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Ehefrau mit Schengenvisum nach Deutschland einladen möglich?

Erstellt von Tyler, 26.12.2011, 18:56 Uhr · 62 Antworten · 7.633 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Tyler

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    Ehefrau mit Schengenvisum nach Deutschland einladen möglich?

    Angenommen ein in Deutschland lebender gemeldeter Deutscher, hat eine in Thailand lebende Ehefrau. Diese Ehefrau hat rein zufällig vor einiger Zeit auch schon den A1 Test bestanden. Auch war sie im letzten Jahr schonmal in Deutschland zu Besuch bei ihrem damals noch Freund (jetzt Ehemann)

    Nun würde der Ehemann gerne mal seine Frau wieder nach Deutschland einladen für ein paar Wochen, Monate.

    Ist dies prinzipiell möglich oder muss in diesem Fall immer ein Visum für Familiennachzug beantragt werden?


    Die Frage die ich mir zusätzlich stelle, wenn die Frau in Deutschland ist kann doch bei der Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubniss für die Ehefrau beantragt werden. Vorteil man hätte den ganzen Papierkram sowie die Legalisationen der Urkunden für das Ehegattennachzugsvisum gespart oder?!

    jemand Erfahrung damit? oder eher unmöglich bzw. ungewöhlich?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von lucky2103

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    Keine Ahnung, wie es bei in D gemeldeten Deutschen ist, aber als in TH gemeldeter Deutsche habe ich meine Frau dieses Jahr problemlos nach D mit Schengenvisum einladen können.

  4. #3
    Avatar von weyon

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    wird nicht so einfach sein. wenn man natürlich in Thailand gemeldet ist, ist es einfacher. Die Rückkehrbereitschaft der Ehefrau ist dann sehr hoch, weil ja mit dem MAnn gemeinsam in Thailand gelebt wird.
    Wenn aber der Mann ausschließlich in Deutschland lebt und die Ehefrau in Thailand, wird es schwer die Botschaft zu überzeugen das die Ehefrau wieder zurück nach Thailand will/geht.

    Macht doch das Visum zu Familienzusammenführung. Da A1 schon vorhanden ist der Zeitraum überschaubar (ca. 6 Wochen Legaliserung der Unterlagen, 2-3 Wochen OLG, ca. 1 Woche Standesamt/ALB).

  5. #4
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Tyler Beitrag anzeigen
    Angenommen ein in Deutschland lebender gemeldeter Deutscher, hat eine in Thailand lebende Ehefrau. Diese Ehefrau hat rein zufällig vor einiger Zeit auch schon den A1 Test bestanden. Auch war sie im letzten Jahr schonmal in Deutschland zu Besuch bei ihrem damals noch Freund (jetzt Ehemann)

    Nun würde der Ehemann gerne mal seine Frau wieder nach Deutschland einladen für ein paar Wochen, Monate.

    Die Frage die ich mir zusätzlich stelle, wenn die Frau in Deutschland ist kann doch bei der Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubniss für die Ehefrau beantragt werden. Vorteil man hätte den ganzen Papierkram sowie die Legalisationen der Urkunden für das Ehegattennachzugsvisum gespart oder?!

    jemand Erfahrung damit? oder eher unmöglich bzw. ungewöhlich?
    Das Thema läuft doch in einem Parallelthreat wo du dich auch beteiligst.

    Prinzipiell ist fast alles möglich. Ob du es realisieren kannst eine ganz andere Frage.

    Deine Frage ist hat hge im Parallelthreat schon beantwortet. Vom Erfordernis einer Einreise kann in bestimmten Fällen Abstand genommen werden.

    Dies sind im Wesentlichen

    Wenn man von einem anderen EU Mitgliedsstaat übersiedelt

    wenn man nach der Einreise mit Schengenvisum in D die Voraussetzungen für den Daueraufenthalt erfüllt (heirat in D)

    wenn man nach einer längeren Schengenreise durch verschiedene Länder dann in D den Daueraufenthalt beantragt, wobei die übrigen Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

  6. #5
    Avatar von lucky2103

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    wenn man nach der Einreise mit Schengenvisum in D die Voraussetzungen für den Daueraufenthalt erfüllt (heirat in D)
    Ich hab ja grade einen ähnlichen Fall und Dein Post hat mir etwas Hoffnung gemacht.
    Deshalb war ich eben bei der ALB in Heidelberg, aber es wurde mir gesagt, dass sie das nicht mitmachen.
    Alle erforderlichen Dokumente müssen in bkk eingereicht und ein Visum zur Familienzusammenführung beantragt werden.

  7. #6
    Avatar von franky_23

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    Müsste man einfach schauen wie dein Fall genau liegt. Wenn du mit Schengenvisum in D heiratest stellt sich die Frage ob man dann auf die BVerwG Entscheidung abstellt, die ja klar aussagt, dass in Fällen der Entscheidungen des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes die Ausnahme sehr wohl möglich ist. Da dies ein längeres Verfahren, vermutlich mit Fiktionswirkung werden würde, wäre da nichteinmal A1 notwendig, da an dessen Forderung erhebliche Zweifel bestehen.

    Dazu bräuchte man gute Nerven.

    Denn ein Antrag auf AE entfaltet bis zur Entscheidung über den Antrag eine Fiktionswirkung sprich der Aufenthalt ist legal. Ob dann bei der Ablehnung eine Ausreiseverpflichtung kommt wird sich zeigen. GGF. müsste man mit einstweiligem Rechtsschutz dagegen vorgehen. Zumindest sollte man dann eine Vorabzustimmung bekommen.

    Klar sind dies Konfliktsituationen die man gerne vermeidet.

  8. #7
    Avatar von lucky2103

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    Oje, das ist mir ein zu heißes Eisen.
    Ausserdem liegt der Fall ja bei mir so, dass wir schon jahrelang mitsamt Legalisierung der Botschaft verheiratet sind und nicht etwa erst in D heiraten wollen.

  9. #8
    Avatar von franky_23

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    wo ist dann dein Problem?

    Wenn ihr jahrelang verheiratet seid, dann entstand der Entschluss während des Schengenaufenthaltes. Dafür sollte dies sein. Nach mehreren Jahren Ehe sollte das nationale Visum kein Problem sein, da ja Scheinehe ausgeschlossen werden kann.

  10. #9
    Avatar von Tyler

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Das Thema läuft doch in einem Parallelthreat wo du dich auch beteiligst.

    Prinzipiell ist fast alles möglich. Ob du es realisieren kannst eine ganz andere Frage.

    Deine Frage ist hat hge im Parallelthreat schon beantwortet. Vom Erfordernis einer Einreise kann in bestimmten Fällen Abstand genommen werden.

    Dies sind im Wesentlichen

    Wenn man von einem anderen EU Mitgliedsstaat übersiedelt

    wenn man nach der Einreise mit Schengenvisum in D die Voraussetzungen für den Daueraufenthalt erfüllt (heirat in D)

    wenn man nach einer längeren Schengenreise durch verschiedene Länder dann in D den Daueraufenthalt beantragt, wobei die übrigen Voraussetzungen erfüllt sein müssen.
    Hallo Franky,

    ja die Frage läuft parallel dachte es ist ganz interessant weshalb ich einen neuen Thread aufgemacht habe.

    d.h prinizipell ist es möglich und nicht ausgeschlossen, realisieren könnte ich es schon zumindest theoretisch im Einladungsschreiben müsste man dann nur so schreiben dass es sich um eine Fernehe handelt da die Frau zu sehr familiengebunden ist, und 2 Kinder hat die in Thailand leben daher möchte sie nicht dauerhaft in Deutschland bleiben sondern den Ehemann ein paar Mal im Jahr mit Schengenvisum besuchen kommen oder irgendwie sowas wäre meine Idee.

    Ist ja nicht gelogen falls es ihr nach 3 Monaten dann in Deutschland gefällt und sie sowieso schon A1 bestanden hat, liegt es wohl an der Ausländerbehörde die Frau NICHT wieder ausreisen lassen zu müssen?

    da fällt mir gerade wieder eine neue Idee ein? ist es auch möglich einen A1 Test in Deutschland zu machen?

  11. #10
    Avatar von franky_23

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    Test A1 kann man selbstverständlich in D machen. Ziel ist es, dass der Sprachnachweis bereist vor der Einreise vorliegt.

    Tyler,

    bei dir bin ich mir nicht so recht klar.

    Deshalb einfach mal eine Art Fallstudie.

    Beide sind seit einiger Zeit verheiratet und jeder hat noch seinen gewöhnlichen Aufenthalt in seinem Heimatland. Sprich hubby in D, lady in Thailand.

    Die Thailady hat mehrere Kinder, verfügt über A1

    Jetzt möchten beide dass sie ein Teil des Ehelebens zunächst im Sinne einer Besuchsgemeinschaft in D leben (Schengenrechtliche Grundlagen 3 Monate in 6 Monatszeitraum reicht) Keine Notwendigkeit einer Arbeitserlaubnis für D.

    Für diesen Fall ist nicht ersichtlich, weshalb bei schon länger gelebter Ehe, dies vor dem hohen Schutz von Art. 6 GG nicht ermöglicht werden sollte. Da auch der - rechtlich umstrittene - Sprachnachweis vorliegt und wenn dann der LU gesichert ist, sollte es keine höher anzusetzenden rechtlich relevanten staatl. Interessen geben, weshalb die Form der Eheführung verwehrt werden sollte.

    Gleich ein unechtes Jahresvisum beantragen. Mehr als nur ein einfaches Schengenvisum kann nicht dabei rausspringen.
    Danach unechtes Jahresvisum mit längerer Gültigkeit beantragen. Mehr als ablehnen (kürzere) Laufzeit sollte auch kaum denkbar sein, sofern die Einreisevoraussetzungen weiterhin erfüllt sind.

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