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Fürsorge der Mutter

Erstellt von brecht, 24.01.2004, 22:37 Uhr · 47 Antworten · 3.471 Aufrufe

  1. #21
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Fürsorge der Mutter

    wie wär´s mit einer kleinen Ergänzung?

    sichtbare emotionale Zuwendung.

    Und zwar für uns Langnasen.

  2.  
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  3. #22
    bangkokspider
    Avatar von bangkokspider

    Re: Fürsorge der Mutter

    OH was für ein typisch europäisches pseudoprofessionelles Psychogeblubber.
    die kriegen eben ihre Kinder meist schon in einem Alter, in dem Mädels unserer Breitegrade von Mama und Papa noch umsorgt werden.

    Dazu müssen die Thaimädels noch das Geld für die gefräßige Großfamilie heranschaffen.

    Dafür erlauben es sich die Thaimädels eben mal, ab und zu auf Tour zu gehen und den Schreier sowie die Familiensippe zu vergessen. Hätte auf diese Sippschaft auch nicht immer Bock. Und auch nicht auf den Schreihals. So kümmert sich eben die Goßmutter darum. Ist eben anders als bei uns, aber auch nicht verkehrter. Habe jedenfalls weitaus weniger neurotische Kinder angetroffen im Issan als in unserem psychologisch geschulten Land. Und so eine Tradition wird die typische Issanfrau auch nicht zuliebe ihres "deutschen" Ehemannes ablegen können und wollen... der sich eben vorher hätte besser informieren sollen.

    die Thaimädels sind nicht faul und lieblos, aber sehr pragmatisch.-
    In diesem Fall kümmert sich die Schwiegermutter um den Nachwuschs, der DEUTSCHE Ehemann oder Freund schafft die Kohle heran und die junge Thailady managed ganz unbemerkt ferngesteuert. UND das regt DICH auf.
    Schöne Grüße
    BKK Spider

  4. #23
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Fürsorge der Mutter

    Spider,

    ich verstehe ja deine Aufreung. Sehr oft, wenn auf vermeintliche "Missstände" hingewiesen wird, wird versucht, die Sache tiefen-psychologisch anzugehen.

    Und die hört sich dann oft wie eine Entschuldigung oder gar Verständnis für nicht gerade Wohlverhalten in unserem Sinne an.

    Das Beispiel mit dem Müll aus dem Fenster, und die Erklärung, dass ja früher der Abfall organisch war, ist solch ein hirnrissiger Versuch, ein Fehlverhalten so mancher Thais schön zu reden.

    Deinen Satz mit "pragmatisch" fand ich gut, denn er erklärt so einiges.

    Aber trotzdem, ich wünschte, ich würde diese Art von Familien-Verhalten besser verstehen. Aber ich weiss auch, dass die tiefen-psychologischen Erklärungsversuche aus westlicher Sicht das sind was sie sind:

    Versuche.

    Und versuchen erlaubst du uns schon oder?

  5. #24
    bangkokspider
    Avatar von bangkokspider

    Re: Fürsorge der Mutter

    Müll aus dem Fenster, und die Erklärung, dass ja früher der Abfall organisch war...
    sehr gut dieser Satz von Dir....
    und so ist es auch... auch wenn der "Abfall" heute nicht mehr rein organisch ist, die meisten kümmert das trotzdem nicht. Ist doch genug Platz da. Wozu sich Gedanken machen. Jetzt ist erst mal das Kind von der Großmutter versorgt, Geld kommt auch rein und alles ist im Lot. Wozu die ganze Aufregung... um nichts, so wird manche Thai -Mutter denken. Und mal ehrlich... bei uns ist es nicht anders.. nur eben schnörkeliger verpackt. Eigentlich ist mir hier die Thai - Version lieber. Und wegen des kleinen Kindes - besonders wenn es ein Mädchen ist- braucht man sich keine Sorgen zu machen... um das kümmert man sich schon, denn wenn man später alt ist, dann soll (und wird auch) sich dieses Kind auch um die Mutter kümmern (und das Beste wäre, sie würde auch einen Farang finden, der sponsort). Die Tochter wird dann übrigens - wen wirds wundern- mit ihrem Kind genauso verfahren.
    Auch wenn das nicht ins Bild einiger Europäer passt.
    Ist doch egal.
    BKKSpider

  6. #25
    brecht
    Avatar von brecht

    Re: Fürsorge der Mutter

    Irgendwie läuft die Sache hier in ne falsche Richtung.
    Meine Freundin kommt zwar aus dem Issan aber sie wohnt
    schon 14 Jahre in Bangkok und es ist auch nicht so das
    ich jetzt alles sponsore.
    Aber trotzdem Danke bin durchaus ein bißchen schlauer geworden jetzt
    durch die Beiträge.

    Schöne Grüße Benny

  7. #26
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Fürsorge der Mutter

    Na ja, Psychogeblubber mag sein, doch jeder, der Pawlow nicht für einen russischen Revolutionär hält, weiß, daß es auch bei den Thais ein Bedingungs-Folge-Gefüge gibt, daß bestimmte sich wiederholende Verhaltensmuster hervorruft.
    Wie dem auch sei: Vielleicht können wir uns darauf einigen, daß, wer aufmerksam in die Gegend schaut, eine Menge beobachten kann, doch die Wahrheit ?

    Die werden wir wohl kaum erfahren...

    @herbert, stimmt übrigens, das mit dem Alter und dem damit verbundenen Zwang so vülgär in der Gegend herumzuphilosophieren - liegt ja auch auf der Hand:

    Wenn´s Zipferl nicht mehr will - steht der Geist halt nicht mehr still... ;-D

  8. #27
    Marco
    Avatar von Marco

    Re: Fürsorge der Mutter

    Wenn´s Zipferl nicht mehr will - steht der Geist halt nicht mehr still...
    :bravo: :bravo: :bravo:

  9. #28
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Fürsorge der Mutter

    Uns Herbie arbeitet halt verstärkt an seinem persönlichen Karma.

    Irgendwann mal lugt es um die Ecke und sagt:
    "Erwischt Alter".

    Aber bis dahin hat er noch ein bisserl Zeit.

    Diese Zeit gönne ich ihm.

    P.S.nen schönen Gruss nach Wien

  10. #29
    Avatar von AndyLao

    Registriert seit
    23.07.2003
    Beiträge
    949

    Re: Fürsorge der Mutter

    on-topic

    Es ist keineswegs unüblich, die ganz Kleinen mal so 1-3 Jahre bei der Oma zu lassen, wenn man hier den Kopf voll mit Arbeit oder Geschäft hat. Und ich meine das nicht im Stile der üblichen "Pattaya - Isaan -Connections"!!

    Dass es dadurch manchmal zu Problemen mit dem dt. Ehemann kommt, weil er dass so nicht kennt und mag oder weil er sich nicht "rechtzeitig" an den Nachwuchs "gewöhnen" konnte und dann urplötzlich überfordert wird, habe ich schon so beobachtet.

    Zu den "äußerlich emotionalen Zuwendungen", kann ich nur sagen, dass mir meine "ganz normale Thai-Famile" zunächst wie eine "obercooler Haufen" vorkam. Emotionen werden halt nicht so gezeigt wie bei uns, dafür gibt es aber auch nicht die unsäglich falschen "Bussi-Bussi". Dass mich dann meine Schwiegermutter nach dem offiziellen aber nachträglichen Heiratsantrag bei beiden Händen nahm, war dann schon sehr emotionell.

    Wir sollten uns immer im Klaren darüber sein, dass wir in völlig anders geartete Wertesysteme und Kommunikationskulturen "hineinrasseln" und wir es gerade der Gelassenheit der Thais zu verdanken haben (möglicherweise auch dem Gewinnstreben der ansässigen Chinesen), dass unsere Köpfe nicht zur Warnung aller um jedes Dorf aufgespießt werden.


    Und mit der Frau: nicht warten bis sie den schönen deutschen und bei mir äußerst unbeliebten Satz von sich gibt: "Wir müssen mal reden!"

  11. #30
    Avatar von AndyLao

    Registriert seit
    23.07.2003
    Beiträge
    949

    Re: Fürsorge der Mutter

    Da habe ich noch was wundervolles gefunden:
    In Ausmaß und Art der Berührungen bestehen große kulturelle Unterschiede. Man kann solche schon zwischen Nord- und Süddeutschen feststellen.

    In den 1960er-Jahren beobachtete ein Sozialpsychologie die Häufigkeit, mit der sich Paare innerhalb einer Stunde in Cafés gegenseitig berührten:

    San Juan (Puerto Rico) 180 mal
    Paris (Frankreich) 110 mal
    Gainsville (Florida) 2 mal
    London (UK) 0 mal

    Einstellung und Praktiken in bezug auf das taktile Verhalten schaffen eine weite Spanne der Klassen- und Kulturunterschiede, ein Feld dafür, die Beziehung zwischen taktiler Erfahrung und sozialen Unterschieden und in gewissem Sinn auch nationalen Eigenheiten zu erforschen. Im allgemeinen entwickeln sich die Unterschiede in der Überempfindlichkeit bei den einzelnen Familien, gerade weil und während die Kultur bestimmte sozialisierende Erfahrungen vorschreibt, denen der Säugling und das Kind ausgesetzt werden sollen. Die Glieder einer Familie können sich, was die vorgeschriebene Verhaltensweise betrifft, erheblich in ihrem Benehmen von anderen unterscheiden (mit größeren oder geringeren Konsequenzen für die betreffenden Menschen).

    Es gibt Familien, in denen unbefangener und häufiger taktiler Kontakt mehr oder weniger selbstverständlich ist, und zwar nicht nur zwischen Mutter und Kind, sondern auch zwischen allen Familiengliedern. Aber es gibt im selben Kulturbereich Familien, in denen ein minimaler Kontakt zwischen Mutter und Kind und den anderen Angehörigen besteht. Es gibt ganze Kulturbereiche, in denen ein »Noli me tangere«, ein »Rühr mich nicht an« die Begegnung der verschiedenen Menschen beherrscht. In anderen Kulturen ist das Berühren so sehr ein Teil des Lebens, Umarmen, Streicheln und Küssen sind so selbstverständlich, dass es Nichttaktilen merkwürdig und peinlich vorkommt. Auch gibt es Kulturen, die jede nur mögliche Variation in bezug auf Taktilität durchspielen."

    Sehr grob vereinfachend kann man unterscheiden:

    Kontaktreiche Kulturen
    Araber, Lateinamerikaner, Griechen, Türken
    einige afrikanische Kulturen

    Kontaktarme Kulturen
    Nordeuropäer, US-Amerikaner, Kanadier, Asiaten


    Es ist aber ein breites Spektrum zwischen kontaktreich und kontaktarm, das auch nach Situationen usw. zu differenzieren ist (so ist z.B. in Thailand in der Öffentlichkeit Händchenhalten zwischen jungen Männern ein anerkanntes Verhalten ohne homoerotische Bedeutung, Händchenhalten zwischen Männern und Frauen aber Tabu).
    Schaut mal hier: http://www.payer.de/kommkulturen/kultur042.htm (mit Leckerbissen: Breschnew-Honecker-Knutscherei)

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