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Die Zeiten ändern sich

Erstellt von x-pat, 07.09.2012, 07:31 Uhr · 129 Antworten · 9.567 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    PANIK! Ich wüsste gar nicht, was ich den ganzen Tag so in einer Höhle nur mit Steinen machen sollte.... Irgendwann hat man sich alle möglichen Geschichten ausgedacht.
    Aber doch nur, wenn man keine Phantasie hat. Für dich wären die Höhlen zu klein.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Derk

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    Zitat Zitat von Franky53 Beitrag anzeigen
    Kopf hoch ,ich hatte auch mal ne Phase ,da konnte ich mir auch kein neueres Auto leisten...
    Wenn es nur das wäre, aber das ist ein Groschengrab.
    Wenns fertig ist - hoffentlich kommendes Frühjahr - hat die dann 4-jährige Restauration 10k€ pro Jahr verschlungen und den Wagen auf den doppelten Zeitwert gebracht
    Aber auch der Jüngste meiner drei ist immerhin halb so alt wie ich

    Bye,
    Derk

  4. #33
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Aber Vorsicht nicht vergessen, es gibt da auch noch reichlich Probleme zu lösen.
    Langzeitarchivierung
    Das Problem gibt es ja bei Büchern auch. Ich hatte schon einige verschimmelte Bücher in der Hand. Die riechen immer so lecker.
    Das Gute aber bei digitalen Werken ist, dass man die Archivierung sehr leicht auf andere Medien verlagern kann. Ist eine Festplatte nah der Halbtbarkeitgrenze kopiert man man eben alle neuen auf eine brandneue. Zudem kann man jederzeit unbegrenzte Sicherheitskopien anlegen. Versuch das mal mit Büchern. Du kannst es zwar ständig neu kopieren, aber der Aufwand ist viel größer und du hast das Original dann ja auch kein Original. Kopien von digitalen Dateien sind aber praktisch identische Dateien, insofern also gar keine Kopien im eigentlichen Sinne.

    Nostalgiker werden natürlich weiterhin Bücher, Schallplatten etc. kaufen und besitzen. Ist dann ja auch ein schönes Hobby, aber eben nicht mehr das Medium der Masse.

    Bei Jauch ging es letzten Sonntag auch um das Thema "Gefahr durch die neuen Medien". Da wurde z.B. geezigt, dass sogar eine deutsche Schule die Tafel durch eine große iBox ersetzte - also ohne Kreide, sondern mit Anklicken. So macht doch Lernen viel mehr Spaß. Endlich mal eine innovative Idee - leider nur eines einzelnen Schulleiters.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Aber doch nur, wenn man keine Phantasie hat. Für dich wären die Höhlen zu klein.
    Fantasie zu haben finde ich ja sehr gut und wichtig. Doch irgendwann wird man dann doch etwas unzufrieden, wenn man einige seiner Fantasien nicht umsetzen kann.
    Soll heißen: wenn ich in einer Höhle sitze und davon träume, zum Mond zu fliegen, dann möchte ich dann auch irgendwann mal wirklich zum Mond fliegen.

    Ansonsten bräuchte es die reale Welt ja auch nicht. Denn dann könnten Menschen ja frei im Universum schweben - ohne Körper - nur als Bewusstsein und könnten sich alles zusammenfantasieren.

    Ist auch eine schöne Idee. Aber die Natur hat uns nun mal eine gewisse Infrastruktur mit Erde, Sonne etc. gegeben und dann wäre es doch sinnvoll, sie auch zu nutzen. Zeit und Raum für genug Fantasie bleibt dann trotzdem noch.

  5. #34
    Avatar von gerhardveer

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Gerade reicht mir meine liebe Frau eine handvoll wohlriechender Blueten aus dem Garten herueber, um sie neben meinen
    Bildschirm zu legen und meint - sie riechen so wundervoll. Ja ! Sie riechen wirklich gut - ganz anders als jene auf dem Bildschirm.
    Damit hast du in wenigen Worten alles gesagt!! Ich hänge selbst genug am Computer, aber:
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Es kommt doch entscheidend auf die Vernetzung der sinnlichen Eindruecke an.
    Da macht ein natuerliches Spielen mit lebendigen Menschen und einer lebendigen Natur mehr Sinn...
    Die nächste fundamentale Unterschied, den ich voll mit unterschreibe!! Es ist z.B. bewiesene Tatsache, dass Gerüche unsere Gefühlswelt entscheidend beeinflussen, dass assoziative Prägung unserer Erfahrungen großen Einfluss auf unsere "Einstellungen", Wertbildung und Verhalten hat.


    Stark vereinfacht ausgedrückt:
    Wer als Kind oft den Geruch eines durch Frühlingsregen benetzten Waldbodens erlebt hat, setzt sich später eher für Naturschutz ein als ein Stadtkind, das noch nie den Geruch eines Kuhstalles erlebt hat und glaubt, die Milch käme aus der Fabrik.
    Wer als Erwachsener einer Frau begegnet, die das gleiche Parfum wie die erste große Liebe verwendet, der erlebt u.U., dass seine Gefühle plötzlich Karussel fahren.... - beim Nachdenken fällt jedem von Euch ein solches oder anderes Beispiel ein!

    Ich glaube - und gehe da von mir selbst aus - dass die heute ca. 40-?-Jährigen da klar in einer besseren Lage sind. Wir haben großteils noch die "Waitongschen Sinnesvernetzungen" bilden dürfen und können uns durch das neue Medium "www." austauschen und weiterbilden auf der Basis eines durch echte Sinneseindrücke und Sozialkontakte "eingestellten" Wertesystems. Genau das fehlt aber den Jungen zunehmend, wenn deren "Freundschaften" nur noch durch das Anklicken eine Buttons in Facebook zustande kommen. Stell' mich jetzt keiner in die Anti-fb-Ecke - ich nutze diese Seite vermutlich mehr als die meisten Member hier...

    Oben schrieb ich "Ich hänge selbst genug am Computer,.." :

    Zum einen Meine Aktivitäten im Netz haben sich ganz einfach erklärbar durch meinen Ortswechsel nach TH gesteigert - ich betrachte das Internet hier als Segen, ermöglicht es mir doch, mich mit anderen in meiner Muttersprache auszutauschen oder gute Kontakte zu finden, denen ich inzwischen teilweise auch im wirklichen Leben begegne. Dazu kommt der Austausch per mail oder Videotelefonie mit alten und guten Freunden in Deutsch- und anderen Ländern - hier eine echte soziale Funktion des Netzes! Ein Weiteres ist das damit verbundene Training der grauen Zellen - einen Beitrag wie diesen zu schreiben erfordert intensives Nachdenken und hält die Birne "gelenkig"!

    Zum anderen Bei meiner Fotografie ist der Computer nicht mehr wegzudenken. Und im Gegensatz zu der rein passiven und konsumptiven Nutzung durch - nach meiner Erfahrung - die meisten der Kids und jungen Leute ist meine Arbeit mit Photoshop eine aktive und kreative. Hier kann ich versuchen, meine Eindrücke im Moment der Aufnahme zu betonen und die inhaltliche Aussage dieser Aufnahme zu verstärken (nicht verfälschen!!). Um das zu erreichen, muss ich mir die "Waitongschen Assoziationen" wieder aufrufen - ohne das brauche ich gar nicht erst anfangen!! D.h. - meine kreative Fotografie kann nur in der Kombination reale/virtuelle Welt funktionieren, und das auch nur auf der Grundlage vernetzter Sinneseindrücke aus der "realen" Kindheit. Ich würde sonst vermutlich einen Großteil der Motive schlicht übersehen - die Wahrnehmungsfähigkeit dafür und damit das Erkennen wären gar nicht da!!

  6. #35
    ILSBangkok
    Avatar von ILSBangkok
    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Bei Jauch ging es letzten Sonntag auch um das Thema "Gefahr durch die neuen Medien". Da wurde z.B. geezigt, dass sogar eine deutsche Schule die Tafel durch eine große iBox ersetzte - also ohne Kreide, sondern mit Anklicken. So macht doch Lernen viel mehr Spaß. Endlich mal eine innovative Idee - leider nur eines einzelnen Schulleiters.
    Ein sogenanntes Interactive Whiteboards (demnächst werden 700 Schulen im Isaan je mit einem ausgestattet) wird bald auch in unsere Schule kommen. Was wir bereits haben, sind intelligente Sprachlernsoftwares mit denen man sprechen kann und Sprachen erlernen, die ein auch einem zeigen, wenn man was falsch betont. Stelle heute Fotos vom PC Raum rein. Wir sind also voll up to date!

  7. #36
    Avatar von gerhardveer

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    leuten da

    Das junge Paar im Restaurant, beide oder zumindest einer der beiden, unentwegt am Rumwerkeln am Smartphone. Essen und das Gegenueber sind voellige Nebensache. Ein Kurzer, fast noch so untermassig, dass er kaum auf einem richtigen Stuhl sitzen kann, unentwegt auf einem Tablet mit Computerspielen beschaeftigt, waehrend die Mutter des kleinen "Genies" ihm den Frass loeffelweise ins Maeulchen schiebt.

    Bald wird die groesste Sorge sein vor dem letzten Atemzug noch den entsprechenden Tweet rechtzeitig rauszubekommenie - die elektronischen Gimmicks und ihre atmenden Sklaven.
    Klasse Realsatire! Gerade bei jungen Pärchen habe ich das auch schon oft beobachtet und häufiger sind es die Mädels - ich frage mich manchmal, ob die das beim xxxx auch noch tun??

    Zum Glück haben alle Kleinmotorräder in TH Automatik - da ist immer die Linke frei fürs Handy, auch in der Kurve und mit drei Leuten dahinter! Die Helmpflicht ist eine Zumutung - da bekommt kein Mensch mehr das Handy ans Ohr....


    Zitat Zitat von ILSBangkok Beitrag anzeigen
    Ein sogenanntes Interactive Whiteboards (demnächst werden 700 Schulen im Isaan je mit einem ausgestattet
    Interactive Whiteboard - wir hatten die Dinger auch in Breisach. Wunderschöne Spielzeuge und in der Hand eines kreativen Lehrers eine gute Sache - kann man den Kids doch z.B. auch einen sinnvollen Umgang mit dem Netz vorführen.

    Nur: Alle Schule und in allen Klassenzimmern bei gleichzeitig weiterhin bestehender archaischer Stromproduktion aus Großkraftwerken mit einem Wirkungsgrad von maximal 35%???

  8. #37
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von gerhardveer Beitrag anzeigen
    Es ist z.B. bewiesene Tatsache, dass Gerüche unsere Gefühlswelt entscheidend beeinflussen
    Es wird nicht mehr lange dauern, da werden natürlich auch Gerüche auch am PC und anderen Medien simuliert werden können. Insofern könnte man Bauernhof-Luft sogar bewusst eingezielt werden, um naturerhaltenes Verhalten zu fördern!

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von gerhardveer Beitrag anzeigen
    Die Helmpflicht ist eine Zumutung - da bekommt kein Mensch mehr das Handy ans Ohr....
    Eine Marktlücke? Also stellt man Helme mit integriertem Handy her. Kein Ahnung, ob es so etwas schon gibt. Wenn nicht, sichere ich mir gleich mal das Patent.

    Zitat Zitat von gerhardveer Beitrag anzeigen
    Alle Schule und in allen Klassenzimmern bei gleichzeitig weiterhin bestehender archaischer Stromproduktion aus Großkraftwerken mit einem Wirkungsgrad von maximal 35%???
    Es gibt schon ewig Taschenrechner ohne Batterien - sondern mit Solarbetrieb. Auch Autos wurden schon mit Solardächern erfolgerich getestet.
    Das sollte also nur eine Frage der Zeit sein, so etwas auch für Smartphones oder Whitbeoards an Schulen herzustellen.

  9. #38
    Avatar von gerhardveer

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    Klasse - dann muss man gar nicht mehr raus und ich fahre meine schöne Dragstar auf dem Monitor...

    Helmfunk gibt's schon lange und kleine Freisprechanlagen auch - kostet eben...

    Das Dumme ist nur, dass die Energiepruduktionstechnik in realo dem Energieverbrauch hinterherhängt und die Schere immer weiter aufgeht - "Kreditmentaliät" eben.

    Aber glaub' du nur bekanntermaßen weiter an die Wunder der Technik - issa nix Neues....Das Dumme ist nur, dass einen neue Technik so faszinieren kann, dass man dabei übersieht, dass der Mensch weiterhin der alte Schrott bleibt...

  10. #39
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von gerhardveer Beitrag anzeigen
    Das Dumme ist nur, dass einen neue Technik so faszinieren kann, dass man dabei übersieht, dass der Mensch weiterhin der alte Schrott bleibt...
    Eben, darum frage ich mich, was daran so sinnvoll sein soll, soziale Kontakte mit realen Menschen zu suchen, wenn man doch viel besser mit seinem PC kommunizieren kann.

    Man hört es ja immer wieder: reale Kontakte seine besser als über Chats, Facebook & Co. Warum?
    Auf echten Bäumen zu klettern sei besser als an der WII virtuell über Hürden zu laufen. Warum?
    Warum soll man für firmenübergreifende Meetings mit dem Flugzeug die Umwelt belasten und häufig 1-2 Tage Arbeitszeit und Kosten (z.B. für den Steuerzahler oder auf Kosten der Endkunden) verbraten anstatt sich in virtuellen Konferenzen zu beraten?

    Die Aussage "früher war alles besser", "man muss doch die freale Welt schnuppern" sind so Totschlag-Aussage, die aber bei genauere Überlegung keinen Sinn ergeben. Nur weil es etwas 1000 Jahre und mehr gab, muss es noch lange nicht optimal sein.
    Und vor allem bedeutet das eine ja nicht den Ausschluß des anderen. Ich persönlich z.B. genieße sowohl die Zeit an einem PC als auch die Zeit in einem Wald, an einem See oder im Gebirge.

    Wenn man aber die Auswahlmöglichkeiten erweitert kann das ja wohl nicht so schlecht sein.
    Was die technischen Möglichkeiten betrifft stehen wir jedenfalls noch ganz am Anfang einer sicherlich langen Reihe von Innovationen. Nur was nützt es, wenn man immer nur voller Panik davor steht anstatt sich etwas mehr darüber zu freuen. Denn durch diese ganze Angstmacherei wissen doch viele Bürger gar nicht, welche Chancen die neuen Techniologien bieten.

    Ich kenne das z.B. mit Facebook. Wenn viele - vor allem ältere Leute - das Wort hören, denken die an Datenkralle, Schaden für spätere Bewerbungen, Zeitkiller, Fakes usw. Klar, dass deshalb viele Leute gar nicht erst reinschauen und sich selbst informieren.
    Wenn ich das dann übernehme und mal die ganzen Vorteile aufzähle, sind viele Leute völlig fassungslos und dann doch begeistert und melden sich an. Ähnliches gilt für das Internet an sich ("dort gibt es ja nur ...........s"), den PC ("der ist ja nur für Killerspiele da"), Smartphones ("reine Spielerei statt Telefonie") usw.

    Was da immer so von den Medien an Schwachsinn verbreitet wird (aus Einzelfallen macht man Normalität) ist Volksverdummung. Ich habe so gut wie nie Überschriften gelesen wie "Juchu, nun ist auch Deutschland am Netz" oder ähnliches. Erst später, wenn sich eine Technik trotz dieser Gefahrmeldungen durch kluge Köpfe etabliert hat, gehen die Medien darauf ein und sprechen dann auch mal über Vorteile, z.B. von iPhone 5 oder so.

    Aber am Anfang immer Meldungen a la: "diese Technik wird die Menschheit zugrunde richten". Und diese absolute Übertriebenheit parngere ich an.
    Tendenziell würde ich sagen, dass jede neue Entwicklung im Schnitt 1% Gefahren birgt, aber 99% gute neue Möglichkeiten und Chancen. Und dieses Verhältnis hätte ich auch gerne in den Medien wiedergegeben.
    Da ich aber häufig der einzige gegen 99 Warner bin (also genau umgekehrtes Verhältnis) werde ich eben so euphorisch reden, dass es eben für 99x99, also wie für 9801 Personen ausreicht.

  11. #40
    Avatar von benni

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    Zitat Zitat von gerhardveer Beitrag anzeigen
    Stark vereinfacht ausgedrückt:
    Wer als Kind oft den Geruch eines durch Frühlingsregen benetzten Waldbodens erlebt hat, setzt sich später eher für Naturschutz ein als ein Stadtkind, das noch nie den Geruch eines Kuhstalles erlebt hat und glaubt, die Milch käme aus der Fabrik.
    Wer als Erwachsener einer Frau begegnet, die das gleiche Parfum wie die erste große Liebe verwendet, der erlebt u.U., dass seine Gefühle plötzlich Karussel fahren.... - beim Nachdenken fällt jedem von Euch ein solches oder anderes Beispiel ein!

    Ich glaube - und gehe da von mir selbst aus - dass die heute ca. 40-?-Jährigen da klar in einer besseren Lage sind. Wir haben großteils noch die "Waitongschen Sinnesvernetzungen" bilden dürfen und können uns durch das neue Medium "www." austauschen und weiterbilden auf der Basis eines durch echte Sinneseindrücke und Sozialkontakte "eingestellten" Wertesystems. Genau das fehlt aber den Jungen zunehmend, wenn deren "Freundschaften" nur noch durch das Anklicken eine Buttons in Facebook zustande kommen. Stell' mich jetzt keiner in die Anti-fb-Ecke - ich nutze diese Seite vermutlich mehr als die meisten Member hier...
    wir Babyboomeranten haben das große Glück vor dem Internet und nach den Kriegen geboren zu sein, in einer Zeit als es noch abenteurlich war mit Freunden durch die Gegend zu tollen, da vieles noch nicht dermassen reguliert, bekannt und gesteuert war wie nun und wir gleichzeitig mehr als alles hatten. Kann mich an eine alte Frau erinnern, die immer verblüfft feststellte, daß der Bub eine Schokolade ißt wie ein Brot....und ich keine Ahnung hatte was gemeint war.
    Meine Generation ist der direkte Nutzniesser des Wirtschaftswunders, wir mußten nie Hunger leiden, hatten eigene Kinderzimmer mit allerlei Schnickschnack und alle Wünsche wurden erfüllt, Sportfahrrad, Kassettenrekorder, HIFI-Plattenspieler usw hatten alle Kinder, die ich kannte, es waren sehr viele, und gleichzeitig verbrachten wir die Freizeit nicht 24/7 vor dem Bildschirm, sondern waren ausgiebig in der Natur, auf Sportplätzen usw unterwegs. Später Studium und Arbeit > alles leicht zu haben.

    Was in den nächsten 90 Jahren passiert interessiert mich kaum. Viel subtile Technologie, von der ich jetzt schon mehr als genug habe, quer in allen Lebensbereichen. Dadurch mehr unterschwellige Steuerungen der Gesellschaft durch Konzerne, weniger Natur, Eigenverantwortung und Spontanität, mehr psychische Erkrankungen, eventuell Eskalation zwischen West und Islam, keine Ahnung...irgendwann sind alle tot, und wenn wir dann rekapitulieren, resp. irgendein Aussenstehender sich die Menschheitsgeschichte anschaut, wird der sagen, daß die ~60er Jahrgänge in Westeuropa froh gewesen sein könnten diese Zeit erwischt zu haben.

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