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Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

Erstellt von socky7, 05.06.2008, 12:58 Uhr · 162 Antworten · 33.691 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von socky7

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Zitat Zitat von Thaimax",p="596730
    Damals sah ich eben, dass Leute, die einen guten Job hatten, aber einfach psychisch nicht stark genug waren die Scheidung in Verbindung mit wirklich unverschämten Geldforderungen zu meistern, den Boden unter den Füssen verloren und keine staatliche Stelle sich in irgendeiner Weise dafür zuständig sah, wirklich erschreckend, auch mit ein Grund, warum ich für jeden Unterhaltsflüchtling Verständnis habe...
    Ich kenne auch einige sehr nette und gut verdienende deutsche Männer, die nach der Scheidung jahrelang psychisch und finanziell völlig fertig waren. Insofern hatte mich die publizierte "legale" Unterhaltsflucht von Detlef insofern gefreut, dass es jetzt wieder Hoffnung für diese verzweifelten Männer gibt.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von wingman

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    warum gibt es solche webseiten? doch nur deswegen weil das deutsche rechtssystem geschiedene männer finanziell an die wand fährt und zur krönung evtl. einlocht.

  4. #13
    Avatar von Thaimax

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Ja, @wingman, ich musste nach einigen Recherchen feststellen, dass die Rechtssprechung in Deutschland um einiges gnadenloser als die österreichische ist, obwohl die als Basis dienenden Gesetze fast ident sind, früher dachte ich eigentlich, dass die österreichische Rechtssprechung in Sachen Ungerechtigkeit beim Unterhaltsrecht nicht zu toppen sei.

    Speziell die "gesteigerte Erwerbsobliegenheit" in Verbindung mit "fiktivem Einkommen" treiben geschiedene Männer regelmässig in die Obdachlosigkeit.

    Das heisst in Stichworten, ein Mann verdient 1000 Euro netto, das Gericht unterstellt ihm, dass er 1300 Euro verdienen könnte und verdonnert ihn zu 400 Euro Unterhalt monatlich, dem Mann bleiben 600 Euro, die Pfändungsuntergrenze wird in Deutschland damit regelmässig zur Farce.
    Das ist in Österreich zwar auch möglich, wird aber nur dann angewandt, wenn es offensichtlich und eindeutig ist, dass der Mann nach der Scheidung einen Job angenommen hat, in dem er weniger verdient, nur um sich vor den Unterhaltszahlungen zu drücken, in Deutschland ist es tatsächlich die Regel in der Rechtssprechung, Richter verlangen regelmässig von Unterhaltspflichtigen einen Nebenjob anzunehmen.

    In Deutschland wurde vor einigen Jahren das sogenannte "Schuldprinzip" abgeschafft, das ermöglicht einer Ehefrau den Ehemann regelmässig zu betrügen oder gar parallel zur Ehe eine Beziehung zu führen, ohne jedoch das Recht auf Unterhalt nach Scheidung zu verlieren.
    In der Praxis gestaltet sich das oft so, dass der Mann nach der Scheidung die gemeinsame eheliche Wohnung verlassen muss und der neue Lover sofort einziehen kann.
    Als Belohnung erhalten die Exfrau und der neue Lover Ehegattenunterhalt, während der Exmann sich ein neues zuhause suchen muss (praxisgerechtes Beispiel: Mann verdient 1800 Euro netto, 1 unterhaltsberechtigtes Kind 1 Jahr alt, der Mann bezahlt der Mutter für die Betreuung des Kindes ca. 200 Euro und 650 Euro Ehegattenunterhalt kommt dazu, ihm bleiben 950 Euro, mit 850 Euro monatlich wird er per Gerichtsurteil gezwungen die "neue Familie" zu alimentieren.)

    In Österreich gilt zumindestens das Schuldprinzip noch, ist aber eher problematisch, weil man der Frau eindeutig die "Eheverfehlung" nachweisen muss.

    Es ist erschütternd, dass vielen leistungsfähigen Männern in Deutschland oder Österreich als einzige Alternative Arbeitslosengeld in Verbindung mit Schwarzarbeit oder die Flucht in´s Ausland bleibt, noch dazu in Ländern, in denen die Geburtenrate ja sowieso nicht unbedint vorteilhaft auf die Staatsentwicklung ist.

  5. #14
    Avatar von Reiko

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Hi,

    Da ich auch in absehbarer Zeit meine Verlobte aus Thailand heiraten will frage ich mich ob es sinnvoll ist einen Heiratsvertrag zu machen? Dieser kostet einen Haufen Geld und kann wahrscheinlich von jedem Anwalt angefechtet werden.
    Ich bin normaler Angestellter, möchte aber nicht beim Scheidern der Ehe ewig Unterhalt zahlen müssen. Es gab ja auch eine Gesetzänderung in Sachen Unterhalt. Wer weiß Rat?

    Auf der Homepage von Detlef steht sinngemäß….Eine mittellose Ausländerin zu heiraten ist finanzieller Selbstmord.

  6. #15
    Avatar von Ban Bagau

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Das ist nur weil die Drecksstaaten mit windigen Tricks sich aus der Verantwortung stehlen.Nur damit sie der Ex-Frau nicht eventuell Sozialleistungen zahlen müssen.

  7. #16
    Avatar von tira

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Zitat Zitat von Reiko",p="597476
    ...Auf der Homepage von Detlef steht sinngemäß….Eine mittellose Ausländerin zu heiraten ist finanzieller Selbstmord.
    tach reiko,

    weshalb hinterfrägst du den detlef, der iss doch cool und clever ;-D

    falls du in d vater wirst, stehst du in der verantwortung. bleibt ihr kinderlos iss
    ihr auch eine eigene erwerbstätigkeit zu zumuten. über ehevertrag lässt sich lediglich
    der zugewinn während der ehe regeln. hast du keinen oder nur einen geringen,
    iss da auch ein vertrag net sinnvoll.

    gruss

  8. #17
    Avatar von wingman

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    tja, vieles ähnelt in deutschland einem kamikaze unternehmen, heiraten ist eines davon.
    ob deutsche oder angeblich mittellose thai. im falle der scheidúng ist der mann der loser und ein ehevertrag schliesst bekanntlich unterhaltsforderungen nicht aus.
    hop oder top...........noch eine scheidung überlebe ich eh nicht (finanziell), ob mit oder ohne vertrag.
    also immer schön deine Zero (so hiessen die Mitsubishis im 2.Weltkrieg) in nulllage halten .
    ich sehe aber positiv in die zukunft, man hat es selbst in der hand ob eine liebe erkaltet oder nicht.

  9. #18
    Avatar von Reiko

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Ja die Verantwortung für ein Kind ist ja auch ok.
    Ich denke den Ehevertrag kann ich mir sparen, weil man den Unterhalt eh nicht ausschließen kann.

  10. #19
    Avatar von Thaimax

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Leider hat sich in der Anwaltszunft die Unart eingeschlichen, den Klienten nicht darauf hinzweisen, dass es meistens sinnlos ist einen Ehevertrag aufzusetzen, der Ehegattenunterhalt im Falle der Scheidung ausschliesst.

    Wenn aus der Ehe ein Kind entsteht kann das Gericht diesen Vertrag mit der Begründung des Kindeswohles jederzeit für nichtig erklären, wenn auch nur der leiseste Verdacht entsteht, dass es für das Kindeswohl von Nachteil sein könnte, dass die Kindesmutter arbeiten geht (dieser Verdacht besteht wohl immer) hat man das Geld für den Vertrag umsonst ausgegeben, dass der Anwalt dafür nicht erfolgsversprechend haftbar gemacht werden kann versteht sich von selbst...

    Ehe ohne Kinder ist aber, so wie es tira geschrieben hat, eine ungefährliche Sache, mit Kindern ist die Gefahr sehr gross, dass man als Mann entweder verhungert, obdachlos oder kriminell(Sozialbetrug, Unterhaltsflucht) wird.

    Dadurch, dass man die Zukunft einer Partnerschaft nie voraussagen kann betrachte ich das Gründen einer Familie als wirklich untragbares Risiko, nicht wegen der Partnerschaft, oder der Kinder, nur wegen der Rechtssprechung, die einem Mann nach der Scheidung das Recht der freien Arbeitswahl nimmt und ihn auf Hartz4-Niveau oder sogar darunter(!) enteignet(dieses Wort halte ich für verhältnismässig)

  11. #20
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Moin moin,

    das mit der freien Arbeitsplatzwahl stimmt ja nicht so ganz. Man darf sich nicht mutwillig schlechter stellen oder gar mittellos machen. Aber auch in die andere Richtung gibt es "Bremsen". Ist zwar nur Theorie aber, wenn jemand nach der Scheidung im Beruf richtig Gas gibt, z. B. sein Diplom an der Abenduni macht, hat Frauchen nix davon.

    Das Schuldprinzip ist zwar abgeschafft, aber es gibt immer noch die "grobe Unbilligkeit". Wenn Frauchen also ständig in fremden Betten liegt riskiert sie schon ihren Unterhalt.

    Nach, ich glaube, einem Jahr mit einem anderen Mann in der Wohnung kann das Gericht auf eine "eheähnliche Beziehung" erkennen. Auch das kostet den Unterhalt für die Frau.

    Ich sehe das wesentliche, finanzielle Problem darin, dass man mit dem, was Vati nach Hause bringt, in D-Land die Familie so eben über die Runden bringt. Im Falle der Trennung explodieren aber nun die Kosten. Ein zweiter Hausstand muss her, d. h. Miete, Nebenkosten, Ernährung...

    Der Kracher war bei mir damals, da ich die Wohnung behalten habe, musste ich eine Fehlbelegungsabgabe für die Sozialwohnung zahlen. Tja, das ist D-Land.

    Eine Scheidung ohne Kind(er) ist sicherlich unproblematischer. Aber eins ist sicher. Bei einer Scheidung mit Kind(ern) gibt es Gewinner und Verlierer. Die Verlierer sind die Kinder, die Gewinner die Anwälte. Dank PKW bekommen die immer ihr Geld.

    By the way... bei uns wurde direkt nach der Verhandlung der Aufwand der Anwälte deklariert. Ich war schon schwer erstaunt, was die alles machen mussten. Richter:" Hausstand ?" Anwälte einmütig: "Sehr aufwändig und strittig" (hatten wir selbst geregelt)

    Gruss Volker

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