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Erben in Thailand - Welche Papiere sind erforderlich?

Erstellt von ffm, 10.08.2013, 05:51 Uhr · 22 Antworten · 3.394 Aufrufe

  1. #1
    ffm
    Avatar von ffm

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    Erben in Thailand - Welche Papiere sind erforderlich?

    In den bestehenden Threads zu diesem Thema habe ich nichts konkretes gefunden, deshalb mache ich hier einen neuen auf.

    Die Situation: Ein Deutscher mit Wohnsitz in Thailand verstirbt. Ein Testament existiert nicht. Er hinterlässt Vermögenswerte in Form von Investmentkonten in Hongkong.

    Was muss die thailändische Ehefrau tun? Welche Papiere sind erforderlich um den Nachlass abzuwickeln, und welche Behörden stellen diese aus?

    Zur Erbfolge: Gilt in Thailand die gesetzliche Erbfolge analog der Regelung in Deutschland, oder gibt es da Besonderheiten? Die Ehe war kinderlos, und keiner der Ehepartner hat anderweitig Kinder. Ein Elternteil des Verstorbenen lebt in Deutschland. Erben das Elternteil und die Witwe zu je 50%?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von siamthai1

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    tag ffm,das ist sowieso eine sache für den rechtsanwalt. ich würde sagen zuerstmal die ehefrau, dann kommts vermutlich auch darauf an wie lange sie verheiratet waren. wenn es ein grosses vermögen ist, wird sich der deutsche teil des verstorbenen schon melden,da bin ich fast sicher.die werden schon schauen das der frau nichts bleibt.hoffentlich ist die frau schlau genug sich einen anwalt zu nehmen,auch wenn er für sie vermutlich teuer ist,anders wird sie es schwer haben dies zu schaffen..

  4. #3
    Avatar von waanjai_2

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  5. #4
    ffm
    Avatar von ffm

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    DER FARANG - Zeitung fr Urlauber und Residenten in Thailand
    Danke, den Artikel hatte ich schon gelesen, aber da stehen doch eher Allgemeinheiten drin. Der Totenschein ist bereits ausgestellt und die Einäscherung ist erfolgt. Ich würde nun gerne konkret wissen wie erstens die Erbfolge in Thailand geregelt ist, und zweitens welche thailändische oder deutsche Behörde in einem solchen Fall für die Ausstellung eines Dokuments zuständig ist, das dem deutschen Erbschein entspricht.

  6. #5
    Avatar von Doby

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    Zitat Zitat von ffm Beitrag anzeigen
    Danke, den Artikel hatte ich schon gelesen, aber da stehen doch eher Allgemeinheiten drin. Der Totenschein ist bereits ausgestellt und die Einäscherung ist erfolgt. Ich würde nun gerne konkret wissen wie erstens die Erbfolge in Thailand geregelt ist, und zweitens welche thailändische oder deutsche Behörde in einem solchen Fall für die Ausstellung eines Dokuments zuständig ist, das dem deutschen Erbschein entspricht.
    Deine ganzen Fragen kann dir nur ein Anwalt richtig erklären der auf Erbrecht und wenn es geht Internationales Erbrecht spezialisiert ist.

    Nach deutschen Erbrecht würde die gesetzliche Erbfolge greifen und die Ehefrau würde alles erben, egal wie lange die beiden verheiratet sind oder waren.

    "Wie sagte aber ein Anwalt mal zu mir während eines Vortrages über Erbrecht:
    Alles was ich ihnen heute erzähle, sollten sie morgen vergessen haben. Denn über Nacht können sich die Durchführungsbestimmungen zu den einzelnen §§ geändert haben."

  7. #6
    Avatar von tigerewi

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    Vielleicht stehen hier die gewünschten Infos drin.

    Chiangmaitreff


    erbrecht in thailand mit der Rechts- und Steuerkanzlei Trempel & Associates

    baanthai Ratgeber - Erbrecht von Robert Stancke

    Erbschaft in Thailand - Die für deutsche Erben relevante Rechtslage | Erbrecht

    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...oDwqSf9gBENVzg (hier wird eine siebenundzwanzig Seite umfassende PDF-Datei mit dem Titel "Erben und Vererben in Thailand" heruntergeladen)

  8. #7
    Avatar von markobkk

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    Ich hab das im Bezug auf meine Konten ganz einfach geregelt. ATM PIN Nummer, unterschriebene Barabhebungsformulare und Online Banking Zugangsdaten liegen im verschlossenen Umschlag im Safe. Wenn ich Tot bin kann meine Frau problemlos die Konten entweder per ATM, Barabhebung oder per Online Ueberweisung in kurzer Zeit abraeumen. Kein Papierkram, kein Stress.

  9. #8
    Avatar von waanjai_2

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    Sehr gut. Ich habe inzwischen auch ein Gemeinschaftskonto mit "Oder"-Zeichnung. Darauf werde ich zu gegebener Zeit die Masse des Inputs umleiten. Im Todesfall (und im Pflegefall) bekommt sie die ATM-Karte und kann auch alleine verfügen.

    P.S. Zu der Ausgangsgeschichte: Ich finde es ein wenig dumpfbacken in Thailand mit Frau zu leben und dann noch nicht einmal Vorsorge durch Testament oder ähnlich sichere Arrangements zu treffen.

  10. #9
    Avatar von klaustal

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    hallo erst einmal

    moin, wenn wie in deinem fall der deutsche ehepartner stirb,muß erst einmal geklärt werden ob es ein testament gibt. soetwas kann in einem schließfach(auch hongkong)liegen oder bei einem rechtsanwalt/notar in deutschland.auf jedenfall greifen 2 gesetzte, einmal das deutsche und auch das thailändische.der deutsche staat möchte natürlich seine erbschaftssteuer haben genauso die thailändische,sofern in thailand eine gibt.die einfachste sache wäre, die ehefrau wäre mitberechtigt auf die papiere zuzugreifen. dann einfach veräussern und die sache ist erledigt.
    nach deutschem recht ist die ehefrau allein erbin und muß lediglich steuern zahlen....soweit ich weis ab dem wert von 250.000 €.
    sollte sie nicht berechtigt sein,muß sie ein erbschein vorweisen und dies gilt auch für thailändische banken bzw wertpapiere und dann ist alles offiziell.
    also bleibt dann nur ein gang zum anwalt der alles erledigt,einschließlich erbschein.

    gruß klaustal

  11. #10
    Avatar von tigerewi

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    765
    Zitat Zitat von klaustal Beitrag anzeigen
    hallo erst einmal

    moin, wenn wie in deinem fall der deutsche ehepartner stirb,muß erst einmal geklärt werden ob es ein testament gibt. soetwas kann in einem schließfach(auch hongkong)liegen oder bei einem rechtsanwalt/notar in deutschland.auf jedenfall greifen 2 gesetzte, einmal das deutsche und auch das thailändische.der deutsche staat möchte natürlich seine erbschaftssteuer haben genauso die thailändische,sofern in thailand eine gibt.die einfachste sache wäre, die ehefrau wäre mitberechtigt auf die papiere zuzugreifen. dann einfach veräussern und die sache ist erledigt.
    nach deutschem recht ist die ehefrau allein erbin und muß lediglich steuern zahlen....soweit ich weis ab dem wert von 250.000 €.
    sollte sie nicht berechtigt sein,muß sie ein erbschein vorweisen und dies gilt auch für thailändische banken bzw wertpapiere und dann ist alles offiziell.
    also bleibt dann nur ein gang zum anwalt der alles erledigt,einschließlich erbschein.

    gruß klaustal
    Rechtsanwälte erstellen eigentlich keine Testamente. Man kann sie bei beim Rechtsanwalt besprechen und ausarbeiten lassen, aber 1. wird es sehr teuer, da diese nach BRAGO abrechnen bzw. ein frei verhandeltes Honorar verlangen und 2. die Rechtsanwälte dieses Testament danach zur Beurkundung an einen Notar übergeben und dieser verlangt auch noch einmal ein Honorar (deutlich geringer als das Anwaltshonorar). Man sollte somit direkt zum Notar gehen. Der Notar hebt kein Testament auf, sondern gibt dies an das zuständige Nachlassgericht. Von dort bekommt man einen Hinterlegungsnachweis. Wenn der Erblasser stirbt, legt man den Hinterlegungsnachweis mit Todesurkunde vor. Das Nachlassgericht eröffnet daraufhin das Nachlassverfahren, d.h. das Testament wird geöffnet und die Erben werden i.d.R. schriftlich informiert (erhalten das Testament).

    Die Ehefrau ist nach deutschem Recht nicht Alleinerbin; auch nicht, wenn der Erblasser keine Kinder hatte. Es kommt darauf an, ob er noch weitere Verwandte (Eltern, Geschwister ...) hatte und auf den Grad des Verwandschaftsverhältnisses. Habe dies in der eigenen Familie erlebt. Die Schwester meiner Mutter hatte keine Kinder. Ihr Ehemann war trotzdem nicht Alleinerbe, sondern ihre Geschwister (u.a. meine Mutter) erbten mit.

    Wenn sie nicht erbberechtigt ist, wird sie wohl kaum einen Erbschein erhalten. Dieser ist doch gerade der Nachweis, erbberechtigt zu sein.

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