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Die Planung

Erstellt von Trueman, 25.06.2008, 16:22 Uhr · 126 Antworten · 10.183 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Trueman

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    Die Planung

    Hallo Zusammen,

    ich beschreibe kurz die Situation: Meine Freundin ist im ersten Monat schwanger und lebt in Thailand. Wir wollen in Bangkok heiraten und sie dann so bald wie möglich nach Deutschland bringen.

    Bis jetzt: Das Standesamt verzichtet auf die Legalisation der thailändischen Papiere für mein Ehefähigkeitszeugnis, was zwei bis drei Monate Zeit spart. Meine Frau wird im August mit dem Deutsch-Kurs anfangen. Ich hoffe, dass wir durch ihren Uni-Abschluss eine Befreiung vom Zwang für das A1-Examen bekommen,auch wegen der Schwangerschaft. Die Ausländerbehörde wäre grundsätzlich einverstanden, aber entschieden wird das wohl vom Konsulat in BKK.

    Für die Hochzeit haben wir ein Sinsod von 300.000 THB vereinbart. Das ist mehr als unter Thais üblich, aber aus meiner Sicht noch im Rahmen.

    Jetzt habe ich einige Fragen an die Spezialisten an Euch und besonders an die hier vertretenen Thai-Frauen:

    - Wie läuft so eine Hochzeit voraussichtlich ab? Welche Feierlichkeiten sind üblich und wer trägt die Kosten? Ist das mit dem Sinsod / Brautgeld bereits beglichen oder sollte ich noch eine Position einplanen?

    - Gibt es irgendwelche Tipps, worauf ich achten sollte? Ich bin mit der Thai-Kultur etwas vertraut und spreche auch etwas Thai. Aber ich möchte vermeiden, in Fettnäpfchen zu treten oder meine Frau unbeabsichtigt zu verärgern.

    - Habt Ihr Tipps beim Umgang mit dem Konsulat, bei Visaanträgen im Zusammenhang mit Schwangerschaften und ganz allgemein, wie ich meiner Frau das Einleben in Deutschland erleichtern kann?

    Ich glaube, das reicht erst einmal an Fragen. Ich werde versuchen, meine Erfahrungen hier aufzuschreiben. Bisher habe ich den Eindruck, dass vor allem eines wichtig im Umgang mit den Behörden ist: Reden, reden, reden und immer freundlich bleiben :-)

    In diesem Sinne viele Grüße
    Martin

  2.  
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  3. #2
    Avatar von PengoX

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    Re: Die Planung

    Zitat Zitat von Trueman",p="603661
    Jetzt habe ich einige Fragen an die Spezialisten an Euch und besonders an die hier vertretenen Thai-Frauen:

    - Gibt es irgendwelche Tipps, worauf ich achten sollte? Ich bin mit der Thai-Kultur etwas vertraut und spreche auch etwas Thai. Aber ich möchte vermeiden, in Fettnäpfchen zu treten oder meine Frau unbeabsichtigt zu verärgern.
    Da gibts noch die Sache mit dem Tintenfisch - aber wir wollen dir ja nicht den Spass nehmen und es dir vorher erzählen.

    PengoX

  4. #3
    Avatar von Joerg_N

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    Re: Die Planung

    Zitat Zitat von Trueman",p="603661
    Für die Hochzeit haben wir ein Sinsod von 300.000 THB vereinbart. Das ist mehr als unter Thais üblich, aber aus meiner Sicht noch im Rahmen.

    Martin
    Damit sie nach Deutschland kann muesst ihr standesamtlich heiraten,
    da bracuht man kein Sinsod zahlen,
    alles andere ist rausgeschmissenens Geld.

    Sinsod zahlz man ja wohl eher bei einer thailaendischen "Hochzeit",
    wenn das so gemacht wird bei euch bespreche bitte mit ihren Eltern auch die Aussteuer die sie ihrer Tochter mitgeben,
    das ist ja hier Brauch


    Gruss
    Joerg

  5. #4
    Avatar von Nokgeo

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    Re: Die Planung

    Zitat Martin #1:

    " Für die Hochzeit haben wir ein Sinsod von 300.000 THB vereinbart. Das ist mehr als unter Thais üblich, aber aus meiner Sicht noch im Rahmen.

    Jetzt habe ich einige Fragen an die Spezialisten an Euch und besonders an die hier vertretenen Thai-Frauen"
    ....Zitatende
    _____________

    da bin ich gespannt, was dir, die hier vertretenen Thaifrauen schreiben..

  6. #5
    Avatar von Trueman

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    Re: Die Planung

    Vielen Dank für Eure Antworten,

    auf die Tintenfisch-Geschichte bin ich gespannt. Vielleicht klärt mich ja doch noch jemand auf

    Ja, wir planen eine standesamtliche Hochzeit und auch etwas in ihrer Heimat. Zuerst wollten wir nur standesamtlich heiraten und das Traditionelle weglassen (und damit auch das Sinsod). Nachdem ich aber gemerkt habe, dass es ihr dabei unbehaglich ist, habe ich nachgegeben.

    Kann sein, dass ich mich - was die im Forum anwesenden Thai-Frauen angeht - verschätzt habe, und es gibt gar keine. Dann wird es auch keine Rückmeldungen geben.

    Falls jemand Kritik an dem Vorgehen / Sinsod oder ähnlichem hat, lese ich sie gerne. Vermutlich bin ich eine Spur zu romantisch und vielleicht auch zu naiv. Ich heirate das erste mal und hoffentlich auch das einzige mal in meinem Leben. Meiner Freundin geht es genau so.

    Viele Grüße
    Martin

  7. #6
    Avatar von DisainaM

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    Re: Die Planung

    viele gehen in dieser Situation einen anderen Weg,

    weil die deutsche Botschaft hinsichtlich dsr Sprachtestes
    keine Ausnahme machen kann,
    es gibt hier im Forum ja auch einige Freds, wo Fälle von Universitätsabsolventinnen eben nicht freigestellt wurden,
    und selbst ein Baby kein Ausnahmegrunddarstellt.

    Aus Kenntnis des Sachverhaltes und der daraus entstehenden Notlage, gehen viele folgenden Weg,

    sie beantragen für die unverheiratete Frau ein 3 Wochen Touristenvisum für einen Besuch in Litauen, bei der litauischen Botschaft.

    Mit dem erhaltenden Schengenvisum besucht sie Deutschland,
    und erkrankt an einer Flugangstpsychose.
    Aufgrund des Attestes des deut. Arztes, in Verbindung mit der Schwangerschaft, und der Stellungnahme des Arztes, dass im Falle eines Rückfluges die Gefahr einer Fehlgeburt besteht,
    bekommt sie ein eiigenes Bleiberecht,
    weil dem Ausländeramt die Erklärung vom werdenden Vater vorgelegt wird,
    das er, als Deutscher, das Kind als sein Kind anerkennt.

    Somit hat sie bis zur Geburt eine Duldung,
    und mit der Geburt, als Mutter eines deutschen Staatsbürgers, ein unbeschränktes Bleiberecht.

    Damit ist ihr Aufenthaltsstatus nicht von einer Ehe abhängig, denn sie bekommt als unverheiratete ihr Bleiberecht.

    Weil aber die deutschen Behörden von dieser Praxis wissen, und es darum geht, tausende von neuen Hartz4 Anträgen zu verhindern,
    wird alles getan, um die Geburt des Kindes in Deutschland zu verhindern.
    Aufgrund der internen Dienstanweisungen werden die Ermessensspielräume sehr eng ausgelegt,
    und eben auf den absolvierten Sprachtest bestanden.

  8. #7
    Avatar von Hanseat

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    Re: Die Planung

    Zitat Zitat von Trueman",p="603705
    Ja, wir planen eine standesamtliche Hochzeit und auch etwas in ihrer Heimat. Zuerst wollten wir nur standesamtlich heiraten und das Traditionelle weglassen (und damit auch das Sinsod). Nachdem ich aber gemerkt habe, dass es ihr dabei unbehaglich ist, habe ich nachgegeben.

    Kann sein, dass ich mich - was die im Forum anwesenden Thai-Frauen angeht - verschätzt habe, und es gibt gar keine. Dann wird es auch keine Rückmeldungen geben.

    Falls jemand Kritik an dem Vorgehen / Sinsod oder ähnlichem hat, lese ich sie gerne. Vermutlich bin ich eine Spur zu romantisch und vielleicht auch zu naiv. Ich heirate das erste mal und hoffentlich auch das einzige mal in meinem Leben. Meiner Freundin geht es genau so.

    Viele Grüße
    Martin
    Willkommen im Forum erst einmal :-)

    Von Thailänderinnen wirst Du hier eher selten was lesen bzw. eine Antwort bekommen?! Die haben wohl wichtigeres zu tun ;-D Es sei denn Du schreibst im Thaiboard und dann in der Regel in Thai.

    Meine Meinung:

    Einer Thailänderin aus gutem Hause ist die traditionelle Hochzeit am wichtigsten, zum Standesamt geht man nur damit die Hochzeit auch eingetragen wird und man Papiere in der Hand hat.
    Sollte der zukünftige Ehemann die Hochzeit im Dorf/Stadt der Frau ablehnen, wird die zukünftige Frau in der Regel vor Ihrer Familie Ihr Gesicht verlieren und dann den Mann lieber den Laufpass geben.

    Sinsod ist ein schwieriges Thema und jeder muss selbst entscheiden ob er zahlt oder nicht. Für schon mal verheiratete ( auch wenn nur vor Buddha ) mit oder ohne Kinder oder gar Frauen mit Barvergangenheit wird in der Regel kein Sinsod fällig, ob nun für Thailänder oder Farang ist dabei egal.
    Heißt aber nicht, das es von der Familie der Frau nicht gefordert werden kann ;-D

    Für unverheiratete Frauen ohne Kinder wird in der Regel Sinsod fällig. Allerdings ist die Summe und der spätere Verbleib des Geldes durchaus verhandelbar. Bei unserer Hochzeit ging es nur darum mit der Summe zu zeigen, das ich kein armer Schlucker bin und für meine Frau sorgen kann. Von dem Geld haben wir die Hochzeitsfeier ( ca. 300 Gäste ) bezahlt, von dem Rest wurden die Flitterwochen bezahlt. Ach ja, habe meiner Frau zur Hochzeit noch Goldschmuck geschenkt, dies soll bei Hochzeiten in Thailand auch öfter vorkommen

    Wirst hier wohl noch sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Thema zu hören bekommen.

    Sprech das Thema am besten mal mit Deiner Frau durch :-)

  9. #8
    Avatar von Trueman

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    Re: Die Planung

    Hmm, dieser Vorschlag gefällt mir weniger. Das hat etwas Verlogenes und die Behörden werden anschließend zu Recht versuchen, einem alle möglichen Steine in den Weg zu legen.

    Ich sehe die Situation so: Wenn das Kind geboren ist und ich die Vaterschaft anerkenne (was ich tun werde), hat die Mutter das Recht zur Einreise und zum Aufenthalt in Deutschland - mit oder ohne Deutschexamen.

    Also hoffe ich auf das Einsehen der Mitarbeiter bei der Botschaft, dass es nur um ein "früher" oder "später" geht und es nicht sinnvoll ist, sich quer zu stellen. Schließlich ist es der Integration sicher förderlicher, wenn der Vater die Schwangerschaft im Alltag begleiten kann und die Mutter auch vor der Geburt etwas Luft hier schnuppert.

    Viele Grüße
    Martin

  10. #9
    Avatar von Trueman

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    Re: Die Planung

    Lieber Hanseat,

    vielen Dank für Deine Antwort und das Willkommen im Forum. Was Du schreibst, hilft mir die Situation besser einzuschätzen.

    "Bessere Familie" trifft eher nicht zu. Es ist eine einfache Familie aus dem Isan, aber wenigstens haben alle Kinder studiert. Immerhin ist es die erste Hochzeit meiner Frau, Kinder hat sie nicht und Barhintergrund gibt es keinen.

    Das Sinsod ist wohl für die Mutter, weil der Vater schon vor Jahren gestorben ist. Dafür brauchen wir laut meiner Frau in der Zukunft kein Geld an sie zu geben. Falls doch, ist das auch ok, ich komme selbst aus einer großen Familie in der wir uns gegenseitig unterstützen.

    Bin sehr gespannt auf die Feierlichkeiten, hoffentlich werden das nicht so viele Leute wie bei Dir

    Viele Grüße
    Martin

    PS: Das Thema "Gold" spreche ich lieber nicht an, will ja niemanden auf dumme Gedanken bringen :-)

  11. #10
    Avatar von madmax1404

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    60

    Re: Die Planung

    Also das Brautgeld kommt mir auch etwas hoch vor. Lässt sich jetzt wo du es wahrscheinlich schon zugesagt hast wohl auch nicht mehr ändern. So was bespricht man lieber vorher mal.
    Vermutlich wirst Du ausserdem den Grossteil der Hochzeit finanzieren. Ein Teil kommt vielleicht in Form von Spenden eurer Besucher zurück.

    Du solltest von Anfang an aufpassen das du im Rahmen der Familienhilfe nicht zu viel und nicht zu wenig gibst. Ganz schnell wirst Du sonst als Geldautomat angesehen. Eine moderate Hilfe ab und zu sollte aber drin sein.

    Lass Dir nicht die Freude an der Hochzeit verderben, geht beide aufeinander zu, dann klappt das schon. In einer binationalen Beziehung zu leben ist immer anstrengend. Da hilft nur das beide eine grosse Portion Optimismus haben und sehr offen miteinander umgehen. Viel Glück!

    Viele Grüße
    MadMax1404

    [mod:44b4c72b72="alhash"]
    Werbelink entfernt, steht schon im Profil!
    [/mod:44b4c72b72]

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