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Geburt in Bangkok

Erstellt von brecht, 29.11.2003, 15:40 Uhr · 44 Antworten · 3.617 Aufrufe

  1. #31
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Geburt in Bangkok

    Verwaltungsvorschrift zum Ausländergesetz:
    Der ausländische Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen hat den Nachzugsanspruch gemäß § 23 Abs. 1 erster Halbsatz Nr. 3 nach Maßgabe des § 17 Abs. 1 nur, wenn ihm das Personensorgerecht für das deutsche Kind zusteht und er aufgrund dessen beabsichtigt, die Personensorge auszuüben. Beruht das Sorgerecht auf der Entscheidung einer ausländischen Behörde oder eines ausländischen Gerichts, ist vorauszusetzen, dass sie im Bundesgebiet anzuerkennen ist (z.B. nach dem Haager Minderjährigenschutzübereinkommen oder nach § 16a FGG). Dem Aufenthaltsanspruch steht nicht entgegen, dass auch der andere Elternteil das Sorgerecht besitzt. Erforderlich ist jedoch, dass die Personensorge im Rahmen einer familiären Lebensgemeinschaft ausgeübt wird; im begründeten Ausnahmefall kann es auch ausreichen, wenn die Personensorge im Rahmen einer Betreuungs- und Beistands.gemeinschaft tatsächlich ausgeübt wird.


    Damit könnte es klappen. Aber ein Problem sehe ich trotzdem: Es handelt sich ja hier um keinen Familiennachzug, sondern die gemeinsame Einreise und laut Gesetz muss der Deutsche, zu dem Familiennachzug getätigt werden soll, hier bereits seinen gewöhnlichen Aufenthalt haben.
    Hoffen wir mal, dass die Behörden dass nicht so eng sehen.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Armin

    Registriert seit
    13.10.2001
    Beiträge
    1.415

    Re: Geburt in Bangkok

    Aus Langeweile und zur Übung (war ja schon viele Jahre nicht mehr in D.) versuche ich mal eine Interpretation:

    Nachzugsanspruch besteht nur, wenn ihm das Personensorgerecht zusteht. Soll heißen, wenn er als Vater anerkannt ist. (Beweis: Vaterschaftstest und in der thailändischen Urkund festgehalten)

    Aber - erforderlich ist die bestehende familiäre Lebensgemeinschaft. Das heißt, in Th. mit der Frau zusammen gelebt hat.

    Ausnahmefall - Beistandsgemeinschaft
    Der Vater regelmäßigen Kontakt zum Kind (schwangere Frau) nachweisen kann, bestärkt durch finanzielle Zuwendungen. (regelmäßige Überweisungen und speziell Nachweis, die Kosten der Geburt bezahlt zu haben)


    Also ich glaube es gibt nur eine Möglichkeit:
    Nach Th. fahren, die Frau heiraten, dann das entsprechende Visum beantragen.
    Kostenaufwand?
    Zeitaufwand? 1/2 Jahr?


    Ich weiß, diese Erfahrung wird hart werden. Doch warum hast du nicht vorher gefragt?

    P.S.
    Dies ist kein Stänkerbeitrag!

  4. #33
    woody
    Avatar von woody

    Re: Geburt in Bangkok

    Hallo Armin, das hast du falsch verstanden.

    Vorausetzung für den Zuzug von ausländischer Mutter und Kind ist, der deutsche Vater muss seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet haben.
    Wenn ich den Eröffnungsthread von brecht richtig verstanden habe, ist es so: Deutscher Vater in D lebend, thailändische schwangere Partnerin erwartet ein uneheliches Kind von ihm.


    Hier noch mal die zusammengefasste Grundlage:
    Erläuterung:
    Der Nachzug ausländischer Familienangehöriger zu Deutschen
    Deutsch-ausländische Ehen und Familien werden aus verfassungsrechtlichen Gründen aufenthaltsrechtlich besser geschützt als rein ausländische Familien. Deutsche genießen nach Art. 11 Abs. 1 und 16 Abs. 2 GG ein uneingeschränktes Recht auf Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet 160, an dem der ausländische Ehepartner oder Familienangehörige mittelbar über das Grundrecht von Ehe und Familie aus Art. 6 Abs. 1 GG teilhat 161. Deshalb besteht in der Regel ein grundrechtlich verbürgter Aufenthaltsanspruch ausländischer Ehepartner und Kinder von Deutschen im Bundesgebiet. Dieser Rechtsanspruch wird durch § 23 AuslG konkretisiert. Danach ist dem ausländischen Ehegatten, dem ausländischen minderjährigen Kind eines Deutschen und dem sorgeberechtigten ausländischen Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen nach Maßgabe von § 17 Abs. 1 und Abs. 5 AuslG eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn der Deutsche seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat.

    Ausländergesetz

    § 23 Ausländische Familienangehörige Deutscher
    (1) Die Aufenthaltserlaubnis ist nach Maßgabe des § 17 Abs. 1

    1. dem ausländischen Ehegatten eines Deutschen,
    2. dem ausländischen minderjährigen ledigen Kind eines Deutschen,
    3. dem ausländischen Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen zur Ausübung der Personensorge
    zu erteilen, wenn der Deutsche seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat; sie kann nach Maßgabe des § 17 Abs. 1 auch dem nicht-sorgeberechtigten Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen erteilt werden, wenn die familiäre Gemeinschaft schon im Bundesgebiet gelebt wird.

    (2) Die Aufenthaltserlaubnis wird in der Regel für drei Jahre erteilt. Sie wird befristet verlängert, solange die familiäre Lebensgemeinschaft mit dem Deutschen im Bundesgebiet fortbesteht und die Voraussetzungen für die unbefristete Verlängerung noch nicht vorliegen.

    (3) § 17 Abs. 5 und die §§ 19 und 21 finden entsprechende Anwendung; an die Stelle der Aufenthaltsgenehmigung des Ausländers tritt der gewöhnliche Aufenthalt des Deutschen im Bundesgebiet.

    (4) Auf sonstige Familienangehörige findet § 22 entsprechende Anwendung.

  5. #34
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Geburt in Bangkok

    Woody, woher kommt denn deine Erläuterung? Ich verstehe das Ausländergestz und die VV genauso wie Armin.

  6. #35
    woody
    Avatar von woody

    Re: Geburt in Bangkok

    Chak und Interessierte, schaut mal hier rein Forum Ausländerrecht

  7. #36
    Avatar von Armin

    Registriert seit
    13.10.2001
    Beiträge
    1.415

    Re: Geburt in Bangkok

    woody

    Gewöhnlicher Aufenthalt D. - ist schon klar
    Doch wenn seine Freundin nie in D. war, ist brecht ja höchstwahrscheinlich in Th. gewesen um das Kind zu zeugen.

    In deinen beiden letzten Zitaten ist immer die Rede von Familie - Ehe.
    Dies trifft ja bei brecht nicht zu.

    Beim Zitat von Chak ist davon nicht die Rede:

    Erforderlich ist jedoch, dass die Personensorge im Rahmen einer familiären Lebensgemeinschaft ausgeübt wird; im begründeten Ausnahmefall kann es auch ausreichen, wenn die Personensorge im Rahmen einer Betreuungs- und Beistands.gemeinschaft tatsächlich ausgeübt wird.
    Doch geht es hierbei darum, dass "die Betreuungs- und Beistandsgemeinschaft tatsächlich ausgeübt wird"

    Also braucht brecht einen Rechtsverdreher.

  8. #37
    pbk
    Avatar von pbk

    Registriert seit
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    45

    Re: Geburt in Bangkok

    Ganz einfach:
    Das Kind ist Deutscher sobald die Vaterschaft des Deutschen rechtlich geklärt ist. Somit braucht das Kind als Deutscher keine Aufenthaltsberechtigung. Es ist ja Deutscher. Die Mutter erhält die Aufenthaltsberechtigung zur Ausübung der Fürsorge, da das Kind ja noch minderjärig ist.

    Daß die Mutter die Betreuungs- und Beistandsgemeinschaft tatsächlich ausübt ist ja wohl anzunehmen!

    Wo ist Plomplem

  9. #38
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Geburt in Bangkok

    Zitat Zitat von pbk",p="99981

    Wo ist Plomplem
    Die Probleme die ich und andere sehen haben wir zu genüge oben dargestellt, alles weitere hier gesagte wären Wiederholungen.

  10. #39
    Avatar von db1tau

    Registriert seit
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    396

    Re: Geburt in Bangkok

    Nach der Geburt steht eine Vaterschaftsanerkennung in der (deutschen) Botschaft an, da muessen beide Elternteile anwesend sein und unterschreiben. Alleine kann das die Mutter also nicht... der Eintrag des Vaters in der thailaendischen Geburtsurkunde reicht auch nicht aus.

    Man braucht die Geburtsurkunde, Hausregisterauszug fuer Mutter und Kind sowie eine Ledigkeitsbescheinigung der Mutter. Das ganze muss uebersetzt werden (ca. 4000 THB) und muss dann im Orginal und als Kopie vorgelegt werden. Die Botschaft macht dann innerhalb weniger Wochen einen Termin mit Vater und Mutter aus, zu dem man dann die Vaterschaftsanerkennung durchfuehren kann. (koennte eng werden, wenn man nur 1-2 Wochen da ist)

    Ist das alles durchgefuehrt, kann man gleich nen Antrag auf deutschen Pass stellen. Das kostet dann auch wieder so im Rahmen 30-60 Euro und dauert etliche Wochen, da der Pass in Berlin gedruckt wird.

    Fuer den Pass ist die vorherige Vaterschaftsanerkennung zwingend erforderlich.

    Das Kind ist nun Deutsche(r) und kann sobald der Pass da ist. z.B. mit dem Vater nach Deutschland reisen. Die Mutter beantragt ein Familienzusammenfuehrungsvisum (Mutter/Kind). In der Praxis gestaltet sich das natuerlich hoffentlich so, dass Mutter und Kind dann gemeinsam nach DL kommen. Die Mutter erhaelt angeblich sofort unbegrenztes Aufenthaltsrecht in DL. Manchmal allerdings erstmal fuer ein Jahr, dann unbefristet, ist wohl im Ermessen des jeweiligen Beamten.

    Geburt hat hier uebrigens 25000 Baht gekostet, hinzu kam nochmal ne Woche Brutkasten fuer jeweils ca. 4000 Baht pro Tag. Impfungen und U1/U2 Untersuchung waren wohl mit drin. Ist ne Menge Geld, aber man kriegt ja nicht jeden Tag Nachwuchs. Und wenn man am falschen Ende spart macht man sich nachher ein Leben lang Vorwuerfe.

    Gruss, Marco.

  11. #40
    Avatar von db1tau

    Registriert seit
    23.10.2003
    Beiträge
    396

    Re: Geburt in Bangkok

    Noch ein Nachtrag:

    Die Vaterschaftsanerkennung in der deutschen Botschaft ist kostenlos. Fuer die Frau wird ein thailaendischer Uebersetzer gestellt.

    Der Pass fuer das Kind kostet nur 1260 THB und wird in der Regel innerhalb von 3 Werktagen ausgestellt. (Paesse fuer Neugeborene werden nicht in Berlin gedruckt, sondern in der Botschaft von Hand erstellt). Der Pass ist ein Jahr gueltig.

    Somit laesst sich der ganze Amtskram also doch innerhalb einer WOche erledigen.

    Die Probleme liegen meist im Detail, so muss man z.B. fuer die Ledigkeitsbescheinigung aufs Amt der entsprechenden Amphoe. In meinem Fall zum Glueck in BKK. Dort muessen auch zwei Familienangehoerige erscheinen und bezeugen, dass die Frau nicht verheiratet ist.

    Wenn sie also irgendwo vom Land kommt, kann das schon schwieriger werden. Ich weiss auch nicht was gemacht werden muss, falls keine Familie vorhanden ist.

    Der naechste Schritt waere nun die Familienzusammenfuehrung, das muss aber im meinem Fall noch etwas warten.

    Gruss, Marco.

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