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Deutsch-thailändische Ehen profitieren vom steuerlichen Ehegattensplitting

Erstellt von socky7, 10.02.2013, 13:29 Uhr · 372 Antworten · 29.740 Aufrufe

  1. #351
    Avatar von noritom

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    Mit meinem Soli-Beitrag können meine Frau und ich nach Thailand und zurück fliegen. Ich bin mehrmals im Jahr im Osten. Blühende Landschaften. Wenn ich aber alle zwei Wochen in die Heimat fahre (muss durch's Ruhrgebiet) könnte ich nur noch kotzen. Alles kaputt. Strassen, Brücken.......! Also, wenn der Soli bleiben soll.....ok! Aber dann zweckgebunden in die west Infrastruktur.

  2.  
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  3. #352
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von noritom Beitrag anzeigen
    ..... Alles kaputt. Strassen, Brücken.......! Also, wenn der Soli bleiben soll.....ok! Aber dann zweckgebunden in die west Infrastruktur.
    Das duerfte das Problem der Plausibilitaet von Steuern in D sein: wie Du oben erwaehnst erwartest Du wie viele viele Andere die Verwendung des Solis fuer die Infrastruktur.Bezueglich der Ausdehnung der Maut verweist die Bundesregierung auf die Notwendigkeit zur Sanierung von Bruecken und Strassen.Bezueglich der Mineraloelsteuer verweist die Bundesregierung auf die Notwendigkeit zur Sanierung von Bruecken und Strassen.Das koennte man mit der Kfz-Steuer unc sicher noch einigen anderen Steuerarten bis zum Erbrechen weiterfuehren.
    Im Endeffekt gibt es immer mehr Steuern-aber die Gruende fuer deren Erhebung bestehen weiter oder verschlimmern sich noch.

  4. #353
    Avatar von franki

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    Willi, ich sehe das so wie du. Der Soli war noch nie zweckgebunden für den Aufbau Ost und sollte auch beibehalten werden, meinetwegen in die allgemeine Einkommenssteuer integriert werden.

    Wichtig erscheint mir vor allem, die Steuersparmöglichkeiten in Europa für die großen Konzerne abzuschaffen und damit ein Stückchen mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Neben Luxemburg ist da in der letzten Zeit auch Holland verstärkt in den Focus gerückt. Ist natürlich nicht einfach, denn diese Länder müssen da auch mitmachen.

    Schade, das sich die Schweizer in der Volksabstimmung letzten Sonntag gegen Abschaffung der Steuerprivilegien für die reichen Ausländer ausgesprochen haben. So können weiter manche Superreiche ihren Wohnsitz in die Schweiz verlagern und der deutsche Fiskus schaut in die Röhre. Die Amis machen uns vor wie es geht, wenn du bei denen keine Steuern zahlst, kannst du die Staatsbürgerschaft verlieren.

  5. #354
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von franki Beitrag anzeigen
    Wichtig erscheint mir vor allem, die Steuersparmöglichkeiten in Europa für die großen Konzerne abzuschaffen und damit ein Stückchen mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Neben Luxemburg ist da in der letzten Zeit auch Holland verstärkt in den Focus gerückt. Ist natürlich nicht einfach, denn diese Länder müssen da auch mitmachen.
    Wer meint, Konzerne könnten leicht aus Deutschland ihre Steuerlast nach Luxemburg oder in die Niederlande verschieben, der weiß wohl nicht viel von Außensteuergesetz und Verrechnungspreisrichtlinie.

    Meist ist das uninformierte Propaganda, was da so verbreitet wird. Das ist noch zurückhaltend ausgedrückt.

  6. #355
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Wer meint, Konzerne könnten leicht aus Deutschland ihre Steuerlast nach Luxemburg oder in die Niederlande verschieben, der weiß wohl nicht viel von Außensteuergesetz und Verrechnungspreisrichtlinie.

    Meist ist das uninformierte Propaganda, was da so verbreitet wird. Das ist noch zurückhaltend ausgedrückt.
    Ich gestehe, dass ich da nicht so richtig durchblicke. Aber es bleibt bei mir etwas negatives hänge, wenn ich z.B. so etwas über Szarbucks lese.

    Steuervermeidung

    Starbucks macht sich im Rahmen seiner internationalen Steuerplanung Strategien wie Double Irish With a Dutch Sandwich zunutze, um die Konzernsteuerlast zu verringern.[36] Verschiedene Nichtregierungsorganisationen und Politiker kritisieren diese Praxis.[37][38] Als Konsequenz kündigte Starbucks im April 2014 an, seine Europa-Zentrale von Amsterdam nach London zu verlegen und damit mehr Steuern im Vereinigten Königreich zu zahlen, wo sich mit 800 Filialen mehr als die Hälfte aller europäischen Filialen befinden.[39] Die Europäische Union überprüft derzeit (Stand: Juni 2014), ob die von Starbucks genutzten Steuersparmodelle europäisches Wettbewerbsrecht verletzen. Die Überprüfung soll klären, ob es sich bei den Steuersparmodellen um unerlaubte staatliche Beihilfen handelt.[40]
    Starbucks ? Wikipedia

  7. #356
    Avatar von michael59

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    Nun lieber Chak- dafür beschäftigen sie ganze Heerscharen von gut bezahlten Spezialisten und wenn man den Veröffentlichungen über die Steuerlasten so glauben darf nicht so ganz erfolglos.

  8. #357
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Ich gestehe, dass ich da nicht so richtig durchblicke. Aber es bleibt bei mir etwas negatives hänge, wenn ich z.B. so etwas über Szarbucks lese.


    Starbucks ? Wikipedia
    Eben, es bleibt etwas negatives hängen. Aber so richtig blickt keiner durch, der nicht vom Fach ist, und auch bei denen vom Fach fehlt manchen das notwendige Spezialwissen.

    Deswegen nur ein grundlegendes Problem, das bei der öffentlichen Diskussion bewusst oder aus Vereinfachung meist verschwiegen wird: Die Lizenzgebühren, die Grundlage des "Double Irish with a Dutch Sandwich", kann man nicht einfach so festlegen wie es einem passt, ebensowenig wie andere Verrechnungspreise. Ich weiß aus eigener leidvoller Erfahrung, wie aufwendig die entsprechende Dokumentation ist.

    Und @Michael59: Natürlich sorgen Steuerabteilungen und externe Berater in Konzernen für eine möglichst niedrige Steuerlast. Das ist aber auch nur legitim. Welcher Steuerpflichtige zahlt schon mehr als notwendig? Wenn dann in Talkshows Leute wie die Wagenknecht die Meinung vertreten, das sei bereits Steuerhinterziehung, dann zeigt das nur ihre Geisteshaltung, dass sie meint das Geld des Steuerzahlers gehöre grundsätzlich erstmal dem Staat.

  9. #358
    Avatar von michael59

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    Nun aus moralischer Sicht verstehe ich deren Standpunkt besonders wenn man berücksichtigt, das bei Erstellung von Steuergesetzen durch das BFA nicht du oder ich gefragt wurden, sondern das ganze Passagen von eben den oben genannten zugeliefert wurden.
    Und der Einfluss von Lobbyisten ist schon kritisch zu sehen. Auch die Übernahme von Politikern oder Parteispenden von grossen Unternehmen.
    Die erfolgen natürlich völlig selbstlos - die steuerliche Verrechenbarkeit mal aussen vor.

  10. #359
    Avatar von rolf2

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    @chak

    gestern Abend war auf ARTE dazu ein interessanter Bericht, es wurde gesagt das mit steigender Tendenz weltweit die Gewinne aus dem jeweiligen Land wo sie generiert werden abgezogen und in Steueroasen umgeleitet werden, man sprach da von jährlich ca 250 Milliarden Euro. Ist natürlich klar das es sich dabei um Konzerne handelt die sich entsprechende Steuerfachleute auch leisten können.

    Nur mal ein einfaches Gedankenspiel. Ich gründe eine Offshore Ltd die mir für Verwaltung und Warenlieferung relativ viel berechnet, dadurch entstehen mir in Deutschland fast mehr Kosten als Gewinn. " meinen Gewinn " erwirtschaftet dadurch ne Firma die kaum Steuern dafür zahlen muss. Deutschlands Fiskus geht somit leer aus. Das ist ein einfaches Modell.

  11. #360
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen

    Und @Michael59: Natürlich sorgen Steuerabteilungen und externe Berater in Konzernen für eine möglichst niedrige Steuerlast. Das ist aber auch nur legitim. Welcher Steuerpflichtige zahlt schon mehr als notwendig? Wenn dann in Talkshows Leute wie die Wagenknecht die Meinung vertreten, das sei bereits Steuerhinterziehung, dann zeigt das nur ihre Geisteshaltung, dass sie meint das Geld des Steuerzahlers gehöre grundsätzlich erstmal dem Staat.
    was man hier nicht einfach wegdiskutieren oder übersehen darf ist Steuergerechtigkeit. Infrastruktur und Ausbildung sowie eine verlässliche Politik und ein funktionierendes Verwaltungssystem haben ihren Preis.
    Es kann nicht sein das es Unternehmen gestattet wird diese Vorteile zu Lasten anderer Steuerzahler für lau zu kassieren.

    Das Problem hierbei ist jedoch das es multinationalen Konzernen gegenüber nationalen Staatsinterressen einfach haben diese gegenseitig
    auszuspielen.

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