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Heiraten nach deutschem oder thailändischem Recht?

Erstellt von hucher, 07.04.2012, 15:20 Uhr · 50 Antworten · 5.901 Aufrufe

  1. #11
    Antares
    Avatar von Antares
    Wenn nach Thailändischen Recht geheiratet wird, und der Mann geht in die ewigen Jagdgründe, ist dann die Thailändische Witwe auch versorgungsberechtigt bei der deutschen Rentenversicherung und der Pensionskasse der Firma des Mannes?

    M.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Teddy

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    Wenn nach Thailändischen Recht geheiratet wird, und der Mann geht in die ewigen Jagdgründe, ist dann die Thailändische Wittwe auch versorgungsberechtigt bei der deutschen Rentenversicherung und der Pensionskasse der Firma des Mannes?

    M.
    aber auch nur, wenn die Ehe bei der deutschen Botschaft registriert ist und nicht in einem eheähnlichen Verhältnis mit einem neuen Partner steht

  4. #13
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    Wenn nach Thailändischen Recht geheiratet wird, und der Mann geht in die ewigen Jagdgründe, ist dann die Thailändische Witwe auch versorgungsberechtigt bei der deutschen Rentenversicherung und der Pensionskasse der Firma des Mannes?
    Prinzipiell ja, wenn die Ehe auch in D registriert ist. Wie sonst soll es ja auch der dt. Rententräger davon wissen.
    Dann muß geprüft werden, welcher Rententräger Witwenrenten zahlt. Zahlt dies auch die betriebliche Zusatzversicherung?
    Schließlich müssen auch die rein rentenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein:
    Der Mann muß bis zum 65. Lebensjahr heiraten (Versorgungsehen des 80-jährigen mit der 20-jährigen Pflegekraft wollen die Deutschen nicht mehr alimentieren.
    Die Frau muß beim Versorgungsfall entweder 46 Jahre alt sein, um die große Witwenrente zu bekommen
    Oder die Witwe muß gemeinsame Kinder großziehen.

    Der Spruch "Wenn ich mal sterbe, wirst Du gut versorgt sein" ist zwar sehr beliebt, aber leider in vielen Einzelfällen falsch.

  5. #14
    Avatar von michael59

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Prinzipiell ja, wenn die Ehe auch in D registriert ist. Wie sonst soll es ja auch der dt. Rententräger davon wissen.

    Kann auch noch nachgeholt werden, über die Botschaft wird die Echtheit der Urkunde bestätigt, übersetzt von einem Übersetzer der auf der Botschftsliste steht und dann witer wie richtig beschrieben:
    Dann muß geprüft werden, welcher Rententräger Witwenrenten zahlt. Zahlt dies auch die betriebliche Zusatzversicherung?
    Schließlich müssen auch die rein rentenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein:
    Der Mann muß bis zum 65. Lebensjahr heiraten (Versorgungsehen des 80-jährigen mit der 20-jährigen Pflegekraft wollen die Deutschen nicht mehr alimentieren.
    Die Frau muß beim Versorgungsfall entweder 46 Jahre alt sein, um die große Witwenrente zu bekommen
    Oder die Witwe muß gemeinsame Kinder großziehen.
    Bei der Botschaft muss nichts registriert sein- eheähnliches Verhältnis spielt meiner Kenntnis nach auch keine Rolle: denken wir doch nur an die berühmte Narumol- die eben nur katholisch heiratete und der schlaue bäuerliche Ehemann weiter von der Witwenrente partizipieren kann.

  6. #15
    Avatar von hucher

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    29
    Sorry für das Missverständnis!

    Ja, die Links funktionieren, nur der Inhalt geht am Thema vorbei. Auf diesen Seiten ist erklärt wie die Heirat in Thailand abläuft. Vor allen Dingen wird erklärt welche Unterlagen man benötigt.

    Mich interessiert aber das thailändische Eherecht. Wo kann man das in Deutscher Sprache nachlesen. Ich möchte mich doch über meine Rechten und Pflichten erkundigen, bevor ich mich entscheide nach deutschem oder thailändischem Eherecht/Güterrecht zu heiraten.

    Auf einigen Internetseiten habe ich gelesen, dass nach thailändischen Eherecht der Ehepartner viel mehr befugt ist über das Vermögen des Ehepartners zur Verfügung auf anderen Internetseiten habe ich gelesen, dass der Ehepartner über das Privatvermögen des anderen nach thailändischem Recht gar nicht verfügen kann.

    Also zwei völlig unterschiedliche Aussagen.

    Daher möchte ich wissen, wo ich mir das thailändische Eherecht/Güterrecht durchlesen kann.

  7. #16
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von wansuk Beitrag anzeigen
    Wenn du in Thailand heiraten möchtest gilt natürlich nur das thailändische Recht, oder was hast du erwartet.
    Sorry, aber in dieser Absolutheit ist das Unsinn.

    Hucher, wenn ihr in Deutschland lebt, dann spielt ohenhin das deutsche Recht eine Rolle, egal wo und nach welchem Recht ihr geheiratet habt.

  8. #17
    Avatar von khid

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    173
    Ich bin kein Anwalt - und, wenn Du sicher gehen willst, dann such Dir einen, der sich mit beiden Rechtsystemen auskennt.

    Dennoch kann ich aus eigener Erfahrung folgendes berichten:

    1. Auch, wenn lt. thailändischem Recht der Ehemann evtl. "besser gestellt" sein sollte als in D (was ich ernsthaft bezweifle, wenn man die "Zugewinnregelung" der "historisch kulturellen" Überlieferung der "Thai-Ehe" betrachtet); würde ich aus Gründen der Rechtssicherheit in D heiraten - mit Ehevertrag.

    2. Die Ehe MUSS in beiden Ländern offiziell ins Eheregister/Meldebehörde eingetragen werden, wenn sie in beiden Ländern vollkommene Rechtsgültigkeit erhalten soll. Stichwort: Rente/Erbe/Vermögen in D/TH!

    3. In meinen Augen ist hier übrigens auch ein "Indikator" zu finden, nachdem man ansatzweise beurteilen kann, wie "ernst" es Deiner Verlobten mit Dir ist!
    Denn: Wenn die Ehe in TH eingetragen wird - und sie zudem noch Deinen Familiennamen in TH annimmt, ist´s ihr vermutlich wirklich ernst - und sie ist vermutlich auch "unbelastet" (Kinder aus früherer Beziehung?!).
    Verweigert sie diesen Schritt, kann das bedeuten, dass sie einen anderen Plan hat...

    Der Punkt ist: Wird die Ehe nicht in beiden Ländern offiziell eingetragen, bewegt sich dieses Konstrukt u.U. auf "dünnem Eis" - etwa dann, wenn die Frau einfach von D nach TH "abhaut" und Du Dich von ihr in TH scheiden lassen willst, kann es problematisch werden, wenn TH nix von eurer Heirat weiß! Das dauert dann lange und wird richtig teuer...
    Eben solche "Probleme" dürfte es mit den Aufenthaltsgenehmigungen/ (Schengen-)Einreisevisa des jeweils sich im Ausland befindlichen Partners geben (also mit ihr in D und Dir in TH)!

    Aber, wie oben schon gesagt: Anwalt suchen, wenn Du 100% auf Nummer sicher gehen willst.

  9. #18
    Avatar von JT29

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    zu 1. Hucher will in TH heiraten und dann in DE leben (#1). Dies bedeutet, dass er nach TH-Recht heiratet, aber im Falle einer evtl. Scheidung noch nach DE-Recht geschieden wird, weil hier in DE der Lebensmittelpunkt ist.

    Zugewinngemeinschaft heisst, dass im Falle einer Scheidung nur die gemeinsam beschafften/erstellten Werte geteilt werden, alle anderen Vermögensteile die vorher in die Ehe eingebracht wurden sowie Erbschaften bleiben aussen vor. Dazu brauche ich auch kein Ehevertrag, denn dieser ist nur in bestimmten Fällen sinnvoll; die meisten brauchen gar keinen. Späterstens wenn Kinder im Spiel sind, sieht alles ganz anders aus. Dazu geht man auch nicht zu einem RA, sondern zu demjenigen, der solche Verträge auch letztlich beurkundet - der Notar.

    zu 2.
    Das ist falsch. Für DE reicht eine übersetzte und legalisierte Heiratsurkunde völlig aus, man muss sich hier nicht in das Eheregister eintragen lassen. Man kann es, wenn man zusätzlich Wert auf eine "deutsche" Heiratsurkunde legt.

  10. #19
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Sorry, aber in dieser Absolutheit ist das Unsinn.

    Hucher, wenn ihr in Deutschland lebt, dann spielt ohenhin das deutsche Recht eine Rolle, egal wo und nach welchem Recht ihr geheiratet habt.
    Yep.

    Eine Ehe in Thailand wird natuerlich nach thailaendischem Recht geschlossen, ist aber international rechtsgueltig ohne dass es einer Anerkennung der deutschen Justizverwaltung bedarf. Ergo ein Deutscher hat eine in Deutschland rechtsgueltige Ehe geschlossen mit allen Rechten und Pflichten nach deutschem Familienrecht, da er ja deutscher Staatsbuerger ist. Nennen wir es so, ein Deutscher unterliegt grundsaetzlich Heimatrecht und zwar solange, wie er noch die deutsche Staatsbuergerschaft innehat. Halbschwanger geht nicht, auch nicht bei einer nach deutschem Recht gueltigen Eheschliessung im Ausland.

    Ein deutscher Beamte kann niemals nach auslaendischem Recht handeln und somit wird auch eine im Ausland geschlossene Ehe nicht in das thailaendische Eheregister mittel Protokoll KorRor2 aufgenommen sondern es wird lediglich ein Protokoll KorRor22 angelegt, dass besagt, dass eine Eheschliessung mit einem thailaendischen Staatsbuerger im Ausland erfolgt ist. Die rechtlichen Belange, die hieraus entstehen, sind dem thailaendischen Beamten nicht bekannt, wie koennten sie es auch. Somit koennte er auch nie eine Ehe nach auslaendischem Recht in Thailand schliessen sondern eben noch nach den lokalen Vorschriften. Ist doch eigentlich ganz logisch.

    In Sachen Gueterrecht sagt das thailaendische Gesetz folgendes aus: Gueter, die sich auf thailaendischem Boden befinden werden nach thailaendischem Recht gehandhabt und Gueter, die sich auf auslaendischem Boden befinden nach dem jeweiligen auslaendischen Recht. Somit ist dann auch eine Klausel, dass in Bezug auf Gueter nur ausschliesschlich deutsches oder thailaendisches Recht zum Tragen kommt grundsaetzlich unzulaessig und diese Passage muss aus einem bei der Eheschliessung in Thailand mit eingereichten Ehevertrag gestrichen werden. Quelle: Eigene Erfahrung beim Standesamt Bang Rak wo, der Standesbeamte mir vor ein paar Jahren sogar den entsprechenden thailaendischen Gesetzestext zeigte.

  11. #20
    Avatar von wansuk

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    Beiträge
    968
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Sorry, aber in dieser Absolutheit ist das Unsinn.
    Verstehe ich nicht ganz? Ich stehe auf dem Schlauch.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Yep.

    Eine Ehe in Thailand wird natuerlich nach thailaendischem Recht geschlossen...
    Was gegenteiliges habe ich doch nicht geschrieben!

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