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Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

Erstellt von Jinjok, 03.01.2002, 10:25 Uhr · 35 Antworten · 5.211 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Jinjok

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    Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

    Disclaimer: Empfindliche Gemüter möchte ich bitten, diesen Beitrag zu überspringen. Hierbei handelt es sich nicht nur um meine persönliche Meinung, sondern um Informationen aus TV und Zeitungen aus Thailand und Bekannten aus D. Es liegt mir fern irgend jemanden zu beleidigen oder anzugreifen.

    Ich habe mich immer gewundert warum meine Frau nicht besonders darauf erpicht war, in Asia-Shops oder beim örtlichen Wat hier lebende Thais kennen zu lernen. Schlimmer noch war, was meine heutige Schwiegermutter befürchtete, als meine Frau das erste Mal zu mir nach EUR flog. Sie hatte ernsthaft Angst, ich könnte ihre Tochter in ein ....... bringen und zur Prostitution zwingen!

    Wie kommt das? Nun in Thailand laufen im Fernsehen regelmäßig Spots, in denen vom Schicksal von ausgewanderten Thais berichtet wird. Vornehmlich in der BRD sind einige Einzelfälle bekannt geworden, wo Männer über Kontaktanzeigen eine Thaifrau ehelichten und dann zur Prostitution zwangen. Nach thaiart werden natürlich alle Details in den Nachrichten und Magazinen ausgebreitet. Nun meine Schwiegermutter war nach meinem Besuch während meines 2. TH-Aufenthaltes dann weniger besorgt. Schließlich war ihre Tochter ja auch nach 3 Monaten wohlbehalten aus dem fernen Europa wieder heimgekehrt und hatte sogar andere Länder wie Dänemark und die Niederlande besucht.

    Aber dennoch wird besonders die BRD als gefährliches Pflaster für Thai-Expatriats dargestellt. So ging auch ein Aufschrei der Empörung durch den Blätterwald, als 2001 das von Thailand finanzierte Frauenhilfe-Büro in D nach Griechenland umgesiedelt wurde. Hierhin konnten sich Frauen wenden, die nach ihrer Heirat oder Visavergehen in die Prostitution geraten waren und nicht nach TH zurückkehren konnten (Paß vom Mann einbehalten oder Visa abgelaufen). Natürlich gab es auch Hilfe in weniger dramatischen Lebenssituationen.

    Sogar MTV-Asia sendet Aufklärungs-Spots in denen ausdrücklich vor einem Leben in EUR gewarnt wird, dazu werden Bilder gezeigt, die Gewalt und Prostitution symbolisieren sollen. Damals gab es MTV Thailand noch nicht, der Spot war also für die ganze Region SEA gemacht. Aber für mich war schon erschreckend zu sehen, wie unsere heimat so vor einem jugendlichen Millionen-Publikum dargestellt wird.
    [hr:14ef5ac4ef]
    Eine andere Sache ist, welche Meinung über die Expatriats in EUR in den Medien verbreitet wird, wenn es mal nicht um die Gefahren für die Landeskinder geht. Es ist da ähnlich wie das Bild der deutschen Expatriats in Pattaya. Sie spiegeln auch keinen demografischen Schnitt der BRD wieder sondern überrepräsentieren eher Randfiguren der Gesellschaft. Das wird hier aber in TV kaum erwähnt.

    In Thailand hingegen wird offen ausgesprochen, wer dem Vaterland den Rücken kehrt ist nicht viel Wert. Der Zusammenhang zwischen Pattaya und Auslands-Ehen wird fast immer hergestellt. Entsprechend wird das Bild der im Ausland verheirateten Thaifrauen in eine bestimmte Richtung gelenkt. Selbst hier in der BRD ernet. man nicht selten ein breites Grinsen von Männern, wenn man sagt, daß man mit einer Thai verheiratet ist. Vorurteile gibt es auf beiden Seiten.

    Dazu kommt das Verhalten von großen Gruppen von Thais hier. Den natürlichen Wunsch hier Landsleute kennenzulernen, machen sich die Gruppen dominierende Frauen zunutze um die neuen Frauen, vor allem wenn sie Nongs sind an sich zu binden und vor allem davor bewahren Deutsch zu lernen und selbstständig zu werden. Gegen geringe Entgelte werden Hilfen bei allen möglichen Dingen angeboten, die eine Thai mangels Sprachkenntnissen noch nicht alleine kann. Wenn der ahnungslose Ehemann sich vielleicht dann noch efreut wieder dem Geldverdienen widmet und beruhigt ist, daß seine Frau gute Freunde gefunden hat die Ihr helfen hier heimisch zu werden, ist er manchmal stark auf dem Holzweg.

    Die neuen Freundinnen haben natürlich kein Interesse den Neulingen zur Selbstständigkeit zu verhelfen. Sie sehen in ihnen eine Geldquelle und nutzen sie aus um ihre Macht über die Gruppe zu stärken. Ich war erschrocken zu hören, daß es Thaifrauen gibt, die nach über 10 Jahren hier immer noch die Dienste der Freundin in Anspruch nehmen, wenn ein Dokument ausgefüllt werden muß. Der Mann denkt natürlich, das kann seine Frau alles längst, da es nie Probleme damit gab. Nein sie bezahlt immer noch dafür. Ein Problem gibt es dann nur, wenn man aus der Community raus will - kein Geld mehr für die üblichen Spiele abdrücken will.

    Nachdem ich nun von verschieden Seiten darüber gehört habe, wie die Thai-Community die Gruppen der Thais vor Ort in D im Griff hat, verstehe ich die Berührungsängste meiner Frau etwas besser. Scheinbar ist nicht alles was das TH TV über die Expatriats hierzulande bringt frei erfunden. Auch in den Foren konnte ich ja einen Teil davon wiederfinden.
    mfg jinjok

  2.  
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  3. #2
    Niko
    Avatar von Niko

    Re: Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

    Weis ja nicht wie es bei Dir in der Gegent aussieht. Aber hier bei uns helfen Sich die Frauen immer gegenseitig.
    Natürlich haben wir auch Abgezockte, aber wenn die keine Abzocken können geht sowieso nichts.

  4. #3
    Avatar von seven

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    Re: Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

    Das es solche Vorurteile, ja sogar schon Medienkampagnen gibt, habe ich in Thailand noch nie mitbekommen. Auch nicht im Gespräch mit Thailändern. Ganz im Gegenteil hatte ich immer das Gefühl, dass Deutschland neben den USA ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Thais steht.
    Nichtsdestotrotz steigen die Zahlen der Thai-Deutschen Ehen jedes Jahr, die Kampagne scheint also nicht so sehr zu fruchten.

  5. #4
    Chainat-Bruno
    Avatar von Chainat-Bruno

    Re: Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

    solche berichte im TV und auch in den zeitungen/zeitschriften gibt es schon viele jahre in thailand. mir kommt es immer so vor, als wollten die medien gegen die medien des anderen landes ankämpfen wegen deren schlechten berichten.

    kleine anmerkung, die niemanden beleidigen soll

    als meine frau die eltern fragte, wegen der unterschrift für ihren pass, um in die schweiz zu reisen sagte mein schwiegervater, für die schweiz bekommt sie die unterschrift, doch für deutschland nicht. (damals brauchte es für deutschland noch kein visa und die puffs waren überfüllt mit thais)

    chainat

  6. #5
    onnut
    Avatar von onnut

    Re: Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

    wadee jinjok,
    das von dir beschriebene szenario ist zwar richtig,aber nicht zu verallgemeinern.
    in der tat ist das so,wenn die tante die nichte,die ältere schwester die jüngere,die mutter die tochter,die freundin die freundin ect.,einfliegen lässt.werden dann hier an den mann gebracht.
    es wird aber dann nicht nur die frau isoliert,der zukünftige sollte tunlichst auch keine ahnung von thailand haben.
    meist ist das auch keine gefälligkeit,sondern mit handfesten finanz-interessen verbunden.
    aber deswegen kann jiap trotzdem im asia-shop einkaufen,die geier wissen schon nach kurzer zeit wo es nichts zu fressen gibt.
    onnut

  7. #6
    Avatar von Nokgeo

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    18.01.2001
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    11.373

    Re: Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

    ---------------------------------
    Ich kann mich noch an Zeiten erinnern.....wo den Thais, die im Ausland leben,seitens Thai--Öffentlichkeit/Medien, ans Herz gelegt wurde,......ordentlich Kohle in die Heimat zu schicken....(gemeint ist die damalige Bahtkrise)

    dazu Zitat aus Jinjoks Posting:
    In Thailand hingegen wird offen ausgesprochen, wer dem Vaterland den Rücken kehrt ist nicht viel Wert. Der Zusammenhang zwischen Pattaya und Auslands-Ehen wird fast immer hergestellt. Entsprechend wird das Bild der im Ausland verheirateten Thaifrauen in eine bestimmte Richtung gelenkt.
    ---------------------------------

    Eine Thai,die z.B. in D. (korrekt)verheiratet ist.....sollte doch eigentlichh als Ansprechpartner NO. 1 ....ihren Ehemann....gerade bei Problemen haben.......

    dazu aus Jinjoks Posting :
    Nachdem ich nun von verschieden Seiten darüber gehört habe, wie die Thai-Community die Gruppen der Thais vor Ort in D im Griff hat, verstehe ich die Berührungsängste meiner Frau etwas besser. Scheinbar ist nicht alles was das TH TV über die Expatriats hierzulande bringt frei erfunden. Auch in den Foren konnte ich ja einen Teil davon wiederfinden.
    -----------------------------------

    Zitat Jinjok : Wie kommt das? Nun in Thailand laufen im Fernsehen regelmäßig Spots, in denen vom Schicksal von ausgewanderten Thais berichtet wird. Vornehmlich in der BRD sind einige Einzelfälle bekannt geworden, wo Männer über Kontaktanzeigen eine Thaifrau ehelichten und dann zur Prostitution zwangen. Nach thaiart werden natürlich alle Details in den Nachrichten und Magazinen ausgebreitet.
    -----------------------------------
    Also Einzelfälle bekannt.....und der Rest...??

    Hab letztens von einem Bangkok Bank Mitarbeiter,Devisenabtl. ,mit
    amerikanischer Driverslicense und Socialcard,Permanent Resident,seine
    Thaiehefrau lebt in Kalifornien mitsamt 2 Kindern,er selbst hat u.a. Angst
    vor dem Yaba Syndrom in Thailand.....gehört ,das in Kalifornien ??
    ca.1 Mil.Thais leben......
    den Rest erspar ich mir...wobei sich mir die Frage stellt sich...., welcher Film den läuft......................gruss
    ------------------------------------



  8. #7
    onnut
    Avatar von onnut

    Re: Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

    wadee nogkeo,
    los angeles die "zweitgrösste stadt" in thailand.?
    oder san francisco?
    onnut

  9. #8
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

    Ist es denn immer noch nötig, daß Berichte aus den Medien (einschlägige), Bücher über Thailand, Einzelschicksale , und andere pseudorefferenzenen mit der persönlichen Erfahrung verglichen werden? Da klafft doch eh allermeistens ein riesiger Abgrung dazwischen, und gottseidank!
    Es ist natürlich immer wieder interessant solche Berichte und Informationen zu lesen, aber den Vergleich mit meiner eigenen Erfahrung habe ich längst aufgegeben:-)

    Ich bin eh immer andere Wege gegangen als die Mehrzahl meiner Mitmenschen!
    Aber ich verstehe ebenfalls daß Problemzonen sich leichter überschneiden wenn man in einer Großstadt in Deutschland lebt und an Thaicomunities und Asiashops etc. nicht vorbeikommt. Sowas gibt´s allerdings hier in Luxemburg gar nicht:-)

    Und das verhällt sich ganz sicher genauso wenn man vorzugsweise dort in Thailand ist wo die Vorurteile entstehen und die "Räubergeschichten" alle passieren, erzählt und erfunden werden!. Daß man, wenn man irgendwo gerade in Patty in einer Bar rumhängt, über den gleichen Kamm geschoren wird wie sein Nachbar links und rechts, dürfte auch niemanden wundern...

    Daß man in Europa schlechte Erfahrungen machen kann dürfte den Thais ebenfalls bekannt sein oder einleuchten. In Thailand muß man auch auf der Hut sein daß man in nichts reinkommt. Deshalb wird noch lange nicht jeder Farang als Zuhälter gehandelt, außer er läßt ihn raushängen:-) Die Thais können meiner Erfahrung nach, uns noch immer besser einschätzen als wir sie. Falls eine oder ein Thai enorme Vorurteile gegen Falangs hat, mute ich mir aber nicht zu sie ihm/ihr zu nehmen.

    Daß Thaifrauen überall Ängste und gelegentlich Vorurteile gegen Farangs haben ist denke ich einmal normal. Allerdings sind diese nicht unbedigt an unsere Nationalität geknüpft, sonder 1. an das "Fremdartige wenn auch interessante" (oder umgekehrt) das wir verkörpern. Und 2. hat es ganz bestimmt was mit den vorigen Erfahrungen zu tun, welche die Frauen mit Männern hatten, seien das nun Thais oder Farangs gewesen.

    Da ich aus einem Land stamme das lediglich 400.000 "aktive Ureinwohner". hat, habe ich in den allermeisten Fällen "Carte Blanche" (nichts mit Vorurteilen gegen meine Landsmänner zu tun).
    In welcher Beliebtheitsscala die Deutschen stehen interessiert mich deshalb auch recht wenig. Der einzige Kommentar der mir einfällt ist der meiner Freundin, (die vielleicht Bekanntschaft mit 3-4 Deutschen gemacht hat) und lediglich meint: " mai hom" - DIE riechen nicht gut:-)

    Aber eigentlich sind alle diese Vorurteile, Gerüchte, Stories und Fälle (auf beiden Seiten) doch überhaupt nichts Neues, diese Geschichten haben, auch wenn sie wieder mal etwas aktueller werden oder in differenzierter Form auftauchen, doch einen meterlangen Bart:-)




  10. #9
    Avatar von Nokgeo

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    Re: Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

    Sorry Onut, wegen deiner Frage....du beziehst die Einwohner..... mengenmässig...... ,im "Umkehrschluss" ? :-). gruss

  11. #10
    Joel
    Avatar von Joel

    Re: Der Ruf der Thai-Expatriates in der Thai-Presse

    Viele der von Jinjok aufgezählten Dinge,kann ich nur bestätigen.
    Das grösste Verbrechen einer Thai,ist in thailändischen,patreotischen Augen,wohl die Aufgabe der thailändischen staatsbürgerschaft...habe Unfreundlichkeiten gegenüber so einer Ex-Thai am Flug-Check-in,selbst erlebt.
    Missgunst und Neid sind absolute menschliche Eigenschaften(bei Tieren konnte ich bisher diese Faktoren noch nicht beobachten),dass sich die Medien,welcher Nationalität auch immer,diese Verhaltensweisen in ihre Verkaufskonzepte einbauen,ist nur verständlich-only bad news,are good news.So kann man für Volk eine beliebig erweiterbare Negativbillianz erstellen,die sich seltsamerweise auf höchstmöglichst verallgemeinerte Einzelfälle berufen,wie etwa,die Polen klauen wie die Raben,die Türken haben immer ein Messer anbei,die Thais verkaufen ihre Töchter und die Deutschen ziehen parolenschwingend in brauner Manier durch die Gassen........

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