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Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten

Erstellt von offi, 15.02.2009, 09:26 Uhr · 184 Antworten · 37.703 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von offi

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    Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten

    Mein Erlebnis mit einer Thai-Frau und deutschen Gerichten, oder,
    so kanns einem gehen.
    Ich schreibe hier nur das Wichtigste und in Stichpunkten.
    Ich hatte meine damalige Frau in einem Thailand Urlaub kennengelernt und kannte sie bereits einige Jahre, bevor sie im Sommer 2004 mit einem 4 monatigem Sprachvisum nach Deutschland kam. Im Herbst 2004 beschlossen wir dann zu heiraten. Wir veranlassten alles, örtliche Standesamt, Papiere usw. Ich vor der Ehe zum Anwalt: Was ist mit Ehevertrag ? Dann das übliche, wofür, wollste dich wieder scheiden lassen? Ne, wollte ich nicht, hab darum auch nix gemacht. Im Juli 2005 wurde dann in Deutschland die Ehe geschlossen. Alles lief super. Meine Frau durfte auch endlich arbeiten. Ich besorgte ihr eine Stelle auf 400,-Eu Basis in der Firma meines Freundes. Im Mai 2005 kam dann ihr jüngster Sohn nach Deutschland. Lief auch alles super, Eingliederung, Schule, Fußballverein. Alles Ok. Im April 2007 flog meine Frau allein nach Thailand, um den ältesten Sohn zu besuchen. Er kam aus dem Kloster und solle zum Millitär. Sohn Nr.2 ging ja in Deutschland zur Schule. Darum blieben wir hier. Ende April kam meine Frau aus Thailand zurück. Sie nahm ihre arbeit wieder auf und wurde zum 1.Mai fest eingestellt. Am 5.Mai, morgens um 6 Uhr erzählte sie mir, das sie um 8 Uhr auszieht.( nach 18 Monaten). Sie wolle mit ihrem Sohn allein leben. ( Ich schreibe hier in Stichpunkten ) Jedenfalls ist sie dann ausgezogen. Es dauerte auch keine Woche, bis ein Schrieb von ihrem Anwallt kam, ich sei doch Unterhaltspflichtig und solle doch mal meine Einkünfte offen legen. Ich natürlich auch zum Anwalt. Na ja, ich musste alles offenlegen und sollte danach 870,- Eur. Trennungsunterhalt zahlen. Ich natürlich nicht gezahlt. Ruchzuck flatterte dann die Klage ins Haus und es ging zum Amtsgericht nach Beckum. Wir haben einen Vergleich geschlossen und ich zahlte mon. 275,- Eur. Trennungsunterhalt ( von 870,- auf 275,- ).Meine Anwaltskosten: 4stellig, Frau weiss ich nicht, bekommt natürlich Prozesskostenhilfe. Das Jahr ging ins Land,und der Sohn kommt mindestens 3-4 mal die Woche zu mir. Das Auto meines Kumpels, steht auch immer öffter vor ihrem Haus. Na ja, war schon seltsam. Eines Tages treffe ich die Frau von meinem Freund. Wie, sagt sie, du weist nicht, deine Frau und mein Mann waren zusammen in Thailand. Ich fiel aus allen Wolken. Seid dem Tag habe ich meinen Freund nicht mehr gesprochen. Wenn er mich sieht, wechselt er die Straßenseite. Auf jeden Fall, Auszug ,Vertrauen weg, Ehe = kaputt. 2 Monate vor Ablauf des Trennungsjahres, Scheidung eingereicht. Wieder das Übliche. Enkünfte und Vermögen offenlegen. Die Gegenseite hat die Einkünfte erst nach Androhnung von 200 Eur,- Geldbuße offengelegt. Diese Aktion hat natürlich meine Scheidungstermin um 3 Monate nach hinten verschoben und meine Ehe verlängert. Im Oktober wars dann soweit. Scheidung vor dem Amtsgericht in Beckum. Rente, Ausgleich usw. Der Schlußspruch: Auf Grund der kurzen Ehe, und sie verdient ganz gut, kein Nachscheidungsunterhalt. Beschlossen und verkündet. Die Anwältin der Gegenseite: Damit bin ich aber nicht einverstanden, ich gehe in Berufung.( Ich erst mal wieder, Anwaltskosten 4stellig ) Das Urteil von Beckum war damit nicht rechtskräfig und ich konnte erst einmal weiter Unterhalt zahlen. Somit ging es dann nach Hamm zum Oberlandesgericht. Ende Oktober war Termin: Befragung. Ihr Chef war als Zeuge geladen. Wurde aber nicht verhört, tut nichts zur Sache, meinte eine Richtrin. Meine Frau + der Chef, das Gericht sieht keinen Zusammenhang. Das Gericht konnte auf Grund von Rentenauskünften an diesem Tag noch kein Urteil abgeben. Verkündung ist am 15.01.2009. Anfang Februar 09 kam dann die Verkündung, Scheidung von Beckum bestätigt, die Ehe ist seid Oktober 08 geschieden. Aber von einer Kurzzeitehe kann nicht gesprochen werden. 18 Monate bis zum Auszug + 15 Monate Trennung = 3,3 Jahre Ehe. Da die Frau bedürftig ist,(sie arbeitet Fulltime ) wird der Nachscheidunsgunterhalt auf monatlich 609,- Euro, rückwirkend von Oktober 08 für ein Jahr festgelet. ( Dazu kommt Anteilmässig 470,- Eur. Gerichtskosten und wieder Anwaltsgebühr 4stellig).
    Was Hamm sagt ist richtig, muss richtig sein, ist ja ein Oberlandesgericht ( ironisch gemeint ). Im Schrieb heißt es:
    Gegen dieses Urteil ist ein weiteres Rechtsmittel nicht möglich.

  2.  
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  3. #2
    petpet
    Avatar von petpet

    Re: Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten


    Mein Beileid!

  4. #3
    Avatar von Alek

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    Re: Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten

    Ich glaube, wenn es meine Frau gewesen währe hätte sie nun ein Messer im Rücken stecken. Für manche lohnt es sich fast in den Bau zu gehen. OK, bitte nicht zu ernst nehmen.

    Wünsche Dir, das es für Dich trotzdem gut weitergeht
    Alex

  5. #4
    Avatar von Micha-Dom

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    Re: Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten

    erst mal ein
    ein Ehevertrag muss abgeschlossen werden nach geltenden Recht. Da ist vieles geregelt und vereinfacht vieles.

  6. #5
    NAN
    Avatar von NAN

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    Re: Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten

    So einen bescheidenen Rechtsanwalt hatte ich auch schon einmal. Er ging aber nicht um eine Scheidung, die ja wie man
    sieht auch schon ganz schön kostspielig werden kann.

    Liegt vielleicht an meinem Sternbild, aber vergessen würde ich so eine Sache nie. Tu dich mit der Frau deines früheren Freundes zusammen. Kann sein das sie sich auch scheiden lassen will, und da er ein Geschäft hat könnte das ohne Ehevertrag reichlich teuer für ihn werden.
    Kann ja durchaus sein das dann deine Ex ganz schnell ihr Interesse am ihm verliert.

    Gruß Wolfgang

  7. #6
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten

    Diesen Beitrag sollten man festpinnen,als Warnung an alle Heiratslustigen,ob mit Thai oder andere Nationalitaet.

  8. #7
    Avatar von socky7

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    Re: Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten

    Zitat Zitat von offi",p="691071
    Mein Erlebnis mit einer Thai-Frau und deutschen Gerichten, oder, so kanns einem gehen.....
    Da die Frau bedürftig ist,(sie arbeitet Fulltime ) wird der Nachscheidungsunterhalt auf monatlich 609,- Euro, rückwirkend von Oktober 08 für ein Jahr festgelegt.
    Hallo offi,
    das ist natürlich alles sehr unerfreulich. Mir sind ähnliche Fälle bekannt.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, musst du jetzt "nur" noch ein Jahr lang monatlich 609 € zahlen, also rd. 7.300 €.
    Du hattest jedoch Glück im Unglück:
    wenn du die Kinder von der Kurzzeit-Thaifrau adoptiert hättest, dann würde das erheblich schlimmer aussehen.
    [highlight=yellow:d38e85f672]Hoffentlich lesen sich alle Liebeskasper deinen Thread sorgfältig durch, bevor sie eine Thaifrau heiraten, die nicht monogam veranlagt ist.[/highlight:d38e85f672]
    Beim Verhalten meiner Ehefrau im Allgemeinen hätte ich auch noch Verbesserungsvorschläge. Aber eins ist absolut sicher: sie würde niemals fremd gehen. Das ist sehr angenehm, wenn man ruhig schlafen kann.

    Schiller's Glocke:
    "Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
    ob sich das Herz zum Herzen findet-
    der (Liebes)Wahn ist kurz, die Reu' ist lang!"

    Woher wusste Schiller das schon vor 200 Jahren ?

    offi, du musst jetzt nach vorn blicken und nicht zurück!
    Beim nächsten Mal findet du bestimmt die richtige Frau.
    Jedenfalls wünsche ich dir das !

    Tipp für alle, die getrennt leben, jedoch noch kein rechtskräftiges Scheidungsurteil haben:
    möglichst die Zahlung von Trennungsunterhalt verzögern oder vermeiden. Dieses Geld ist raus geschmissenes Geld. Das wird beim Scheidungsurteil überhaupt nicht angerechnet.
    MfG socky7

  9. #8
    Avatar von woma

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    Re: Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten

    Zitat Zitat von Micha-Dom",p="691084
    ein Ehevertrag muss abgeschlossen werden nach geltenden Recht.
    nach thailändischem Recht

    woma

  10. #9
    Avatar von Leipziger

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    Re: Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten

    Hallo offi

    Ich vor der Ehe zum Anwalt: Was ist mit Ehevertrag ? Dann das übliche, wofür, wollste dich wieder scheiden lassen? ........
    Anwaltskosten: 4stellig ....... Frau weiss ich nicht
    ( Ich erst mal wieder, Anwaltskosten 4stellig ).........
    ( Dazu kommt Anteilmässig 470,- Eur. Gerichtskosten und wieder Anwaltsgebühr 4stellig).

    Entschuldige bitte , aber guck dir das mal näher an ............ na fällt dir etwas auf ?

    Ist schon ein cleveres Kerlchen dein Anwalt ....... am Ehevertrag hätte er nämlich nur 850,- EUR verdient , gut gepokert , meine Hochachtung ...........

  11. #10
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Erlebnis mit Thai, Scheidung und Gerichten

    Zitat Zitat von woma",p="691099
    nach thailändischem Recht?
    Wird die Ehe - wie in diesem Fall in D geschlossen - ist es wohl am zweckmäßigsten den Ehevertrag nach deutschem Recht zu schließen. Und auch das deutsche Recht als Recht aller Scheidungsfolgen zu wählen. Ist eigentlich bei jedem Notar eine Standardroutine.

    Selbst wenn man in Thailand heiratet, kann man einen Ehevertrag abschließen. Man muß sich allerdings vorab informieren, was der thail. Standesbeamte an Anforderungen stellt.

    Zitat Zitat von socky7",p="691095
    ...Schiller´s Glocke:
    "Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
    ob sich das Herz zum Herzen findet-
    der (Liebes)Wahn ist kurz, die Reu´ ist lang!"

    Woher wusste Schiller das schon vor 200 Jahren ?
    Das wird jetzt die Literaturkritiker auf Trab bringen. War auch der Schiller in Thailand?

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