen gem. § 1356 Abs. 2 BGB. Geschäftsfähigkeit und bestehende Eigentumsrechte werden durch die Eheschließung nicht verändert. Die Ehepartner können Allein- oder Miteigentümer sein. Mangels anderer Vereinbarung leben sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.


    Thailändisches Eherecht

    Thailändisches Güterrecht gilt, wenn zum Zeitpunkt der Heirat beide Ehepartner in Thailand gelebt haben; auch wenn die Ehepartner inzwischen im Ausland leben. Die Heirat zwischen einem(r) thailändischen Staatsbürger(in) und einem(r) Ausländer(in) kann auf Grundlage des thailändischen Gesetzes oder auch nach dem ausländischen Gesetz des Landes geschlossen werden, in dem die Eheschließung stattfindet. Thailändisches Recht gilt für die Ehe immer dann, wenn die Ehepartner in Thailand leben und unabhängig davon, wo die Heirat stattfand.

    Nach dem thailändischen Gesetz sind die Ehepartner zu gegenseitiger Unterstützung verpflichtet. Aus dieser Verpflichtung ergibt sich wie im deutschen Recht ein gegenseitiger Anspruch auf Leistung von Ehegattenunterhalt, entsprechend der Leistungsfähigkeit und den Lebensumständen der Ehepartner.

    Soweit ein Ehepartner eine Gefährdung seiner körperlichen oder geistigen Gesundheit oder seines persönlichen Glücks durch das Zusammenleben glaubhaft macht, kann er vor Gericht die Trennung beantragen. Das Gericht kann dann, wie im deutschen Recht, einen Trennungsunterhalt festsetzen.

    Anders als im deutschen Recht kann bei Anwendung des thailändischen Rechts ein Ehevertrag über die güterrechtlichen Bedingungen nicht mehr nach der Hochzeit abgeschlossen werden. Ein güterrechtlicher Ehevertrag muss vor der Heirat schriftlich in Anwesenheit von zwei Zeugen abgeschlossen werden und anlässlich der Heirat in ein Heiratsregister eingetragen werden. Jede Bestimmung die gegen die guten Sitten verstößt oder festlegt, dass ausländisches Recht Anwendung finden soll, ist unwirksam. Rechte anderer Personen als der Ehepartner können in dem Vertrag nicht geregelt werden. Nach Eintragung in das Heiratsregister kann der Ehevertrag nur vor Gericht aufgehoben oder abgeändert werden.

    Alle Orginaldokumente müssen selbsverständlich in mehrfacher Kopie vorhanden sein.
    Bei deutschen Kopien sollten sie mit Vergleich der Orginale bei der ausstellenden Behörde gezeichnet werden.

    Bei den thailändischen Kopien genügt es wenn der Inhaber der Orginale mit seinem Namen unterschreibt : Name / Datum

    Gruss, -------------- >>

  6. #5
    cheap_charly
    Avatar von cheap_charly

    Re: Heiratsvisa - einige Fragen ......

    Zitat Zitat von RaDo",p="221604
    Zitat Zitat von redfum",p="221574
    Dies kann bis zu 2 Monate dauern.
    Erst wenn alle Papiere legalisiert sind wird das Ehevisa ausgestellt.
    Das war bei uns defintiv nicht so. Die Legalisierung wird für die Heirat (also vom Standesamt) gefordert, für das Heiratsvisum ist sie aber nicht nötig. Üblicherweise wird man die Papiere mit der Beantragung des Visums auch gleich zur Legalisierung einreichen, aber das Visum ist vollkommen unabhängig vom Abschluss der Legalisierung.

    Gruß Ralf
    Dann hast du Glück gehabt. Bei uns ist es so, das die Ausländerbehörde ihr ok zum Visum erst gibt, sobald die Papiere legalisiert sind. (Kreis Recklinghausen)
    Traurig aber wahr..
    Begründung der Ausländerbehörde: Wenn Sie vorher einreist und hier auf die Papiere wartet, würde ja das Visum ablaufen, :???: falls irgendwas mit der Legalisierung nicht funktionieren würde.
    Es hängt also von der jeweiligen Ausländerbehörde und (wahrscheinlich) auch von der Kompetenz, des jeweiligen Sachbearbeiters ab.

  7. #6
    Avatar von houndini

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    07.11.2004
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    286

    Re: Heiratsvisa - einige Fragen ......

    Hi, die aufgeführten Papiere kommen mir bekannt vor.
    Ich würde allerdings empfehlen erstmal zum Standesamt zu gehen und mir dort einen "Laufzettel" geben lassen. Je nach Standesamt werden durchaus unterschiedliche Unterlagen verlangt, aber im Prinzip gilt - je mehr man hat desto besser.

    Für die Konsularische Ehebescheinigung braucht man spätestes: Ledigkeitsbescheinigung, Geburtsurkunde, Auszug Zentralregister und Auszug Hausregister. Auf der Homepage von Frankfurt erzählen sie einem leider nur die Hälfte und auch das Formular ist nicht mehr aktuell.

    Hat man sämtliche Unterlagen beisammen incl. Übersetzung und Legalisierugn, dann geht es wieder aufs Standesamt.
    Die Drucken einem dann einen Zettel für die Ausländerbehörde aus.

    Diesen Zettel plus. Verdienstbescheinigung der letzten drei Monate, Bescheinigung über ausreichendem Wohnraum (in München 12qm a Nase), Arbeitsbescheinigung, Kopie der Verpflichtungserklärung bei der Ausländerbehörde einreichen. Die Nicken dann im Regelfall die Sache gleich ab. Dann kann man gegen Gebühr ein Fax an die Botschaft in BKK schicken lassen und erhält innerhalb von 2-3 Werktagen das Visa für die Einreise.

    Ach ja die Papiere (ausser Standesamt) kann man natürlich schon vorher bei der Behörde abliefern.

    Ich habe es vor drei Monaten so gemacht.
    Das ganze Prozedere lief so in München. Da es aber je nach Stadt unterschiedlich sein kann, auf jeden Fall Standesamt und Ausländerbehörde im Vorfeld kontaktieren.

    Gruß Houndini

  8. #7
    Avatar von JT29

    Registriert seit
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    8.283

    Re: Heiratsvisa - einige Fragen ......

    Well, als Flitterwoechner (lol) ist alles noch relativ frisch, wobei wir eben nicht den Weg des Heiratsvisum gegangen sind, sondern ueber die Aufenthaltsbewilligung (Sprachvisum).

    Anyway, ein ganz toller Ratgeber ist bei Kieswow runterzuladen: www.thailaendisch.de

    Ansonsten scheinen die ABs wohl wieder eine eigene Suppen zu kochen, bei uns in der Provinz ginge das Visum auch ohne die Legalisierung - zur Not haette sie auch hierbleiben koennen, wenn die Papiere nicht fertig werden (Para 69 o.ae.). Zumindest hat meine Frau ein Papier bekommen, worin stand, dass die die Aufenthaltserlaubnis beantragt hat uns es ihr somit erlaubt ist, weiterhin im Bundesgebiet sich aufzuhalten.... aber andere ABs, andere Sitten.

    Chock die und Gruss aus dem heissen Ban Phai (Isaan)

    Juergen

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