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Heirat ohne EFZ in Thailand - Anleitung

Erstellt von gehfab, 15.05.2010, 05:57 Uhr · 328 Antworten · 38.160 Aufrufe

  1. #151
    Avatar von franky_23

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    Tramaico, das ist ja alles schön und gut. Doch dann könnte dies sehr wohl mit den Menschenrechten der Europäischen Kommission in Konflikt geraten.

    1. Die Ortsform wurde gewahrt.
    2. Dann würde dies zu einem Eheasylsystem führen. Sprich, wenn der Deutsche die EU Freizügigkeit wahrnimmt, z.B. wiederholt einen weiteren Wohnsitz im Schengen(EU) Ausland hat, dann hat er sicherlich von der Freizügigkeit Gebrauch gemacht. Dann gelten die EU Regeln. Dann könnten sich z.B. Eheasylkommunen in Polen, in A, in CZ, F, NL etc. entstehen.
    3. Auch ist nicht unbedingt ersichtlich, dass die Hürden irgendeinen Nutzen haben - ausser einem Arbeitsbeschaffungsprogramm für die Behörden - Wer das System umgehen will kann es. Jeder kann in Las Vegas an 2 Tagen 2 unterschiedliche Frauen heiraten, dann nach HK fahren, dann nach Macau, ..... 3 Jahre zuvor hat er sich mal ein EFZ ausstellen lassen und geheiratet, dies aber nie in D gemeldet. Dann holt er sich wieder ein EFZ. Mittlerweile ist er 3 mal umgezogen und das aktuelle Standesamt weiss nichts von dem einst ausgestellten EFZ.

    Welche Abteilung leitet der Ihrig jetzt?

  2.  
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  3. #152
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Nun, ich habe bei der ganzen Sache nichts zu sagen und zu entscheiden sondern bin nur neutraler Beobachter der Geschehnisse, muss mich also nicht ueber den Sinn oder die Unsinnigkeit eines Ehefaehigkeitszeugnisses auseiandersetzen.

    Reicht mir schon, dass ich mich regelmaessig mit der Unsinnigkeit "Antrag auf Anerkennung einer auslaendischen Entscheidung in Ehesachen" herumplagen muss. Mein Hassformblatt ueberhaupt mit Fragestellungen so lockend wie ein Kropf.

    Herr Ihrig leitet die Abteilung konsularische Dienste (Legalisierung, Beglaubigungen, Konsularbescheinigungen, Vaterschaftsanerkennungen und weiss nicht, was sonst noch in seine Zustaendigkeit faellt).

    Die Thematik "deutsche Paesse" ist dieser Abteilung nicht zugeordnet, sondern unterliegt der Zustaendigkeit des Leiters bzw. der Leiterin der Visa-Stelle. So war es jedenfalls vor ein paar Jahren, aber natuerlich kann sich die interne Organisationsstruktur auch jederzeit veraendern.

  4. #153
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    #

    Thematik stellt sich wie folgt dar:

    - Eine nach Ortsform im Ausland geschlossene Eheschliessung wird zwar in Deutschland anerkannt, aber hierfuer wird meist ein Legalisationsstempel oder auch in anderen Faellen eine Apostille auf der auslaendischen Eheurkunde notwendig sein. Gretchenfrage ist nun, kann eine Auslandsvertretung eine Beurkundung verweigern z. B. mit Stuetzung auf das Beurkundungsgesetz?
    nein, in diesem Falle nicht. Die Legalisierung bzw. das Legalisationsersatzverfahren dient ja nur zur Überprüfung der Heiratsurkunde und ob die Ausstellerin dazu überhaupt berechtigt ist.
    Zu dieser Überprüfung ist die Botschaft verpflichtet - kann diese also nicht mit der Begründung verweigern, dass das Standesamt etwaige deutsche Bestimmungen nicht eingehalten hätte. Der Heiratsstaat alleine bestimmt, welche Voraussetzungen für eine Misch-Ehe nötig sind, nicht Deutschland.
    Wenn in TH nur buddh. Ehen geschlossen werden würden, müsste auch dies von D anerkannt werden.


    Sie vertritt die Meinung, dass die Amtspflicht durch den Prozess verletzt wuerde, speziell wenn ihrer Meinung gezielt und konkret "unredliche Zwecke" vom Antragsteller verfolgt wurden. Eine Visumantragsstellung zum Zwecke der Familienzusammenfuehrung ohne Legalisierungsstempel wuerde von der Visumabteilung der Botschaft verweigert werden.
    richtig, nur kann dieser Legalisierungsstempel eben nicht verweigert werden.

    Kann mir vorstellen, dass die Botschaft hier beim thailaendischen Aussenministerium bzw. beim entsprechenden Amphoe Druck dahingehend machen wird, dass eine Eheschliessung eines deutschen Staatsbuergers in Thailand grundsaetzlich nur noch mit Ehefaehigkeitszeugnis moeglich sein soll. Fuer US-amerikansiche und israelische Staatsbuerger gibt es ja auch spezielle gesonderte Vorgaben.
    das ist richtig, dann müssten wohl bilaterale Abkommen geschaffen werden. Ob das thail. Aussenministerium hier mitspielt ist eine andere Frage.

    Immerhin hat Deutschland ja erreicht, dass vom Zentralregisteramt in Bangkok speziell fuer Eheschliessungen deutscher Staatsbuerger das Formblatt "Antrag zum Auszug aus dem thailaendischen Familienregister" eingefuehrt worden ist. Das Zentralregisteramt hatte ja mal vor ein paar Monaten Versucht, dieses handschriftlich ausgefuellte Formblatt durch ein computergeneriertes Dokument zu ersetzen und dies wurde schlichtweg von den deutschen Standesaemtern abgelehnt. Ergo, musste wieder vom Zentralregisteramt auf die vorherigen Ausfuehrung zurueckgegangen werden.
    was im Prinzip absoluter Blödsinn ist - weil D nicht in die Gesetzgebung eines anderen Staates eingreifen darf. Sie können höchstens empfehlen, was sie ja auch tun. Aber stell dir mal vor, 200 Staaten machen das gleiche wie D. Die Standesbeamtin würde wohl verrückt werden.
    Oder andersrum - denkst du, D würde eine Einmischung der thail. Botschaft in den Voraussetzungen für Eheschliessungen dulden. Eher nicht...

    Es besteht also durchaus die Moeglichkeit ueber die Auslandsvertretungen auf die thailaendischen Behoerden einzuwirken.
    sicher, ist aber nicht korrekt. Da stellen sich bei mir schon mal die Nackenhaare hoch.

    Glaube nicht, dass die Botschaft einfach so klein beigeben wird, speziell auch nicht Herr Ihrig. Auch dann nicht, wenn die thailaendischen Behoerden ihrer Meinung nach nicht ausreichend kooperationsbereit ist. Koennte mir vorstellen, dass derzeit ueber das Auslaendische Amt eruiert wird, inwieweit eine Auslandsvertretung berechtigt ist, ein Legalisationsbegehren abzulehnen. Es kann ja zu dieser Situation bereits dann kommen, wenn jemand mit einem Schengenvisum nach Deutschland eingereist ist, sich dort auffaellt und waehrend dieses Aufenthaltes bei der Botschaft die Legalisierung von Dokumenten fuer eine Eheschliessung gestellt wird.
    mal sehen. Momentan gibt die Botschaft immer nach - wenn man auf die Gesetzgebung in TH hinweist. Also ist hier m.E. noch nichts zwischen Botschaft und Aussenministerium entschieden. Sonst würde sie nicht nachgeben.
    Besteht eine rechtliche Grundlage, dass die Botschaft einen Legalisierungsantrag ablehnen kann?
    m.E. nicht - siehe oben. Da es nur um eine Überprüfung der Berechtigung geht, nicht aber - welche Papiere vorgelegt wurden. Ob das nun ausgeweitet werden kann, wird man sehen.

    Hiervon wird sicherlich vieles abhaengen, denn dann koennte sich der deutsche Staat auch gegen die Thematik "Ortform" erwehren und eigene Interessen durchsetzen. Eine thailaendische Heiratsurkunde wird nur mit Legalisationsstempel von den deutschen Behoerden anerkannt, diese verweigert den Stempel aber. Bin sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es hierzu ein Praezedenzurteil geben wird.
    falsch. Die Ortsform ist im internationalen Recht verankert. Ob D soviel Macht hat, auch das zugunsten des EFZ zu ändern, bezweifle ich ein wenig.
    Dann müssten 190 Staaten weltweit kooperieren. Ist der Weg in TH - ohne EFZ zu heiraten - verschlossen, geht es ab nach Singapur.
    3-Tage inkl. Hochzeit und Stadtbesichtigung :-)

    In Deinem angesprochenen Fall mag da ein Bundestagsabgeordneter einen Kumpel im Auswaertigen Amt angerufen haben und eine Angelegenheit auf dem kleinen Dienstweg gehandhabt haben, aber hieraus kann sicherlich noch keine Allgemeingueltigkeit abgeleitet werden.
    nein, es erfolgte eine offizielle Anfrage an das Auswärtige Amt und die fragten wiederum bei der deutschen Botschaft an und dann ging halt alles sehr, sehr schnell.




    Also rein auf "Ortsform" felsenheft bauen wuerde ich in Zukunft nicht.
    nein, man kann auf nichts bauen - da hast du recht.
    Nur ist die Ortsform eben im internationalen Recht verankert. Das nun für D rauszulösen und abzuändern, halte ich eigentlich für nicht möglich.
    D hat das noch nicht mal bei Dänemark geschafft. Auch dort ist die Heirat ohne EFZ möglich. Es gibt lediglich 8 Länder, wo ein EFZ vorgeschrieben ist. In den anderen 192 eben nicht.

    Fuer das Amphoe Suphan Buri war die Eheschliessung eines deutschen Staatsbuergers auch absolutes Neuland und nun ja, wenn da jetzt auf einmal seitens der Botschaft und/oder auch des thailaendischen Aussenministeriums gezetert wird, da kann dann hier die Thematik Eheschliessung ohne Konsularbescheinigung von heute auf morgen der Vergangenheit anzuhoeren. Na ja, noch scheint ja zumindest Chiang Mai unbeirrt zu bleiben.
    nicht nur Chiang Mai. Eigentlich in sehr vielen Amphoes ausserhalb der Amphoe Muangs. Ich würde fast behaupten, es verlangen weniger Amphoes die Konsularbescheinigung als andersrum.

  5. #154
    Avatar von michael59

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    Na ja- als ich geheiratet habe wurde uns die Akte einer USA Thai Hochzeit gezeigt. In der war die "Ledigkeitsbescheinigung" des USA Konsuls die auf einer eindesstattlichen Erklärung des USA Bürgers beruhte. Ich könnte das doch auch so machen da brauche ich nicht noch mal nach D fahren und es geht sehr schnell. Mein Hinweis das die Botschaft nur Papier aus D traut und nicht meinem Eid wurde mir der Frage warum beantwortet. mag mag Falang gereman nitnoi ging dschai löste dann lautes Gelächter aus.

  6. #155
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    alleine schon die Bezeichnung "Ehefähigkeitszeugnis" ist ein Witz.
    Ich heirate samt EFZ 3 - oder mehrmals, wenn ich das möchte. Da müsste ein Welt-Heiratszentralregister eingeführt werden, ansonsten wird das nichts.

  7. #156
    Avatar von Chak

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    Wenn ich das hier allerdings wieder lese, dann war das heiraten mit EFZ doch wesentlich entspannter.

  8. #157
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Wenn ich das hier allerdings wieder lese, dann war das heiraten mit EFZ doch wesentlich entspannter.
    wenn beide Ehepartner ledig sind, die thail Ehefrau nicht 5-6mal den Vornamen gewechselt hat, die Geburtsurkunde von ihr korrekt ist und auch sonst alle Papiere passen - ist eine Heirat mit EFZ sicher nicht problematisch.
    Es wird nur ein Spiessrutenlauf, wenn die Braut x-mal umgezogen ist, x-mal den Vornamen gewechselt hat und ev. auch noch 3x geschieden ist.

    Da Privat-Scheidungen in D nicht anerkannt werden, muss dies erst vom OLG überprüft werden. Dazu schreibt das OLG den Ex-Mann der Braut an, ev. sogar 2 oder mehrere (wenn mehrere Scheidungen) und wenn dann der eine in Korea, der andere in Japan usw. wohnt - dann wird es lustig, teuer und zeitaufwendig.
    Dann ist von einer entspannten Heirat keine Rede mehr - glaub mir.
    Oder die Braut ist eine Shan usw. - dann wirds noch lustiger :-)

  9. #158
    Willi
    Avatar von Willi
    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    wenn beide Ehepartner ledig sind, die thail Ehefrau nicht 5-6mal den Vornamen gewechselt hat, die Geburtsurkunde von ihr korrekt ist und auch sonst alle Papiere passen - ist eine Heirat mit EFZ sicher nicht problematisch.
    Es wird nur ein Spiessrutenlauf, wenn die Braut x-mal umgezogen ist, x-mal den Vornamen gewechselt hat und ev. auch noch 3x geschieden ist.
    wenn beide Partner bereits verheiratet sind

  10. #159
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Willi Beitrag anzeigen
    wenn beide Partner bereits verheiratet sind
    ich meinte natürlich vor der Heirat - also Verlobte, wäre dann zutreffender :-)

  11. #160
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    Es wird nur ein Spiessrutenlauf, wenn die Braut x-mal umgezogen ist, x-mal den Vornamen gewechselt hat und ev. auch noch 3x geschieden ist.
    Bei einer Frau, die nicht nur bereits mehrfach geschieden ist, sondern auch noch ihren Namen gewechselt hat, sollten aber alle Alarmglocken schrillen.

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