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Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

Erstellt von ernte, 27.08.2008, 09:55 Uhr · 55 Antworten · 5.476 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

    Zitat Zitat von Thaimax",p="624776
    [...]
    Wird die Begründung, [...] dadurch irgendwie besser oder menschenfreundlicher?
    Nun, da wir hier nach "Empfinden" urteilen, sehe ich schon einen gewissen Unterschied zwischen dem Fall, dass eine Mutter ihr Kleinkind, das sie in ihrem Heimatland zurücklassen musste, nach erfolgreicher Etablierung zu sich holen möchte oder eine Arbeiterin ausländischer Herkunft ihre fast erwachsenen Tochter unter dem Hinweis auf Familienzusammenführung nach Deutschland kommen lassen will.

    Als Kind des Ruhrgebietes bin ich mit unserem türkischen Mitbürgern gross geworden.
    Ich habe erlebt, wie ganze Familienclans von den "Gastarbeitern", wie sie damals noch üblicherwiese genannt wurden, nachgezogen wurden. Kindergeld und Sozialhilfe waren die grossen Schlagworte.

    Diese Leute kannten das Sozialgesetzbuch und die daraus in Anspruch zunehmenden Leistungen bereits, da hieben sich die Deutschen noch gegenseitig auf die Schultern vor Begeisterung ob ihres Wirtschaftsaufschwunges.

    Soviel zum "Gängeln".

  2.  
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  3. #42
    Avatar von Thaimax

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    Re: Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

    Pee Niko, auf diesen Fall bezogen magst Du ja recht haben, aber die Begründung der Ablehnung ist für mich einfach der Hammer, ein eindeutiges Beispiel von einer komplett falschen Sozialpolitik.

    Ich war noch nie ein Freund von massloser Einwanderung, das liegt aber nicht daran, dass ich keine Ausländer mag sondern an den Gesetzen, es ist für mich absolut nicht verständlich, wieso zum Beispiel ein Einwanderer der gerade mal 2 oder 3 Jahre hier ist genausoviel und genausolang Arbeitslosengeld bekommt wie Jemand, der 25 Jahre in das Sozialsystem einbezahlt hat.

    Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt von Einwanderern zu verlangen, dass sie, beispielsweise im ersten Jahr nach ihrer Einreise, eine private Krankenversicherung haben müssen bevor sie in die gesetzliche aufgenommen werden

    Ich verstehe auch nicht, wieso es nicht möglich ist die Anzahl an Beitragsjahren zu erhöhen, die einem das Recht geben am Sozialsystem zu partizipieren, es wären doch auf einen Schlag eine Menge Probleme gelöst, die Ausländerskeptiker, die zu diesen eben geworden sind weil sie die Gesetze der feinen Regierung mit den Ausländern als solche verwechseln, wären genauso zufriedengestellt wie die Linken, die ja sowieso behaupten, dass Ausländer nur in den seltensten Fällen die Sozialgesetze missbrauchen

  4. #43
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

    Zitat Zitat von Thaimax",p="624807
    ........es ist für mich absolut nicht verständlich, wieso zum Beispiel ein Einwanderer der gerade mal 2 oder 3 Jahre hier ist genausoviel und genausolang Arbeitslosengeld bekommt wie Jemand, der 25 Jahre in das Sozialsystem einbezahlt hat.
    Das hat mich auch sehr geärgert. Besonders deshalb, weil mein Steueraufkommen als fast ausschließlich Steuerklasse-1-Zahler mir heute ein schönes Leben in LOS ermöglichen hätte.

  5. #44
    Avatar von Leipziger

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    Re: Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

    Hallo Thaimax

    Sozialleistungen sind nicht, wie von Dir anscheinend fälschlicherweise aus dem Umgangssprachlichen übernommen, rein auf "Sozialhilfe", "Kindergeld", "Hartz4" zu reduzieren, auch das Gesundheitswesen wird als eine Sozialleistung angesehen. :-)
    Also erstmal Sozialhilfe und Hartz4 zusammen gibt es nicht , Entweder - Oder !

    Das Kindergeld wird von Sozialhilfesatz bei Kindern abgezogen z.B. 200,-EUR bis zum 14.Lebensjahr Minus 154,-EUR Kindergeld macht 46,-EUR " zusätzliche Sozialleistung " ............

    Damit bringt man vielleicht in der Türkei ein Kind gerade so durch aber wie dass in Deutschland funktionieren soll ist mir rätselhaft ........... :denk:

    Und die Kosten im Gesundheitswesen die Kinder verursachen sind gerade zu lächerlich , z.B. im Vergleich dazu die Kosten die einziger Rentner veruracht sind 8 mal so hoch wie die eines Kindes und dies wird auch klaglos von der Allgemeinheit getragen !

    Die Familienpolitik sollte so gewählt sein, dass man nicht aus demographischen Gründen auf unqualifizierte Einwanderer zurückgreifen muss .......
    Nun leider kann man eben mit Familienpolitik auf Almosen-Basis die deutsche Mittel und Oberschichten nicht zur Kinderaufzucht animieren ................ Kinder ja , aber eben kosten dürfense möglichst nix , und was nix kosten darf das taugt dann auch sehr oft nicht allzuviel , ist denn dies so verwunderlich ?

  6. #45
    Avatar von wingman

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    Re: Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

    Nun die sogenannte Hintertür mit dem schwängern der Frau ist schon alt.....und auch zigmal nach hinten losgegangen mit Frauen aus Afrika.
    Frauen aus dem Senegal zum Beispiel, ich hatte mal einige Monate mit einer E-Mail Kontakt (vor 2005). Ich provozierte dann die Optionen........sie wäre in Dakar bereit gewesen sich schwängern zu lassen um die aufwendigen Prozeduren zu umgehen. Nach der Anerkennung des Babys sind diese Frauen allerdingst nicht mehr auf den Mann angewiesen und das! wissen sie ganz genau. Diese Tatsache hat so manchen Mann im Fall einer Afrikanerin finanziell den Ruin gebracht.

  7. #46
    Avatar von Thaimax

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    Re: Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

    Zitat Zitat von Leipziger",p="624919
    Hallo Thaimax

    Sozialleistungen sind nicht, wie von Dir anscheinend fälschlicherweise aus dem Umgangssprachlichen übernommen, rein auf "Sozialhilfe", "Kindergeld", "Hartz4" zu reduzieren, auch das Gesundheitswesen wird als eine Sozialleistung angesehen. :-)
    Also erstmal Sozialhilfe und Hartz4 zusammen gibt es nicht , Entweder - Oder !
    Wenn das als allgemeine Information zu verstehen sein soll, dass man nicht im quasi "Doppelbezug" Sozialhilfe gemeinsam mit Hartz4 bekommen kann, Hut ab, eine gute Information, die vielleicht noch nicht Jedem bekannt war

    Auf mein Posting bezogen kann Deine Erkenntnis ja nicht bezogen sein, weil dieses lediglich eine Aufzählung dieser vorher erwähnten "umgangssprachlich" verwendeten Bezeichnungen für "Sozialleistungen" darstellt.

    Zitat Zitat von Leipziger",p="624919
    Das Kindergeld wird von Sozialhilfesatz bei Kindern abgezogen z.B. 200,-EUR bis zum 14.Lebensjahr Minus 154,-EUR Kindergeld macht 46,-EUR " zusätzliche Sozialleistung " ............
    Eine vernünftige Familienpolitik soll ja auch nicht Anreize zum Beziehen von Sozialhilfe anstelle des Teilnehmens am Erwerbsleben zur Folge haben, vielmehr sollten Kinderbetreuungsplätze geschaffen werden, die es auch einer Frau ermöglichen vor Ablauf der Schulzeit der Sprösslinge einer Arbeit nachzugehen um auch Etwas zum Familieneinkommen beitragen zu können.

    Da würde man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, man wäre nicht gezwungen fehlende Arbeitskräfte zu importieren, Frauen müssten sich nicht dauerhaft darüber beklagen wie sehr sie im Wirtschaftsleben benachteiligt wären und den Familien geht es natürlich aufgrund des höheren Einkommens durch das Doppelverdienen besser.

    Zitat Zitat von Leipziger",p="624919
    Damit bringt man vielleicht in der Türkei ein Kind gerade so durch aber wie dass in Deutschland funktionieren soll ist mir rätselhaft ........... :denk:
    Das ist ja gerade das Schlimme, viele Leute kommen gar nicht erst auf die Idee, dass man das Gründen einer Familie durchaus auch mit Arbeit finanzieren könnte, der Schrei ist riesengross, wenn da nicht genug übrig bleibt um auf Urlaub zu fahren, ein neues Auto zu kaufen,...und sie verstehen die Welt nicht mehr, wie es denn sein kann, dass eine Familie, in der Niemand einer Erwerbstätigkeit nachgeht, sich das Alles nicht leisten kann, das ist ja auch wirklich furchtbar.. Manche wundern sich gar darüber, dass in die Hartz4-Berechnung auch das Kindergeld miteinfliesst...

    Nochmal, eine vernünftige Familienpolitik muss beiden Elternteilen die Möglichkeit geben einer Arbeit nachzugehen, eine Lösung ist das Schaffen von Kinderbetreuungsstätten, die aber, nach meiner Meinung, zur Gänze vom Staat finanziert werden sollten, wenn beide Eltern berufstätig sind, oder man sollte sie zumindestens zur Gänze von der Steuer absetzen können.

    Das sind Massnahmen, die sowohl die Familiengründung erleichtern als auch zum Arbeiten motivieren sollen, alternativ gäbe es weiter Einwanderungen, Rentenkürzungen(aus Deinen Beiträgen geht des öfteren hervor, dass Du das begrüssen würdest) und eine höhere Steuerlast für die arbeitende Bevölkerung, ich würde, wenn ich in Deutschland wohnen würde, das nicht wollen.

    Zitat Zitat von Leipziger",p="624919
    Nun leider kann man eben mit Familienpolitik auf Almosen-Basis die deutsche Mittel und Oberschichten nicht zur Kinderaufzucht animieren ................ Kinder ja , aber eben kosten dürfense möglichst nix , und was nix kosten darf das taugt dann auch sehr oft nicht allzuviel , ist denn dies so verwunderlich ?
    Du liegst, das ist mir bei der letzten Diskussion mit Dir schon aufgefallen, lediglich bei der Analyse des Problems richtig, die Lösungen sind aber nicht durchsetzbar, man kann nicht einfach Renten noch mehr kürzen nachdem man den Bürgern jahrzehntelang die sicheren Renten verkauft hat, das wäre einfach unmoralisch, falls Du diese Bedeutung kennst.
    Auch eine höhere Besteuerung der "Kinderlosen Lebensformen", wie Du uns mal bezeichnet hast, führt maximal dazu, dass Arbeiten noch weniger Spass macht und Einige mehr der arbeitenden Bevölkerung Hartz4 als "echte" Alternative sehen, vielleicht mit ein paar Stunden Schwarzarbeit garniert lässt es sich ja dann auch leben.

  8. #47
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

    Zitat Zitat von wingman",p="624921
    Nun die sogenannte Hintertür mit dem schwängern der Frau ist schon alt.....und auch zigmal nach hinten losgegangen mit Frauen aus Afrika.
    Frauen aus dem Senegal zum Beispiel, ich hatte mal einige Monate mit einer E-Mail Kontakt (vor 2005). Ich provozierte dann die Optionen........sie wäre in Dakar bereit gewesen sich schwängern zu lassen um die aufwendigen Prozeduren zu umgehen. Nach der Anerkennung des Babys sind diese Frauen allerdingst nicht mehr auf den Mann angewiesen und das! wissen sie ganz genau. Diese Tatsache hat so manchen Mann im Fall einer Afrikanerin finanziell den Ruin gebracht.
    Verstehe voll. Unsere Thailand-Reisenden müssen diese Erfahrungen natürlich alle noch einmal selbst machen, sonst zählt das alles nicht so richtig. Kennen wir ja schon zu genüge. Sind ja schließlich alle Erwachsene. :-)

  9. #48
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

    Zitat Zitat von Leipziger",p="624780
    Du meinst also auf Sozialhilfe-Niveau dahin zu vegetieren ist ein " Genuss " , so so
    Sind dir die " genussvollen " Sozialleistungen die es für Kinder hier gibt überhaupt bekannt ?
    Stell die Frage doch mal den ganzen Leuten, die glauben, Ausländer würden nur nach Deutschland kommen, weil es soviel Sozialhilfe gibt.
    Oder den Politikern, die sich deshalb immer neue Gesetze einfallen lassen.

    Wenn diese ganzen Sozialleistungen doch nur Peanuts sind, dann dürfte das doch wohl von jedem Steuerzahler locker bezahlbar sein und keiner dürfte sich beschweren, wenn ein Ausländer nur in der sozialen Hängematte liegt.

    Erstaunlicherweise hat aber die deutsche Bevölkerung nicht dieselbe Meinung wie du. Daher gibt es ja die ganzen Probleme.

    Zu den Sozialgeschenken kommt dann auch der übertriebene Gleichberechtigunsgwahn. Wozu benötigt ein Multimillionär Kindergeld vom Staat? Ist gerecht: ja. Aber nötig? nein.
    Die fassen sich deshalb doch selber an den Kopf (gab neulich darüber mal eine interessante Talkshow, in der ein Reicher so etwas überhaupt nicht nachvollziehen konnte, während eine arme Familie selbst mit Kindergeld kaum klar kommt).

    Ich denke auch, man sollte das Soziale im Sozialstaat viel mehr herausstellen. Unterstützung wirklich nur für diejenigen, die es benötigen. Und zwar auch nur, wenn man nicht selber an einer Misere Schuld hat (z.B. wenn man ständig Jobangebote ausschlägt oder sich wegen hohem Alkohol/Zigarettenkonsums oder leichtsinnigen Möbel/Technikausgaben verschuldet hat).
    Und zwar nicht nur für Immigranten, sondern auch für Deutschstämmige.

    Ich bin auch ein Verfechter dafür, dass jeder Ausländer ins Land darf, aber dann komplett selber klar kommen muss (oder halt von seiner Familie unterstützt wird). Das hat doch nichts mit rechtsradikalem Denken zu tun.

    Ähnlich wie bei der Arbeitslosenversicherung sollten dann erst nach einer bestimmten Zeit Zahlungen erfolgen.

    Und so ähnlich könnte man es doch auch beim Sprachtest machen. Deutschkenntnisse erst vorzeigen müssen, wenn man staatliche Unterstützung benötigt. Bis dahin muss man halt sehen, wie man selber klar kommt. Z.B. auch nur privat krankenversichern.
    Wer wirklich einen Job haben möchte oder benötigt, der wird schon selber aktiv werden, um deutsch zu lernen. Wäre spätestens mit dem Modell mehr als logisch.
    Und wenn man Hausfrau bleibt, nie deutsch klernt und sich der Mann dann irgendwann trennt, dann ist ads halt Pech und man muss wieder ins Heimatland. Soviel Selbstverantwortung sollte man den Menschen zumuten. Auch das ist kein rechtsradikales Denken - im Gegenteil.

    Das Grundgesetz wurde schon wegen ganz anderen Dingen geändert (bzw. man möchte es tun). Das wäre also kein Hindernis, hier den Begriff der Gleichberechtigung etwas zu lockern. Wo ist denn jetzt die Gleichberechtigung, wenn eigene Kinder/Ehepartenr nichts ins Land dürfen oder wenn z.B. Männer zur Bundeswehr müssen und Frauen lediglich dürfen. Es gibt also auch so schon viele Aunahmen.

    Es würde jedenfalls viele Dinge lösen:
    - ein Hauptgrund für den Ausländerhass in der Gesellschaft würde entfallen
    - die Sozialbeiträge könnten drastisch gesenkt werden
    - die Eigenmotivation würde steigen
    - Familien könnten wieder zusammen leben
    - blühende Landschaften würden entstehen usw.

  10. #49
    Avatar von Leipziger

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    Re: Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

    Hallo Thaimax

    Nochmal, eine vernünftige Familienpolitik muss beiden Elternteilen die Möglichkeit geben einer Arbeit nachzugehen, eine Lösung ist das Schaffen von Kinderbetreuungsstätten .............
    Entschuldigung , aber immer wieder diese alte Leier mit der Kinderbetreuung ............ das ist doch abgedroschene Propaganda der Politik die vor den wirklichen Ursachen des Kinderrückgangs ablenken soll !

    Hier im Osten besteht ein Überangebot an Betreuungsplätzen und gleichzeitig die niedrigste Geburtenrate der Welt !

    In Bayern z.B. herrscht akuter Mangel an derartigen Angeboten und trotzdem ist deren Geburtenrate höher !

    Und übrigens , die Vollzeit-Erwerbstätigkeit der Frauen in Deutschland ist prozentual mit eine der höchten in Europa , höher wie bei den geburtenstärkeren Franzosen ............ also dies war auch wieder ein Schuss in den Ofen ........

    Es ist dieses brutale System von Sozialabgaben und indirekten Steuern dass keine Rücksicht kennt ob ein Verdiener 1 Einkommen für sich allein hat oder es sich mit Kindern teilen muß !

    Nur wenn auch einem Ärtze oder Ingenieur Ehepaar in den Zeiten der Kindererziehnung keine finanziellen Nachteile entstehen (siehe Frankreich) gegenüber ihren kindelosen Kollegen nur dann bekommen auch solche Paare wieder Nachwuchs !

  11. #50
    Avatar von Thaimax

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    Re: Bundesverwaltungsgericht und Kindernachzug

    Zitat Zitat von Leipziger",p="625016
    Es ist dieses brutale System von Sozialabgaben und indirekten Steuern dass keine Rüchsicht kennt ob ein Verdiener 1 Einkommen für sich allein hat oder es sich mit Kindern teilen muß !

    Nur wenn auch einem Ärtze oder Ingenieur Ehepaar in den Zeiten der Kindererziehnung keine finanziellen Nachteile entstehen (siehe Frankreich) gegenüber ihren kindelosen Kollegen nur dann bekommen auch solche Paare wieder Nachwuchs !
    Ich erzähl Dir mal, was in meinem (männlichen) Bekannten- und Freundeskreis der Hauptgrund ist, warum sie keine Familie gründen wollen.

    Das ist zwar nicht in Deutschland, sondern in Österreich, aber die Gesetze sind fast 1:1 die gleichen.

    Bei der Heirat geht man auch mit dem Staat einen Vertrag ein, der den arbeitenden Part nach einer Scheidung dazu verpflichtet für den Staat in die soziale Verantwortung einzuspringen.
    In Anbetracht dessen, dass ungefähr jede zweite Ehe geschieden wird ist es absolut nicht einsehbar, warum man als leistungsfähiger Bürger das Risiko Ehe auf sich nehmen soll. Eine Scheidung bedeutet ja, dass man miteinander nicht mehr klarkommt, nichts mehr miteinander zu tun haben möchte, trotzdem mischt sich der Staat nach der Trennung ein und fordert von dem besser(oder einzig) verdienenden Teil, dass er Rentenpunkte abzugeben hat und Trennungs- sowie Ehegattenunterhalt zu bezahlen hat, an eine Person, mit der man nichts mehr zu tun haben möchte!!
    Wenn die (aus männlicher Sicht) Exfrau nach der Trennung nicht arbeiten geht hilft auch der beste Ehevertrag nichts, wenn nämlich der Staat Sozialleistungen an die Exfrau zahlen muss erklärt er den Ehevertrag als ungültig und nimmt den Exmann in die Pflicht.

    Bei Kindern, dem eigentlichen Thema, ist das ganze noch viel komplizierter, nach einer Scheidung hat der Mann kein Recht auf Einflussnahme auf die Erziehung des Kindes wenn die Exfrau das nicht haben will, man wird, das ist speziell bei besser Verdienenden der Fall, nicht als Vater, sondern als Erzeuger angesehen, dessen einziges Recht es ist zu bezahlen, wenn man Glück hat hat man hin und wieder mal ein "Vater-Kind-Wochenende", das kann sich aber auch als schwierig herausstellen wenn die Exfrau mehrere hundert Kilometer weg wohnt.

    Das sind nicht irgendwelche Konstruktionen, das ist die beinharte Realität, da braucht man ja nun wirklich nicht mehr zu fragen, warum man keine Kinder bekommen möchte, es sei denn, man negiert die hohe Scheidungsrate und ist der Meinung, dass "man anders ist".

    Ich habe Scheidungen miterlebt, wo Männer mit 2.000 netto-Gehalt zu 900 Euro monatlich Unterhalt verdonnert wurden, die mussten sich zusätzlich noch neuen Wohnraum schaffen und die Gerichtskosten bezahlen.
    -wo Männer mit ca. 1.300 netto-Gehalt fiktives Einkommen unterstellt wurde (das heisst, dass das Familiengericht einfach sagt, dass es dem Mann bei Annahme eines Nebenjobs möglich wäre um 400 Euro mehr zu verdienen), womit der Grundbedarf unterwandert wurde und ihnen trotz mittelmässig bezahlter Arbeit nichtmal 600(!) Euro gesamt übrig blieben, es wurde einfach von einem Gehalt von 1.700 Euro ausgegangen obwohl er es gar nicht verdiente!!!

    Nachdem ich solche Sachen quasi "live" miterlebt habe stand für mich eindeutig fest, dass eine Familie zwar was Schönes ist, aber es für mich als Mann nicht in Frage kommt mich einer Frau und einem Staat so auszuliefern, dass man meine Existenz problemlos mit einem demokratischen Urteil, im Namen des Volkes, zerstören kann.

    Ich könnte jetzt natürlich seitenlang auch aufzählen, was bei intakten Familien ungeschulte Mitarbeiter der Jugendämter für Verbrechen an Kindern anstellen, könnte weiter über Scheidungen sprechen, die Angespartes von Familien "zum Wohle des Kindes" in Gerichts- und Anwaltskosten verpuffen lässt.

    Wer da noch fragt, wieso die Leute keine Familien mehr gründen möchten hat sich entweder mit dem Thema "Scheidung" nicht befasst(solange es einen nicht betrifft macht man das auch eher selten).
    Ich war, als ich noch in Österreich wohnte, ein wenig sozial engagiert und hatte dabei hauptsächlich mit Obdachlosen zu tun, Hauptgrund waren doch tatsächlich Scheidungen.

    Der Ruf nach mehr monetären Hilfestellungen von Seiten des Staates ist fehl am Platz, nach Deiner eigenen Argumentation, dem Vergleich mit anderen Ländern, müsste in Entwicklungsländern die Geburtenrate bei NULL liegen, weil der Staat dort überhaupt keine Sozialleistungen hergibt, dort wird halt eigenverantwortlich gelebt und die Kinder, die mal Erwachsene werden, kümmern sich dann um die Eltern.(nicht dass jetzt jemand glaubt, dass ich das einem vernünftigen Sozialsystem bevorzuge!!)

    Man könnte auch über die Souveränität der Familie als Einheit sprechen, die durch Bevormundung und Einmischung des Staates regelmässig untergraben wird.

    Nein, es liegt sicherlich nicht an mangelnder monetärer Zuwendung des Staates, dass die Leute keine Kinder bekommen möchten, die Rahmenbedingungen könnten halt einfach nicht viel schlechter sein....

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