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Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtlichen Fo

Erstellt von Joe-Cheap-Charlie, 12.10.2005, 21:58 Uhr · 27 Antworten · 3.761 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Joe-Cheap-Charlie

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    Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtlichen Fo

    Hallo,

    ich habe ja jetzt schon von vielen gelesen, wie sie in Deutschland oder in Thailand nach geglücktem Papierkrieg geheiratet haben.

    Was mich aber noch interessiert, was macht denn genau den Unterschied aus, ob man in Thailand oder Deutschland heiratet?

    Was die erforderlichen Papiere angeht, scheint es ja keinen großen Unterschied zu geben...

    Ist denn da rechtlich ein Unterschied, weshalb es besser sein könnte hier oder dort zu heiraten?
    ... und, auch wenn man daran vielleicht nicht denken sollte, wie sieht das im Falle einer Scheidung aus? Macht das einen Unterschied ob die Heirat in Thailand oder Deutschland stattgefunden hat?

    Vielen Dank schon mal für Eure Anmerkungen

    Joe

  2.  
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  3. #2
    Avatar von mipooh

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    Re: Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtliche

    Interessante Frage.
    Nach meinem Wissen ist eine einverständliche Scheidung in TH ebenso unkompliziert wie die Heirat. Einen Versorgungsausgleich gibt es hier sicher nicht und auch keine Festsetzung eines Unterhalts. Wobei ich nicht weiss, ob es sowas hier überhaupt gibt.
    Gruss
    mipooh

  4. #3
    Avatar von mohs

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    Re: Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtliche

    @ Joe-C-C
    mit deinem thread hast du mich ein wenig aus meinem siebenten Himmel auf den Boden der bürokratischen Pflichten, beziehungsweise der Realitäten geholt. Bedanken muss ich mich trotzdem, da deine Frage auch mich/uns betrifft und ich ebenso wie du und mipooh Informationen benötige.
    Um auch meinen Beitrag zu leisten:
    meine Frau habe ich im April nach buddhistischer Zeremonie und am darauf folgenden Wochenende mit 150 Gäste groß in einem sehr schönen Hotel am Fluss gefeiert. Beide haben wir es nicht allzu sehr mit der Obrigkeit.
    Der primäre Grund, warum wir bis heute nicht "offiziell" geheiratet haben, liegt darin, dass wir uns früher oder später mit unseren jetzigen Heim (Reihenhaus) vergrößern wollen und meine Frau bereits ein größeres Stück Land in Kachanaburi von der Familie hat. Die es so im Leben ist, wegen der Familie ist an Verkauf nicht zu denken, verschenken will sie es auch nicht (was ich verstehen kann) und leben wollen wir beide auf gar keinen Fall dort.
    So weit ich weiß, ist es einer Thailänderin die mit einem Ausländer verheiratet ist, nicht mehr möglich in der gleichen Freizügigkeit wie zuvor, Land zu erwerben oder ein Gewerbe zu eröffnen. Genaueres dazu würde ich ebenfalls gern erfahren.
    Das ist zumindest der primäre Grund, weshalb wir es hier bis jetzt nicht dem Staate kund getan haben.
    Auf der anderen Seite möchte ich selbstverständlich, dass mein Engel in Deutschland ganz offiziell meine Frau wird. Dabei interessiert mich der Erfahrungswert ob diese Eheschließung in Deutschland (ggf. auch anderes EU-Land) den thailändischen Behörden mitgeteilt wird.
    Da wir mit allem eigentlich Zeit haben, werden wir es dementsprechend angehen lassen.
    Jetzt werde ich erst einmal und vor allem erstmalig Papa und bin überaus glücklich.
    Euer mohs

  5. #4
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtliche

    Wenn man sich vor einer Hochzeit schon Gedanken über eine Scheidung macht, dann sollte man in keinem Land heiraten.
    Oder anders gesagt: lieber solange warten, bis sich beide sicher sein, es gemeinsam lange auszuhalten.
    Ist halt meine Meinung und sicher auch im Sinne eurer evtl. späteren Nachkommen.

  6. #5
    Avatar von MikeFFM2001

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    Re: Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtliche

    Also nachdem wir in DLand geheiratet haben mussten wir mit der Internationalen (legalisierten )Heiratsurkunde zum Thai- Konsulat
    und da wurde dann schon mal der Nachname im Pass meiner Mia geändert.

    Ich denke schon das die das auf irgendeine Weise den Thailändischen Behörden in THL mitteilen.

  7. #6
    Avatar von mohs

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    Re: Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtliche

    @kc...
    so habe ich bisher auch gedacht, da ich mir von vornherein darüber im klaren war, wenn es mit uns nicht läuft, ich meine Kohle, die ich bisher für unsere Zukunft investiert habe vermutlich zu 100 Prozent abschreiben kann.
    Dabei ist mir bewusst, das "verlorenes" Geld zu diesem Zeitpunkt vermutlich das letzte wäre, was mein Gemüt belasten würde.
    Dass diese denke vielleicht nicht unbedingt richtig ist, ist mir gerade bei deinem letzten Satz gekommen, als ich mir vorstellte wie es sich in solcher Situation mit unserer noch ungeborenen Tochter verhält. Aber vermutlich ist man als Vater, solange sich die Mutter den Kind gegenüber korrekt verhält und man hier in Thailand lebt, völlig rechtlos, oder?
    Aber vielleicht hast du ja noch ein paar weitere konkretere Informationen, danke.

    @Mike
    "...mussten wir mit der Internationalen..."
    Hierzu bitte eine weitere Information, wer, oder durch was wurdet ihr gezwungen zum Konsulat zu gehen?
    Wegen der Namensänderung kann es bei mir nicht sein, da es gesetzlich möglich ist, behält jeder seinen Familiennamen. Sollte ich mich der der ich nehme ich den Namen meiner Frau an, da ich zukünftig hier leben möchte.

    Danke für weitere Informationen
    mohs

  8. #7
    Avatar von JT29

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    Re: Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtliche

    "So weit ich weiß, ist es einer Thailänderin die mit einem Ausländer verheiratet ist, nicht mehr möglich in der gleichen Freizügigkeit wie zuvor, Land zu erwerben "
    -> Das ist vorbei - manchmal aber noch nicht bis in den letzten Winkel vorgedrungen.


    "Dabei interessiert mich der Erfahrungswert ob diese Eheschließung in Deutschland (ggf. auch anderes EU-Land) den thailändischen Behörden mitgeteilt wird. "
    -> NEIN, dies müsst ihr machen - suche hier unter Namensänderung nach der Heirat.


    "Wenn man sich vor einer Hochzeit schon Gedanken über eine Scheidung macht, dann sollte man in keinem Land heiraten."
    -> Das ist so nicht ganz richtig. Selbst auf dem Standesamt bei der Anmeldung der Ehe wurde ganz offiziell Gedanken über ein danach gemacht - wichtig z.B. welches Namensrecht angewandt wird bzw. das spielt auch in einen evtl. Ehevertrag hinein.


    "Also nachdem wir in DLand geheiratet haben mussten wir mit der Internationalen (legalisierten )Heiratsurkunde zum Thai- Konsulat
    und da wurde dann schon mal der Nachname im Pass meiner Mia geändert. "
    -> Dann sollte diese aber auch dort beglaubigt werden. Danach geht es zur weiteren Beglaubigung auf dem Ministerium in Laksi/BKK weiter. Danach kann man das Tambian Baan und die ID ändern - und somit ist bei einer Neuaustellung des Reisepasses der jetzige Familienname drin bzw. aus der Ms. eine Mrs. Andernfalls hast Du wieder die gleiche Rennerei/Kosten in DE.

    Juergen

  9. #8
    Avatar von houndini

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    Re: Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtliche

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="283830
    Wenn man sich vor einer Hochzeit schon Gedanken über eine Scheidung macht, dann sollte man in keinem Land heiraten.
    Oder anders gesagt: lieber solange warten, bis sich beide sicher sein, es gemeinsam lange auszuhalten.
    Ist halt meine Meinung und sicher auch im Sinne eurer evtl. späteren Nachkommen.
    Angesichts der heutigen Scheidungsquoten in Dtl. incl. Thai-Deutsch Ehen, sehe ich das anders.
    Bei uns hat der Ehevertrag zwar für viel Stress untereinander gesorgt, da mein Mia so gedacht hat wie Du, aber jetzt weiß sie um einiges besser um die rechtliche Situation in Dtl. Bescheid. Die unterscheidet sich um einiges von der in Thailand und sie teilt mitlerweile meine Meinung.

    Das schließt allerdings nicht aus, das man sich sicher sein sollte, es gemeinsam lange auszuhalten.

  10. #9
    Adi
    Avatar von Adi

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    Re: Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtliche

    Wir haben uns vor der Hochzeit auch die Frage gestellt, ob es besser ist in Thailand oder der Schweiz zu heiraten. Ich nehme mal an, dass die rechtliche Situation in Deutschland änlich ist wie in der Schweiz.

    Vom rechtlichen Standpunkt her gesehen spielt es eigentlich fast keine Rolle. Von Gesetzes wegen müsste eine binationale Heirat im anderen Land sowieso registriert werden, dies muss man aber selber tun (Machen aber manche in Thailand nicht wegen zukünftigem Landkauf...)

    Im Falle einer Scheidung zählt der Lebensmittelpunkt, als das Land in dem ihr gemeinsam wohnt. Wenn du in Thailand heiratest, aber weiterhin in Deutschland arbeitest, kommt bei einer Scheidung das deutsche Recht zum Zuge. Man kann zwar in Thailand scheiden, dies wird meistens von der schwizer Behörden akzeptiert. Aber wenn die Mia einsprache erhebt kann die Scheidung als ungültig erklärt werden.

    Diverse Personen wollten mir anraten in Thailand zu heiraten, da auch eine Scheidung viel einfacher sein - dies ist aber nur die halbe Warheit...

    Je nach persönlicher Situation kann es sich lohnen mit der zukünftigen Frau einen gemeinsamen Ehevertrag aufzustellen. In Thailand kann ein solcher aber nur vor der Heirat abgeschlossen werden und nicht mehr geändert werden. Bei einer Heirat in der Schweiz kann dieser jederzeit (Mit entsprechenden Kostenfolge beim Notar ) wieder abgeändert werden, da sich die persönliche Situation ändern kann. Zum Beispiel ist es sinnvoll, wenn in der Schweiz ein Haus gekauft wird, einen Ehevertrag aufzustellen, so dass im Todesfall eines Partners das Haus nicht verkauft werden muss. In einem Ehevertrag geht es ja nicht nur darum der Fall einer Scheidung zu regeln, sondern dass ev. der Ehepartner im Todesfall besser dahsteht. Falls Vermögen da ist (Pensionskasse zählt nicht) kann es sich auch lohnen nur einen Ehevertrag aufzustellen, wo das Eigengut aufgelistet ist. Dadurch erspart man sich im Fall einer Scheidung auch viele Probleme (Gegenseitig).

    Zudem speilt es auch noch eine Rolle wie wichtig der Namen ist. Thailand kennt z.b. die Doppelnamen (noch) nicht.

    Schlussendlich haben wir vor kurzem in der Schweiz geheiratet. In der Schweiz hat meine Frau den Doppelnamen, im Pass wurde aber nur meinen Familienname eingetragen.

  11. #10
    Schulkind
    Avatar von Schulkind

    Re: Heirat in Deutschland oder Thailand?..und die rechtliche

    Zitat Zitat von Joe-Cheap-Charlie",p="283774
    Hallo,


    Unterschied ob die Heirat in Thailand oder Deutschland stattgefunden hat?

    Vielen Dank schon mal für Eure Anmerkungen

    Joe

    eine gute Frage, die auch nicht schwer zu beantworten ist.

    Wenn eine Heirat in TH vor dem Ampoe ( Standes. und Geburtenamt ) geschlossen wird ist die Ehe auch in Deutschland gültig. Das macht keinen Unterschied mehr. Alle Documente müssen in diesem Fall in deutsch übersetzt werden und der Botschaft zur Anerkennung vorgelegt werden.

    Das heist aber auch nicht, das die Ehefrau sofort mit dem Ehemann nach DE kommen kann. da sind einige Hürden aufgebaut.

    Der Ehemann stellt nun bei der Botschaft / AB einen Antrag auf Familienzusammenführung. Dann muss ein bischen gewartet werden, wenn die Flitterwochen so um die 12 Wochen sein können ist es gut.

    Die Ehefrau ist auch nach der Heirat mit einem Ausländer in TH voll geschäftsfähig. Die gesellschaftliche Situation zur Reputation der Frau spiegelt den Stand der Gesellschaft dar in der sie nun leben wird.

    Eine Scheidung in TH ist immer vor einem Gericht ( Sarn ) und mit Hilfe eines Anwaltes zu bewerktätigen. Eine Klage ohne Anwalt ist in TH nicht möglich. Die Dauer des Verfahren kann man mit 6 - 8 Monaten ansetzen.

    Es gibt auch in Th ein Sorgerecht für den Ehemann nach der Scheidung. Wenn sie sehr ekelhaft ist könnte das greifbare Vermögen des Mannes weg sein.

    Sollten Kinder aus der Ehe sein und der Wohnort bei Scheidung ist Th, dann fällt das Sorgerecht mit allen Vor.-u. Nachteilen der Ehefrau zu. Der Ehemann kann zum Unterhalt verurteilt werden, sollte sich aber aus TH absetzen und seine Pflicht vergessen, gibt es kein Rechtshilfeersuchen zwischen DE und TH.

    Gemeinsammes Vermögen das die Eheleute in TH erwerben kann bei Scheidung nur die Ehefrau verwerten.

    Grund und Boden kann ein Ausländer auf normalen Weg immer noch nicht erwerben, es sei denn über eine Company in der der Vorsteher zwingend Thai sein muss. Das heist, der Ausländer darf bis zu 49 % der Anteile erwerben, darf Geschäftsführer seiner Wohnung sein und der Rest der Familie hat das Sagen. Ausweg - Streuung der 51%.

    Der Ausländer darf dann auf dem Grundstück bauen und Nutzen daraus ziehen, aber auf gar keinem Fall arbeiten.

    Wie in Post 3 / 9 beschrieben ist hier eine buddistische Hochzeit gewesen, die weder in TH, vor dem Ampoe, noch in DE am Standesamt anerkannt wird und keinen Freibrief für ein Visum ist.

    Im rechtlichem Raum sind auch nur rechtliche Partner zugegen , selbst wenn der Buddismus in TH Staatsreligion ist.

    Ein Ehevertrag, aber vor einem Anwalt oder Richter ist schon gut, besondes wenn Werte vorhanden sind und man nicht ganz ungesichert dastehen will.

    Eine Scheidung in diesem Fall gibt es nicht, da reichen die Worte > ich verlasse dich < vollauf.
    Klingt brutal, aber leider kommt auch nach der Traumhochzeit die reale Welt zum Vorschein.

    Weiter unten im gleichen Post steht dann Namensänderung und Kinder.

    Eine Namensänderung findet bei dieser Art von Heirat nicht statt, weder in TH noch in DE gibt es eine Ausführungsbestimmung dafür. Eine Änderung in den Documenten der Ehefrau muss immer über die zuständigen Stellen laufen und setzt eine Heirat vor dem Ampoe / Standesamt voraus.

    Dann Kinder, solange Du nicht mit der Ehefrau rechtlich verheiratet bist hast Du keinerlei Rechte an den Kindern, das heist, das Sorgerecht liegt ganz allein bei der Mutter. Dieses Manko sollte man sich gut vor Augen führen, denn nur sie bestimmt dann den Aufenthaltsort des Kindes.
    Auch kann das Kind dann nur im Zuge der Familienzusammenführung ein Visum bekommen. Bei einer legalen Heirat ist das Kind dann doppelstaatlich, in TH.

    In Post 6 / 9 wird das Namensrecht nach der Heirat angesprochen.

    Leider ist das so nicht richtig, das Gesetz liegt zwar vor, wird aber blokiert und nicht behandelt.
    Und solange das nicht vom König gegengezeichnet ist, muss immer noch der neu Name eingetragen werden, kein Wahlrecht.
    Der neue Name muss jetzt eingetragen werden, wegen der neuen ID - Card und biom. Reisepasses. Das wird noch dauern.

    Ich denke das dass nur ein paar Antworten waren die hier schon die ganze Bandbreite darstellen.
    Beziehungen waren schon immer nicht leicht, aber bei Staaten wirds schwer.

    Gruss, --------------- Rainer

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