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Eine Erfahrung aus meinem Alltag

Erstellt von Johann43, 07.09.2004, 15:36 Uhr · 38 Antworten · 2.995 Aufrufe

  1. #1
    Johann43
    Avatar von Johann43

    Eine Erfahrung aus meinem Alltag

    Ein Erlebnis das nicht alle Tage vorkommt und gut in dieses Forum passt.

    Ja, Besuch bekomme ich nun des öfteren von Membern aus den verschiedenen Foren, doch da kann man schon Einiges erleben.

    Was ist es, was sie hertreibt? Neugierde, um mal zu sehen was da abgeht, da bei Johann und Duan, oder aber echtes Interesse uns einmal kennen zu lernen, mit uns zu reden und sich einen Eindruck zu verschaffen, oder einfach nur um festzustellen, ob Johann da in den Foren die Wahrheit schreibt, über sich und das Leben im Isaan? Manchmal denke ich, es ist eine Mischung aus Allem.

    Es macht aber nicht immer Freude all diese Menschen kennen zu lernen. Leider, denn es gibt so manch einen, der die Situation ausnutzen möchte.

    Da gabe es den, der mich für 2 Tage als Dolmetscher buchte. Er kann englisch und kein thai. Seine Freundin (ist sie das für ihn überhaupt?) kein englisch und schon gar kein deutsch, nur thai oder besser geschrieben Isaan.

    Sie 20 Jahre jung, er 48 Jahre. Er in D verheiratet mit Kind, was sie aber nicht unbedingt wissen sollte. Außerdem hatte er noch die ein oder andere thail. Freundin in Phuket.

    Sie bekam gerade ein Kind vom ihm, das sie eigentlich nicht wollte. Er bestand aber darauf und versprach für den Unterhalt zu sorgen und ein Häuschen zu bauen.

    Das mit dem Häuschen hat er bis heute nicht in die Tat umgesetzt, obwohl versprochen. Regelmäßigen Unterhalt bezahlt er aber, zumindest bis heute.

    Nach vielen Gesprächen mit ihm, lies er mich übersetzen, das die junge Mutter sich Land kaufen könne und sie es sich selbst aussuchen kann, er würde ihrer Entscheidung zustimmen.

    Gesagt getan, wir fuhren ca. 5 Stunden durch die Gegend, an jedem Grundstück das ihr gefiel, hatte er etwas auszusetzen und fand einen Grund. Da war ein Baum zufiel (Bäume mag er nicht die muss mann entfernen), dort stand ein Strommast vor dem Grundstück, das war im zu weit abgelegen und und und ..... hatte nicht gedacht, das man soviele Gründe finden kann um etwas nicht zu tun ...... ach wie war das noch ..... sie sollte entscheiden, so hatte ich es zumindest seinen Worten nach übersetzt.

    Er wirft ihr vor, das sie ihn nur materiel ausbeuten möchte. Er bestätig mir aber, das sie keineswegs etwas gefordert hat, sondern er es versprach. Auch die Aussage von ihm, das ihr Körper ja nun nichtmehr so schön sei, wie vor der Geburt des Kindes und ihn nun ja eigentlich noch noch das Kind interessiere, stimmte mich mehr als nachdenklich.

    Sein Misstrauen gegenüber der jungen Mutter schien unendlich und er begründete sein Nichthandeln damit, das er der Jungen Mutter nicht so viel Geld in die Hand geben möchte, da sie ihn ja dann ganz leicht betrügen könne. Was wisse er schon, was der wahre Preis sei. Daraufhin bot ich ihm an dies treuhänderisch, natürlich gegen Bezahlung zu übernehmen. Doch auch da war das Misstrauen groß.

    Nach seiner Rückkehr nach D bekam ich Besuch der jungen Mutter, mit Familie und sie bat uns um Hilfe. Sie habe ein Grundstück gefunden für 190000 Baht. Ich teilte ihm dies per Mail mit, bat ihn aber gleichzeitig, seiner Freundin (?) mitzuteilen, das ich nur gegen Auftrag arbeite, wenn er mir einen Auftrag geben würde, gegen entsprechende Vorauszahlung dann würde ich das gerne übernehmen.

    Aber das ganze Bild rundete sich für mich ab, nachdem er mehrmals und auch hartnäckig wissen wollte, ob ihn denn diese Frau in D auf Unterhalt verklagen könnte. Diese Frage lies ihn nicht mehr los.

    Ganz davon abgesehen, das er sich mir mit falschem Namen vorgestellt hatte, selbst die Namenskorrektur, als ich ihn darauf hinwies, das ich das bemerkt habe, war noch falsch. Nun, inzwischen besitze ich eine Passkopie von ihm, die ich von den Behörden bekam, auf Nachfrage. Man hat ja so seine Beziehungen.

    Irgendwann platzte mir der Kragen und ich musste ihm Einiges sagen, den Verlust meines Auftrages nahm ich gerne in Kauf.

    Wie es die Buschtrommeln nun wollen in TH, erfuhr ich nun, das er über die junge Dame ein Grundstück hat kaufen lassen, in Höhe von 160000 Baht, wovon allerdings die Mutter 30000 Baht als ihre Provision einheimste.

    Warum schreibe ich das? Neion, sicher nicht um mich zu revanchieren, das solltet ihr mir einfach glauben, obwohl ich ein wenig Schadenfreude empfinde.

    Nein, ich mache mir Gedanken um die Zukunft des Kindes und die der jungen Mutter, da für den Vater des Kindes jetzt schon feststeht, das er die Beziehung als beendet ansieht und er sich nur noch so billig wie möglich aus der Affäre ziehen möchte. Vergaß zu schreiben, sie solle nach seinen Vorstellungen bei Beendigung des Hausbaues, sofern es jemals gebaut wird, unterschreiben, das die ganzen Geldbeträge als Unterhaltszahlungen für das Kind zu sehen sind.

    Macht Euch Eure eigenen Gedanken, ich wollte Euch dies nicht vorenthalten.

    Gruss aus dem Isaan


    Johann

  2.  
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  3. #2
    Chak2
    Avatar von Chak2

    Re: Eine Erfahrung aus meinem Alltag

    Ich glaube wenn ich so ein Restaurant mit allen möglichen anderen Services hätte, zu mir käme keiner mehr, weil ich den potenziellen Kunden schon längst meine Meinung gesagt hätte.

    Ich nehme an dieser Held war in Deutschland auch mit einer Thai verheiratet?

  4. #3
    Johann43
    Avatar von Johann43

    Re: Eine Erfahrung aus meinem Alltag

    @chak,

    ich denke eigentlich wie Du und ich denke Du kannst Dir vorstellen, wie schwer es mir manchmal fällt, den Mund zu halten. Aber dies war für mich zu viel und ich konnte nichtmehr.

    Wer meine direkte Art, die manchmal geschäftsschädigend ist, kennt, der wird mich verstehen. Weiss sehr wohl, das dies jetzt auch nicht unbedingt eine Werbekampagnie für mich ist, aber solche Kunden sehe ich lieber gehen als kommen.

    Gruss aus dem Isaan

    Johann

    P.S. Mehr als das was ich schon gesagt habe wollte ich eigentlich nicht mitteilen, doch das seine Frau Deutsche ist, kann ich wohl machen, ohne das hier Jemand dahinter kommt um wen es sich handeln könnte.

  5. #4
    Avatar von Bökelberger

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    26.10.2002
    Beiträge
    2.130

    Re: Eine Erfahrung aus meinem Alltag

    Zitat Zitat von Johann43",p="166105
    Wer meine direkte Art, die manchmal geschäftsschädigend ist, kennt, der wird mich verstehen. ....
    ...aber solche Kunden sehe ich lieber gehen als kommen.
    Für mich durchaus nachvollziehbar!
    Ich hätte da auch meine Probleme mit.

  6. #5
    Avatar von tira

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    16.08.2002
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    17.260

    Re: Eine Erfahrung aus meinem Alltag

    hallo johann,

    traurig.......................

    nicht der tag noch kommt und er bei dir anfrägt, ob er nicht das kind gegen geld
    mit nach jöreman nehmen kann ................ :O :O :O

    gruss

  7. #6
    Johann43
    Avatar von Johann43

    Re: Eine Erfahrung aus meinem Alltag

    @Tira,

    war schon während der 2 Tage so. Er suchte nach Möglichkeiten, das Kind nach Deutschland zu nehmen. Aber da stehen ihm einige Thailändische und deutsche Gesetze im Weg, wenn die Mutter dagegen ist.

    Gruss aus dem Isaan

    Johann

  8. #7
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Eine Erfahrung aus meinem Alltag

    @ Johann
    Dennoch, es ist und bleibt ein dünnes Eis, was man betritt, wenn man über andere plaudert. Nicht das Du dies in diesem Falle getan hättest, die Anonymisierung war ja wasserdicht.
    Natürlich muß man immer befürchten, dass, wenn sich so etwas herumspricht, natürlich auch neue Gäste sich Dir gegenüber nicht mehr so offen geben, wie sie das vielleicht ohne diese Kenntnis getan hätten. Ob zu Recht oder zu Unrecht, bleibt sich in den Wirkungen gleich.
    Ich habe deshalb in der Vergangenheit immer die besten Erfahrungen mit Wirten und Hoteliers gemacht, die sich so benahmen als hätten sie ein besonderes Vertrauensverhältnis zu all ihren Kunden bzw. würden nie über Kunden reden. Benahmen sich halt so wie Ärzte und Rechtsanwälte.

  9. #8
    Avatar von matthi

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    1.150

    Re: Eine Erfahrung aus meinem Alltag

    Ich kann aber Johann sehr gut verstehen. Manchmal geht einem etwas über die Hutschnur und man muss Dampf ablassen. Da ist vielleicht besser, es hier zu tun, wo doch, wenn gewünscht, eine gewisse Anonymität herscht. Das liegt doch an einem selber, in wieweit man sich hier entblösst.

  10. #9
    Avatar von tira

    Registriert seit
    16.08.2002
    Beiträge
    17.260

    Re: Eine Erfahrung aus meinem Alltag

    Zitat Zitat von matthi",p="166125
    .... Das liegt doch an einem selber, in wieweit man sich hier entblösst.
    tach matthi,

    hat meiner ansicht weniger was mit entblössen zu tun (i.a.zusammenhang ein begriff)
    vielmehr mit signal in die forenlandschaft, auf solche gäste/klientel wird künftig gerne verzichtet!
    muss man(n) sich auch nicht antuen................. ;-D

    gruss

  11. #10
    UAL
    Avatar von UAL

    Registriert seit
    23.08.2003
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    8.198

    Re: Eine Erfahrung aus meinem Alltag

    Mein Gott, es gibt schon Sch...-Typen, und wahrscheinlich nicht zu wenige

    Well done Johann!

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