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Brautgeld in Thailand

Erstellt von DisainaM, 19.11.2000, 18:36 Uhr · 146 Antworten · 21.907 Aufrufe

  1. #81
    Avatar von Micha-Dom

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    Re: Brautgeld in Thailand

    Es eine Einzelfallentscheidung mehrerer und ist verschieden von Family zu Family, von Region zu Region.

    Jder muss sein Weg finden und das Richtige herausfühlen. Es ist der goldene Schnitt, nicht zuviel, nicht zuwenig --- sondern die Mitte.
    Wer kann das schon?

    Man hat immer eine Family mitgeheiratet und ein "Schmerzengeld" bezahlt, wenn ich es so ausdrücken möchte. Kommt auf die Sichtweise an. :-)

    Meine Erfahrung ist halt positiv mit der Thaifamily.
    Wir sehen es so, in 10 Jahre ist mein Haus hier bezahlt und wir können es verkaufen. Also nach LOS übersiedeln, da bin 60 und sie 40. Meine Frau will Mangos, Grantatäpfel etc. anpflanzen und ich, zB Solardach mit Klimaanlage als Hobby verkaufen und aufbauen. Wir haben Erde gekauft und werden weiter Erde kaufen.
    Da brauchen wir keine Konflikte mit der Family, da entsteht auf Dauer gegenseitige Abhängikeiten und Verpflichtungen. Es geht nur im Miteinander. Produzieren wir Konflikte, also kein Miteinander, dann gibt es auch kein Übersiedeln.

  2.  
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  3. #82
    Marco
    Avatar von Marco

    Re: Brautgeld in Thailand

    Zitat Zitat von MrLuk",p="125577
    .... Wobei die Frage, wieso eine überwiegende Mehrzahl der Farangs im Isaan heiraten (oder sich dort niederlassen) immer noch nicht geklärt ist...
    Die meisten Mädels an den Bierbars und in den Agogo's sind halt aus dem Isaan. Da ist es doch logisch, dass die meisten Farangs eine Isaanerin heiraten.
    Zudem stehen viele Farangs auf dunkle Haut und auch da haben die Isaanerinnen die Nase vorn.

    Es gibt noch andere Gründe, warum das so ist, das lassen wir aber jetzt mal wech.

    Gruss MArco

  4. #83
    Avatar von rübe

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    890

    Re: Brautgeld in Thailand

    Zitat Zitat von khontingtong",p="125579
    Zitat Zitat von MrLuk",p="125577
    .... Wobei die Frage, wieso eine überwiegende Mehrzahl der Farangs im Isaan heiraten (oder sich dort niederlassen) immer noch nicht geklärt ist...
    Es gibt noch andere Gründe, warum das so ist, das lassen wir aber jetzt mal wech.
    warum lässt du die jetzt mal weg :???:

    grüsse von...

    rübe

  5. #84
    Johann43
    Avatar von Johann43

    Re: Brautgeld in Thailand

    MrLuk,

    ich kann nur für mich persönlich reden. Ich habe mir den Isaan nicht ausgesucht und auch meine Partnerin nicht, wie Du aus meiner Erzählung entnehmen kannst. Es war reiner Zufall, auch gehe ich nicht nach Äußerlichkeiten. Für mich ist der Mensch wichtig.

    Ich war in vielen Gebieten in Thailand, allerdings niemals südlich von BKK, außer einmal ein Abstecher auf Ko Samui. Schon aus diesem Grund kann ich meine Erfahrung nicht verallgemeinern.

    Ob das ein Isaan typisches Problem ist, da bin ich mir nicht sicher, denn ich habe in dieser Richtung auch negative Erfahrungen in anderen Regionen gemacht.

    Es dürfte wohl so sein, dass es eben viele Frauen aus dem Isaan in den Bars gibt und sich darum das Verhältnis so zeigt wie es im Moment ist.

    Aber ich habe diese Erfahrungen auch nicht nur mit Frauen aus der Bar gemacht, sondern auch unter ganz "normalen", bitte keine Diskusion was ist normal, Berufen.

    Und ich erlebe auch heute ständig im Dorf, wenn mal wieder ein "Neuer" auftaucht, über was die Leute sich Gedanken machen. Meistens geht es da um das Materielle und das geht durch alle Schichten.

    Gruß Johann

  6. #85
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Brautgeld in Thailand

    Auch ich bin der Meinung, dass zuweilen recht leichtfertig mit der Gier der mitangeheirateten Verwandten umgegangen wird.

    So in dem Sinne, ist halt Brauch dort, und Brauchtümer gilt es zu respektieren, da wir diese ja im Westen wg. des Gottes: "Mammon" schon lange verloren haben. Die Falle Nummer eins.

    Denn oft ist es gerade in bestimmten Gegenden Thailands genau das gleiche: Der Gott heisst auch dort: "Mammon" und nicht etwa "zu beschützendes Brauchtum".

    Ich wünsche allen eine glückliche Hand im Umgang mit dieser Falle.

    Bin mir nicht sooo sicher, dass die meisten Expats in den Isaan heiraten. Entlang der Reisschüssel nach Norden nämlich auch.

    Im Süden sind es dann wieder die Mädels aus dem Isaaan, die dort als "Expats" ihr Glück suchen. In Bangkok ähnlich. Die anständigen Fabrik-Mädels sind angereist, und hier geht die Regel folgendermassen (aus erster Hand).

    OK, du heiratest einen Farang und gehst wech? Wo bleiben jetzt die regelmässigen monatlichen Überweisungen aus deiner Fabrik-Arbeit für uns (Vielleicht 3K baht)? Kümmer dich gefälligst darum, dass dein Holder für unser Auskommen sorgt. Wir wären auch mit einer einmaligen Abschlagszahlung einverstanden. Nehmen wir mal an, du hättest 8 bis 10 Jahre gearbeitet, wir sind ja bescheiden, das macht dann so ungefähr um die 300K aus.

    Ihr Holder hat es ja und hört das gerne, denn "Einmalzahlung" kommt ihm clever vor, bis ihr Bruder mit seinem Pick up an die Wand knallt...etc., etc.

    Ich bin auch dafür, wie hier schon angeklungen, die "Alten" zu unterstützen, damit sie keinen Hunger leiden, einmal im Jahr hätte ich meine Freude daran, ihnen auch einen gewissen Luxus zu bieten, wie auch immer, auch wen es eine Dorf-Fete ist. Aber Gier würde ich nie mit "Brauchtum" verwechseln und wenn meine Kleine noch so lieb äugelt.

    P.S. Mammon kommt aus dem Alt Syrischen und heisst schlicht und einfach: "Geld"

  7. #86
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Brautgeld in Thailand

    Zitat Zitat von Iffi",p="125636
    Auch ich bin der Meinung, dass zuweilen recht leichtfertig mit der Gier der mitangeheirateten Verwandten umgegangen wird.

    So in dem Sinne, ist halt Brauch dort, und Brauchtümer gilt es zu respektieren, da wir diese ja im Westen wg. des Gottes: "Mammon" schon lange verloren haben. Die Falle Nummer eins.

    Denn oft ist es gerade in bestimmten Gegenden Thailands genau das gleiche: Der Gott heisst auch dort: "Mammon" und nicht etwa "zu beschützendes Brauchtum".
    Wie wahr. Meine Immernochehefrau beschwert sich auch zunehmend über die Anspruchshaltung nicht nur der Familie. Ich meine, auch die Thais nehmen das nicht protestlos hin, solange sie nicht Nutznießer sind.

  8. #87
    Avatar von Micha-Dom

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    453

    Re: Brautgeld in Thailand

    Also, es gibt Familien, da dienen die Kinder als Versorgungseinheiten. Wenn diese meinen über „Farang Ausbeutung“ die eigene Unfähigkeit der Selbstversorgung ausgleichen zu müssen, nur zu! Ein Trottel findet sich immer!
    Wenn der Pickup defekt ist, der Reissack umgekippt ist, und ... ja -- das Leben ist hart. Die Hilfe kann nur von einem Selbst kommen. :-(
    Da bin ich Hardliner und meine Dom. Die Härte kommt von meiner Holde, sie ist der Haushaltmanager, sie zeigt mir einen Weg der Gangbarkeit auf. Wir, eher Sie, will ja Großfarmerin mit Mangos werden, nur wenn sich vorher verzettelt, wo bleibt man selbst? Sie ist ihren Eltern dankbar und sich dessen Verantwortung bewusst. Nur müssen irgendwie Grenzen gefunden werden, sonst wird alles grenzenlos. :O
    Auch das kleine Fest im Sinne @Iffi ist für die Family was wertvolles, wird auch etwas mitbezahlt von uns. Der Anteil ist minimal und bringt was für die Zukunft. Es ist Anzahl der Personen durch den Betrag, also für uns - ihr Anteil doppelt. Opas Tot oder ein neues Geisteshaus wird genauso mitgesponsert und werden es in Zukunft weitertun.

    Das bringen die Verpflichtungen und Erkenntnisse der Multi Ehe halt mit. Andere Kultur und andere Sitten (Unsitten?)

    Wir sind der Meinung ein Brautgeld ist eine vernünftige Tradition und sollte auch so gehandhabt werden.

    Mit der Bezahlung eines Brautgeld, auch „(Brust)Milchgeld“ genannt hat man sich nicht aus den Familienverband ausgekauft, sondern nur die Milch der Mutter bezahlt. Ne,ne, ne, das war der Einstandpreis in eine neue Family, man hat die Rechte und die Pflichten eines neuen Mitglied. Nur was jeder selber daraus macht, da ist jeder selber seines Glückes Schmied.
    Es ist halt wie immer im Leben, die goldene Mitte zu finden. Eine Thaifrau hält an ihre Family Bindung fest, eine angestrebte Trennung zerbricht ihr das Herz. Zuviel Wohlwollen gegenüber der Family verderben gute Gewohnheiten und wecken nur unerfüllbare Wünsche.

    War die Tochter nur eine Versorgungseinheit und werden Wünsche nach einer Weiterversorgung im grossen Stil erkennbar, wäre eine Rückflugkarte der beste Weg. Spart im nachhinein viel Geld und Leid.

    Trotz allen sollte man die Hochzeit genießen. Man kann die Stellungen und Beziehungen sehr genau beobachten und später daraus Nutzen ziehen. Das wäre ein + Effekt. Oder?
    In Thailand gibt es nur thailändische Wege.....

  9. #88
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Brautgeld in Thailand

    @Micha-Dom,

    Sehr schönes Statement!!!
    Aber daß es in Thailand nur thailändische Wege gibt, da stimme ich nur insofern zu, daß es dort nur thailändische Wege gibt die nach ´Bangkok´ führen. Sonst wäre es mir einen Deut zu fatalistisch, und den Weg zur Eigenständigkeit als Expatriate möchte ich nicht ganz ausschließen. Das beziehe ich jetzt strikt auf die persönliche Entwicklung, abseits von Traditionen, Verpflichtungen und Einschränkungen, die auf dem ewigen "Gaststatus" beruhen. Würde es dir was ausmachen deine Meinung dazu in
    DIESEM Thread zu posten? Ich habe da zwar meine eigenen Erfahrungswerte und Ansichten, möchte aber dringend andere Meinungen hören.

    Danke...

  10. #89
    Avatar von Armin

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    Re: Brautgeld in Thailand

    @all

    Jetzt habe ich mir soeben rund 80 Beiträge zum Thema Brautgeld in Thailand durchgelesen. Ob und wie viel gezahlt wird, werden soll..., ob nur im Norden und Issaan und wem das Geld zusteht.

    Die Hochzeit wird ja immer von den Eltern der Braut ausgerichtet.

    Hat von euch einer mal überlegt, wie so eine Hochzeit ausgerichtet werden kann, wenn nicht vorher abgeklärt wird wie sie bezahlt wird? Vor allem in einfacheren Verhältnissen, die wohl bei vielen hier Anwesenden zutreffen.
    Je mehr Ansehen, desto teurer ist die Party, desto mehr kommt vielleicht zurück.

    Wenn im Issan daraus noch zusätzlich eine Lotterie gemacht wird, dann trifft vielleicht das Wort Brautgeld zu. In ärmlicheren Gegenden sind die Menschen oft einfallsreicher - oder trickreicher?

  11. #90
    Avatar von Micha-Dom

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    Re: Brautgeld in Thailand

    also bei uns war es so:
    die Hochzeit zahlt nicht Papa sondern der Bräutigam. Schliesslich ist da ein Falang da. Papa kein Geld, alles bezahlen die Studien der Töchter usw. Also Brautgeld und Hochzeit pauschal von mir, dafür hochangesehene Ehefrau + Stadtgrundstück beim inneren Kreis der Familie + grosses bebaubares Grundstück mit kleinen See im Dorf. Also ein Spezialfall...

    Also mache ein Pauschalpreis aus und sage das der Rest bei der Family bleibt. Sage das die Hochzeit ein, zwei x Tag beträgt. Sage auch wieviel Personen kommen können, sonst kommen welche auch von weit entfernt. Rechne mit min 200 Personen.
    Die Organisation obliegt der Family und innere Verwandte. Diese machen das Essen, besorgen Musik, Brautkleid und Schmuck, Unterhaltung und usw. Bloss kein Catering oder so, das muss nicht sein. Beim Wat wird Geschirr, Zelt etc ausgeliehen.
    Nicht vergessen goldene Kette, Armreife und Ringe bezahlen, ist wichtig für deine Frau. Lass ihre Tanten verhandeln und komme am Schluss (sonst Preis nach oben) oder Übergebe ihnen das Geld. Bei der Vergabe des Hochzeitstermins wird ein Wahrsager oder ein Prah befragt. Bestimme einen der Fotos oder ein Video von der Hochzeit macht und lasse drei Sätze davon machen. Mehrere grosse Bilder mit Rahmen machen lassen für die Bilder der Family im Hauptraum und für Zuhause. ;-D

    Ein Tip!

    Lehne dich zurück und mache garnichts. Sag deiner Frau wie du es siehst. Die anderen werden es machen und lass dich bei der Hochzeit treiben. Versuche nicht in diesem Augenblick irgendwas zu verstehen....andere Länder haben andere Ausdruckformen in ihrer Kultur.


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