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Behörden machen Probleme

Erstellt von rocketass, 23.10.2005, 10:32 Uhr · 35 Antworten · 5.666 Aufrufe

  1. #11
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Behörden machen Probleme

    Sieht so aus, als ob hier einiges drunter und drueber geht und die Prozesse in Bezug auf eine beabsichtige Eheschliessung in Deutschland und Thailand absolut durcheinandergeworfen werden, was einen erheblichen unnoetigen Zeitaufwand und auch Kosten verursacht.

    Es wurde geauessert, dass die Hochzeit in Thailand stattfinden soll. Hiefuer wird lediglich ein vom lokalen zustaendigen deutschen Standesamt ausgestelltes Ehefaehigkeitszeugnis benoetigt. Mit diesem Prozess hat weder die Auslaenderbehoerde noch das Oberlandesgericht etwas zu tun.

    Der erste Gang ist zum Standesamt und Erfragung welche Dokumente fuer die Erstellung eines Ehefaehigkeitszeugnisses benoetigt werden und vor allem ob eine Legalisierung notwendig ist. Letzteres liegt im Ermessen des zustaendigen Standesbamten. Darauf hinweisen, dass Legalisierungen in Thailand sehr zeit- und auch kostenaufwendig sind und sogar die Landeshauptstadt auf dieses Prozess verzichtet.

    Liegt die Liste vor, dann muessen die Dokumente in Thailand entsprechend besorgt werden und ein Gang zur Botschaft ist nur dann notwendig, wenn eine Legalisierung unbedingt erforderlich ist.

    Die entsprechenden Dokumente werden im Original oder gegebenenfalls in Form von der Botschaft beglaubigten Kopien an den deutschen Verlobten geschickt, der beim lokalen Standesamt ein Ehefaehigkeitszeugnis beantragt. Hat er dieses, dann fliegt er damit nach Thailand, beantragt bei der deutschen Botschaft eine zweisprachige Konsularbescheinigung (oder bereits vorher per Telefax, um sich die zwei bis drei Tage Austellungszeit zu ersparen) und heiratet.

    Anschliessend die thailaendische Heiratsurkunde durch die Botschaft legalisieren und auch auch eine deutsche Uebersetzung durch einen amtlich in Deutschland beeidigten Uebersetzer anfertigen lassen (Uebersetzung nicht fuer eine Visumsbeantraung notwendig, aber um spaeter in Deutschland beim lokalen Standesamt ein Familienbuch anzulegen). Parallel beantragt man nun bei der Botschaft ein Visum auf Basis der Familienzusammenfuehrung wofuer keine Verpflichtungserklaerung benoetigt wird, da ja schon eine rechtlich verbindliche Verantwortung durch die Eheschliessung erwachsen ist. Die Botschaft schickt den Antrag an die deutsche Auslaenderbehoerde zur Zustimmung einer Visumerteilung. Jetzt kommt die Auslaenderbehoerde erstmalig ins Spiel.

    Allerdings kann man auch vorher bereits die Auslaenderbehoerde einbeziehen, aber lediglich in Bezug auf einer Vorabzustimmung zu einer Visumserteilung zur Familienzusammenfuehrung nach ERFOLGTER Eheschliessung und bei Vorlage der (legalisierten ? – ideal wenn dieses Wort nicht in dem Zustimmungsschreiben der Auslaenderbehoerde erscheint) thailaendischen Heiratsurkunde.

    Im Fall einer Eheschliessung in Thailand ist es durchaus moeglich, dass die frischvermaehlten Eheleute nebeneinander im Flieger nach Deutschland sitzen und zwar innerhalb von 5 – 6 Wochen, nachdem der Entschluss einer Eheschliessung gefasst wurde, doch muss man sich vorher natuerlich mit den Ablaeufen absolut vertraut machen und dann alle Punkte konzentriert, logisch und peinlichst genau abarbeiten.

    Eine Hochzeit in Deutschland ist in der Regel meistens zeitaufwendiger, weil IN DIESEM FALL Standesamt, OLG und Arbeitsbehoerde bereits von Anfang an einbezogen und haeufig Legalisierungen (Berlin und moeglicherweise auch andere Bundeslaender nicht) zwingend erforderlich sind. Dieses ist jetzt jedoch eine voellig andere Thematik und somit in der Abwicklung auch erheblich unterschiedlich.

    Kenntnis der Materie und Planung ist alles und entscheidet letztendlich ob der ganze Prozess recht reibungslos, kostenguenstig und zuegig ueber die Buehne geht ohne grosse Kopfschmerzen oder zum Spiessrutenlauf wird.

    Sebastian Kiesows Merkblatt zur deutsch-thailaendischen Eheschliessung unter www.thailaendisch.de bietet einen sehr guten Einblick in die Materie aber Achtung, unbedingt darauf achten, dass die Erfordernisse fuer Heirat in Deutschland und Thailand nicht durcheinandergeworfen werden!

    Merke:
    1. Enscheidung WO geheiratet werden soll
    2. Anschliessend PERSOENLICHE Vorsprache beim lokalen Standesamt und Klaerung der Erfordernisse mit dem/der zustaendige Beamten/Beamtin. Anstaendig angezogen und freundliches Auftreten ist von wesentlicher Bedeutung, denn ein wohlwollende(r) Beamte/Beamtin ist viele Wochen Zeitersparnis und auch ein Sack Muenzen wert

    Laxe, leichtfertige Handhabung und dazu noch „Geiz ist geil“ (eine meiner meissgehassten Redewendungen) kehren sich leicht ins absolute Gegenteil und enden dann in Frust und leeren Taschen.

    Es ist nicht notwendig, um einen Spatz mit der Steinschleuder vom Dach zu schiessen erst einen Jagdschein zu machen und Winetous Silberbuechse zu erstehen.

    Viel Glueck und mit vielen Gruessen,
    Richard

  2.  
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  3. #12
    Avatar von mipooh

    Registriert seit
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    6.152

    Re: Behörden machen Probleme

    Für die Ehefähigkeitsbescheinigung zur Heirat in TH wird das OLG tätig, möglicherweise durch seinen Erfüllungsgehilfen den Standesbeamten. Denn die Ledigkeitsbescheinigung aus TH reicht den Deutschen nicht aus, da muss erst eine Befreiung von der Notwendigkeit eines Ehefähigkeitszeugnisses der Braut ausgesprochen werden. Hoffe die passenden Begriffe richtig benutzt zu haben.
    Meine Vermutung, dass das OLG gar nicht selbst aktiv wurde, sondern der Standesbeamte das selbst erledigen durfte, beruht auf der Tatsache, dass es nur eineinhalb Wochen dauerte. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass da erst noch ein Schriftverkehr zwischen Standesamt und OLG einschliesslich Bearbeitung stattgefunden hat.
    Gruss
    mipooh

  4. #13
    Avatar von rocketass

    Registriert seit
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    192

    Re: Behörden machen Probleme

    Leider ist die Standesbeamte völlig überfordert und kennt sich allem Anschein nach auch nicht aus. Jedes mal erzählt sie mir was anderes, außerdem wirkte sie sehr unsicher und versuchte im Internet eine Antwort zu finden (Sie hätte wohl besser bei Nittaya nachgesehen).

    Frau Koller vom StA Ludwigshafen hat sogar Ihre Hilfe angeboten, aber die Frau hier bei mir im Dorf meint, daß sie keine Hilfe braucht.

    So langsam hab ich genug, ich werde mir wohl einen Anwalt besorgen.

    Wozu bezahle ich eigentlich Steuern ?

  5. #14
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Behörden machen Probleme

    Bis dato ist mir noch kein Fall untergekommen, dass das Thema "Beibringung eines auslaendischen Ehefaehigkeitszeugnisses" eine Rolle spielt fuer die Beantragung eines deutschen Ehefaehigkeitszeugnisses zwecks Hochzeit im Ausland.

    Waere praktisch Ehefaehigkeitszeugnis zur Beantragung eines Ehefaehigkeitszeugnisses :???: , - die Mutter der [s:7c62ff7c41]Idiotie[/s:7c62ff7c41] Buerokratie.

    Die Thematik kommt eigentlich nur dann zum Tragen, wenn die Heirat in Deutschland stattfinden soll. Da Thailand in die Kategorie der Laender gehoert, die grundsaetzlich keine Ehefaehigkeitszeugnisse ausstellen, wird diese Thematik bei der Anmeldung der Eheschliessung im deutschen Standesamt (zwecks Heirat in Deutschland) mit dem Formblatt "Antrag zur Befreiung von der Beibringung eines Ehefaehigkeitszeugnisses" abgehandelt.

    Manche Bundeslaender denken bei diesem Prozess sogar mit und erstrecken die mittels Beitragserklaerung (= Vollmacht zur Anmeldung der Eheschliessung) erteilte Vollmacht zusaetzlich auf die Thematik "Antrag auf Befreiung von der Beibringung eines Ehefaehigkeitszeugnisses".

    Stimme jedoch grundsaetzlich zu, dass alles in dem Augenblick kompliziert wird, wenn die Person im zustaendigen Standesamt mit der Aufgabe ueberfordert ist.

    Zurueck zum Antrag eines deutschen Ehefaehigkeitszeugnisses:

    Als kleine Hilfestellung fuer den doerflichen Beamten. Das Standesamt in 59629 Beckum hat gerade bestaetigt, dass folgende Papiere fuer die Erstellung eines Ehefaehigkeitszeugnisses ausreichen wuerden, die jetzt beschafft und dann zum Antrag zur Verfuegung gestellt werden:

    - Beglaubigte Kopie des Passes
    - Beglaubigte und übersetzte Kopie des Hausregisters
    - Scheidungsurkunde im Original mit deutscher Übersetzung
    - Geburtsbescheinigung im Original mit deutscher Übersetzung
    - Familienstandsbescheinigung im Original mit deutscher Übersetzung
    - Auszug aus dem Familienregister mit deutscher Übersetzung

    Auf eine Legalisierung der Papiere wird verzichtet, was im Fall eines Antrags auf ein Ehefaehigkeitszeugnis auch eher die Regel ist.

    Da bei der Antragstellung ausschliesslich Originaldokumente bzw. von der Botschaft amtlich beglaubigte Kopien verwendet werden, ist die Chance eines Missbrauchs minimal und somit wuerden der zeitliche Aufwand und die Kosten fuer den Legalisierungprozess nicht mehr einer Verhaeltnismaessigkeit entsprechen.

    Gerne kann dieses E-Mail auch angedruckt und der unsicheren Standesbeamtin zugaenglich gemacht werden. Bestehe nicht auf Urheberrecht

    Falls gewuenscht, kann ich eine in Berlin ansaessige, auf deutsch-thailaendische Faelle spezialisierte Rechtsanwaltsozietaet in Berlin empfehlen, natuerlich nur bei Anfrage mittels PN.

    Viel Erfolg und
    Gruss,
    Richard

  6. #15
    Avatar von rocketass

    Registriert seit
    02.09.2002
    Beiträge
    192

    Re: Behörden machen Probleme

    Danke für die Info Richard,

    ich werde der Dame vom Amt gleich deine Mail um die Ohren hauen :-)

    Mal im Ernst, an wen kann man sich wenden, wenn die Beamte keine Ahnung hat ? Gibt es eine Beschwerdestelle ?

  7. #16
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Behörden machen Probleme

    Zitat Zitat von rocketass",p="286995
    Mal im Ernst, an wen kann man sich wenden, wenn die Beamte keine Ahnung hat ? Gibt es eine Beschwerdestelle ?
    Wuerde annehmen an den Leiter der Behoerde oder gegebenenfalls an die uebergeordnete Stelle (Oberlandesgericht? -kenne nicht die Behoerdenhierarchie in Deutschland).

    Beschwerde halte ich aber grundsaetzlich nicht fuer gut, denn wem bringt eine offene Konfrontation etwas. Wird wohl kaum dem Zweck dienlich sein, dann doch lieber mit Zuckerbrot und versuchen den unsicheren Beamten mit Rat zur Seite zu stehen.
    Ein wohlwollender Beamte ist immer besser als ein frustrierter und gemassregelter. Selbst bei letztendlichem Erhalt des begehrten Ehefaeigkeitszeugnisses soll ja vermutlich noch in Deutschland ein Familienbuch angelegt werden und wer weiss, vielleicht kommen ja auch noch Kinder ins Spiel oder in Zukunft kommt es gar zu einer Scheidung und Neuheirat ;-D Vorausgesetzt Du ziehst nicht um, dann wird dann immer wieder eine Zusammenarbeit mit dem bewussten Beamten notwendig sein und eine Hassbeziehung ist dann absolut nicht dienlich.

    Also lieber nichts um die Ohren geben, sondern lieber die verstaendnisvolle helfende Hand anbieten und versuchen Antworten auf Probleme gemeinsam zu finden.

    Hoffe, hast jetzt genug Info an der Hand um alles ins Laufen zu bringen. Tschai yen yen, wirst schon noch in den Ehelaufen einsegeln.

    Viele Gruesse,
    Richard

  8. #17
    Avatar von JT29

    Registriert seit
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    8.290

    Re: Behörden machen Probleme

    Well,

    -> http://www.bangkok.diplo.de/de/04/Me...erty=Daten.pdf

    ist doch ein Merkblatt der Botschaft, wo alles drin steht. Zur Legalisierung ist in diesem Fall zu sagen, dass sich die Standesämter an die übergeordneten Stellen (Rechtsaufsicht) -> das zuständige OLG richten. Für die OLG-Bezirke Stuttgart und Karlsruhe ist momentan immer eine Legalisierung erforderlich. Allerdings gehen die Unterlagen nicht zum OLG (was sollen sie auch da), sondern das Standesamt stellt die Bescheinigung aus (drum ging es bei mipooh ja auch so schnell).

    Nun, was kann man machen - man kann es im Guten versuchen und wenn die Tante es nicht auf die Reihe bringt, dann würde ich es mal beim Abteilungsleiter versuchen, sollte es eine kleine Gemeinde sein, dann ist der Bürgermeister in der Pflicht; das wesentlich hat ja Richard schon losgelassen.


    @Richard
    Vom Zeitansatz her dürften beide Varianten fast gleich sein. Einzig, wenn die ABs mitspielen und vor einer Legalsierung der Einreise zustimmen, kann das Wiedersehen bei einer Heirat in DE schneller vonstatten gehen.

    Letztendlich gahört so ein Unternehmen präzise durchgeplant und man muss immer mit "Umleitungen" auf dem Weg zum Ziel rechnen. Die Kunst dabei ist es rechtzeitig mit Wissen entgegenzusteuern und diese Klippen zu umgehen.


    Juergen

  9. #18
    Avatar von Ecky

    Registriert seit
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    15

    Re: Behörden machen Probleme

    Hallo

    Also wenn ich das so lese denk ich mal das die gute Dame doch leicht überfordert ist.
    Weil ich mache ja im Moment das gleiche hier bei uns also ich rein ins Standesamt, die gute Frau kuckt mich an aus welchem Land ich Thailand dachte schon au backe das gibt was. Sie ganz fragt mich freundlich ob ich in der zwischenzeit was erledigen müsste ich jupp also gleich zum AA rüber gefragt wie das ist mit Heiratsvisum dort meine Auskunft bekommen, wieder rüber zum Standesamt und was soll ich sagen alles fertig gute Frau noch mit mir durchgesprochen ob ledig, geschieden, kinder habe dann formular mitbekommen was meine mia alles brauch ganze sache hat 20 min gedauert. Und die woche mache ich meine Verpflichtserklärung und hoffe das es genauso klappt.

    Gruß
    Ecky

  10. #19
    Avatar von Niko

    Registriert seit
    25.10.2005
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    121

    Re: Behörden machen Probleme

    Ecky, die im AA NES sind voll OK, hier bei uns auf dem Land bekommt man kaum Probleme. Helfen wo sie nur können.

    Wann ist dann Hochzeit?

  11. #20
    Avatar von Ecky

    Registriert seit
    21.09.2005
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    15

    Re: Behörden machen Probleme

    Hallo

    Denke mal so im März hoffe das meine kleine das mit Heiratsvisum auf die Reihe kriegt, naja flieg ja in 2 Wochen rüber will aber hier schon so ziehmlich machen was ich machen kann.

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