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Betreuung / Pflege / Vormundschaft im Alter

Erstellt von DisainaM, 21.03.2013, 14:46 Uhr · 69 Antworten · 9.012 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Dune

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    Wenn ich den Thread lese, wird mir klar, dass die Angst vor dem Alter gross ist. Zudem Krankheiten kommen könnten, die jemanden schon in die Situation bringen könnten, in einem Seniorenheim zu leben. Natürlich wird die Angst verstärkt, dass man evtl. der Willkür einer pflegenden Person ausgesetzt ist, wenn man so manche Geschichte in der Presse liest. Deshalb ist es gut so, wenn darüber gesprochen wird. Es ist gut so, dass es Vorstände in Kliniken und Heimen gibt, die den Politikern ganz klar signalisieren, wir brauchen das und das, damit der uns anvertraute Mensch sich wohlfühlt. Bisher sehe ich, wir, auch hier in Deutschland sind auf einem guten Weg. Ich denke, nein ich weiß, es hat sich vieles gebessert und wir arbeiten daran den Standard zu halten, aber ihn eher noch zu verbessern.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Chumpae

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    Dune, bei der ganzen bisherigen Diskussion fällt mir auf, daß es hier 2 Schwerpunkte gibt:
    - die Pflege von Personen privat oder auch in diversen Einrichtungen
    - die Betreuung von Personen die sowohl privat, als auch in div. Einrichtungen leben.

    Zum ersten Anstrich könnte ich die Hand ins Feuer legen für die Mehrheit der Familienmitglieder oder des Krankenhaus-bzw. Heimpersonals, obwohl es auch da die berühmten schwarzen Schafe geben wird.

    Für mich liegt eindeutig der Schwerpunkt meiner Kritik an den Betreuungsvereinen, die gemeinsam mit Amts.-bzw. Vormundschaftsgerichten und KK an den Angehörigen vorbei sich um die "Belange "alter Menschen "kümmern". Diese sind nicht mit der Körperpflege,der med. Versorgung, sowie der Verabreichung von Speisen und Getränken beschäftigt, sondern mit der Verwaltung und der Abarbeitung der täglich anfallenden Probleme der Bedürftigen beschäftigt.In Anerkennung des Faktes , daß durchaus auch Familienmitglieder sich nicht um ihre Verwandten in den Heimen kümmern wollen, bleibt aber immer noch der Sachverhalt,,daß man "betreuungsbereite"Familienangehörige kraft vermeintlicher Rechtstaatlichkeit von der Betreuung ihrer Angehörigen ausschließt und sie nur in den allerwenigsten Fällen integriert. Und dabei handelt es sich nicht um wenige sogenannte schwarze Schafe, sondern sowohl das Internet, als auch diverse Informationen in der Presse und im FS belegen das Gegenteil. Ich bekam meine Mutter erst dann wieder zurück, als sie verstorben war und ich die Betreuerin anfrug, wie sich das nun gestaltet mit der Beisetzung etc.Antwort per e-mail: Mit dem Tod des zu Betreuenden endet das Mandatsverhältnis des Betreuungsvereins. Und das Obwohl dieser in Besitz aller erf. persönlichen Unterlagen war , welche dann benötigt werden.

  4. #33
    Avatar von Dune

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    Chumpae, schön ist, dass Du wieder zum eigentlichen Thema zurückkommst. Die Betreuung von Klienten scheint sehr oberflächlich, da gebe ich Dir recht, aber auch da liegt es sicherlich auch an der Bezahlung, da unter anderem Vorgaben gibt, wie oft er aktiv sein darf etc.. Ich befinde, dass das 'Fall machen' das Problem ist und wenig individuell auf den zu betreuenden geschaut wird. Das liegt aber an unserem sehr bürokratischen Staat, der somit in der Empathie schwächelt. Grundlegend sehe ich es ähnlich, es wäre gut, wenn es ein Anghöriger machen würde und damit besser die Bedürfnisse und Belange des Betreuten vertritt, weil er ihn kennt. Da treten oft Schwierigkeiten auf, wie der Beruf oder die eigene Familie usw., wobei Zeit dafür verloren geht und der Staat wenig bis keine Entlastung für den Betreuer schafft. Deshalb kommt es dann dazu, dass professionelle Betreuer ins Boot geholt werden, damit die eigene Belastung entfällt.

    Wie man dem entgegenwirken kann, scheint schwierig, denn es ist beidseits oft eine grosse Unzufriedenheit.

  5. #34
    Avatar von Ban Bagau

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    Arrow

    Es ist doch wohl so das Pflegedienste und Pflegeheime trefflich daran verdienen.
    Weder kommt der Service durch die durchgestylte Betreuungspolitik und Gier der Dienste bei den Betroffenen noch bei den eigentlichen Pflegekräften in Form von adäquater Entlohnung an. Immer mehr Betreuungspersonen werden aus "wirtschaftlichkeit" einem Pflegebediensteten zugeordnet. Jeder kann mal im Kopf überschlagen was für Summen bei häuslicher Pflege von 5-6 Personen und in Pflegeheimen gar bis zu 15 Personen (Nachts über 30) aus reiner "Manpower" zusammenkommen und "erwirtschaftet werden. Bei fast Null Aufwandseinsatz. Denn sonstige Dienstleistungen, Arzteinsatz, Therapiemaßnahmen, sozial Komunitative Maßnahmen (Ausfüge ect.) werden gesondert abgerechnet bzw. müssen vom Betreuten von seinem "Taschengeld" (Witz ist schon die Bezeichnung für einen Pflegebedürftigen an sich und spiegelt die Abtragung der Mündigkeit wieder) selbst getragen werden. ...und ob die Kosten ist die 15 oder 20qm Wohnbuchte für 600-800 € im Monat, die sich meist noch mit einem Mitbewohner geteilt werden müssen angemessen sind, ist fraglich.

    Eine osteuropäische Pflegekraft mit soliden Kenntnissen und Betreuungserfahrung kann Ihnen bereits ab nur 49,- Euro pro Tag zur Verfügung stehen - beziehungsweise nur 1.470,- Euro, gerechnet auf einen Zeitraum von einem Monat (30 Tage).
    Preise fr Betreuung, Pflegekrfte unserer Pflegeagentur
    (keine Werbung, erst bestes Googleergebnis)

    • Pflegestufe I = erheblich pflegebedürftige Personen, die bei Körperpflege, Ernährung oder Mobilität mindestens einmal täglich Hilfe benötigen (im Tagesschnitt mindestens 90 Minuten);
    • Pflegestufe II = schwer pflegebedürftige Personen, die mindestens dreimal zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen (im Tagesschnitt mindestens drei Stunden);
    • Pflegestufe III = schwerstpflegebedürftige Personen, die rund um die Uhr Hilfe benötigen (im Tagesschnitt mindestens fünf Stunden).




    Ambulante Pflege
    Stationäre Pflege
    Pflegegeld bei häuslicher Pflege durch Angehörige (seit 01.01.12): Pflegesachleistung für Pflegedienste teilstationär (seit 01.01.13):
    Pflegestufe I: 235 Euro Pflegestufe I: 450 Euro
    Pflegestufe II: 440 Euro Pflegestufe II: 1.100 Euro
    Pflegestufe III: 700 Euro Pflegestufe III: 1.550 Euro
    Ergänzende Leistung bei erheblichem allgemeinen Betreuungsaufwand: maximal 2.400 Euro (jährlich)
    Pflegesachleistung für Pflegedienste ambulant und teilstationär (seit 01.01.12): Vollstationäre Pflege:
    Pflegestufe I: 450 Euro Pflegestufe I: 1.023 Euro
    Pflegestufe II: 1.100 Euro Pflegestufe II: 1.279 Euro
    Pflegestufe III: 1.550 Euro. Pflegestufe III: 1.550 Euro
    Härtefälle können bis zu 1.918 Euro monatlich erhalten Härtefälle: 1.918 Euro
    Gefördert werden auch selbst organisierte, ambulant betreute Wohngruppen:
    Maximal 2.500 Euro pro pflegebedürftigen Mitbewohner
    bis zu einem Höchstbetrag von 10.000 Euro je Wohngruppe



    Das sind die gesetzlich zugezahlten Pauschalbeiträge und nicht die effektiven Kosten die für Teilstationärer und Vollstationärer Unterbringung gezahlt werden müssen. Die Differenzen variieren je nach Pflegeheim, Region sowie Ost und West und müssen entweder als "zumutbare Belastungen" von den Angehörigen bei entsprechender Solvenz übernommen werden oder wiederum bis zu bestimmten Pauschalbeiträgen von den Sozialkassen.

  6. #35
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von Dune Beitrag anzeigen
    @DisainaM... schönes Photo, aber nicht Realität. Es werden nicht solche Sicherungssysteme benutzt.
    Benutzt schon, allerdings bei unseren Eidgenössischen Membern in der Schweiz,
    die deutsche Fixierung sieht mittlerweile bedeutent harmloser aus,
    obgleich ebenso effektiv.

  7. #36
    Avatar von Dune

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    @DisainaM, ja das System sieht harmloser aus.

  8. #37
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Nochmal, jede Fixierung ohne richterliche Anordnung stellt in Deutschland eine Straftat dar. Selbst erlebt, dass das Heimpersonal nicht mal das Bettgitter hochschieben wollte.

    Bitte unterscheidet beim Begrif Betreuung zwischen der Leistung des Pflegepersonals und der Arbeit eines amtlich bestellten Betreuers.
    Der Aufwand letzterens ist durchaus ueberschaubar, beinhaltet keinerlei Pflegeleistung und kann im Normalfall auch bei Vollzeit Berufstaetigkeit geleistet werden.
    Das habe ich nicht aus irgendwelchen Medien, sondern einige Jahre selbst gemacht.

  9. #38
    Avatar von Dune

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    @Volker, natürlich kann eine Sicherung nur durchgeführt werden, wenn ein Beschluss mittels Betreuer oder ein PKG eingeleitet wurde.

  10. #39
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Wenn sich die Gesetzgebung in den letzten fuenf Jahren nicht geaendert hat, kann der Betreuer keine Fixierung anordnen.
    Ich war amtlich bestellter Betreuer meiner Eltern.
    So richtig, mit Beschluss vom Amtsgericht, Betreuerausweis, jaehrlichem Statusbericht usw..

    Ansonsten decken sich meine Erfahrungen mit deiner Darstellung der Pflegesituation in Deutschland. Die Pflegekraefte sind durchweg bemueht, aber immer mehr in ein zeitliches Korsett gezwaengt.
    Personal, dass die Bewohner gaengelt oder gar quaelt, ist die Ausnahme. Wer davon Kenntnis erhaelt, kann sich an die Qualitaetssicherung des Heimes wenden. Die werden das zwar nicht an die grosse Glocke haengen, aber mit Sicherheit fuer Abhilfe sorgen.

    Uebrigens, wer gerne mal Urlaub machen moechte und das wegen eines Pflegefalls in der Familie nicht kann, der kann auch eine temporaere Unterbringung im Pflegeheim veranlassen.

  11. #40
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Volker M. aus HH. Beitrag anzeigen
    Die Pflegekraefte sind durchweg bemueht, aber immer mehr in ein zeitliches Korsett gezwaengt.
    Hatte mal aus einer Radiosendung beiläufig aufgeschnappt, dass Deutschland verglichen mit allen anderen entwickelten Ländern die dünnste Personaldecke in Krankenhäusern aufzuweisen hätte. Ob es sich bei Pflegeheimen ähnlich verhält?

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