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Erbrecht

Erstellt von E.Phinarak, 24.06.2003, 23:03 Uhr · 31 Antworten · 3.950 Aufrufe

  1. #11
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Erbrecht

    Hi Woody,
    natuerlich , kann ein Auslaender, nachdem er ein Grundstueck geerbt hat und dieses innerhalb einer Frist an einen Thai abgeben muss, trotzdem nutzen, da gibt es Moeglichkeiten, zwar nicht Eigentuemer zu sein, aber es wie ein Eigentuemer zu nutzen...:-)
    Man muss es nur entsprechend regeln...:-)
    Da gibt es sicher indivuduell verschiedene Moeglichkeiten, das haengt dann sicher auch vom Auslaender und seinem Umfeld ab.
    Es gibt sicher genug Beispiele, wo ein Auslaender nicht Besitzer, aber Nutzer auf Lebenszeit eines Grundstueckes mit Haus ist...!
    Will sagen, die thailaendische Rechtssprechung/Gesetzgebung, hat da genuegend Moeglichkeiten offen gelassen um ein Nutzungsrecht fuer Auslaender zu realisieren, Besitzrecht auf Dauer gibt es natuerlich nunmal nicht...
    Muss auch nicht sein, denke ich, da die anderen Rechtsformen sicher ausreichen um sein Nutzungsrecht ordentlich aufzubauen,
    Da sollte man bei Bedarf einen Fachanwalt konsultieren, der dann sicherlich die verschiedenen Varianten erlaeutern kann, wenn man Glueck hat...:-)
    Gruss
    Klaus
    PS:
    Dies hier zu diskutieren halte ich fuer nicht sinnvoll, da es zuviele, verschiedene Meinungen gibt, aufgrund des individuellen
    Wissensstandes der Forenteilnehmer...:-)

  2.  
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  3. #12
    woody
    Avatar von woody

    Re: Erbrecht

    Hallo Klaus,
    ich schrieb: wenn man als Ausländer in Thailand ein Grundstück erbt, kann man es nicht für sich nutzen, sondern man ist verpflichtet, es an einen thailändischen Staatsangehörigen zu verkaufen.

    Will sagen:
    Eigentümer mit Eintrag im Chanot kann ein Ausländer nach heutigem thailändischem Recht nicht werden.

    Mir ist klar und ich glaube den meisten hier am thread Beteiligten auch, dass es als Farang in Thailand viele Möglichkeiten gibt Grundstücke sogar als Besitzer zu nutzen, wenn man keinen Schaden erleiden will, sollte man dabei immer das thailändische Recht beachten und keinem Winkeladvokaten vertrauen, der einen dabei unterstüzt das Recht zu umschiffen.
    Eine legale Möglichkeit ist, wie Du auch aufgeführt hast, die Langzeitpacht z.B: auf 30 Jahre mit Verlängerungsmöglichkeit. Dann ist man zwar der Besitzer und Nutzer, aber nicht der Eigentümer.
    In den meisten Fällen ist das wahrscheinlich ausreichend. Aber man muss dabei beachten und bedenken, dass der Eigentümer sein Grundstück jederzeit verkaufen oder beleihen kann, der Pachtvertrag ist zwar in jedem Fall weiterhin gültig, aber im schlimmsten Fall, nichts mehr wert.
    gruss woody

  4. #13
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Erbrecht

    Hi Woody,
    sorry,
    da habe ich wohl Deine Ausfuehrung ein Stueck missvestanden, Du hast natuerlich recht, Nutzung und Eigentum sind zwei Dinge, die nur bedingt etwas miteinander zu tun haben, besonders in TH...:-)
    ..um es mal locker zu sagen...:-)
    Im Prinzip ist ja nun alles gesagt:
    Man kann Erben und Nutzen,
    man muss es nur gestalten koennen und wollen...:-)
    wie Du richtig schreibst unter Ausnutzung der rechtlichen, also legalen Moeglichkeiten Thailands...:-)
    Uebrigens,
    wenn wir hier von Erben schreiben, dann meinen wir nicht nur Land, sondern mit Erben ist das gesamte Erbrecht gemeint, nur zur Ergaenzung, damit man nicht auf eine "falsche Spur" gefuehrt wird...
    :-)
    Um die Sache mal ein Stueck komplizierter zu machen, ich kann ein Haus erben und besitzen, aber eben das Land mit der erklaerten Einschraenkung, nicht...:-)
    Ich denke aber, das ist inzwischen verstaendlich...?:-)
    Gruss
    Klaus

  5. #14
    Avatar von E.Phinarak

    Registriert seit
    24.03.2003
    Beiträge
    1.516

    Re: Erbrecht

    ähm, ich kann ein Land benutzen um ein Haus zu besitzen. :-)
    Was ist wenn jemand kommt und sagt: nu brauch ich dein Land,
    wir wollen hier eine Straße,o.ä. bauen.?
    egal auch...
    ich danke euch

  6. #15
    woody
    Avatar von woody

    Re: Erbrecht

    Wenn dein Haus einer Strasse im Weg ist und Du willst Dein Grundstück inklusive Haus nicht verkaufen, dann kann der Staat, das Grundstück enteignen.
    Das ist hier in D so und ich nehme an in Thailand nicht anders.
    Das hat aber nicht viel, genau gesagt garnichts, mit der aktuellen Diskussion zu tun.

  7. #16
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Erbrecht

    Hi Pinarak,
    Du schreibst:
    " nu brauch ich dein Land,
    wir wollen hier eine Straße,o.ä. bauen.?"
    Also nehmen wir mal an, Deine Person des vertrauens (wer immer das ist, aber ein(e) Thai), hat einen ordentlichen Landtitel fuer das Grundstueck(es gibt ja meines wissens nach mindesten 3 verschiedene Landtitel), sagen wir mal es ist der Hoechste, also durch den Staat n icht antastbare Landtitel...:-)
    Dann wuerde ich Deine Frage wie folgt beantworten:
    Eine Strasse "durch" Dein Haus, kann NUR DER STAAT bauen bzw. unter bestimmten Bedingungen verlangen, dass der Eigentuemer das Land der "Oeffentlichen Hand" zur verfuegung stellt, dazu allerdings ist es noetig, dass der Staat erstens, eine dem Verkehrswert entsprechende Entschaedigung zahlen muss und zweitens ein Stueck "Ersatzland" zur Verfuegung stellen muss, diese Prozedur kann ueber einen Gerichtsentscheid abgewickelt werden, wenn der Eigentuemer des Landes mit der Absicht des Staates , z.B. dort eine Strasse zu bauen nicht einverstanden ist(Oeffentliches Interesse anzweifeln, z.B.) oder andere Argumente...:-)
    Also, ich will sagen, Deine Befuerchtung ist eher grundlos, sei denn, Du hast halt an eine sensiblen Ecke gebaut...LOL:-)
    Will auch sagen, dann geht alles rechtens zu, mit vielleicht der Einschraenkung, dass das recht auch mal "gebeugt" wird, wie es in TH ja oft ueblich ist, das aber hat dann nichts damit zu tun, dass Du als Auslaender auf dem Land Nutzung hast, denn der Eigentuemer ist einTHAI, also eine interne Auseinandersetzung...:-)
    ohne Falang-beteiligung..:-)
    direkt jedenfalls...
    Will sagen, auch in TH kann nicht irgendwer kommen und eine Strasse bauen wollen...:-)
    Gruss
    Klaus

  8. #17
    Avatar von E.Phinarak

    Registriert seit
    24.03.2003
    Beiträge
    1.516

    Re: Erbrecht

    @Woody
    war ein bißchen blöd ausgedrückt von mir.Aber dennoch:
    einem Bekannten von mir ist auf den Phillipinen folgendes passiert.
    Auf dem Land seiner Schwiegermutter baute er vor ca 10Jahren
    ein kleines Häuschen.Die Mama starb und vermachte das Land ihrem Sohn.
    2x im Jahre flog mein Bekannter auf "seine" Insel und verschönerte mit seinem Schwager das Haus, der auch darin wohnte, wenn mein Bekannter zum Geldverdienen wieder nach Deutschland mußte.Das ging 3Jahre gut.
    Dann kam ein Anruf und der Schwager erzählte nun seiner Schwester,
    daß er aus Geldnot (zocken) das Land an den Distrikt verkauft hätte.
    Wär aber kein Problem,da das Haus ja noch ihm,meinem Bekannten gehören
    würde.Ungefähr ein halbes Jahr später flog mein B. wieder rüber.
    Als er ankam folgte der nächste Schock. In der Zwischenzeit hatte der Distrikt das Land an eine phillipinische Familie verkauft.Diese Großfamilie meldete nun sowas wie Eigenbedarf an.Das Oberhaupt dieser Familie war aber ausgesprochen fair gewesen und hatte bereits das Haus fein säuberlich abgetragen und ordentlich auf ein entferntes Grundstück verbracht.Es wurden sogar Plastikplanen über den nun vorhandenen Bausatz gelegt um das Material vor dem anstehenden Monsun zu schützen.Alle nun folgenden Behörden- und Anwaltsgänge führten zu nichts. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als sich ein neues Grundstück zu kaufen und mit Hilfe seines Schwagers noch mal von vorn zu beginnen.
    Eine kleine Geschichte, nur mal so am Rande.Ist wirklich so geschehen.
    Aber das war noch nicht das Ende.In den folgenden Jahren wurde sein Haus 2x von Wirbelstürmen platt gemacht.Er hat aber nie aufgegeben,buckelt Überstunden, um irgendwann einmal mit seiner Frau und seinen inzwischen 2 Kindern seinen Lebensabend in seinem
    Traumland zu verbringen.

  9. #18
    Avatar von Otto-Nongkhai

    Registriert seit
    05.11.2002
    Beiträge
    12.292

    Re: Erbrecht

    Zitat Zitat von woody
    Aber man muss dabei beachten und bedenken, dass der Eigentümer sein Grundstück jederzeit verkaufen oder beleihen kann, der Pachtvertrag ist zwar in jedem Fall weiterhin gültig, aber im schlimmsten Fall, nichts mehr wert.
    gruss woody
    Das ist doch der springende Punkt !!!!!

    Was nuetzt einem das Nutzungsrecht ,wenn es dem Eigentuemer nicht passt.

    Moeglichkeiten gibt es fuer einen Thai genug ,einen Farang loszuwerden !

    Wir reden hier sowiso von 2 Paar Schuhen :

    Wenn ich Erbe ,dann bin ich Eigentuemer und genau das laesst die Thai Verfassung nicht zu.

    Wenn ich aber nach dem Tode meiner Ehefrau " nur " das Nutzungsrecht bekomme ,dann habe ich nicht geerbt ,denn das Nutzungsrecht hatte ich frueher schon durch Vertrag und Eintragung im Chanot .

    Alles klar ???

    Otto

  10. #19
    woody
    Avatar von woody

    Re: Erbrecht

    Otto, alles klar

  11. #20
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Erbrecht

    HI Otto,
    Du schreibst:
    "Wenn ich aber nach dem Tode meiner Ehefrau " nur " das Nutzungsrecht bekomme ,dann habe ich nicht geerbt ,denn das Nutzungsrecht hatte ich frueher schon durch Vertrag und Eintragung im Chanot . "

    Da ist leider nicht alles klar...:-)
    Denn,
    als Beamter solltest Du wissen, dass es einen Unterschied zwischen einer privaten Auslegung eines Gesetzes und des Gesetzs selber gibt, somit sagt das thailaendische Erbrecht, dass Du als Auslaender Land in TH ERBEN kannst!!
    Das ist unbestritten die Gesetzesrealitaet, dass es nun ein weiteres Gesetz(Verordnung) gibt, die dieses Erbrecht einschraenkt, hat mit dem Erbrecht ansich nichts zu tun, es sind zwei verschiedenen Gesetzesvorlagen.
    Also zusammengefasst und NUR formaljuristisch, denn nur das ist entscheidend!!, erbt , wenn die erbrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, ein Auslaender sein ererbtes Land .
    Das nun die Einschraenkung erfolgt aus einem anderen Gesetz , um dieses Erbrecht einzuschraenken, ist eine andere Sache, die allerdings und da gebe ich Dir gerne recht, dazu fuehrt, dass der Auslaender nicht lange im Besitz seines Erbes bleiben kann, mit Nutzungsrecht hat dies nur soweit zu tun(den wohl kaum alle Falangs haben bereits ein Nutzungsrecht auf dem Grundstueck ihrer Frau eintragen lassen(viele, da gehe ich von aus, wissen von dieser Moeglichkeit nichts oder zu wenig),als dass man man dieses nach dem Erbe gestalten kann...:-) Es ist aber nicht zwingend erforderlich, dies bereits vorher zi tun, erleichtert sicher die Rechtslage...:-)
    Also,
    ich denke wir sind uns da einig, die eine seite ist die Rechtsgrundlage(n), diese sind Rechtralitaet, udn die andere seite ist deren praktische Umsetzung, erst beides zusammen, lassen das Recht wirksam werden!
    Ich kann nicht einfach das Gesetz nach meinem Privatverstaendnis auslegen, ich kann das (die) Gesetz(e) aber nach meinen privaten Beduerfnissen ausnutzen, das sind 2 Dinge...:-)
    Im Endeffekt ist festgestellt, es gibt ein Erbrecht fuer Auslaender, dieses wird durch eine andere Gesetzgebung wiederum eingeschraent und man ist als Auslaender in der Lage, ueber ein Nutzungsrecht seine Nutzung auf Lebenszeit zu sichern, dabei sind die menschlichen Unzulaenglichkeiten(z.B. Besitzbegehr eines anderen Thai) unerheblich , wenn man die Gesetzslage fuer sich betrachtet und das ist und sollte der fall sein, alles andere ist menschliche "Spekulation" aus menschlichem (Fehl)-Verhalten heraus...:-)
    ...und schon ist alles klar...schon klar...:-)
    Gruss
    Klaus

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