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Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

Erstellt von socky7, 05.06.2008, 12:58 Uhr · 162 Antworten · 33.713 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von franky_23

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    [quote="Thaimax",p="725935"]
    Zitat Zitat von franky_23",p="725929


    Sollte der getrennte Vater draufkommen, dass Mutti eine Affäre zu dem Zeitpunkt hatte als die Tochter gezeugt wurde kann er eben nur mit handfesten Beweisen dafür vor Gericht ziehen um einen Vaterschaftstest durchzuboxen.

    Natürlich kann man so ein Gesetz begrüssen, keine Frage, aber ich kann das nicht tun, weil ich der Meinung bin, dass Gesetze und Rechtssprechung in erster Linie der Wahrheit verpflichtet sein sollten, nicht der Vertuschung.
    Du redest von dem Rechtsstand in der Vergangenheit, mit der aktuellen Gesetzeslage hat dies nichts zu tun.

  2.  
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  3. #92
    Avatar von Thaimax

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    [quote="franky_23",p="726044"]
    Zitat Zitat von Thaimax",p="725935
    Zitat Zitat von franky_23",p="725929


    Sollte der getrennte Vater draufkommen, dass Mutti eine Affäre zu dem Zeitpunkt hatte als die Tochter gezeugt wurde kann er eben nur mit handfesten Beweisen dafür vor Gericht ziehen um einen Vaterschaftstest durchzuboxen.

    Natürlich kann man so ein Gesetz begrüssen, keine Frage, aber ich kann das nicht tun, weil ich der Meinung bin, dass Gesetze und Rechtssprechung in erster Linie der Wahrheit verpflichtet sein sollten, nicht der Vertuschung.
    Du redest von dem Rechtsstand in der Vergangenheit, mit der aktuellen Gesetzeslage hat dies nichts zu tun.
    Ich kann in den Urteilsdatenbanken kein einziges Urteil finden, die der von Dir angesprochenen "aktuellen Gesetzeslage" entsprechen würden.
    Verlinke einfach ein einziges Urteil, welches auf "der aktuellen Gesetzeslage" beruht, also ein einziges Urteil "mit dem dies nichts zu tun" hat.

    Für Betroffene ist natürlich die aktuelle Rechtssprechung interessant, nicht Gesetze, die durch das Hinzufügen von zig Ausnahmen nur Bestand haben, wenn eben keine dieser Ausnahmen zutreffend ist.

  4. #93
    Avatar von franky_23

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    [quote="Thaimax",p="726061"]
    Zitat Zitat von franky_23",p="726044
    Zitat Zitat von Thaimax",p="725935
    Zitat Zitat von franky_23",p="725929


    Sollte der getrennte Vater draufkommen, dass Mutti eine Affäre zu dem Zeitpunkt hatte als die Tochter gezeugt wurde kann er eben nur mit handfesten Beweisen dafür vor Gericht ziehen um einen Vaterschaftstest durchzuboxen.

    Natürlich kann man so ein Gesetz begrüssen, keine Frage, aber ich kann das nicht tun, weil ich der Meinung bin, dass Gesetze und Rechtssprechung in erster Linie der Wahrheit verpflichtet sein sollten, nicht der Vertuschung.
    Du redest von dem Rechtsstand in der Vergangenheit, mit der aktuellen Gesetzeslage hat dies nichts zu tun.
    Ich kann in den Urteilsdatenbanken kein einziges Urteil finden, die der von Dir angesprochenen "aktuellen Gesetzeslage" entsprechen würden.
    Verlinke einfach ein einziges Urteil, welches auf "der aktuellen Gesetzeslage" beruht, also ein einziges Urteil "mit dem dies nichts zu tun" hat.

    Für Betroffene ist natürlich die aktuelle Rechtssprechung interessant, nicht Gesetze, die durch das Hinzufügen von zig Ausnahmen nur Bestand haben, wenn eben keine dieser Ausnahmen zutreffend ist.
    schau doch einfach mal bei den Verfassunggerichtsurteilen aus dem Jahr 2006 nach. Zeitraum Feb - April.

  5. #94
    Avatar von Thaimax

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Verfassungsgerichtsurteile sind in solchen Fällen eher lebensfremd.

    Das würde voraussetzen, dass man einem Scheinvater zumuten kann, dass er sich bis zum Verfassungsgerichtshof durchklagen muss um dann unter Umständen recht zu bekommen.

    Bis es soweit kommt vergehen Jahre, in denen man ungerechtfertigt für das Kuckuckskind Unterhalt bezahlen muss. Der in diesen Jahren bezahlte Unterhalt wird natürlich nicht zurückerstattet, und auf den Verfahrenskosten bleibt auch der Kläger sitzen.

    Einem so genannten Scheinvater, der seine durch Anerkenntnis begründete rechtliche Vaterschaft in einem Vaterschaftsanfechtungsverfahren erfolgreich angefochten hat, steht weder dem Kind noch dessen Mutter gegenüber ein Anspruch auf Ersatz der Kosten des Feststellungsverfahrens zu.
    Urteil des OLG Celle vom 24.11.2008
    15 UF 2/08

    Wer soll sich das den leisten können

  6. #95
    Avatar von franky_23

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Zitat Zitat von Thaimax",p="726080
    Verfassungsgerichtsurteile sind in solchen Fällen eher lebensfremd.

    Das würde voraussetzen, dass man einem Scheinvater zumuten kann, dass er sich bis zum Verfassungsgerichtshof durchklagen muss um dann unter Umständen recht zu bekommen.

    Bis es soweit kommt vergehen Jahre, in denen man ungerechtfertigt für das Kuckuckskind Unterhalt bezahlen muss. Der in diesen Jahren bezahlte Unterhalt wird natürlich nicht zurückerstattet, und auf den Verfahrenskosten bleibt auch der Kläger sitzen.

    Einem so genannten Scheinvater, der seine durch Anerkenntnis begründete rechtliche Vaterschaft in einem Vaterschaftsanfechtungsverfahren erfolgreich angefochten hat, steht weder dem Kind noch dessen Mutter gegenüber ein Anspruch auf Ersatz der Kosten des Feststellungsverfahrens zu.
    Urteil des OLG Celle vom 24.11.2008
    15 UF 2/08

    Wer soll sich das den leisten können
    Du beschreibst hier aber einen Spezialfall der in meinen Augen im dem Satz begründet liegt, .... Einem so genannten Scheinvater, der seine durch Anerkenntnis begründete rechtliche Vaterschaft, .....

    Dies wäre ihm wohl nicht passiert wenn er nicht vorher die Vaterschaft anerkannt hätte.

    Ich gebe dir recht, dass dies in aller Regel was kostet. Doch jeder kann/spollte die Folgewirkungen seines Handelns abschätzen,...

  7. #96
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland


  8. #97
    Avatar von Thaimax

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Dies wäre ihm wohl nicht passiert wenn er nicht vorher die Vaterschaft anerkannt hätte.

    Ich gebe dir recht, dass dies in aller Regel was kostet. Doch jeder kann/spollte die Folgewirkungen seines Handelns abschätzen,...
    Er hätte auch homo5exuell werden können, dann wäre ihm das auch nicht passiert

    Mir geht es nicht darum, war jemand machen hätte können, sondern darum, dass es einfach enorm viele Gesetze gibt, die von der Rechtssprechung zu allem, aber nicht zur Wahrheitsfindung ausgelegt werden. "Einzelfall", "Spezialfall", Wayne interessierts, etwa den Betroffenen? Der tröstet sich damit ein "Spezialfall" zu sein
    Auch wenn ich mich wiederhole, Wahrheitsfindung und Gerechtigkeit sollten die obersten Ziele sowohl der Legislative als auch der Judikative sein. Viele Industriestaaten bewegen sich beängstigend weit weg davon, ob es an der Ignoranz der Bevölkerung gegenüber nicht eigenen Problemen liegt, ich weiss es nicht.

    Bei diesem speziellen Fall geht es darum, dass im Namen des Volkes Gesetze erlassen werden (das Verbot von Vaterschaftstest, bzw. die enorme Erschwerung diese durchführen zu können), die sinngemäss sagen, dass es diesem Volk lieber ist, dass ein "Unschuldiger" den Kindesunterhalt bezahlt als dass dies die Solidargemeinschaft tut.
    Man nimmt billigend, mit vorgeschobenem "Kindeswohl" in Kauf, dass ein Unschuldiger ruiniert wird.

    Wie man sowas beklatschen, gutheissen, oder auch nur gleichgültig gegenüberstehen kann wird mir wahrscheinlich immer verborgen bleiben

  9. #98
    Avatar von franky_23

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Zitat Zitat von Thaimax",p="726186
    Dies wäre ihm wohl nicht passiert wenn er nicht vorher die Vaterschaft anerkannt hätte.

    Ich gebe dir recht, dass dies in aller Regel was kostet. Doch jeder kann/spollte die Folgewirkungen seines Handelns abschätzen,...
    Er hätte auch homo5exuell werden können, dann wäre ihm das auch nicht passiert

    Mir geht es nicht darum, war jemand machen hätte können, sondern darum, dass es einfach enorm viele Gesetze gibt, die von der Rechtssprechung zu allem, aber nicht zur Wahrheitsfindung ausgelegt werden. "Einzelfall", "Spezialfall", Wayne interessierts, etwa den Betroffenen? Der tröstet sich damit ein "Spezialfall" zu sein
    Auch wenn ich mich wiederhole, Wahrheitsfindung und Gerechtigkeit sollten die obersten Ziele sowohl der Legislative als auch der Judikative sein. Viele Industriestaaten bewegen sich beängstigend weit weg davon, ob es an der Ignoranz der Bevölkerung gegenüber nicht eigenen Problemen liegt, ich weiss es nicht.

    Bei diesem speziellen Fall geht es darum, dass im Namen des Volkes Gesetze erlassen werden (das Verbot von Vaterschaftstest, bzw. die enorme Erschwerung diese durchführen zu können), die sinngemäss sagen, dass es diesem Volk lieber ist, dass ein "Unschuldiger" den Kindesunterhalt bezahlt als dass dies die Solidargemeinschaft tut.
    Man nimmt billigend, mit vorgeschobenem "Kindeswohl" in Kauf, dass ein Unschuldiger ruiniert wird.

    Wie man sowas beklatschen, gutheissen, oder auch nur gleichgültig gegenüberstehen kann wird mir wahrscheinlich immer verborgen bleiben
    Das muss keiner gutheißen, doch gibt es nie eine absolute Gerechtigkeit, auch muss teils die absolute Gerechtigkeit hinter einer praktikablen Zurückstehen.

    Das kann dir als normaler Autofahrer passieren, wenn jemand nur ein Auto mit Gummispuren einen Schaden von 1000.-- Euro hinterlässt und Fahrerflucht begeht und dann abstreitet, kann die Beweislast sehr schwierig werden, da das Gutachten den Sachwert übersteigen würde.

    Dies nicht um die Situation kleinzureden, doch war er sich doch auch über die Konsequenz im Klaren als er freiwillig die Vaterschaft anerkannte.

    Dass teilweise Jugendämter wg. dubiosen Vorstellungen von Frauen was das Kindeswohl betrifft tendenziell der Frauenversion huldigen ist leider so. Manchmal muss man besser die Luft anhalten ruhig durchatmen und eine vernünftige Situation schaffen.

    Glaube mir die Eltern die einem Kind die Wahrheit vorenthalten, bekommen von dem Kind noch genügend ab.

    Ich würde dann einfach die Beträge die sonst noch für mein Kind aufwenden müsste auf ein Konto legen. Mit 16 kann dann auch niemand den Kontakt verbieten und das Geld nehmen und mit dem/r Jugendliche/n eine schöne Zeit machen. Das späte Vergnügen wäre dann meins.

  10. #99
    Avatar von strike

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Zitat Zitat von franky_23",p="726194
    ......... Mit 16 kann dann auch niemand den Kontakt verbieten und das Geld nehmen und mit dem/r Jugendliche/n eine schöne Zeit machen. Das späte Vergnügen wäre dann meins.
    Soweit die Theorie.
    Was nützt Dir die gesetzliche Möglichkeit, wenn - wie in meinem Fall - das Jugendamt all die Jahre vorher die Mutter in ihren Versuchen das Kind von Dir fernzuhalten "unvoreingenommen" und "ausgewogen" zum "Kindeswohl" mitgetragen hat?
    Und als Ergebnis über Jahre ein völlig falsches Vaterbild zementiert wurde?

    Lass mich raten.
    Nichts?

    Gruss,
    Strike

  11. #100
    Avatar von Thaimax

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    Re: Die "legale" Unterhaltsflucht aus Deutschland

    Das muss keiner gutheißen, doch gibt es nie eine absolute Gerechtigkeit, auch muss teils die absolute Gerechtigkeit hinter einer praktikablen Zurückstehen
    Es geht hier nicht um die Illusion von absoluter Gerechtigkeit, es geht darum, dass man sich immer mehr von Gerechtigkeit und Wahrheitsfindung entfernt. Sicherlich ist es für die Solidargemeinschaft praktischer, wenn Jemand anders etwas finanziell ausbaden muss was er nicht verschuldet hat. In diesem Fall liegt das Problem sowieso mal eher darin, dass ein Kind als Schadensfall, für den man bezahlen muss, betrachtet wird.

    Dies nicht um die Situation kleinzureden, doch war er sich doch auch über die Konsequenz im Klaren als er freiwillig die Vaterschaft anerkannte.
    Das denke ich nicht, wird eher in wenigen Fällen so sein, dass jemand, der die Vaterschaft anerkennt sich der Situation bewusst ist, dass er die für ein Kind anerkennt, das jemand anders gezeugt wird. Klar ist das meistens aber den Müttern. Ich nenne sowas Betrug, zumindestens aber Personenstandsfälschung, die aber absolut ohne Konsequenzen bleibt, obwohl sie im Endeffekt der Bereicherung dient, auf Kosten eines Unbeteiligten.

    Es ist ja nicht so, dass Vaterschaftstest generell verboten sind. Wenn ein Mann sich weigert die Vaterschaft für ein Kind anzuerkennen und Mutti 3 in Frage kommende Väter nennt wird auch alles in die Wege geleitet um Klarheit zu bekommen. Da interessiert das informelle Selbstbestimmungsrecht, bzw. das Gendiagnostikgesetz auch kein Schwein.
    Aber wenn der, der das ganze bezahlen soll Zweifel hegt ist es natürlich ein Unding Klarheit zu wollen.

    Nein, ich denke nicht, dass sich die Leute im Klaren darüber sind, was für Konsequenzen ihr Tun und Handeln nach sich ziehen könnte. Viele Leute glauben nämlich noch an die Rechtssprechung, auch wenn das immer weniger werden. Und genau das sollte einem Bürger zu denken geben. Glaubt ein Volk in verstärktem Masse nicht mehr an die Justiz beginnt meistens der Anfang vom Ende.

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