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Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?!

Erstellt von strike, 28.04.2009, 14:33 Uhr · 97 Antworten · 10.800 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Joerg_N

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    Re: Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?

    das Thema wird ja schon wieder von eineigen verfehlt -
    kommt dann immer das gleiche bei raus - genau wie bei den Politikthreads

  2.  
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  3. #12
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?

    Zitat Zitat von KKC",p="718311
    Ansonsten werden sich Ghettobildungen/Parallelgesellschaften hier weiter fortsetzen (siehe Türken, Russlanddeutsche, Chinesen, etc).
    Das ist übrigens auch ein Grund, warum die meisten Deutschen wohl auf Deutschkenntnisse bestehen.
    Das Märchen von den bölsen Ghettos.

    Hier sollte man sich fragen, woher die Ängste kommen.
    Die wenigsten werden je so ein "Ghetto" betreten haben, am allerwenigstens die wohl stärksten Befürwortern von den Grashügeln im oberbayerischen Hochland.

    Bangkok, San Francisco, Kapstadt und viele andere Orte der Welt leben vom Tourismus, den nicht zuletzt ihr Ghetto, die Chinatown, anlockt. Und Deutsche wollen diesen Tourismusmagneten abschaffen. Und dann über die hohe Arbeitslosigkeit jammern.... Unfassbar!

    Es liegt in der Tat an der Aufklärungsarbeit. Die Propaganda hat voll eingeschlagen. Man muss den Bürger die Ängste nehmen. Wenn jemand nicht mittendrin wohnt, kann es einem doch völlig egal sein, ob im Nachbarstadtteil Türken oder der heilige Geist wohnt.

    Diese völlig unbegründeten Ängste, Desinformationen und Vorurteile müssen weg. Und es ist natürlich auch richtig, dass die Migranten dabei helfen können, z.B. indem sie den Deutschen kostenlose Türkischkurse anbieten.

    Und wenn man dann noch aus den Ghettos Touristenattraktionen (z.B. auch für Deutsche) macht, dann ist alles in Ordnung. Ich hätte da jede Menge Ideen, wodurch auch die Bewohner zu Arbeit kämen. Aber Deutschland ist in Sachen Tourismus leider auf 3.Welt-Niveau. Dabei steckt da soviel Potential drin. Natürlich müssen dann alle englisch lernen, denn mit Deutsch kommt man bei amerikanischen und asiatischen Touris nicht weit.

  4. #13
    Avatar von rübe

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    Re: Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="718286
    Ich musste erleben, wie Wolfgang Schäuble am Sonntag bei "Anne Will" sagte: "man frägt sich".
    Das ist komplett falsches Deutsch und steht in keinem Duden. Jeder, der deutsch kann, weiß, dass es "man fragt sich" heißt.
    in meinem duden (ausgabe 2000) steht es sehr wohl als mögliche verbform von "fragen" drin....man kann sowohl "fragt" als auch "frägt" sagen...es fragt sich, wer hier mal einen deutsch-kurs machen sollte

  5. #14
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?

    Ich finde es richtig und wichtig, die Verständnislosigkeit der allg. Bevölkerung zu erkunden. Wie soll ich sie ändern, wenn ich sie nicht richtig verstehe. Mehr Verständnis für diese real existierende Verständnislosigkeit ist also ein wesentlicher erster Schritt für die Ausrichtung der kritischen Auseinandersetzung mit den gesetzlichen Regelungen.

    Ein wenig schade finde ich jedoch die völlige Ausklammerung der Organisationsdefizite der Betroffenen. Oder anders herum gefragt: Gibt es inzwischen den Weg durch die Instanzen, den Weg zum Bundesverfassungsgericht?

    Sollen uns die Vorfahren der Gewerkschaftsbewegung erzählen, was alles erforderlich ist, um den Egoismus einzelner Betroffener zu überwinden? Die hier zwar klagen und lamentieren, sich aber ab dem Termin des Bestehens der Sprachprüfung durch ihre Süße, der Forderung nach solidarischem Verhalten nonchalant entziehen?

    In dieser Suche nach Verständnis gehört die Suche nach unseren eigenen Defiziten auch dazu. So meine ich. Sonst bleibt es auf ewig bei den Klagemauern.

  6. #15
    KKC
    Avatar von KKC

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    Re: Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="718319
    Zitat Zitat von KKC",p="718311
    Ansonsten werden sich Ghettobildungen/Parallelgesellschaften hier weiter fortsetzen (siehe Türken, Russlanddeutsche, Chinesen, etc).
    Das ist übrigens auch ein Grund, warum die meisten Deutschen wohl auf Deutschkenntnisse bestehen.
    Das Märchen von den bölsen Ghettos.

    ...
    ...

    Es liegt in der Tat an der Aufklärungsarbeit. Die Propaganda hat voll eingeschlagen. Man muss den Bürger die Ängste nehmen. Wenn jemand nicht mittendrin wohnt, kann es einem doch völlig egal sein, ob im Nachbarstadtteil Türken oder der heilige Geist wohnt.

    Diese völlig unbegründeten Ängste, Desinformationen und Vorurteile müssen weg. Und es ist natürlich auch richtig, dass die Migranten dabei helfen können, z.B. indem sie den Deutschen kostenlose Türkischkurse anbieten.

    Und wenn man dann noch aus den Ghettos Touristenattraktionen (z.B. auch für Deutsche) macht, dann ist alles in Ordnung. Ich hätte da jede Menge Ideen, wodurch auch die Bewohner zu Arbeit kämen. Aber Deutschland ist in Sachen Tourismus leider auf 3.Welt-Niveau. Dabei steckt da soviel Potential drin. Natürlich müssen dann alle englisch lernen, denn mit Deutsch kommt man bei amerikanischen und asiatischen Touris nicht weit.
    Nicht das wir uns missverstehen, ich bin nicht gegen Migranten (in unseren Freundeskreis sind Türken, Italiener, Vietnamesen; und die können alle ein prima Deutsch) sondern bin der Meinung daß, wenn sich jemand in einem anderen Land niederlässt, er sich auch integrieren soll. Dazu sind Sprachkenntnisse des Gastlandes die allererste Voraussetzung. Das heisst aber auch nicht das derjenige jetzt seiner Kultur abschwören muß.

    Das gilt doch im übrigen genauso für den Farang, der nach Thailand kommt und erwartet das die Thais mit ihm Deutsch reden.

    Im übrigen kenne ich in Deutschland keine 'Ausländerviertel' (ich möchte das Wort Getto besser vermeiden), die so attraktiv sind das diese Touristen anziehen.
    Und das Deutschland bzgl. Tourismus auf einem 3.Weltniveau sein soll gehört wohl auch eher zu Deiner häufig hier geposteten Traumwelt.

  7. #16
    Avatar von Woper

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    Re: Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?

    Hallo,
    ich hoffe in den nächsten Wochen in eigener Sache das Ziel zu erreichen.
    Meine Frau hat letzten Monat beim 2.ten Anlauf den A1 beim GI Bkk bestanden. Wenn ich jetzt beurteilen soll , was 5 Monate Deutschkurs im Ausland gebracht haben, fehlen mir die Worte.
    Hätte meine Frau stattdessen eine Sprachschule in Deutschland besucht, könnte sie jetzt deutsch sprechen.
    Der Sprachkurs ist zwar um einiges teurer in D, aber das Ergebnis rechtfertigt den Preis.
    Aber zurück zum Thema:
    Ich arbeite überwiegend in Hamburg, wohne aber im Umland.
    Es gibt Stadtteile z.B. Wilhelmsburg, dort beträgt der Ausländeranteil mindestens 80%. Dort leben seit zig Jahren ausländische Frauen in den Familien, die kaum ein Wort deutsch sprechen und dies auch von den Männern nicht gewünscht wird.
    Hier gibt es gar keine andere Möglichkeit, als Zwang durch den Gesetzgeber.
    Das trifft aber nicht auf verantwortungsbewußte Männer oder Frauen zu, die ausländische Partner nach D holen, um hier längere Zeit zu leben. Da ist es doch selbstverständlich, die Landessprache zu erlernen.
    Die Mehrheit der Bevölkerung nimmt dieses Thema aber nur dann war, wenn es mit dem Problem konfrontiert wird.
    Ich bin aus rein rationellen Gründen für Deutschkurse in D, wenn nach Ablauf einer Frist nicht erledigt, keine Verlängerung des Aufenthaltes.

    Gruß
    Woper

  8. #17
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?

    Zitat Zitat von strike",p="718263
    [...] einzigster [...]
    Ahem, sorry ;-D ;-D

    [...] das Anspruchsdenken von Teilen der Gäste dieses Landes realisiert, dann wird schon einiges klarer.
    [...]
    IMO ist der eigentliche "Störfaktor" weniger bei den Gästen, sondern eher bei den Gastgebern zu suchen.
    Gerade auf Ämtern, die mit Ausländern zu tun haben, fiel mir immer wieder auf, dass der Auskunft erteilende Beamte keinen Jota von seinem Amtsvokabular abwich; lediglich Sprachgeschwindigkeit und Lautstärke änderten sich.

    Die Forderung nach ausreichenden Sprachkenntnissen besteht mit Sicherheit zu recht, aber sie sollte dem Ausländer zum Vorteil reichen und nicht der Kommunikatios-Bequemlichkeit der Muttersprachler dienen.

    Wenn ich den Vergleich heranziehe, mit welcher Engelsgeduld uns hier in Brasilien über Sprachbarrieren geholfen wird, dann sehe ich das deutsche Verlangen nach guten Sprachkenntnissen wesentlich differenzierter, sogar eine Spur unverschämt.

    Übrigens, jeder von uns, dem es so sehr nach Sprache verlangt, darf einmal in sich gehen und sich fragen, wieviele Sprachen er selbst beherrscht.
    Die bei den meisten Membern sehr guten Englischkenntnisse (... ich kann auf Englisch Zeitung lesen, jawoll...) lassen wir mal aussen vor.

  9. #18
    Avatar von Luftretter

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    Re: Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?

    Zitat Zitat von strike",p="718315
    Und der andere Eheteil von sich aus begriffen hat, dass es ihm selbst weiterhelfen wird.
    Leider haben das noch nicht alle deutschen Ehepartner begriffen.
    Bei meiner Frau (die heute übrigens die A2-Prüfung bestanden hat :bravo: ) war zu Beginn des Kurses eine Thaifrau dabei, die seit 4 Jahren hier lebt.

    Die ging erst zum Deutschkurs als sie die Verpflichtung vom AA bekam.
    Zuhause unterhält sich Ihr Mann mit ihr immer noch in (einem grauenhaften u. falschen) Englisch.
    Habe mich mit ihm darüber unterhalten, er sah auch keine Notwendigkeit, das Sie deutsch lernt, da sie -nach seiner Meinung- die Prüfung eh nicht besteht.
    Die Gute ist nicht alphabetisiert und wurde deshalb in einen anderen Kurs gesteckt, in dem sie nun mühevoll das Alphabet lernt.

    Ich habe aber nicht den Eindruck, das sie von Ihrem Mann tatkräftlig unterstüzt wird - aber Hauptsache das leckere Thaiessen steht pünktlich auf dem Tisch... :kopfhau:

    Um Misstverständnisse vorzubeugen:
    diesen A1-Zwangs-Deutschkurs in BKK (der im übrigen nichts bringt-ausser Geld in die Kassen vom Goethe-Institut) halte ich weiterhin für Sinnlos.

    Der Integrationskurs hier macht hingegen mehr Sinn.
    Und der sollte auch für die Zuwanderer aus dem Osten, die in den letzten 15 Jahren wie die Hunnen hier eingefallen sind- noch nachträglich sofort zur Pflicht gemacht werden.
    Andernfalls sofortige Rückzahlung der erschlichenen staatlichen Leistungen oder ab zurück hinter den Ural... ;-D

  10. #19
    Avatar von Luftretter

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    Re: Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="718393
    Wenn ich den Vergleich heranziehe, mit welcher Engelsgeduld uns hier in Brasilien über Sprachbarrieren geholfen wird, dann sehe ich das deutsche Verlangen nach guten Sprachkenntnissen wesentlich differenzierter, sogar eine Spur unverschämt.
    Das ist bewundernswert, aber ich glaube in Brasilien ist es nicht so einfach in´s Land zu kommen und es sich erst mal jahrelang im staatlichen sozialen Netz gemütlich zu machen.
    Ich könnte mir vorstellen, das es in Brasilien den Staat nicht interessiert, ob der Zuwanderer -der die Sprache nicht spricht- etwas zu beissen und ein Dach über´m Kopf hat, oder nicht.

    Oder liege ich da falsch...

  11. #20
    Avatar von strike

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    Re: Deutschkenntnisse. Verständnis für Verständnislosigkeit?

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="718393
    .........
    Gerade auf Ämtern, die mit Ausländern zu tun haben, fiel mir immer wieder auf, dass der Auskunft erteilende Beamte keinen Jota von seinem Amtsvokabular abwich; lediglich Sprachgeschwindigkeit und Lautstärke änderten sich.
    ........
    Hallo Pee Niko,
    genau dies war in diesen Fällen - möglicherweise zufällig - anders.
    Ich war ziemlich erstaunt mit welcher Ausdauer die Dinge erklärt wurden.
    Beim Ausfüllen bestimmter Anträge tue ich mich schon schwer.
    Umso beeindruckender der geduldige Versuch der Behördenmitarbeiter - die übrigens in zwei Fällen keine geborenen Deutschen waren - zu helfen.

    Aber sei es drum, sicher gibt es auch an der Stelle Optimierungspotential

    Gruss,
    Strike

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