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Brautgeld

Erstellt von Godefroi, 09.06.2006, 16:17 Uhr · 635 Antworten · 59.106 Aufrufe

  1. #231
    Avatar von Klaus-Jina

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    Re: Brautgeld

    Hallo

    Wir haben vor 4 Jahren geheirate und habe damals kein Brautgeld bezahlt, will sie doch heiraten und nicht kaufen....
    Allerdings die Party wurde von mir finanziert.
    Kenne aber auch einige die unmengen bezahlt haben.........
    Meine Frau sendet alle 2 Montae 100 Euro zu Ihren Eltern und Geschistern denke das reicht auch, denn man soll sie auch nicht zu stark verwöhnen......
    Mein Frau sagt auch das ist genug, weil wir in Deutschland leben und hier auch alles sehr teuer ist.

    Klaus und Jina

  2.  
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  3. #232
    Avatar von wingman

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    Re: Brautgeld

    Sie sagt immer zum Sinsot: Hasip Bath :-). Nicht in Gold!

  4. #233
    Avatar von Ampudjini

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    Re: Brautgeld

    Zitat Zitat von Godefroi",p="355073
    Gibt es eigentlich irgendwelche Anhaltspunkte was ein ´normaler´ Betrag für das Brautgeld ist? In einem anderen Thread hier habe ich heute eine Forderung von €4.000,- gelesen.

    [...] für eine ihrer Freundinnen 100.000.- Baht Brautgeld[...]
    für eine andere genauso nette und hübsche aber nur 50.000.- Baht
    ;-D

    Schaut mal hier, was Tata Youngs Eltern gerne moechten.

  5. #234
    Avatar von Khun_MAC

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    Re: Brautgeld

    Zwischen WOLLEN und KRIEGEN (bekommen) ist halt oft ein gewaltiger Unterschied

  6. #235
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Brautgeld

    Zitat Zitat von Khun_MAC",p="541692
    Zwischen WOLLEN und KRIEGEN (bekommen) ist halt oft ein gewaltiger Unterschied
    lt. meiner Frau hat sie es schon bekommen. Die Übergabe des Geldes war wohl im TV zu sehen.

  7. #236
    Avatar von Shuai_ran

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    238

    Re: Brautgeld

    Ich habe fast den ganzen Thread gelesen und möchte hier noch einige Dinge, die noch nicht erwähnt wurden, aufschreiben. Meine Quellen sind thailändische Freunde und meine Frau.

    1. Meine Frau und ich haben einige Freunde in BKK, ein paar aus dem Dorf meiner Frau (Isaan) sowie einige ehemalige Nachbarn meiner Frau (als sie noch in BKK gewohnt hat), die aus verschiedenen Orten kommen, i.d.R. Isaan oder aus dem Norden. Alle leben in "wilder Ehe" (Konkubinat), sprich sie wohnen zusammen, sind aber nicht "offiziell" (sprich weder legal noch traditionell) verheiratet. Diese Beziehungen unterscheiden sich kaum von einer typischen, "modernen" europäischen Beziehung. Die Partner sind meistens etwa gleich alt und kommen aus der gleichen "Klasse". Brautgeld wurde (noch) nicht bezahlt, weil den meisten das Geld fehlt. Teilweise wird schon gespart, aber wer Löhne und Lebenskosten (insbesondere Miete) in BKK kennt, kann sich vorstellen, dass da nicht viel zusammenkommt. Von der Familie wird das normalerweise akzeptiert, da Geld nach Hause geschickt wird und die anderen Dorfbewohner nichts sehen - und solange man es nicht sieht, ist es auch kein "Gesichtsverlust" für die Eltern (Thailänder haben ja ein gewisses Talent, über gewisse Ungereimtheiten hinwegzusehen, falls sie nicht ZU offensichtlich sind).
    Es kommt auch vor, dass wenn mal Kinder da sind, die Eltern vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Falls das Geld für die Hochzeit noch nicht vorhanden ist, kann das ganze auch auf "später" verlegt werden. Da Thais normalerweise sehr kinderlieb sind, wird die Beziehung gedulded (man freut sich über die Enkel und ist froh, dass der Mann die Tochter nicht sitzengelassen hat).
    Das gilt allerdings nur für Thais, als Farang würde ich mich nicht darauf verlassen.

    2. Laut meiner Frau wird (zumindest in ihrem Dorf, aber das lässt sich auch mindestens auf den Rest des Isaan übertragen), kommt es beim Brautgeld ganz klar auf den sozialen Status der Frau an. Einerseits zählt der Reichtum (im Isaan ist das vor allem Land) der Familie. Da der Schwiegersohn durch die Frau miterbt, "profitiert" er ja auch davon. Ähnlich ist es bei der Unterstützung der Eltern: Wer die Eltern unterstützt und pflegt, hat Anrecht auf einen grösseren Teil des Erbes als die Kinder, welche dies nicht tun (z.B. weil sie ihre Schwiegereltern unterstützen müssen). Innerhalb der thail. Gesellschaft ist das auch fair: Man muss sich einfach koordinieren. Normalerweise sorgen ja die Töchter für die Eltern, das ist aber nicht immer so (z.B. wenn eine Familie nur Söhne hat). Darum spielt es bei der Heirat auch eine Rolle, ob man die Eltern unterstützen muss und ob der Partner seine Eltern unterstützen muss. Falls eine Familie genug Kinder hat, kann es sein, dass einige Kinder die Elter nicht unterstützen müssen. Bei meinen Schwiegereltern war dies der Fall: Die Mutter meines Schwiegervaters hatt 9 Kinder. Meine Schwiegereltern und meine Frau haben sich dann um sie gekümmert, dafür durften sie im Elternhaus wohnen und haben das Elternhaus plus einen schönen Anteil am restlichen Land (inkl. Reisfelder) geerbt. Die anderen Kinder mussten ihre Mutter nicht pflegen und unterstützen, darum haben sie "nur" Land für ein Haus plus Reisfelder (allerdings etwas weniger als mein Schwiegervater) bekommen. Argument: Während meine Schwiegereltern Geld und Zeit für die Pflege brauchten, hatten die anderen Kinder Zeit zum sparen und ein Haus zu bauen.
    Auch hier hat man als Farang ein Outsider Problem: Weil man nicht Teil der thail. Gesellschaft ist, profitiert man nicht von den gesellschaftlichen Institutionen/Gebräuchen. In sich ist das System aber fair. Man unterstützt die Eltern, dafür wird man später von den Kindern unterstütz (war in Europa vor 100 Jahren auch nicht anders). Bei uns zahlt man in die Rentenversicherung und hofft, dass man mal Rente bekommt.

    3. Als mein Schwager geheiratet hat, habe ich auch einiges über die Vorbereitungen mitbekommen. Er arbeitet im Königspalast in Hua Hin, sie hat studiert und ist High-School Lehrerin. Sie haben sich in Hua Hin getroffen und sind dann zusammen gezogen. So haben sie einige Zeit gelebt, bis ihre Mutter (der Vater ist schon längere Zeit verstorben) gefordert hat, sie sollten endlich heiraten (war so nach ca. 1 bis 1.5 Jahren Beziehung).
    Die Beiden haben für die Hochzeit gespart, aber die Mutter lies sich irgendwann nicht mehr vertrösten und dann begannen die Verhandlungen. Dafür fuhr ein ganzer Konvoi von Autos und Bussen (mit etwa 50 Mitgliedern "meiner Familie") von einem Isaan-Dorf ins andere. Dort wartete die Familie meiner Schwägerin. Es wurde durch den Beitrag von Moonsky die Frage aufgeworfen, wann und wie man nach dem Brautgeld fragt. Gemäss meiner Frau läuft das so ab: Die Familie der Braut lobt die Vorzüge der Braut. Die Familie des Bräutigamms macht das gleiche. Irgendwann kommt von der Familie des Bräutigamms die Frage: Wie anstrengend war die Erziehung der Tochter (wie "müde" hat sie euch gemacht). Dann kommt die Antwort: Sehr anstrengend, dann wird nochmal nachgefragt usw. (es wird nicht direkt nach dem Geld gefragt). Irgendwann kommt dann das erste (total überhöhte) "Gebot", z.B. 1 Mio THB. Darauf geht ein Raunen durch die Familie des Mannes. Es werden noch mal Vorzüge des Mannes ins Feld gebracht (inwiefern negative Punkte der Frau angesprochen werden, weiss ich nicht, wenn, dann wohl eher indirekt). Es wird ein bisschen um den heissen Brei geredet, es folgen Zahlen von beiden Seiten bis man sich geeinigt hat.
    Als Farang hat man das Problem, dass man keine eigene Familie hat, die für einem verhandeln kann.
    Wie viel es beim meinem Schwager war, weiss ich nicht mehr genau, ungefähr 100 000 - 200 000 (Das Geld haben sie teilweise gespart, teilweise konnte er einen Kredit bim Arbeitgeber aufnehmen, der im monatlich von Lohn abgezogen wird.). Die Schwiegermutter hat allerdings angedeutet, sie würde nur eine Show machen und das Geld zurück geben. Hat sie aber nicht... Damit muss man also immer rechnen und hat, insbesondere als Farang, keine Handhabe dagegen.

    4. Mein Schwiegervater war "Gemeindepräsident" (Kam Nan Baan) und in dieser Funktion auch eine Art "Friedensrichter". Meine Frau hat mir erzählt, dass eines Nachts eine Gruppe von Leuten an ihre Türe klopfe und den Rat des Kam Nan brauchte. Folgendes war vorgefallen: Eine junge Frau war in dieser Nacht aus ihrem Haus ausgebüchst. Ihre Familie hat das bemerkt und sie gesucht. Gefunden haben sie sie im Haus eines Jungen Mannes (ihr Fahrrad war im Gebüsch vor dem Haus). Sie hat sich also nacht heimlich mit ihrem Freund getroffen. Der junge Mann wurde deshalb vor den Kam Nan gezerrt. Das Mädchen gab unter Schock und unter Drohung ihrer Familie zu, dass ihr Freund sie geküsst und ihr unters Shirt gefasst hat. Als "Kranzgeld" verlangte die Familie 5000 THB.

    5. Der Sohn der Nachbarsfamilie meiner Frau hat geheiratet. Nach der Heirat (d.h. nach Zahlung des Brautgeldes) hat die Frau sich geweigert, mit ihm das Bett zu teilen. Später ist sie nach BKK abgehauen. Allerdings gilt seine Familie als "geizig" (d.h. sie können mit Geld umgehen) und sie haben jeden Baht zurückgeholt:-) . Als Farang stehen die Chancen hier wohl schlechter.

    6. Einige Freundinen meiner Frau galten als "schlechte Mädchen/Töchter", weil sie statt den Eltern im Haushalt und auf dem Feld zu helfen, sich lieber mit Jungs rumgetrieben haben (also sich so verhalten habem wie "normale" Teenager in Europa).
    Eine wurde schwanger und hat dann abgetrieben. Sie hat später in BKK einen Thai (ein absolut netter und liebenswürdiger Mensch) kennengelernt und jetzt haben sie eine Tochter. Brautgeld wurde nicht bezahlt. Ich nehme an, dass die Beiden die Eltern ihren Möglichkeiten nach unterstützen, gefragt habe ich nicht.
    Eine andere kam in die Schweiz um zu arbeiten...Sie hat bei der Arbeit einen Farang kennengelernt, der sie geheiratet hat und jetzt ordentlich ausgenommen wird (er zahlt nicht nur für die Eltern, sondern auch für den Schwager und dessen Frau, die nicht daran denken, zu arbeiten).

  8. #237
    Avatar von Haya

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    Re: Brautgeld

    Ich habe Anfang September 100.000 THB hingeblättert

  9. #238
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Brautgeld

    Zitat Zitat von Shuai_ran",p="542171
    Ich habe fast den ganzen Thread gelesen und möchte hier noch einige Dinge, die noch nicht erwähnt wurden, aufschreiben. Meine Quellen sind thailändische Freunde und meine Frau.............
    wie hoch dein brautgeld war wurde von dir nicht erwähnt.

  10. #239
    Avatar von Shuai_ran

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    Re: Brautgeld

    Zitat Zitat von deguenni",p="542180
    wie hoch dein brautgeld war wurde von dir nicht erwähnt.
    Huch, dass habe ich wohl vergesse
    (in der Schweiz wird äusserst ungern über Geld gesprochen)

    Ich habe kein Brautgeld bezahlt, weil wir in der Schweiz und nicht traditionell in TH geheiratet haben. Ausserdem ist öffentlich mit grossen Summen "anzugeben" ist nicht so meine Sache (auch wenn ich mir Sicher bin, dass ich das Geld zurück bekommen würde). In meiner Heimatstadt heisst es: Me hetts, abr me zaigts nid (man hats, aber man zeigt es nicht. Gemeint ist das liebe Geld).

    Dass soll aber nicht heissen, dass wir ihre Eltern nicht unterstützen. In Anbetracht dessen, dass meine Frau und ich beide Arbeiten und genug Geld zum leben habe und da es in TH keine staatl. Altersvorsorge gibt, helfen wir ihren Eltern in einem Masse, dass wir unseren Lebenstil nicht einschränken müssen.

  11. #240
    Avatar von Rooy

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    Re: Brautgeld

    korregiert!

    Rooy

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