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Brautgeld bereits bei Verlobung?

Erstellt von Daniel24, 27.06.2010, 19:50 Uhr · 372 Antworten · 46.400 Aufrufe

  1. #361
    Avatar von DisainaM

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    es gibt viele Traditionen in Deutschland,
    in manchen Kreisen ist es Tradition, dass die Frau eine Abspecke an den Mann zahlen muss,
    wenn sie ihn verlassen will,
    weil sich der Mann bei Beziehungsbeginn darum kuemmerte,
    dass die Frau in Deutschland gerade laeuft,
    soll heissen, er hat seine Zeit eingesetzt, dass alles mit Visa, Arbeitsgenehmigungen usw klappte.

    Wer jetzt auf deutsche Traditionen in seiner Beziehung besteht,
    muss damit rechnen,
    dass es eines Tages aus dem Wald so zurueckkommt,
    wie er hineingerufen hat.

  2.  
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  3. #362
    Avatar von lucky2103

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    Zitat Zitat von Samuianer Beitrag anzeigen
    Das bezahlen eines Brautpreises haelt bei mir weiterhin den Stellenwert eines Kopfgeldes a la "Brautkauf" nach archaischen Nomadenmuster und das nicht weil "es in Deutschland" anders ist, sondern weil ich davon NICHTS halte und denke das es menschenunwuerdig ist, die Braut im Zweifelsfalle entmuendigt und imho jede moralischer Rechtfertigung entbehrt!

    Aber davon mal ganz abgesehen ich kann nach wie vor keinen Sinn im einem Eheleben sehen, wer wuerde sich schon freiwillig, ueber Jahre in seiner Wohnung einschliessen oder sich selbst im Garten an die Kette legen und dafuer auch noch bezahlen?
    Oke, ich hab meine Frau eben gefragt, ob sie sich durch die Zahlung des Sin Sod entmündigt oder erniedrigt gefühlt hat - sie hat es verneint.

    Aber sollte meine Ehe, es ist nicht meine Erste, in die Brüche gehen, dann werde ich es so wie Du halten und wechselnde Blüten hier in TH bestäuben - ohne Trauschein, ohne Verpflichtungen.
    Ich find Deine Einstellung dahingehend vernünftig.

  4. #363
    Avatar von Franky53

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    als ich meine Frau fragte ,ob ich Geld an die Eltern bezahlen muss , wenn ich heirate hat sie mich mit grossen Augen gefragt ,wofür?

  5. #364
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    "Wunder Punkt" von dir ist schon urkomisch.

    Du kannst gerne schreiben, was du moechtest. Bleibt aber trotzdem Thema verfehlt.
    Wenn jemand in einem Forum fragt, ob besser Audi oder BMW, wird es natuerlich immer
    Leute geben, die Antworten benutze besser den OEPNV.

    Und hier heisst die Eingangsfrage Sinsod schon bei der Verlobung.

    Es mag frueher hier wie dort ueblich gewesen sein, dass die Brauteltern die Ehe arrangiert haben,
    ohne die Brautleute zu fragen. Das ist sicherlich fragwuerdig.
    Eine Ehe zwischen Farang und Thai ist aber wohl erstmal durch das Willensbekenntnis der Eheleute
    gekennzeichnet. Wenn anschliessend das Thema Sinsod aufkommt, muss man halt genau hinschauen.
    Streng genommen ist Sinsod eine Entschaedigung fuer die "Aufzucht und Haege" der Angebeteten.
    War sie schon mal verheiratet und hat ggf Kinder, koennte man natuerlich mit Fug und Recht argumentieren,
    dass die Brauteltern schon entschaedigt sind. Allerdings waere das ein Hinweis auf das Scheitern der
    Thai. Das kommt nicht unbedingt gut an bei der hiesigen Fehlerkultur.
    Andererseits ist Sinsod aber auch der Nachweis der Leistungsfaehigheit von Ihm und natuerlich auch
    Angeberei innerhalb der Dorfgemeinschaft.
    Letztlich geht die Spannweite von grosszuegiger Unterstuetzung durch die Brauteltern bis hin zur
    hemmungslosen Abzocke. Das muss jeder selbst entscheiden.
    Wer allerfdings angesichts einer Forderung nach Sinsod lieber das Weite sucht, muss sich doch
    die Frage nach den Heiratsgruenden gefallen lassen.
    Sinsod schon bei der Verlobung finde ich etwas merkwuerdig.

  6. #365
    Avatar von lucky2103

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    Vielleicht kann ich hier etwas zur Aufklärung beitragen:

    Es gibt kein Sin Sod (สินสอด) bei der Verlobung. Das Geld oder Gold (oder beides), welches bei der Verlobung gegeben wird, nennt sich "Kong Man" (ของหมั้น).
    Diesbezüglich gibt es folgende Regel: Wird während der Verlobungszeit die Braut untreu oder überlegt es sich sonst anders, so kann der Verlobte den Betrag zurückfordern.
    Tritt jedoch der umgekehrte Fall ein, also der Verlobte will nicht mehr, dann behält die Braut den Betrag ein und der Fall ist erledigt.

    In der Regel beträgt der Betrag für "Kong Man" ein Bruchteil des vereinbarten Sin Sod (es gibt aber keine Regel hierfür), es gibt eine kleine Zeremonie im Haus der Braut, es kommen ein paar Verwandte, mehr nicht.
    Bei der eigentlichen Hochzeit wird der Betrag für "Kong Man" dann vom vereinbarten Betrag für das Sin Sod abgezogen, so dass nur die Differenz zu zahlen ist.

    Ich weiß, wer böses denkt, könnte sich an Anzahlung und Schlusszahlung beim Ratenkauf von Waren erinnert fühlen.

  7. #366
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Volker M. aus HH. Beitrag anzeigen
    Sinsod schon bei der Verlobung finde ich etwas merkwuerdig.
    Verlobung ist mehr oder weniger hier die Heirat ohne Amphoe.
    Dort übergibt man dann das Sinsod. Zumindest am Lande - in der Stadt kommt es eigentlich immer mehr ab. Unsere Schwiegertochter z.B. benötigt keines, wenn sie meinen Sohn
    heiratet. Wir werden aber die Hochzeit ausrichten und ihr eine Gold-Halskette kaufen, Bargeld gibt es keines, da sie sehr gut verdient und eigenes neues Haus, neues Auto usw. hat.

    Gar nichts zu geben finde ich in Thailand nicht gut, damit stellt man die Familie der Braut vor grosse Probleme innerhalb des Clans.

    Ich weiß, wer böses denkt, könnte sich an Anzahlung und Schlusszahlung beim Ratenkauf von Waren erinnert fühlen
    aber nur jene, die die thail. Kultur nicht kennen. Diese haben dann aber auch später grosse Probleme in der Ehe.

  8. #367
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Nene, die Verlobung, Kong Man wie Lucky richtig schrieb, ist etwas anderes. Lange Zeit war es ueblich
    buddhistisch zu heiraten. Damit war man nach Ansicht der Bevoelkerung verheiratet und konnte zusammen
    leben, ohne das jemand daran Anstoss genommen haette.

  9. #368
    Avatar von michael59

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    ich habe im dorf so erlebt:

    Verlobung: ofizieller Besuch Eltern und Verwandte des Bräutigams bei den Eltern und Familie der Braut und viele Gäste anwesend, rund 100% der Dorfkinder, eine Woche vorher wurde bekannt, das die Verlobung anliegt und wann sie stattfindet. Es wurde eine riesiege Menge Essen gekocht, haben die Brauteletern finanziert, Bier und Sirupwasser auch, Alkohol wurde von beiden Parteien hingestellt. gegen 18.00 Anfahrt der Familie des Braütigams, dann das Festmal, danach "gemütliches Beisammensein", auf meine Frage wo denn die Brautleute sind: "in bangkok, arbeiten" habe aber mehrmals angerufen. Dann plötzlich das offizielle Aushandeln des Brautgeldes- ging so 10 Minuten, rein Issan, so gut wie kein Wort indetifiziert, mehrere Omas diskutiereten die formvollendete Übergabe, eines Teiles des Brautgeldes ( exakt 10%). In diesen 10 Minuten waren das Brautpaar per Freispechanlage des Handys zugeschaltet.

    Das Geld dürfte die Kosten der Brauteltern für den Abend gedeckt haben, viel war sicher nicht übrig.

    Da Bräutigam sich umorientierte kam es nicht zur Hochzeit ( Braut später kennengelernt- sehr hübsch)

    Heiraten auf dem Amphoe/ mit Prah im Haus wird wie bei uns ( Standesamt/Kirche) gehandthabt. Bei wenig Geld keine budistische Zeremonie oder nur "Vorbeter" und ein Mönch mit 2 Begleitern- mit richtig Geld 5-7 Prah.

  10. #369
    Avatar von Yogi

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    ob der Daniel24 mit dem Resultat dieses Threads zufrieden ist? Er war wohl schon längere Zeit nicht mehr interessiert.

  11. #370
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von michael59 Beitrag anzeigen
    ich habe im dorf so erlebt:


    Heiraten auf dem Amphoe/ mit Prah im Haus wird wie bei uns ( Standesamt/Kirche) gehandthabt. Bei wenig Geld keine budistische Zeremonie oder nur "Vorbeter" und ein Mönch mit 2 Begleitern- mit richtig Geld 5-7 Prah.
    5 sind noch die kleineren Hochzeiten. Kenne selbst von Reihenhauseinweihungen in BKK 9 Mönche.

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