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Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie davo

Erstellt von gregor200, 24.05.2006, 21:49 Uhr · 11 Antworten · 3.564 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von gregor200

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    Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie davo

    Ich stelle mir jetzt einfach so ein thailändisches Mädel, so Anfang 30, studiert, vor, welche einen älteren Farang, einfachen Fabrikarbeiter, heiratet, um in Europa eine Daueraufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu erhalten. Ich beziehe mich hier bewußt nicht auf Deutschland, sondern auf jeden beliebigen Schengenstaat, unter anderem auch Norwegen oder Schweden.

    Wie lange muß sie zusammenleben bzw. verheiratet sein, um ein Daueraufenthaltsrecht und unbefristete Arbeitserlaubnis zu erlangen ?

    Was für Vor- bzw Nachteile hat sie aus einer Einbürgerung.

    Wodurch verliert sie das Daueraufenthaltsrecht ?

    Ich habe einiges herumgelesen und rate mal:

    Nach 1 Jahr Zusammenleben und 2 Jahre verheiratet erhält sie eine eigene Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis unabhängig vom (Ex)Ehemann. Nach 5 Jahren erhält sie die Daueraufenthaltsgenehmigung.

    Bei der Arbeitserlaubnis muß man zwischen selbstständiger und unselbstständiger Arbeit unterscheiden. Unselbstständige Arbeit darf sie vermutlich sofort nach der Heirat annehmen, selbstständige Arbeit nach 2 oder 5 Jahren ?

    Anschließend hat sie immer noch ihren thailändischen Reisepass, d.h. für Reisen außerhalb der Schengenzone benötigt sie ggf. ein Visum. Visumanträge für Reisen z.B. nach USA sind möglicherweise nur über Bangkok zu stellen.

    Hat sie länger als 12 Monate ihren Wohnsitz außerhalb der Schengenzone (z.B. in Thailand)und reist in dieser Zeit nicht wieder ein, so verliert sie ihre Daueraufenthaltserlaubnis.

    Beantragt sie Einbürgerung, so muß sie ihren thailändischen Pass abgeben und verliert dadurch auch das Recht, in Thailand Grund und Boden zu erwerben.

    Liege ich mit meinen Aussagen richtig ?
    Richtigstellungen und Anmerkungen werden dankend entgegengenommen.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von JT29

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    Re: Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie

    Nach 1 Jahr Zusammenleben und 2 Jahre verheiratet erhält sie eine eigene Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis unabhängig vom (Ex)Ehemann. Nach 5 Jahren erhält sie die Daueraufenthaltsgenehmigung.
    -> 3 Jahre verheiratet und dann die Niederlassungserlaubnis.


    Bei der Arbeitserlaubnis muß man zwischen selbstständiger und unselbstständiger Arbeit unterscheiden. Unselbstständige Arbeit darf sie vermutlich sofort nach der Heirat annehmen, selbstständige Arbeit nach 2 oder 5 Jahren ?
    -> Mit der Niederlassungserlaubnis kann sie auch selbststänge Arbeit nachgehen.


    Anschließend hat sie immer noch ihren thailändischen Reisepass, d.h. für Reisen außerhalb der Schengenzone benötigt sie ggf. ein Visum. Visumanträge für Reisen z.B. nach USA sind möglicherweise nur über Bangkok zu stellen.
    -> Richtig, wobei Visum für USA etwas tricky sein soll.


    Hat sie länger als 12 Monate ihren Wohnsitz außerhalb der Schengenzone (z.B. in Thailand)und reist in dieser Zeit nicht wieder ein, so verliert sie ihre Daueraufenthaltserlaubnis.
    -> Es sind 6 Monate, man kann aber bei der AB eine Erlaubnis einholen, dann kann sie länger wegbleiben.

    Beantragt sie Einbürgerung, so muß sie ihren thailändischen Pass abgeben und verliert dadurch auch das Recht, in Thailand Grund und Boden zu erwerben.
    -> Richtig

    Juergen

  4. #3
    Avatar von PengoX

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    Re: Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie

    Zitat Zitat von gregor200",p="348644
    Beantragt sie Einbürgerung, so muß sie ihren thailändischen Pass abgeben und verliert dadurch auch das Recht, in Thailand Grund und Boden zu erwerben.
    Sie kann aber die thailändische Staatsangehörigkeit sehr leicht wieder zurückerhalten (wenn sie die deutsche natürlich aufgibt).
    So kann sie als Rentnerin zurück nach Thailand.

    PengoX

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    Re: Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie

    Ich beziehe mich hier bewußt nicht auf Deutschland, sondern auf jeden beliebigen Schengenstaat

    The key conditions
    Foreign nationals who want to become Dutch nationals are required to meet a number of conditions including:

    They must have resided legally in the Netherlands for 5 years or more
    They must hold a valid residence permit for an indefinite period of time or for a residence purpose that is not temporary (i.e. not including education, for example)
    They must have sufficiently integrated and can speak, read, write and understand Dutch
    They must be prepared to give up their own nationality
    They must be able to present some documents such as a birth certificate and the certificate issued after passing the naturalisation test
    They must not have spent any time in prison and not have been fined extensively in the past four years
    http://www.ind.nl/en/inbedrijf/neder...nderworden.asp

    Auf EU Druck sollte Holland und einige andere EU Länder, die bekanntermassen die Doppelstaatsbürgerschaft dulden, von ihrer Praxis abweichen.
    Nun hat Holland eine KANN-Regelung geschaffen, die es ermöglicht, manchen Personen die Doppelte-Staatsangehörigkeit zu untersagen,
    was aber bisher nur für besondere islamische Länder in der Praxis eine Rolle gespielt hat.

    Eine verheiratete Thai hat in der Regel nach 5 Jahren ihren holländischen Pass, neben ihrem Thai Pass, in der Tasche,
    und kann damit ihren deutschen Thai-schwestern eine lange Nase zeigen.

  6. #5
    Avatar von Dieter1

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    Re: Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie

    Zitat Zitat von gregor200",p="348644

    Beantragt sie Einbürgerung, so muß sie ihren thailändischen Pass abgeben und verliert dadurch auch das Recht, in Thailand Grund und Boden zu erwerben.
    Das Recht in Thailand Grund und Boden zu erwerben wird schon durch ihre Heirat mit einem Farang so eingeschraenkt, dassb es ihr nur noch moeglich ist Grund und Boden zu erwerben, wenn ihr Ehemann ausdruecklich auf alle Rechte an demselben verzichtet und dies schriftlich beurkundet bestaetigt.

  7. #6
    Avatar von DisainaM

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    Re: Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie

    17 EU Länder, daneben auch Deutschland, drücken sich noch davor, eine EU Direktive (2003/109/EC ) umzusetzen.

    Danach kann ein Thai, der nicht die dt. Staatsbürgerschaft erwerben will, wegen dem Verlust der eigenen in Deutschland,
    einen EU Residententitel beantragen, wonach er sich überall in der EU niederlassen darf.
    So könnten z.B. die in der Tschechei lebenden Vietnamesen mit diesem EU Residententitel, sich auch in Deutschland niederlassen, und hätten einen Rechtsanspruch auf eine deutsche Arbeitserlaubnis.

    Österreich hat diese Direktive bereits umgesetzt,
    andere Länder zieren sich noch, müssen aber ;-D

    http://www.ind.nl/en/inbedrijf/actue...irectiveEU.asp

  8. #7
    Avatar von resci

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    Re: Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie

    Zitat Zitat von Dieter1",p="348702
    Das Recht in Thailand Grund und Boden zu erwerben wird schon durch ihre Heirat mit einem Farang so eingeschraenkt, dassb es ihr nur noch moeglich ist Grund und Boden zu erwerben, wenn ihr Ehemann ausdruecklich auf alle Rechte an demselben verzichtet und dies schriftlich beurkundet bestaetigt.
    @Dieter1,

    heißt das jetzt, daß, wenn sie noch thailändische
    Staatsbürgerin und verheiratet ist, diese Erschwernis
    für den Grunderwerb auch schon eingeschränkt ist?

    Oder gilt das nur, wenn sie im Ausland schon eingebürgert ist?

    In ersterem Fall bedeutet dies ja weniger ein Nachteil
    für die Thai Frau, zumal der thailändische Staat damit
    eine Art der finanziellen Absicherung der Frau ermöglicht.
    Umgekehrt natürlich auch den Totalverlußt des Vermögens des Farangs im Falle der Scheidung.

    Kann mir jemand erklären wie das mit den Besitzverhätnissen
    für Grund/Boden/Gebäude sich im Falle einer Heirat mit einer
    Thai, sowie der Niederlassung in Thailand genau verhält?

    Die Informationen darüber sind doch sehr unterschiedlich.

    resci

  9. #8
    Abu
    Avatar von Abu

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    Re: Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie

    Zitat Zitat von gregor200",p="348644
    Ich stelle mir jetzt einfach so ein thailändisches Mädel, so Anfang 30, studiert, vor, welche einen älteren Farang, einfachen Fabrikarbeiter, heiratet, um in Europa eine Daueraufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu erhalten. Ich beziehe mich hier bewußt nicht auf Deutschland, sondern auf jeden beliebigen Schengenstaat, unter anderem auch Norwegen oder Schweden.

    Wie lange muß sie zusammenleben bzw. verheiratet sein, um ein Daueraufenthaltsrecht und unbefristete Arbeitserlaubnis zu erlangen ?

    Was für Vor- bzw Nachteile hat sie aus einer Einbürgerung.

    Wodurch verliert sie das Daueraufenthaltsrecht ?
    Die Frage macht in dieser umfassenden Form keinen Sinn, da alle diese Fragen nichts mit dem Schengener Übereinkommen zu tun haben, sondern entweder national und/oder durch EU-Recht geregelt werden.

    Oder anders gesagt: Die Antworten für Deutschland und z. B. Norwegen fallen total unetrschiedlich aus, da beide unetrschiedliche Rechtsgrundlagen haben und darüberhinaus für Norwegen mangels EU-Mitgliedschaft EU-Recht nicht gilt.

    Abu

  10. #9
    Abu
    Avatar von Abu

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    Re: Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie

    Zitat Zitat von JT29",p="348654
    Bei der Arbeitserlaubnis muß man zwischen selbstständiger und unselbstständiger Arbeit unterscheiden. Unselbstständige Arbeit darf sie vermutlich sofort nach der Heirat annehmen, selbstständige Arbeit nach 2 oder 5 Jahren ?
    -> Mit der Niederlassungserlaubnis kann sie auch selbststänge Arbeit nachgehen.
    Das geht bereits mit Erteilung der Arbeitserlaubnis


    Anschließend hat sie immer noch ihren thailändischen Reisepass, d.h. für Reisen außerhalb der Schengenzone benötigt sie ggf. ein Visum. Visumanträge für Reisen z.B. nach USA sind möglicherweise nur über Bangkok zu stellen.
    -> Richtig, wobei Visum für USA etwas tricky sein soll.
    Visa können auf jeden Fall in D beantragt werden


    Hat sie länger als 12 Monate ihren Wohnsitz außerhalb der Schengenzone (z.B. in Thailand)und reist in dieser Zeit nicht wieder ein, so verliert sie ihre Daueraufenthaltserlaubnis.
    -> Es sind 6 Monate, man kann aber bei der AB eine Erlaubnis einholen, dann kann sie länger wegbleiben.
    Aber die 6 Monate beziehen sich auf D.

    Abu

  11. #10
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Heirat nach Schengen aus Sicht einer Thai, was hat sie

    Beantragt sie Einbürgerung, so muß sie ihren thailändischen Pass abgeben und verliert dadurch auch das Recht, in Thailand Grund und Boden zu erwerben.
    stimmt so nicht mehr.
    Hier gibt es eine Erlaß des Ministeriums, dass bei Einbürgerung von Thailändern ggf, Mehrstaatlichkeit hinzunehmen ist, wenn die Ausbürgerung nicht zugemutet werden kann.
    Die Ausbürgerung kann aber gem. thail. Gesetzen momentan fast niemanden zugemutet werden, außer der Eingebürgerte ist recht wohlhabend - das sind aber wohl nur wenige.

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