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Dringend Hilfe

Erstellt von Edwin, 19.04.2011, 13:46 Uhr · 24 Antworten · 4.201 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von michael59

    Registriert seit
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    1.959
    hast du in D oder TH geheiratet?

  2.  
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  3. #12
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    So, so, Du hast Erfahrungen mit einer deutsch-thailaendischen Scheidung. Deiner eigenen. Das ist fein fuer Dich. Ich beschaeftige mich seit sieben Jahren beruflich mit solchen Angelegenheiten. Siehst Du den Unterschied?

    Eine thailaendische PRIVATSCHEIDUNG bedarf im Regelfall der Anerkennung der deutschen Justivverwaltung, da eben ein richterliches Urteil fehlt. Die Scheidung wurde also nicht ausgesprochen sondern nur einvernehmlich registriert. Ergo, muss eine Anerkennung durch die deutsche Justiz erfolgen. Jetzt kommt es aber auch wiederum auf den Einzelfall an und wo und wie lange der Lebensmittepunkt der ehelichen Gemeinschaft war bzw. auch wie lange das Eheverhaeltnis ueberhaupt angedauert hat. Eine Scheidung wird in Thailand nur dann gerichtlich durchgefuehrt, wenn sie nicht im gegenseitigen Einvernehmen BEIDER Ehepartner erfolgt.

    Kommt es durch Uneinigkeit zu einem Gerichtsverfahren und einem Richterspruch, dann bedarf diese Scheidung keiner Anerkennung durch die deutsche Justizveraltung mehr, sondern die Scheidung waere auch in Deutschland rechtsgueltig. Im Fall einer Privatscheidung, sprich Registrierung einer Scheidung im gegenseitigen Einvernehmen vor einem thailaendischen Bezirksamt, ist an die zustaendige deutsche Justizveraltung ein Antrag auf Anerkennung einer auslaendischen Entscheidung in Ehesachen zu stellen.

    Mehr dazu hier: Anerkennung ausländischer Entscheidungen in Ehesachen (Auslandsscheidungen) - Berlin.de

    Vielleicht haettest Du einen Profi in Deiner Angelegenheit kontaktieren sollen und Dir dadurch erhebliche Zeit und auch Kosten gespart.

    Die Niedersachen wuerden jetzt nicht "Schmarrn" zu Deinem Post sagen (Gratulation Dein Einstand in diesem Forum) sondern, dass die Arschkarte jetzt bei Dir liegt. Nein, nicht ich habe sie Dir zugespielt sondern Du selbst. Eine schelle Zunge mag zwar beim Cunilingus vorteilhaft sein, aber wohl weniger in Rechtsangelegenheiten.

  4. #13
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Edwin Beitrag anzeigen
    Hallo,
    meine Freundin und ihr Exmann haben sich vorm Standesamt einvernehmlich scheiden lassen. Nun sind sie heute zur Ital. Botschaft um das auch für Italien rechtskräftig zu machen. Auf der Botschaft sagte man nur sie müssen vor den Court da das Papier vom Standesamt nicht anerkanntwird. Nun stehen sie beide in bangkok und wissen nicht mehr weiter. Beide wollen geschieden werden, also auch italienisch. Kann einer einen Anwalt
    empfehlen in Bangkok den sie Morgen kontaktieren können, oder hat einer eine andere Idee ? Sie wollen alles beenden solamge der Exmann in Thailand ist, sonst wird esnachher problematisch.

    gehe zur italienischen Botschaft und lass dir dort einen Anwalt empfehlen, der ev. auch italienisch spricht - wenn es in Deutsch auch geht, geh zu Vimami, die sind auf intern. Recht spezialisiert.

    Tramaico hat recht, in D wird die Amphoe-Scheidung nach Anerkennung der Justizbehörde - voll anerkannt. Keine Ahnung wie das in Italien läuft.

  5. #14
    Avatar von Chak

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    Tramaico hat recht, in D wird die Amphoe-Scheidung nach Anerkennung der Justizbehörde - voll anerkannt.
    Nur bei bestimmten Konstellationen.

  6. #15
    Avatar von Edwin

    Registriert seit
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    19
    Hallo,
    lt. meinem Standesbeamten muss die Scheidung durch das OLG anerkannt werden. Ich müßte ihm die Papiere
    vorlegen und er leitet sie weiter an das OLG.
    Wird die Scheidung in jedem Fall anerkannt oder kann das OLG auch ablehnen ?
    Ist es möglich nachträglich vom Gericht in Thailand ein Scheidungsurteil zu bekommen ?
    Was kann ein italienischer Rechtsanwalt machen ?

  7. #16
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Nur bei bestimmten Konstellationen.
    Absolut korrekt Fabian, Du sprichst ja auch aus Erfahrung. Haengt absolut vom Einzelfall ab.

    Auch das Formular Anerkennung einer auslaendischen Entscheidung in Ehesachen ist ja sehr umfangreich. Besteht aus vier Seiten oder so, die auszufuellen sind. Wann Trennung, warum, wo zuletzt zusamen gelebt und, und, und... Bei einer thailaendischen Privatscheidung wird ja neben der Scheidungsurkunde (KorRor 7) auch ein Scheidungsprotokoll (KorRor 6) ausgehaendigt, woraus Details zur Sache heraus hervorgehen. Z. B. das die Eheleute in Einvernehmlichkeit entschieden haben sich scheiden zu lassen. Dann Erwaehnung wie lange die Ehe bestanden hat, ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind, gegebenenfalls Angaben zum Sorgerecht, ob ein Ehevertrag besteht etc. etc.

    Nun werden diese Dokumene zusammen mit den detaillierten Angaben im besagten Antrag Anerkennung einer auslaendischen Entscheidung in Ehesachen beim deutschen Standesamt zur Weitergabe an die zustaendige Justizveraltung eingereicht. Diese prueft nun, ob bei der Scheidung die Kriterien nach DEUTSCHEM Scheidungsrecht ausreichend beruecksichtigt wurden, wie z. B. Trennungsjahr, das zwar Bestand im deutschen Scheidungsrecht aber nicht im thailaendischen hat.

    Im Ausgangsfall gilt es ja zu eruieren ob die Thailaenderin, die nach thailaendischem Recht, geschieden ist auch die Kriterien nach deutschem Scheidungsrecht erfuellt. Okay, in Thailand ist die Scheidung rechtmaessig ohne wenn und aber. Nun handelt es sich aber beim Ex-Ehemann um einen Italiener und somit spielt italienisches Recht auch eine gewisse Rolle.

    Nun gaebe es auch noch eine alternative Variante, wenn eine Neuvermaehlung mit einem deutschen Staatsbuerger angestrebt wird. Es soll ja ergruendet werden, ob die THAILAENDERIN nach deutschem Recht ehefaehig ist. Ergo, waere die thailaendische Scheidungsurkunde und das thailaendische Scheidungsprotokoll von einem amtlich in Deutschland beeidigten Dolmetscher zu uebersetzen, von der DEUTSCHEN Botschaft die Original thailaendischen Heiratspapiere zu legalisieren und mittels diesen beim zustaendigen deutschen Standesamt ein Antrag auf Anerkennung einer auslaendischen Entscheidung in Ehesachen zu stellen.

    Dieser Antrag kann von jedem gestellt werden, der begruendetes Interesse an der Anerkennung hat. Sprich der deutsche Verlobte oder die thailaendische Verlobte, weil eine Neuvermaehlung mit einem deutschen Staatsbuerger gegebenenfalls auf deutschem Boden oder im Ausland angestrebt wird.

    Wie gesagt, es kommt konkret auf den Einzelfall an und nun ja, dann gibt es ja auch noch eine Menge Bundeslaender und eine entsprechende Menge von unterschiedlichen Justizverwaltungen. Nun ist es Sache vom zustaendigen deutschen Gericht zu entscheiden inwieweit auch die italienische Komponente eine Rolle spielt. Gibt es ein familienrechtliches Abkommen zwischen Deutschland und Italien bzw. inwieweit driftet italienisches Familierecht vom deutschen ab? Dier letztendliche wesentlich Aspekt ist ja ob die Thailaenderin nach deutschem Recht ehefaehig ist, da sie ja anscheinend nun eine erneute Ehe mit einem deutschen und keinem italienischen Staatsbuerger schliessen will.

  8. #17
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Edwin Beitrag anzeigen
    Hallo,
    lt. meinem Standesbeamten muss die Scheidung durch das OLG anerkannt werden. Ich müßte ihm die Papiere
    vorlegen und er leitet sie weiter an das OLG.
    ja, wenn du in D heiratest, oder mit EFZ. Ansonsten wird die Scheidung international anerkannt - ohne OLG


    Wird die Scheidung in jedem Fall anerkannt oder kann das OLG auch ablehnen ?
    in der Regel ja, mir ist kein Fall bekannt - wo das abgelehnt wurde.

    Ist es möglich nachträglich vom Gericht in Thailand ein Scheidungsurteil zu bekommen ?
    nein, dazu muss die Scheidung über das Gericht gelaufen sein.

    Was kann ein italienischer Rechtsanwalt machen ?
    in Thailand gar nichts, aber man könnte versuchen einen italienisch sprechenden Thai-Anwalt zu bekommen.
    Die Botschaft hat sicher eine Liste.

  9. #18
    Avatar von Edwin

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    19
    Nun gaebe es auch noch eine alternative Variante, wenn eine Neuvermaehlung mit einem deutschen Staatsbuerger angestrebt wird. Es soll ja ergruendet werden, ob die THAILAENDERIN nach deutschem Recht ehefaehig ist. Ergo, waere die thailaendische Scheidungsurkunde und das thailaendische Scheidungsprotokoll von einem amtlich in Deutschland beeidigten Dolmetscher zu uebersetzen, von der DEUTSCHEN Botschaft die Original thailaendischen Heiratspapiere zu legalisieren und mittels diesen beim zustaendigen deutschen Standesamt ein Antrag auf Anerkennung einer auslaendischen Entscheidung in Ehesachen zu stellen.

    Dieser Antrag kann von jedem gestellt werden, der begruendetes Interesse an der Anerkennung hat. Sprich der deutsche Verlobte oder die thailaendische Verlobte, weil eine Neuvermaehlung mit einem deutschen Staatsbuerger gegebenenfalls auf deutschem Boden oder im Ausland angestrebt wird.

    Kann das eigentlich einen Nachteil haben wenn man diese Variante wählt. Wenn z.B. das OLG die Anerkennung ablehnt hat das irgendwelche
    Folgen wenn man sich dann für einen anderen Weg entscheidet z.B Heirat ohne EFZ ?

  10. #19
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Edwin Beitrag anzeigen

    Kann das eigentlich einen Nachteil haben wenn man diese Variante wählt. Wenn z.B. das OLG die Anerkennung ablehnt hat das irgendwelche
    Folgen wenn man sich dann für einen anderen Weg entscheidet z.B Heirat ohne EFZ ?
    nein, hat es definitiv nicht.
    Wird die Scheidung der Frau im Heimatland vollzogen, danach eine neue Ehe ebenfalls - muss Deutschland die Ehe, samt Scheidung - wenn sie nach den Voraussetzungen des
    Heiratsstaates vollzogen werden, anerkennen - ob es D passt oder nicht.

  11. #20
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Edwin Beitrag anzeigen
    Kann das eigentlich einen Nachteil haben wenn man diese Variante wählt. Wenn z.B. das OLG die Anerkennung ablehnt hat das irgendwelche
    Folgen wenn man sich dann für einen anderen Weg entscheidet z.B Heirat ohne EFZ ?
    Warum sollte ein OLG ablehnen, wenn zwei muendige, geschaeftsfaehige Personen einen Vertrag gemeinsam durch sich deckende Willenserklaerungen geschlossen haben? Dieser Vertrag waere aber natuerlich nichtg, wenn er gegen geltende Gesetze und/oder gute Sitten und Moral verstoesst. Selbst ein OLG kann nicht einfach willkuerlich entscheiden. Wer keine "versteckten Skelette im Schrank hat", der hat nichts zu befuerchten. Wer aber darauf baut, dass es schon irgendwie gut geht weil ja schliesslich niemand weiss wie das Rumpelstielzchen heisst, der kann schon mal im Teibsand landen. Kann, muss aber nicht.

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