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Deutsch-thailändische Ehen profitieren vom steuerlichen Ehegattensplitting

Erstellt von socky7, 10.02.2013, 13:29 Uhr · 372 Antworten · 29.748 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von socky7

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    Deutsch-thailändische Ehen profitieren vom steuerlichen Ehegattensplitting

    Die SPD will das Ehegattensplitting abschaffen -
    angeblich nur für neu verheiratete Ehepaare

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/umbau-der-familienfoerderung-spd-will-ehegattensplitting-abschaffen/7592976.html

    Ich bin da sehr skeptisch.
    Beispiel:
    Ein deutscher Ehemann mit einem Jahreseinkommen von brutto 50.000 Euro heiratet eine Thaifrau, die in den ersten Jahren der Ehe keine eigenen Einkünfte hat, weil sie erst einmal deutsch lernen muss.
    Steuerlich wird das Ehepaar derzeit etwa so beurteilt, als ob beide Eheleute jeweils 25.000 € brutto verdienen. Die Steuerbelastung ist deshalb moderat.
    Wenn das Ehegattensplitting aufgehoben werden wird, dann würde der deutsche Ehemann richtig zur Kasse gebeten werden, weil sich die Steuerprogression sehr nachteilig auswirkt.
    Insofern eine drastische Steuererhöhung für das Ehepaar.
    Dahinter steckt der Wunsch der SPD, nach der Steuerreform zusätzlich 20 Milliarden Euro in die Kasse zu bekommen. Ob die Mehreinnahmen dann tatsächlich für unseren Nachwuchs verwendet werden, ist nach meiner Erfahrung mit deutschen Politiker(inne)n mehr als fraglich.

    http://www.welt.de/newsticker/news1/article113518336/Platzeck-fuer-Abschaffung-des-Ehegattensplittings.html



  2.  
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  3. #2
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen

    Dahinter steckt der Wunsch der SPD, nach der Steuerreform zusätzlich 20 Milliarden Euro in die Kasse zu bekommen. Ob die Mehreinnahmen dann tatsächlich für unseren Nachwuchs verwendet werden, ist nach meiner Erfahrung mit deutschen Politiker(inne)n mehr als fraglich.
    Dass das 20 Milliarden mehr bringt zeigt, wie hoch die Steuererhöhung wird. Wer von den betroffenen dann noch SPD wählt, dem ist nicht zu helfen. Das wird jeden, bei dem die Frau nicht annährend gleich viel verdient, hunderte Euro im Monat kosten, und zwar nicht bei den sonst immer so gerne angebrachten Besserverdienern, zu denen sich die wenigsten selbst zählen, sondern bei ganz durchschnittlichen Einkommen und somit der breiten Masse.

  4. #3
    Avatar von tulogu

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    Das ist doch Wahlkampfgetöse, das kommt nie und nimmer.
    Das Ehegattenspliltting ist ja nur Teil einer größeren Idee, nämlich der Wirtschaftsgemeinschaft. Das ganze kommt im Paket: gemeinsame Einnahmen, gemeinsame Ausgaben und gegenseitige Verantwortung.

    Wenn nun das Ehegattensplitting - und damit auch die Wirtschaftsgemeinschaft - wirklich abschafft werden sollte, würde das meiner Einschätzung nach z.B. auch heißen, dass
    - die Zugewinngemeinschaft generell durch strikte Gütertrennung abgelöst wird
    - die Frau im oben geschilderten Beipiel dann also im ersten Jahr ohne Arbeit Hartz4 bekommen müßte (ist ja keine Einkommensgemeinschaft mehr, sie hat kein Einkommen, wovon soll sie dann leben?)
    - und keinerlei Unterhalts- und Versorgungsverpflichtungen während der Ehe oder im Fall einer Scheidung bestehen (es wird ja für jeden alles separat abgerechnet). Auch hier müßte dann der Staat einspringen.
    Der Staat kann ja schlecht sagen, wir tun beim Versteuern so, als ob du mit dem Geld nur deine Kosten tragen müßtest, aber tatsächlich mußt du für alle Notwendigkeiten und Ansprüche deiner Familie aufkommen.

    Wenn die Wirtschaftsgemeinschaft beibehalten, aber trotzdem das Ehegattensplitting abgeschafft wird, könnte sich jeder das Geld im kommenden Jahr mittels Steuererklärung zurückholen. Okay, das würde dem Staat finanzielle Vorteile bringen, wäre aber natürlich eine bürokratisches Monster und die moralische Legitimation und Akzeptanz beim Wahlvolk bezweifle ich auch schwer.

  5. #4
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    ... Wer von den betroffenen dann noch SPD wählt, dem ist nicht zu helfen. ....
    Das Ganze ist eine sanfte Vorbereitung auf kraeftige Einkommenseinbussen.
    Schliesslich will die EU finanziert werden.

    Natuerlich muessen "Gerechtigkeitsluecken" geschlossen werden.
    Dass das eigene Einkommen ein "ungerechtes" war - und nichrt nur das vermutete beim Nachbarn - werden die Waehler natuerlich zu spaet merken.





  6. #5
    NEOT_3.0
    Avatar von NEOT_3.0
    Mal eine Frage: Das Ehegattensplitting ist ja angeblich so furchtbar ungerecht, weil nur verheiratete Paare davon profitieren. Dabei steht es doch den unverheirateten Paaren offen, ebenfalls zu heiraten. Aber die Verantwortung wollen sie anscheinend nicht übernehmen, die Vorteile aber schon? Und denen muss nun die SPD helfen?

    Ansonsten glaubt doch eh niemand daran, dass die einkassierten 20 Milliarden wieder steuerneutral an die Familien mit Kindern ausgeschüttet werden. Letztendlich ist es doch meines Erachtens nur ein weiterer Versuch, die Umverteilungsmaschinerie noch mehr aufzublasen.

  7. #6
    Avatar von Socrates010160

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    wenn wir das ganze ehrlich betrachten, sind die Familien mit Kindern finanziell am meisten benachteiligt... und dort sollte das Geld hin.

    Klar nehme ich das Ehegattensplitting gerne mit... bezahlt letztendlich unseren Jahresurlaub... doch es würde auch ohne gehen. Man könnte das schrittweise über mehrere Jahre auf 0 reduzieren.

  8. #7
    Avatar von kcwknarf

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    Die große Abzockerei der SPD-Mafia geht also munter weiter. Wenn es denne um Gerechtigkeit gehen würde, könnten sie ja auch auch allen Unverheirateten Splitting gestatten oder mal generell die Steuer für alle um 50% kürzen.
    Das sind doch alles nur Raffgeier. Es gehört schon ganz schön viel Masochismus dazu, diese Räuberbande zu wählen.

  9. #8
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von tulogu Beitrag anzeigen
    ....- die Frau im oben geschilderten Beipiel dann also im ersten Jahr ohne Arbeit Hartz4 bekommen müßte (ist ja keine Einkommensgemeinschaft mehr, sie hat kein Einkommen, wovon soll sie dann leben?)
    Du verwechselst da was.... es gibt keine Einkommensgemeinschaft... sondern eine Bedarfsgemeinschaft....wenn 2 Personen unter einem Dach leben...und sich Tisch und Bett teilen... weshalb sollte der Staat die Verantwortung für den Einzelnen übernehmen, so lange diese von einem Dritten übernommen werden kann ?... je mehr Staat um so mehr Geld wird vernichtet... die Devise sollte heissen, Staat nur dort, wo der einzelne alleine keine Chance mehr hat..

  10. #9
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von NEOT_3.0 Beitrag anzeigen
    Ansonsten glaubt doch eh niemand daran, dass die einkassierten 20 Milliarden wieder steuerneutral an die Familien mit Kindern ausgeschüttet werden. Letztendlich ist es doch meines Erachtens nur ein weiterer Versuch, die Umverteilungsmaschinerie noch mehr aufzublasen.
    Eben, 20 Mrd, kassieren und 5 Mrd. beispielsweise als über Kindergeld wieder ausschütten, und das dann dem Wähler auch noch als Kinderförderung verkaufen, darauf läuft es doch hinaus.

  11. #10
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Die große Abzockerei der SPD-Mafia geht also munter weiter. Wenn es denne um Gerechtigkeit gehen würde, könnten sie ja auch auch allen Unverheirateten Splitting gestatten oder mal generell die Steuer für alle um 50% kürzen.
    Das sind doch alles nur Raffgeier. Es gehört schon ganz schön viel Masochismus dazu, diese Räuberbande zu wählen.
    Nur weil bei CDU/CSU ein "C" vorne dran steht, heisst das noch lange nicht, dass sie nach christlichen Werten agieren... am besten wäre wieder eine grosse Koalition. In der Zeit hatte ich den Eindruck, dass was voran ging....

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