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Betreuung / Pflege / Vormundschaft im Alter

Erstellt von DisainaM, 21.03.2013, 14:46 Uhr · 69 Antworten · 9.029 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von noritom Beitrag anzeigen
    Wie? Isses schon so weit?? Alzheimer meine ich
    Du wirst lachen,

    aber viele alte Menschen flüchten tatsächlich aus Deutschland,

    weil sie Angst haben, von ihren Angehörigen entmündigt zu werden.

    Spätestens wenn Angehöroge beim Besuch die unaufgeräumte Küche heimlich fotographieren,
    ist es Zeit, die Koffer zu packen.

    Einmal unter Pflegschaft, keine Kontrolle mehr über die eigenen Finanzen,
    das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat man auch nicht,
    und schwups ist man in ein billiges Pflegeheim abgeschoben,
    und die Verwandschaft kümmert sich um den Verkauf der Immobilie.

    Im Pflegeheim sind nachts nur wenig Pfleger, und weil die Einrichtung nicht belangt werden will,
    falls eine Alte nachts beim Toilettegang umkippt,
    werden grundsätzlich die Alten für die Nachtruhe am Bett fixiert.

    Wer das nicht möchte,
    und meint, in der Villa Germania noch gut über die Runden zu kommen,
    weil die Deutsche Botschaft ja keinen deutschen Amtsarzt für einen Entmündigungsantrag im Ausland beauftragen kann,
    der kann in Thailand auch mit Alzheimer un-entmündigt alt werden,

    also ohne Fesselung ans Bett, es sei denn, man besteht drauf.

    Fixierung :
    Klassische Fixierung


    Vorbereitung


    • Dem Patienten wird der Grund der Fixierung erklärt. Sie dient dem Schutz seiner selbst oder anderer und stellt keine Bestrafung dar.
    • Ist bei der Durchführung der Fixierung mit starker Gegenwehr zu rechnen, müssen die Handelnden kräftemäßig in der Übermacht sein, um einen Kampf und genau jenen Schaden zu vermeiden, der durch die Fixierung abgewendet werden soll.
    • Der Patient wird am Pflege- oder Krankenhausbett oder auch in einem Rollstuhl oder Pflegestuhl so festgeschnallt, dass Sicherheit vor Flucht oder Unfällen besteht.


    Klassische Fixierung von Patienten im Krankenhaus und Pflegeheim

    der Wiederstand des Alten muss gezielt gebrochen werden.


    Ab hier neuer Thread auf Anregung von @Chumphae

    Chris67

  2.  
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  3. #2
    Avatar von ponschai

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    Auch ich werde in nicht allzu ferner Zukunft den größten Teil des Jahres in Thailand verbringen.
    Ein Grund (unter vielen) ist das ich Menschen wie z.B. den waanjai (sollte aber keine persönliche Anmache sein) mit zunehmenden Alter nicht mehr sehen kann. Immer korrekt, immer alles wissen wollen und nebenher immer auf ihr (vermeintliches?) Vermögen bzw. gutes Auskommen hinweisen.
    Gottseidank ist die Ausländerdichte bei uns im Süden so gering das ich mich auch nicht noch mit solchen "netten" Mitbürgern ärgern muss!
    Für mich gilt nämlich immer noch: "Leben und leben lassen".

  4. #3
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen

    aber viele alte Menschen flüchten tatsächlich aus Deutschland,

    weil sie Angst haben, von ihren Angehörigen entmündigt zu werden.
    Ich bin kein Spezi bezüglich Thailand.

    Aber hier habe ich schon einiges gelesen, von schlimmeren Schicksalen nur scheinbar geliebter Farangs im LOS, d.h., wie sie ausgenommen und entsorgt wurden. Da gab es Threads über Farang-Penner und andere, die nicht nur um Haus und Vermögen, sondern sogar um die Ecke gebracht wurden. Die Verwandtschaft der Thaifrauen wird nicht selten in düsteren Farben geschildert.

    Gut, das passiert nicht allen.

    Aber in D werden auch nur Wenige entmündigt. Und hier kennt man sich besser aus und hat es deshalb leichter, als ein neuer Auswanderer in Thailand.

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Aber in D werden auch nur Wenige entmündigt. Und hier kennt man sich besser aus und hat es deshalb leichter, als ein neuer Auswanderer in Thailand.
    Jeder Angehörige kann einen Antrag ans zuständige Familiengericht stellen,
    wo die Frage, ob der Betreffende eine Gefahr für sich oder andere darstellt,
    genau belegt werden kann.
    Wenn dann der Amtsarzt zu Besuch kommt,
    wird er genau prüfen, ob die Person wirklich noch voll fit ist.
    Wer da dann einen schlechten Tag hat, sich vorher Beruhigungsmittel oder Alk reingezogen hat,
    bei dem kann es schnell böse aus gehen.

  6. #5
    Avatar von Micha L

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    Klar.

    Aber in Thailand kann auch viel passieren, s. o.

    Als Ausländer hat man zudem eingeschränkte Rechte und normalerweise weniger Einfluß.

  7. #6
    Avatar von Chumpae

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    Betreuung / Pflege / Vormundschaft im Alter

    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Jeder Angehörige kann einen Antrag ans zuständige Familiengericht stellen,
    wo die Frage, ob der Betreffende eine Gefahr für sich oder andere darstellt,genau belegt werden kann.Wenn dann der Amtsarzt zu Besuch kommt,wird er genau prüfen, ob die Person wirklich noch voll fit ist.
    Hallo @Disaina, ich lese nun schon ne ganze Weile mit und wollte mich wegen der Gefahr zu OffTopic eigentlich nicht dazu äußern.
    Du beschreibst hier, das wohl die Verwandten die Bösen in Bezug auf Entmündigung sein dürften. Ich stelle diese Tatsachen nicht in Frage.Ich habe aber an meiner eigenen Mutter miterlebt, wie seitens der KKen in Zusammenarbeit mit den Amtsgerichten und sogenannten Berufspflegern Dir als Familienmitglied und in Negierung des Willens meiner Mutter in haste-nich-gesehen kurzer Zeit einem Berufspfleger die "Pflege"übertragen wurde.Wie gesagt, ich habe da selbst mafiöse Strukturen erleben dürfen, denke aber, daß man darüber sprechen sollte-jedoch nicht in diesem Thread.Bin gerne bereit bei Interesse mein Wissen dazu beizutragen.

    Ich habe hiermit mal den angeregten Thread eröffnet und die Beiträge aus dem Ursprungsthread ausgegliedert. Für manch einen ist das sicher ein interessantes Thema.

    Die weiter vorn stehenden Posts habe ich hierher kopiert und zusätzlich im alten Thread belassen, da nur "halb OT"

    Gruß, Chris67

  8. #7
    Avatar von Schwarzwasser

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    @Disaina

    Es heisst seit den 90er - Jahren Betreuung und nicht Pflegschaft oder gar wie früher Vormundschaft.

    Fixierung: Ganz so einfach ist es nicht, denn bei einer Fixierung handelt es sich um eine freiheitsentziehende Maßnahme, die im Gesetz klar geregelt ist. Muss bspw. ein Mensch, der durch einen gesetzlichen Betreuer oder per Vollmacht durch Angehörige vertreten wird, im Altenheim oder Krankenhaus fixiert werden (weil er zB. sich wegen Sturzgefahr und zu erwartender schwerer Verletzungen gefährdet oder andere durch die Person gefährdet sein könnten), so muss ein entsprechend begründeter Antrag nebst ärztlichem bzw. psychologischen Gutachten - ein schlichtes Sätzlein genügt hier nicht - durch den Betreuer oder die Angehörigen an das zuständige Betreuungsgericht gestellt werden. Der Richter muss sich vor Ort ein Bild machen, auf jeden Fall ein Gespräch mit dem Betroffenen führen und sich ein eigenes Bild machen.

    Wer als Heim einem einfach nur unbequemen Bewohner ohne die entsprechende Genehmigung der Maßnahme einen Bauchgurt anlegt oder ein Bettgitter anbringt, handelt rechtswidrig und spielt mit seiner Zulassung als Alten - und Pflegeheim. Bekommt das die Heimaufsicht mit, ist Schluss mit lustig, denn das kostet uU. die Zulassung und hat in jedem Fall strafrechtliche Konsequenzen.

    Das von Dir angesprochene Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ein relativ "schwacher" Wirkungskreis eines Vertreters und ist bei weitem nicht Umfang jeder vom Betreuungsgericht angeordneten Betreuung. In aller Regel sind es die Vermögens - und die Gesundheitsfürsorge, in manchen Fällen noch der Postempfang und ganz selten noch ein Einwilligungsvorbehalt, der einer Geschäftsunfähigkeit gleichkommt. Das kommt in Frage wenn zB. ein Betreuter in erheblichem Umfang sein Vermögen schädigt und der Umfang seiner Ausgaben seine Einnahmen übersteigt und derjenige aus gesundheitlichen Gründen die Auswirkungen seiner Handlungen/Rechtsgeschäfte nicht mehr erkennen kann.

    Und Messi darf man auch als Betreuter sein..solange kein anderer durch dieses Verhalten geschädigt oder in seinen Rechten verletzt wird, darf es aussehen wie bei Hempels unterm Sofa.

    Beim Verkauf einer Immobilie ist die Verwandtschaft bspw. bei einer vorliegenden Betreuung an ein Prozedere gebunden. Das Gericht erteilt auf Antrag eine Genehmigung zum Verkauf einer Immobilie und der Richter muss auch hier auf jeden Fall den Betroffenen zum beabsichtigten Verkauf anhören, ob man damit einverstanden ist. Gegen den Willen eines Betroffenen könnte man nur verkaufen, wenn die Mieteinnahmen plus Rente etc. nicht zur Bestreitung der Heimkosten ausreichen würde. Dann kann die Wohnung oder ein Haus gegen den Willen verkauft werden, wenn auch klar ist, dass eine Rückkehr dorthin ausgeschlossen ist. Die Einnahmen müssen dann zur Bestreitung der Heimkosten verwendet werden bis es bis auf den gesetzlichen Schonbetrag aufgebraucht ist. Dann tritt die gesetzliche Unterhaltspflicht ein, bzw. bei nicht leistungsfähigen Angehörigen (nach Prüfung durch das Sozialamt) dann das Sozialamt.

    Und wenn man von der Verwandschaft trotz ausreichendem Einkommens in einem nicht dem vorherigen Lebensstil adäquaten Heim untergebracht wird, dann hat man die Vollmacht an die falschen Menschen ausgestellt und könnte sich immer noch einen gesetzlichen Betreuer wünschen. Es ist beileibe nicht so, dass man entrechtet und geknechtet ist.

  9. #8
    Avatar von Schwarzwasser

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    Zitat Zitat von Chumpae Beitrag anzeigen
    Hallo @Disaina, ich lese nun schon ne ganze Weile mit und wollte mich wegen der Gefahr zu OffTopic eigentlich nicht dazu äußern.
    Du beschreibst hier, das wohl die Verwandten die Bösen in Bezug auf Entmündigung sein dürften. Ich stelle diese Tatsachen nicht in Frage.Ich habe aber an meiner eigenen Mutter miterlebt, wie seitens der KKen in Zusammenarbeit mit den Amtsgerichten und sogenannten Berufspflegern Dir als Familienmitglied und in Negierung des Willens meiner Mutter in haste-nich-gesehen kurzer Zeit einem Berufspfleger die "Pflege"übertragen wurde.Wie gesagt, ich habe da selbst mafiöse Strukturen erleben dürfen, denke aber, daß man darüber sprechen sollte-jedoch nicht in diesem Thread.Bin gerne bereit bei Interesse mein Wissen dazu beizutragen.
    Eine Betreuung ist nicht gleichbedeutend mit einer Entmündigung !!! Ihr bringt da ganz gehörig etwas durcheinander. Ihr redet von der alten Vormundschaft, die seit den 90er - Jahren so nicht mehr existiert. Ein heute Betreuter ist nach wie vor geschäftsfähig, es sei denn, dass ein sogenannter Einwilligungsvorbehalt durch das Gericht angeordnet wurde, was zB. nur bei besonders schwer Hirnverletzten, jedoch noch mobilen Personen in Frage kommt. Und grundsätzlich hat es triftige Gründe, wenn ein Betreuungsgericht einem Berufsbetreuer die Betreuung überträgt und nicht einem oder mehreren Angehörigen. Ist zwar völlig OT, jedoch kann man manche Aussagen, wenn man´s besser weiß, so einfach nicht stehen lassen.

  10. #9
    Avatar von Dune

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    @Schwarzwasser, sehr guter Beitrag. Exakter Terminus mit Betreuung, wobei die Betreuung aufgegliedert ist, nach z.B. Aufenthaltsbestimmungsrecht etc. Feststellung der Ressourcen laufen via Gutachten eines Facharztes, der Anhörung eines entsprechenden Richters im Trialog mit dem, ich nenne es mal Patient, wobei dort festgelegt wird, welche Ressourcen der Betreuer übernimmt.
    Freiheitsentziehende Massnahmen obliegen ebenfalls der Gesetzgebung, wobei dort die Zwangsmassnahme durchgeführt wird nach BTG (Betreuungsgesetz) oder nach PKG bei einer Eigen- oder Fremdgefährdung. Die Überprüfung der Notwendigkeit der Massnahme erfolgt regelmäßig durch Sichtung eines Arztes, welcher sich engmaschig über den weiteren Sicherungsbedarf ein Urteil machen muss.
    Bei Unterbringung in Alten- und Pflegeheimen gilt ebenfalls, wenn eine Eigengefährdung besteht (Sturzgefahr), kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und den Angehörigen (meistens in Betreuungsfunktion) eine Sicherung durchgeführt werden, wenn andere Massnahmen wie Bettgitter nicht mehr ausreicht.

    Sehr interessantes Thema die Fixierung und der Umgang damit, da es seit Dezember 2011 eineÄnderung für das PKG gibt.

  11. #10
    Avatar von Chumpae

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    Ich habe hiermit mal den angeregten Thread eröffnet und die Beiträge aus dem Ursprungsthread ausgegliedert. Für manch einen ist das sicher ein interessantes Thema.

    Die weiter vorn stehenden Posts habe ich hierher kopiert und zusätzlich im alten Thread belassen, da nur "halb OT"

    Gruß, Chris67

    Danke @Chris 67, entlastet auch sicher den anderen Fred etwas und sollte auch interessant sein hinsichtlich einer möglichen zunehmenden Übersiedlung von altersdementen Personen auch nach Thailand.

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