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Deutsche Behörden!

Erstellt von Mang-gon-Jai, 12.07.2003, 13:53 Uhr · 10 Antworten · 2.400 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    3.479

    Deutsche Behörden!

    Vor einiger Zeit wurde auch hier im Forum geschrieben, dass man seinen mit Schengenvisum eingereisten Besuch beim Einwohnermeldeamt anmelden solle.
    Um nichts falsch zu machen, habe ich mich telefonisch an unser Einwohnermeldeamt gewand und nachgefragt.
    Erst schienen die Mitarbeiter überfragt zu sein. So etwas hatte noch niemand angefragt. Dann bekam ich einen kompetenten Beamten ans Telefon.
    „Selbstverständlich müssen Sie Ihren Besuch bei uns anmelden“, meinte er und fügte hinzu, „schließlich wollen wir ja auch Abgaben wie zum Beispiel Müllabfuhr oder Hundesteuer erheben.“
    Also waren wir am nächsten Tag beim Meldeamt und haben Jindi angemeldet.
    „Benötigt Ihre Bekannte auch eine Arbeitserlaubnis?“, fragte die junge Sachbearbeiterin.
    Diese Frage erstaunte mich gewaltig, denn im Pass von Jindi, den die Sachbearbeiterin vor sich liegen hatte, stand ganz eindeutig Erwerbstätigkeit nicht gestattet.
    Ich verneinte diese Frage also.

    Soweit so gut.
    Etwa zwei Wochen später erhielt Jindi ein Ladungsschreiben von der Kreisverwaltung, vom Ausländeramt.
    Zur Klärung ihres evtl. unerlaubten Zuzugs fordern wir Sie auf, sich am xx.xx. um xx:xx Uhr in unserer Dienststelle in Raum xx einzufinden.
    Wir fuhren also hin.
    Dort musste ich ihr übersetzen, dass die deutschen Behörden davon ausgingen, dass sie versuche, sich einen Aufenthalt in Deutschland zu erschwindeln.
    Da ist mir der Draht aus der Mütze gesprungen und ich bin etwas laut geworden. So laut, dass zwei Kollegen aus dem Nachbarzimmer zu Hilfe eilten.
    Was mich das Ganze anginge, wurde jetzt ich gefragt. Ich solle mich da mal schön raushalten, denn mit mir, als Hauswirt, werde man sich auch noch befassen.
    Ich griff Jindis Hand, zog sie hinter mir her und wir verließen den Raum.
    Auf dem Flur wurden wir von vielen Augenpaaren der dort Wartenden beäugt. Ich war wohl wirklich etwas laut gewesen.
    Wir fragten uns zum Amtsvorsteher durch und wir stürmten in sein Zimmer.
    Er war ein ruhiger und netter Mann. Er hörte sich unsere Geschichte an und telefonierte dann mit der Meldebehörde.
    Es gelang ihm tatsächlich, den Sachbearbeiter zu sprechen, der mir geraten hatte, Jindi anzumelden.
    Dann entschuldigte er sich für das „Missverständnis“ , zerriss das Ladungsschreiben und wünschte Jindi weiterhin einen angenehmen Aufenthalt in Deutschland.

  2.  
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  3. #2
    Airport
    Avatar von Airport

    Re: Deutsche Behörden!

    DU kannst laut werden ?? :bravo:
    Wer hat Dir nur dieses Hirngespinnst mit dem Einwohnermeldeamt angetan?? :???:
    Als Camee letztes Jahr zu Besuch war, hat das keine Behoerde interressiert.
    Fuer dich ist nur wichtig, dass sie anstaendig Krankenversichert istund sich ansonsten "Sauwohl" fuehlt bei Dir.... ;-D
    Aber da habe ich ja keine Bedenken....

  4. #3
    Avatar von Stefan

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    Re: Deutsche Behörden!

    Hi Mgj

    Ich mußte vor 2 Jahren meinen Besuch, der ebenfalls mit einem Schengevisa eingereist ist, auch beim Amt anmelden.
    Zum Glück sind uns solche erniedrigen Anschuldigungen erspart geblieben.
    Ich kann gut verstehen, das dir dabei der Hut hochgegangen ist.
    Aber freut mich für euch, das es mit Einreise von JIndi nun doch geklappt hat.

    Gruß Stefan

  5. #4
    Avatar von Jinjok

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    Re: Deutsche Behörden!

    Andere (Bundes)Länder - andere Sitten! In NRW müssen Besucher nicht beim Einwohnermeldeamt gemeldet sein. In Bayern war es zumindest einmal so.

    Hallo Mang-gon-Jai
    Ich stecke gerade in einem Training zum Thema Kommunikation, Konfliktmanagment, Motivieren und Beurteilen. Das Thema Lautwerden wurde auch schon angeschnitten. Der Amts-Vorsteher hatte den Kurs sicher auch mal gehabt. ;-D Allerdings wäre ich wohl auch wider besseres Wissen nicht ruhig geblieben, wenn ich an Eurer Stelle gewesen wäre.

    Ich vergleiche es mit der Frage unseres Standesbeamten in Bangkok, der bei der Hochzeit im Angesicht meiner Frau mich über den Dolmetscher fragte, welche Frau ich denn heiraten wollte. Er wollte von mir wissen, welchen Namen die Braut hat.
    Jeder hat sein Päckchen zu tragen.
    Jinjok

  6. #5
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Deutsche Behörden!

    Ja ,ja ,MgJ ,die "boesen" deutschen Beamten ,
    aber es sind nicht alle so !

    Mit dem Rumbruellen kann man zwar Erfolg haben ,aber der beste Weg ist eine DIENSTAUFSICHTSBESCHWERDE bei der vorgesetzten Behoerde.

    Bei Erfolg bekommt der zustaendige Sachbearbeiter eine Befoerderungssperre von einigen Jahren und das wirkt besser fuer ihn.

    Gruss von einem ehemaligen

  7. #6
    bernd
    Avatar von bernd

    Re: Deutsche Behörden!

    hallo miteinander,
    grundsaetzlich ist bei einem touristenvisum (schengen) eine meldung bei dem auslaenderamt nicht erforderlich. ich wuerde aber vorschlagen, dass man bei der beantragung der verpflichtungserklaerung fragt, ob man sich nochmals bei einreise der/des betreffenden melden soll.
    anders sieht die sache bei einem sprachschul-oder hochzeitsvisum aus. hier ist meldepflicht.
    gruss aus pattaya
    bernd

  8. #7
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Deutsche Behörden!

    Das Wissen über das, was notwendig ist, scheint sehr ungleich verteilt zu sein :-)
    Schon vor einigen Wochen hatte ich mich beim Einwohnermeldeamt in Köln erkundigt, ob ich Ratri, die sich nun mit einem Touristenvisum hier aufhält auch "anmelden" müsse. "Natürlich" lautete die Antwort und ich bekam gleich den Vordruck mit.
    Am letzten Freitag waren wir dort zur Anmeldung. Das ging ganz zügig und erst als die Sachbearbeiterin davon sprach, das wir nun noch zur Ausländerstelle müssten, wurde ich stutzig. Warum sollten wir noch zur Ausländerstelle? Ja, wegen der Aufenthaltsberechtigung. Wieso dieses, es sei im Paß doch ein Schengen-Visum? Ach so - ja dann hätten Sie Sie gar nicht erst anmelden brauchen. Da nun aber die Anmeldung bereits erfolgt sei, bekamen wir zur "Belohnung" auch gleich den Vordruck zur Abmeldung überreicht.

    Man sieht: Das "Anmelden" beim Einwohnermeldeamt (Meldehalle der Bezirksverwaltung in größeren Städten) ist zumindest in NRW bei Schengen-Visa nicht erforderlich. Wenn man es dennoch tut, dann gehen die Sachbearbeiter davon aus, dass man eine fehlende Aufenthaltsberechtigung irgendwie "heilen" möchte.

    Nichts für ungut. Ratri war zumindest beeindruckt von der Zügigkeit und Freundlichkeit der Bearbeitung. Und das mit der vorherigen Terminvereinbarung. Ich hatte Ihr allerdings nicht erzählt, dass dies bislang nur ein Modellversuch sei.

  9. #8
    Avatar von conny

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    896

    Re: Deutsche Behörden!

    Alles sehr spassig -
    uns hatte man damals die richtige Auskunft gegeben :
    Eine Anmeldung ist selbstverständlich nicht erforderlich. Wenn ich Besuch aus Deutschland erhalte, dann muss sich der ja auch nicht anmelden. Immerhin handelt es sich - und das ist wichtig - um einen Besuch !! nicht um einen Daueraufenthalt.

    @ Otto
    Gleich eine Dienstaufsichtsbeschwerde ??? Man kann es auch übertreiben. Besser ist es -- cool bleiben
    Wäre bestimmt auch für MgJ Blutdruck besser gewesen ;-D ;-D ;-D

  10. #9
    Avatar von MichaelNoi

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    3.844

    Re: Deutsche Behörden!

    In Bayern gehen die Uhren anders,
    und zwar auf fast jedem Standesamt / Meldebehörde / Ausländeramt.
    Das reicht von Anmelden bei Schengenvisum "ja unbedingt" bis " des braucht´s net" also vielfältige Einfältigkeit allerorten

  11. #10
    Avatar von seven

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    1.676

    Re: Deutsche Behörden!

    Wir haben gar nichts angemeldet. Bisher hat weder jemand danach gefragt, noch hat uns irgendjemand bei der Erteilung der Verpflichtungserklärung oder Ausstellung des Visums darauf hingewiesen. Auch sonst habe ich nirgends davon gelesen. Also warum sollte ich sie dann meine Freundin anmelden???

    Wenn man offensichtlich bei einer Anmeldung auch gleich eine Aufenthaltsberechtigung bekommt (oder nette Beamte das übersehen,dass man gar keine bekommen soll), hat das eventuell schon mal jemand ausprobiert? Prinzipiell hätte ich nicht dagegen einzuwenden, wenn man über diesen Umweg an eine längere Aufenthaltsdauer kommt.

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