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Heiraten in Thailand oder Deutschland? Vor/Nachteile

Erstellt von Tyler, 15.11.2011, 06:37 Uhr · 82 Antworten · 11.250 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Nokgeo Beitrag anzeigen
    Welches Urteil ? Link?
    BVerwG: Keine Freizügigkeit drittstaatsangehöriger Ehegatten Deutscher nach Eheschließung in Dänemark | Nachrichten Rechtsprechung

    oder das Urteil direkt z.B. BVerwG 1 C 17.09

    eine ALB kann trotzdem davon absehen. Es ist halt eine Wertentscheidung, die ein VerwG vermutlich kaum kippen wird, wenn die Behörde das nachholen des Visaverfahrens fordert.

  2.  
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  3. #42
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Und keiner merkt etwas? Oder nur dumme Schalterbeamte? Aber was soll's. Diese Ehen werden wohl ohnehin überproportional schnell geschieden. Wer sollte sich da noch die Mühe machen, und die Vorschriften einhalten?
    es geht nicht darum, ob jemand was merkt. Eher darum - was man dem Antragsteller beweisen kann.
    Wenn du mit fertig übersetzten und beglaubigten Dokumenten der Ehefrau einreist, wirst du schwerlich behaupten können, das du dich erst nach Ankunft der Thai in sie verliebt hast. :-)
    Also dann schon besser ohne vorher übersetzte Dokumente einreisen, die Dokumente erst danach von Kiesow odere anderen übersetzen und zuschicken lassen - dann hat man schon mal bessere Karten. Was die Schalterbeamtin letztendlich denkt, interessiert ev. einen Reisbauern in China, dem der Sack umgefallen ist.
    Die Beamtin wird so entscheiden, wie ev. ein Gericht nach einem Einspruch der Ablehnung. Gerichte entscheiden nach Beweislage oder in dubio pro reo

    Denn sie hat nach den Feststellungen im Berufungsurteil bei der Beantragung des Schengen-Visums angegeben, nur zu Besuchszwecken einreisen zu wollen, obwohl sie von vornherein dauerhaft in Deutschland bleiben wollte. Da sie über die Rechtsfolgen falscher Angaben belehrt worden ist, hat sie einen Ausweisungsgrund verwirklicht (§ 55 Abs. 2 Nr. 1 AufenthG).
    genau hier liegt das Problem, das ich vorher beschrieb.
    Sie hat falsche Angaben gemacht und die Heirat war schon geplant, bevor sie einreiste. Das muss eben lückenlos bewiesen werden, das dem nicht so war.

    Einreise also normal mit Reisepass, dann nach ca. einem Monat beginnen Papiere in TH übersetzen zu lassen (von Mutter zu Kiesow o.ä)
    Noch besser wäre es, wenn die Thai gar nicht den Freund als Einlader angibt, sondern eine Verwandte, Freund des Freundes, Bekannte usw. - dann hat man sich eben erst in Deutschland kennengelernt und sich verliebt und schon ist der o.g. Teil des Urteils
    hinfällig :-)

    Wenn die Behörden tricksen (siehe EFZ in Thailand, was kein Amphoe verlangt) - dann zu Recht auch die Bürger.

  4. #43
    Avatar von franky_23

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    bukeo,

    lies dir doch mal das Urteil durch. Deine Variante die Dinge nachsenden lassen und in DK heiraten ist auch nicht sicher von Erfolg gekrönt, genauso wenig wie die andere mit dem Mitbringen des Urteils.

    Rechtlich möglich ist es nur wenn man in D heiratet. Dazu hat das BVerwG Stellung genommen und erklärt, da in D die Ehevoraussetzungen anders geprüft werden.

    Auch der Umstand, dass Thailand weiter weg ist als die Ukraine oder Afrika dürfte keinen nennenswerten Unterschied machen.

  5. #44
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    bukeo,

    lies dir doch mal das Urteil durch. Deine Variante die Dinge nachsenden lassen und in DK heiraten ist auch nicht sicher von Erfolg gekrönt, genauso wenig wie die andere mit dem Mitbringen des Urteils.

    Rechtlich möglich ist es nur wenn man in D heiratet. Dazu hat das BVerwG Stellung genommen und erklärt, da in D die Ehevoraussetzungen anders geprüft werden.

    Auch der Umstand, dass Thailand weiter weg ist als die Ukraine oder Afrika dürfte keinen nennenswerten Unterschied machen.
    ja, ich denke hier sicherlich juristischer.
    Würde ich nochmals heiraten, so würde mich sicherlich nicht interessieren - ob Deutschland mit meinem Weg einverstanden ist. Ich würde mich notfalls durch alle Instanzen klagen. Ich musste auch bei meiner Heirat in D mit Anwalt und Gericht drohen - als sie meiner Frau das Visa verweigern wollten.
    Da hättest du sehen müssen, wie schnell der Abteilungsleiter der AB gerufen wurde und 5min später hatte ich das Visa.
    Aber jeder hat nicht sämtliche Gesetzbücher zur Hand und ist informiert - für solche empfehle ich auch, den normalen Weg zu gehen oder ein sich von Experten beraten zu lassen.
    Keine AB liebt es, mit Anwälten korrespondieren zu müssen bzw. Vertreter zu Gerichtsterminen abzustellen.

    Ich bin immer anfangs sehr höflich und freundlich, wenn ich mit einem Amt zu tun habe - nur merke ich, das die mich über den Tisch ziehen wollen, dann schalte ich auch um. Bis her gottseidank immer erfolgreich.

  6. #45
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    ja, ich denke hier sicherlich juristischer.
    Würde ich nochmals heiraten, so würde mich sicherlich nicht interessieren - ob Deutschland mit meinem Weg einverstanden ist. Ich würde mich notfalls durch alle Instanzen klagen. Ich musste auch bei meiner Heirat in D mit Anwalt und Gericht drohen - als sie meiner Frau das Visa verweigern wollten.
    Da hättest du sehen müssen, wie schnell der Abteilungsleiter der AB gerufen wurde und 5min später hatte ich das Visa.
    Aber jeder hat nicht sämtliche Gesetzbücher zur Hand und ist informiert - für solche empfehle ich auch, den normalen Weg zu gehen oder ein sich von Experten beraten zu lassen.
    Keine AB liebt es, mit Anwälten korrespondieren zu müssen bzw. Vertreter zu Gerichtsterminen abzustellen.

    Ich bin immer anfangs sehr höflich und freundlich, wenn ich mit einem Amt zu tun habe - nur merke ich, das die mich über den Tisch ziehen wollen, dann schalte ich auch um. Bis her gottseidank immer erfolgreich.
    Was hat dies juristisch zur Sachlage beigetragen? Juristisch kaum zu beanstanden ist die Forderung einer ALB das Visaverfahren nachzuholen - zumindest beim Antrag auf familiäre Aufenthaltstitel.

    Nach meinem Kenntnisstand, zicken viele ALB´s selbst wenn jemand in D lebt und eine Duldung hat.

  7. #46
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Was hat dies juristisch zur Sachlage beigetragen? Juristisch kaum zu beanstanden ist die Forderung einer ALB das Visaverfahren nachzuholen - zumindest beim Antrag auf familiäre Aufenthaltstitel.
    ich habe mich intensiv, mit Beihilfe von Anwälten mit dieser Materie beschäftigt. Deutschland weicht in vielen Dingen sehr stark vom internationalen Gesetzen ab, das eben nicht jeder akzeptiert. Da das internationale Recht über dem deutschen Recht steht hat D, wie andere Länder auch, das internationale Recht zu akzeptieren, ob es denen beim AB passt oder nicht.

    Nach meinem Kenntnisstand, zicken viele ALB´s selbst wenn jemand in D lebt und eine Duldung hat.
    du musst davon ausgehen, das der einfache AB-Beamte nicht allzuviel Ahnung hat. Der hat seinen vorgegeben Anforderungs-Katalog und nach diesem richtet er sich.
    Hast du nun aber spezielle Wünsche - so wird der einfache Beamte kein Risiko eingehen und erstmal ablehnen. Nun dazu verlangt man halt dann einen klagefähigen Bescheid und geht eine Stufe höher. Meist geben sie dann den Fall aber sowieso an den Abteilungsleiter ab und man kann sich dann ev. mit diesem einigen.
    Also: never give up...

  8. #47
    Avatar von michael59

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    Es ist doch kein Problem nochmals auszureisen und dann den Antrag auf Famzusammenfürungsvisum zu stellen. Ein gemeinsamer Besuch der ALB mit der Ankündigung das bald ein entsprechender Antrag bei ihnen eingeht und sie bereits jetzt die Möglichkeit haben alle Unterlagen ( A1/Heiratsdukument) zu prüfen und wenn sie Fragen haben diese jetzt schon zu stellen, sollte doch alle Weichen auf Grün stellen und eine schnelle Bearbeitung sicher stellen. Wenn man da auftaucht und bei denen alle roten Signale angehen ( Visumsmissbrauch zu Daueraufenthalt/Scheinehe) macht man denen Probleme und sich auch. Schließlich ist Thailand ja kein Bürgerkriegsgebiet öÄ und ein paar Tage in Thailand sind nicht unzumutbar. Kostenfrei ist auch ein Anwalt nicht, den man mit Sicherheit sonst braucht.

  9. #48
    Avatar von franky_23

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    @ michael
    zum Klagen braucht niemand einen Anwalt. Die Rechnung ist ganz einfach. Jeder Monat mit doppelter Haushaltsführung und späterer Arbeitsaufnahme in D, in Verbindung mit den Kosten für Reisen nach Thailand zur Aufrechterhaltung der Lebensgemeinschaft relativieren die Kosten für einen Anwalt.

    @ bukeo,

    da musst schon genauer werden. Die EU akzeptiert beim Familiennachzug, dass jedes Land für seine Bürger eigene Regeln aufstellt. D betreibt eine Inländerdiskrimminierung, da streitet auch niemand ab. Teilweise wird ja das neudeutsche Wort "Staatsrassismus" ins Spiel gebracht. Den was sagt die Begründung der Richter aus, wenn sie es dem Gesetzgeber überlassen für unterschiedliche Gruppen, Deutsche - EU´ler, und unterschiedliche Fallgruppen von Drittstaatlern jeweils andere Maßstäbe für den Zuzug anlegen.

    Sicher scheint, dass sich die dt. Verwaltungsgerichtsbarkeit beim Sprachnachweis vergaloppiert hat. Das Bundesverwaltungsgericht, hat den Sprachnachweis und somit die eigene Entscheidung als klärungsbedürftig eingestuft.

  10. #49
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von michael59 Beitrag anzeigen
    Es ist doch kein Problem nochmals auszureisen und dann den Antrag auf Famzusammenfürungsvisum zu stellen.
    für manche schon. Nicht alle haben noch genug Urlaub, nicht alle haben genug Kohle - aber viele haben eine Rechtschutzversicherung :-)

  11. #50
    Avatar von franky_23

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    die RS greift bei Ausländerrecht?

    genauere Details kommen immer noch nicht.

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