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Den Integrationskurs vermeiden

Erstellt von JayNonthaburi, 21.12.2011, 11:23 Uhr · 72 Antworten · 11.660 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von JayNonthaburi

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    Den Integrationskurs vermeiden

    Ich kenne meine Frau vom Studium in London, wir sprechen beide fliessend Englisch und daran wird sich auch nichts aendern. Sie hat schon ihr Ehegatten Nachzugs Visum fuer Deutschland und kommt jetzt die Tage dann an.

    Unser Plan ist es ohne Auto zu leben, da wir unsere Firma von zuhause aus betreuen und wir alles mit dem Rad und zu Fuss erledigen wollen. Wir leben etwas auf dem Land und um zur naechsten Stadt zu kommen fuer den Integrationskurs muesste meine Frau jeden Tag 1 Stunde mit dem Zug hin und 1 Stunde zurueck fahren.

    Wir wollen den Kurs einfach vermeiden. Er ist fuer uns ueberfluessig und auch in unserem sozialen Umfeld sprechen alle gut und gerne Englisch und um beim Metzger einzukaufen usw. reichen ihre Sprachkenntnisse aus (das hat sie eh schon davor hier gemacht).

    Was koennen wir tun um den Kurs zu vermeiden?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Philip

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    Hmh?
    Vielleicht erst gar nicht anmelden?

    Was sagt denn die Ausländerbehörde?
    Wurde deine Frau aufgefordert einen Integrationskurs zu belegen?
    Und welche Zwangsmassnahmen wurden evtl. angedroht?

  4. #3
    Avatar von JayNonthaburi

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    Noch wissen wir gar nichts. Sie kommt erst in ein paar Tagen. Wir bauen halt hier zusammen in Deutschland eine neue Firma auf und werden auch mit ihrem Abschluss bewaffnet bei der Auslaenderbehoerde anruecken... deswegen ja die Frage. Was kann man denn so alles machen um den Kurs zu vermeiden?

  5. #4
    Avatar von noritom

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    @JayNonthaburi, ich denke, Deine Frau will in Deutschland leben, dazu gehört aber auch die deutsche Sprache. Nun ja, du sagst, das Deine Frau bereits ein wenig deutsch spricht, umso besser.

    Also, nun zur Ausländerbehörde:

    Ich habe im Vorfeld und während des gesamten "Visum-Verfahrens" engen Kontakt zur Behörde gehabt. Da die Sachbearbeiterin, die letztendlich für die Erteilung des Aufenthaltstitels zuständig war, nicht mit der für das Visum identisch gewesen ist, habe ich mich auch mit dieser Dame im Vorfeld über die weitere Vorgehensweise "freundlich" abgestimmt. Sie sagte mir, dass es eine Ermessensfrage des Sachbearbeiters ist, ob ein Integrationskurs gefordert wird oder nicht. Bei meiner Frau und mir hatte sie wohl den Eindruck, dass das familiäre Umfeld ok ist und somit allein schon hierdurch eine Integration gegeben ist. Ach so, meine Mutter musste - zwecks Abstimmung - auch ein/zwei mal mit der Dame sprechen, vielleicht hat dies auch zur positiven Beurteilung beigetragen?? Meine Frau bekam also schon im ersten Anlauf einen Aufenthaltstitel über drei Jahre. Beim Integrationskurs wurde im Feld: "freiwillig" ein Kreuzchen gesetzt. Trotz der Freiwilligkeit erhielt meine Frau auch die finanzielle Förderung (somit Kosten von 645h x 1€/h).

    Zum Integrationskurs an sich:

    Ich finde, die dortigen Lerninhalte gehen am Thema "Integration" vorbei. Es wird zu viel Wert auf das Erlernen der schwierigen deutschen Grammatik gelegt, anstatt den täglichen Umgang mit der deutschen Sprache zu vermitteln. Aber geschadet hat der Kurs grundsätzlich nicht.


    Nun, das waren unsere Erfahrungen mit dem Thema.

  6. #5
    Avatar von JayNonthaburi

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    Noritom, super das klingt schon mal sehr interessant. Danke.

  7. #6
    Avatar von maisaab

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    Aus eigener Erfahrung (Umzug innerhalb D) weiß ich, dass das von ABH zu ABH unterschiedlich gehandhabt und zudem der Einzelfall (mehr oder weniger) geprüft wird. Von daher lässt sich keine allgemeine Aussage treffen, außer vielleicht: Das Argument "wir sprechen nur Englisch" ist bei keiner ABH beliebt - vielmehr wird allein dann vom Integrationskurs abgesehen, wenn der Erwerb der dt. Sprache (für die meisten Sachbearbeiter ist das "Integration") unproblematisch oder bereits weit fortgeschritten scheint. Für die spätere Niederlassungserlaubnis werden dann nämlich ohnehin "ausreichende Sprachkenntnisse" (ca. B1-Niveau) verlangt.

  8. #7
    Avatar von JayNonthaburi

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    Gut zu wissen Maisaab. Dann werden wir die Schiene nicht fahren.

  9. #8
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von maisaab Beitrag anzeigen
    ... (ca. B1-Niveau) verlangt.

    Bei Ehe mit einem Deutschen reicht A1 (in Worten: A EINS).*)
    Bitte gesetzliche Grundlagen vorab pruefen (einfache Deutschkenntnisse).
    Es gibt zu dem Thema Niederlassungserlaubnis und die Erfordernisse einen eigenen Thread Erteilung der Niederlassungserlaubnis


    *) in unserem Fall das Zertifikat des GI in Bangkok ( das also 3 Jahre alt war).

  10. #9
    Avatar von michael59

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    Bei einigen Ehefraunachzügen die ich kenne ist bei keinem der Intergrationskurs verpflichtend gewesen. Freiwillige Teilnahme war aber möglch.
    Bei deiner Frau sollte es dann möglich sein den Kurs Teil 4 und 5 (Parteiusw.) zu machen und anschließend die beiden Tests. 2 Monate Zeit sind als Weiterbildung für jemanden der hier dann arbeitet sicher sinnvoll.

  11. #10
    Avatar von franky_23

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    Musste sie beim Familiennachzug einfache Deutsch Kenntnisse nachweisen, oder nicht?

    Wenn ja, dann ist immer noch die Frage ob sie zum Integrationskurs verpflichtet wird.

    Wurde auf den Sprachnachweis wegen geringem Integrationsbedarf verzichtet, so gibt es auch keinen Anspruch auf einen Integrationskurs (Steht so in den §44 AufenthG in Verbindung mit IntV § 4 - 6. Wenn ein konkreteres Problem ansteht können wir dies genauer diskutieren.

    Somit kann bei euch auch keiner so einen Sch... machen und z.B. nur mit einer kurzfristigen Verlängern nach § 8 AufenthG argumentieren, da dies ja nur für Personen gilt die verpflichted wurden. Auch da ist ersichtlich, dass man sich auch auf andere Art und Weise integrieren kann.

    Für die Niederlassungserlaubnis nach § 28 Abs. 2 3 Jahren AE sind auch nur einfache Deutschkenntnisse erforderlich.

    Cool bleiben. Wenn sie einen brit. Studienabschluss hat, sollte es hier auch keine Probleme geben.

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