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Heiraten in Bang Rak, ohne Überbeglaubigung?

Erstellt von berliner35, 02.05.2011, 04:43 Uhr · 67 Antworten · 7.291 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von berliner35

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    Heiraten in Bang Rak, ohne Überbeglaubigung?

    Meine Frage an das Standesamt 1 Berlin,ist eine Ehe geschlossen im Amphö Bang Rak
    Rechtskräftig,die Brautleute der Empfehlung der Botschaft folgen und sich die Konsularbescheinigung vom Thai Außenministerium nicht überbeglaubigen läßt?
    Entgegen der Thaigesetzgebung?Das Amphö Bang Rak die Eheshließung vornimmt,nur mit der Konsularbescheinigung der Botschaft.

    Antwort des Standesamt 1 Berlin.as Standesamt 1 in Berlin darf nur im Rahmen der gesetzlichen vorgesehenen Anträgen in einer Zuständigkeit tätig werden.Es hat weder Aufsichtsfunktionen noch gutachterlicher Tätigkeiten ausüben.

    Die einschägigen Rechtsvorschriften für die Ehescließung im Ausland ist Ihnen nach Ihren Ausführungen bereits bekannt.

    Zur Beurteilung einer im Ausland geschlossenen Ehe ist das deutsche Internationale Privatrecht heranzuziehen.Hierbei handelt es sich um den Art.11 Abs.1 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB),in dem wie folgt ausgeführt wird.
    "Ein Rechtsgeschäft ist formgültig,wenn es dir Formerfordernisse des Rechts,das auf das seinem Gegenstand bildende Rechtsverhältnis anzuwenden ist,oder des Rechts des Staates erfüllt,in dem es vorgenommen wird."

    Folglich ist eine Ehe,die im Ausland nach dortigen Recht gültig geschlossen wurde und nicht gegen den deutschen "ordre public"verstößt,als gültig anzusehen.

    Die Beurteilung,ob eine gültige Eheschließung vorliegt,hat durch jede inländische Stelle für ihren Zuständigkeitsbereich selbst zu erfolgen.

    Der Nachweis der Gültigkeit nach dem ausländischen Recht obliegt dabei jedoch immer den Eheleuten.

    Des weiteren entnehme ich Ihren Ausführungen dass es Ihnen freisteht,sich die Urkunden von den thailändischen Stellen mit Überbeglaubigung versehen zu lassen,da diese von den Besitzern der Urkunden und nicht von den deutschen Auslandsvertretung einzuholen sind.

    Sollen Sie genauere Auskünfte über den Inhalt der Homepage der Botschaft Bangkok benötigen,empfehle ich Ihnen eine direkte Anfrage.
    Die Botschaft erhält eine Durchschrift zur Orientierung zur Kenntnis.

    Ich hoffe,Ihnen mit diesen Ausführungen weitergeholfen zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen Wilß Standesbeamtin

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Franky53

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    also uns ist in Bangrak gesagt worden ,dass sie die Konsularbescheinigung auf Thai überstetzt haben wollen und vom Ministery of Forneig Affairs überbeglaubigt.

    Warum aber ein Staat , ob Österreich oder Deutschland , die Ehe nicht anerkennen sollte ,wenn die Amphoe das nicht verlangt ,entzieht sich meinem Verständnis.

    Oder meinst du die schreiben hinten auf die Heiratsurkunde drauf : Achtung ,wir haben sie ohne Überbeglaubigung der Konsularbeinigung durch das Ministery of Forneig Affairs heiraten lassen.

  4. #3
    Avatar von michael59

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    Du scheinst nicht in der lage zu sein die Ausführungen der Dame vom OLG zu verstehen.
    Ich kann das nachvollziehen.In gleichgelagerten Fällen nimmt man jedes Argument/Hinweis/Auskunft usw. nur noch so war, das der eigene Standpunkt bestätigt wird. Alles andere wird verdrängt. Deshalb werde ich auch nicht versuchen noch was zu erklären. Es ist zwecklos.

  5. #4
    Avatar von Franky53

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    Hast du jetzt mich gemeint. wo steht da was von einer Dame vom OLG geschreiben.

    und was heist " nur noch so war"

  6. #5
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von berliner35 Beitrag anzeigen

    Folglich ist eine Ehe,die im Ausland nach dortigen Recht gültig geschlossen wurde und nicht gegen den deutschen "ordre public"verstößt,als gültig anzusehen.
    ja, so sehe ich das auch. Aehnlich wurde es von unserem Anwalt in Berlin bestaetigt.

  7. #6
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    .... Aehnlich wurde es von unserem Anwalt in Berlin bestaetigt.
    Worin bestand denn der Unterschied zur referenzierten Aussage?

  8. #7
    Avatar von franky_23

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    Ich wüsste nicht, dass bei uns eine Überbeglaubigung vom thailändischen Aussenministerium nötig war.

    Die Deutsche Botschaft erstellt das konsularische EFZ auf Deutsch und Thailändisch unter Vorlage des deutschen EFZ vom hiesigen Standesamt. Damit ist gut. Der Vorteil ist, dass bei diesem Verfahren auf Grund der intensiven Zusammenarbeit des Amphoe und der Botschaft kein deutsches Scheidungsurteil übersetzt werden muss und auch die Legalisationsersatzbescheinigung innerhalb kurzer Zeit erledigt ist.

    Die geschlossene Ehe wird anerkannt. Weil das Thailändische Aussenministerium das kons. EFZ nicht überbeglaubigte hat nichts mit der Rechtmäßigkeit der Eheschließung zu tun. Die Ehe wird in D eingetragen und fertig.

  9. #8
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Die Ehe wird in D eingetragen und fertig.
    Noch einmal: Wozu?

  10. #9
    Avatar von franky_23

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    Wenn du als expat in Thailand lebst, mag das sekundär sein.

    Wenn du in D lebst und jede Behörde für sich anerkennen muss ob du non verheiratet bist oder nicht, da z.B. die Ehe nicht in D eingetragen ist, dann veranstaltest du einen Behördenmarathon. Auch ist die nötig, wenn du mit deiner Holden eine AE für D willst, ohne Meldung keine AE. Bei unterschiedlichem Ehestand zwischen Antrag, Meldestelle und Pass bekommst die Frau Probleme mit dem Identitätsnachweis.

  11. #10
    Avatar von berliner35

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Ich wüsste nicht, dass bei uns eine Überbeglaubigung vom thailändischen Aussenministerium nötig war.

    Die Deutsche Botschaft erstellt das konsularische EFZ auf Deutsch und Thailändisch unter Vorlage des deutschen EFZ vom hiesigen Standesamt. Damit ist gut. Der Vorteil ist, dass bei diesem Verfahren auf Grund der intensiven Zusammenarbeit des Amphoe und der Botschaft kein deutsches Scheidungsurteil übersetzt werden muss und auch die Legalisationsersatzbescheinigung innerhalb kurzer Zeit erledigt ist.

    Die geschlossene Ehe wird anerkannt. Weil das Thailändische Aussenministerium das kons. EFZ nicht überbeglaubigte hat nichts mit der Rechtmäßigkeit der Eheschließung zu tun. Die Ehe wird in D eingetragen und fertig.
    Du kannst deine Eheschließung in Deutschland nach Artikel 7 § 1 FamRAndG eintragen lassen.
    Aber der Rententräger kann einen Beweis verlangen,das die Ehe in Thailand nach der Rechtsgültigen Gesetzgebung geschlossen wurde.

    Diesen Beweis muß die Witwe führen,die Eintragung beim Standesamt ist kein Rechtsbeweis!!!!!

    Ein Rechtsbeweis ist, vom Heiratsamphö sich alle Copien mit Stempel und Eintrag ins Heiratsregister zu Beschaffen.
    Fehlt bei diesen Heiratspapieren die Überbeglaubigung durch das Thaiaußenministerium ist Eheschließung in Deutschland und Thailand nicht Rechtsgültig, nach der Thaigesetzgebung eine nicht gültige Eheschließung.

    Denkt hier jemand,die DRV in Deutschland hat keine Kenntnis von der Eheschließung in Bang Rak?

    Stellt nun eine Witwe den Antrag auf Hinterbligenenrente,wird die Forderung kommen den Nachweis der Rechtsgültigkeit der Heirat zu fordern.Kann der nicht erbracht werden,keine Witwenrente.

    Hier schreiben einige,meine Ehe wurde in Deutschland auf dem Standesamt registriert,das hat keine Beweiskraft!
    Diesen Leuten geht die Versorgung ihrer Witwe am A..vorbei,trotz diesem Forum mit der Gestzlichen Grundlage für Deutschland.
    Sie sind zu Faul sich über die Gesetzeslage zu informieren.
    Die Angst,wie geht es weiter,was kann ich machen?
    Dabei stehen ihnen 2 Wege offen.In Thailand die Ehe anulieren lassen,oder das über Deutschland zu machen!

    Das Standesamt hat die Rechtsgültigkeit ebend verschlafen!
    Jede Stelle in Deutschland kann die Rechtsmäßigkeit für sich allein Entscheiden.

    Zu der Entscheidung,ob es eine Rechtsgültige Eheschließung gab,nach Art.11 Abs.1 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB)
    alle überwiegend geführt von der DRV Deutschland,kann man hier mal schauen!

    "BVerwG.Beschluß vom 02.06.2008 - 6B 17.08"
    Keine Formgültige Eheschließung,keine Witwenrente.
    In diesem Urteil werden noch Gerichtsbeschlüsse von anderen Gerichten aufgeführt zu dem Thema Art 11Abs 1 (EGBG)

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