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Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

Erstellt von rippl, 01.02.2004, 03:41 Uhr · 18 Antworten · 3.524 Aufrufe

  1. #1
    rippl
    Avatar von rippl

    Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

    Wer seine Ehe in Deutschland hat eintragen lassen und dies nun in Thailand auf dem Bezirksamt (zur Änderung des Familiennamens) melden will, ist gut beraten, sich nicht an die Anweisungen der thailändischen Vertretungen in Deutschland zu halten. Denn die verlangen, die Heiratsurkunde (vor der Übersetzung) zunächst durch die ausstellende Behörde beglaubigen und anschließend noch durch die Landesjustizverwaltung überbeglaubigen (und das alles dann auch noch mitübersetzen) zu lassen, was nicht nur sehr aufwendig und kostspielig sondern zudem auch völlig überflüssig ist.

    Einfacher, schneller und billiger ist folgender Weg:

    • Heiratsurkunde (am besten die internationale, da hier der Ehename vermerkt ist) ins Thailändische übersetzen lassen(ohne Beglaubigung etc.)
    • Übersetzung und Heiratsurkunde auf die deutsche Botschaft in Bangkok zur Beglaubigung der Übersetzung geben (ca. 2 Tage, ca. 400 Baht)
    • Beglaubigung der Übersetzung durch das thailändische Außenministerium in Bangkok legalisieren lassen (2 Tage 200 Baht oder sofort für 400 Baht)[wird von der thailändischen Botschaft zusätzlich zu obigen Schritten ebenfalls verlangt]
    • mit diesem Dokument auf dem zuständigen Bezirksamt in Thailand einen neuen Personalausweis beantragen
    • mit dem neuen Personalausweis auf der Passbehörde im thailändischen Außenministerium eine Änderung des Familiennamens im Reisepass vornehmen lassen


    Nach Abschnitt 8 (Einträge des Familienstandes) Art. 17 auf S. 104 der thailändischen Verwaltungsordnung genügt übrigens die Beglaubigung der Übersetzung "durch das Außenministerium oder eine thailändische Auslandsvertretung oder eine Vertretung des betreffenden Landes" (hier also die deutsche Botschaft in Thailand). Wer das versuchen will, kann die Verordnung über skiesow@yahoo.com (www.thailaendisch.de) anfordern.

    Beachten werden sollte, dass die thailändischen Behörden keine Doppelnamen anerkennen – Frauen haben jedoch seit geraumer Zeit die Möglichkeit, Ihren Geburtsnamen nach der Eheschließung beizubehalten, was in diesem Falle natürlich auch in Deutschland so gemeldet sein muss.

    Weitere Fragen beantwortet gerne unser Büro im Sukon Court in Bangkok, Tel. 0066-2-6339988, wo man auf die Übersetzung der Heiratsurkunde übrigens warten kann (Kosten 1.000 Baht)

    Ausführliche Informationen zu Eheschließungen zwischen Deutschen und Thailändern gibt´s unter http://www.thailaendisch.de/pdf/merkblatt.pdf

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Elia

    Registriert seit
    17.07.2003
    Beiträge
    98

    Re: Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

    Haben gerade von einer Freundin meiner Frau einen Anruf
    bekommen und erfahren dass das Ganze auch ohne
    internationaler Heiratsurkunde,Apostille vom Regierungs-
    präsidium,Überbeglaubigung der thail. Botschaft in Berlin
    usw. funktioniert.Sie und ihr Mann sind einfach mit der
    drei Jahre alten original Heiratsurkunde in BKK zum
    Übersetzen und danach sofort zum Büro der konsularischen
    Abteilung des Aussenministeriums in der Caengwattana Road
    gegangen.Haben damit sofort ihren Beglaubigungsstempel fürs
    Amphöö zu Hause bekommen.So einfach kann`s auch geh`n

    Gruss,Elia

  4. #3
    rippl
    Avatar von rippl

    Re: Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

    Super, wenn´s so einfach ging. Würde allerdings gegen die Verordnung des thailändischen Außenministeriums verstoßen. Die lautet, dass Übersetzungen, die in einer anderen Sprache als Englisch gefertigt wurden, durch die Botschaft des zuständigen Landes „vorbeglaubigt“ werden müssen. Leuchtet ja auch ein: Niemand wird erwarten, dass man auf dem Außenministerium alle Sprachen spricht und so die Richtigkeit von Übersetzungen in einer anderen als der englischen Sprache verifizieren kann ...

  5. #4
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

    Kleine Anekdote am Rande:

    Als meine Frau und ich (+ 1 Zeugin) im Dez. 2002 zur Namensänderung auf'm Ampö: in Ban Tab Kung waren, wär's fast nichts geworden mit der Namensänderung.
    Die Beglaubungsstempel des Aussenministeriums enthielten nur englischen Text - und den konnte der Gute nicht lesen

  6. #5
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

    Hallo rippl,

    einen Vorteil, insbesondere zum Zeitaufwand sehe ich nicht. Denke aber, dass dies gegen entsprechende Gebühr auch von euch erledigt wird.

    Die Vorschriften, nach denen die Auslandsvertretungen arbeiten sind nicht willkürlich, sondern vom thail. Aussenministerium vorgegeben.

    Die Auslandsvertretungen verlangen nicht nur diese Papiere, sondern prüfen diese auch im Detail. Es gibt genug Probleme mit Übersetzungen aus Thailand, in denen z.B. der Nachnamen falsch ist.

    Frauen haben jedoch seit geraumer Zeit die Möglichkeit, Ihren Geburtsnamen nach der Eheschließung beizubehalten,
    Hierzu gibt es noch kein Gesetz. Bitte hierzu den Beweis !!
    Aber bitte im Detail - die Aussage das ein Botschafter oder Generalkonsul in D keine Ahnung haben, lasse ich nicht gelten.

    Gruss
    C N X

  7. #6
    rippl
    Avatar von rippl

    Re: Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

    Zitat Zitat von CNX",p="109933
    Die Vorschriften, nach denen die Auslandsvertretungen arbeiten sind nicht willkürlich, sondern vom thail. Aussenministerium vorgegeben.C N X
    Natuerlich arbeiten die Auslandsvertretungen nach Vorschriften, und die kommen vom Aussenministerium -- liegt mir fern, das zu bestreiten. Das beschriebene Procedere bleibt allerdings auch dann noch sinnlos, weil ueberfluessig.

    Zitat Zitat von CNX",p="109933
    Die Auslandsvertretungen verlangen nicht nur diese Papiere, sondern prüfen diese auch im Detail.C N X
    Die Pruefung kann auch auf der deutschen Botschaft in Bangkok erfolgen -- mehr hatte ich nicht gesagt. Weiss also noch nicht ganz, worauf du hiermit hinaus willst.

    Zitat Zitat von CNX",p="109933
    Frauen haben jedoch seit geraumer Zeit die Möglichkeit, Ihren Geburtsnamen nach der Eheschließung beizubehalten,
    Hierzu gibt es noch kein Gesetz. Bitte hierzu den Beweis !!
    Aber bitte im Detail - die Aussage das ein Botschafter oder Generalkonsul in D keine Ahnung haben, lasse ich nicht gelten.C N X
    Aufgrund einer Verfassungsklage wurde im August 2003 das Gesetz, welches Frauen verpflichtete, den Familiennamen des Mannes anzunehmen, abgeschafft -- also gibt es kein Gesetz, das Frauen explizit erlaubt, ihren Familiennamen zu behalten. Den Runderlass hierzu habe ich auf Thailaendisch vorliegen, wenn´s interessiert.

    Und wie kommst du zu der Vermutung, ich wuerde so billige "Argumente" wie "der Botschafter und der Generalkonsul haben keine Ahnung" auffahren? Habe ich mich in der Vergangenheit mit aehnlich proletenhaftem Stammtischgewaesch hervorgetan?

  8. #7
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

    Zitat Zitat von rippl",p="109940
    Die Pruefung kann auch auf der deutschen Botschaft in Bangkok erfolgen -- mehr hatte ich nicht gesagt. Weiss also noch nicht ganz, worauf du hiermit hinaus willst.
    Deine Betonung liegt auf kann. Hier ist es ein muss. Und die Botschaft macht dies um es mal vorsichtig zu sagen, recht lässig.

    Aufgrund einer Verfassungsklage wurde im August 2003 das Gesetz, welches Frauen verpflichtete, den Familiennamen des Mannes anzunehmen, abgeschafft -- also gibt es kein Gesetz, das Frauen explizit erlaubt, ihren Familiennamen zu behalten. Den Runderlass hierzu habe ich auf Thailaendisch vorliegen, wenn´s interessiert.?
    Diesen Runderlass schicke mir bitte, oder stelle ihn hier rein.

    Und wie kommst du zu der Vermutung, ich wuerde so billige "Argumente" wie "der Botschafter und der Generalkonsul haben keine Ahnung" auffahren? Habe ich mich in der Vergangenheit mit aehnlich proletenhaftem Stammtischgewaesch hervorgetan?
    Hast Du aber schnell vergessen.

    Wer etwas anderes behauptet, kennt sich schlicht mit den geltenden Gesetzen nicht aus -- auch wenn dies der Generalkonsul in Frankfurt oder der Botschafter in Berlin sein sollte.
    Gruss
    C N X

  9. #8
    rippl
    Avatar von rippl

    Re: Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

    Zitat Zitat von CNX",p="109952
    Und wie kommst du zu der Vermutung, ich wuerde so billige "Argumente" wie "der Botschafter und der Generalkonsul haben keine Ahnung" auffahren? Habe ich mich in der Vergangenheit mit aehnlich proletenhaftem Stammtischgewaesch hervorgetan?
    Hast Du aber schnell vergessen.

    Wer etwas anderes behauptet, kennt sich schlicht mit den geltenden Gesetzen nicht aus -- auch wenn dies der Generalkonsul in Frankfurt oder der Botschafter in Berlin sein sollte.
    Wenn ich spitzfindig sein darf: Natuerlich koennen sich auch die Herren (oder Damen) Botschafter und ihresgleichen irren oder schlecht informiert sein. Obiges Zitat ist aber leider aus dem Zusammenhang gerissen -- ich hatte seinerzeit einen Beleg fuer die Unrichtigkeit einer Behauptung angeboten, die sich als von offizieller Stelle (Botschaft oder Konsulat) abgesegnet darzustellen versuchte. Oder um es etwas bildhafter zu machen: Was z.B., wenn "der Generalkonsul in Frankfurt oder der Botschafter in Berlin" behaupten sollte, thail. Frauen duerften nach wie vor nur den Familiennamen des Mannes annehmen, ihren Geburtsnamen nach der Eheschliessung also nicht behalten?

  10. #9
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

    Hallo rippl,

    habe keine Lust auf Deine Spitzfindigkeiten einzugehen.

    Zeige mir bitte den Erlass oder gebe mir die amtliche Bezeichnung und Kennung.


    Gruss
    C N X

  11. #10
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Änderung Familienname – Legalisierung der Heiratsurkunde

    Das Thema "Entscheidung des Thailändischen Verfassungsgerichts in Sachen Ehenamen" scheint ja immer noch virulent zu sein

    Deshalb (und weil frühere Links nicht mehr funktionieren) noch einmal der Originalbericht der Zeitung The Nation, die in Bangkok erscheint.
    Es wird ersichtlich, dass der Generalsekretär des Verfassungsgerichts (Nopadol Hengcharoen) explizit gesagt hat, dass der Spruch des Verfassungsgerichts unmittelbar geltendes Recht sei. Gesetzestechnisch würde man in D sagen: Der Artikel 12 des Nachnamen-Gesetzes aus dem Jahre 1962 wurde gestrichen; die früher geltende Regelung (aus dem Jahre 1913) wieder in Kraft gesetzt. Deshalb bedürfte es keiner weiteren gesetzlichen Regelung. Das Urteil war nach einer Normkontrollklage des Thailändischen Office of the Ombudsman ergangen.

    Der Artikel berichtet ferner, dass zum Zeitpunkt des Urteils ebenfalls zwei parlamentarische Initiativen (eine davon von der Regierungspartei) zur Änderung des Artikel 12 auf dem Weg gebracht waren. Mag gut sein, dass die Regierung nach dem Urteil des Verfassungsgerichts gesagt hat, man wolle nun das ganze Gesetz unter Berücksichtigung dieser Entscheidung des Gerichts ändern.

    Vielleicht könnte man kurz beim Ombudsman oder beim Verfassungsgericht recherchieren, was Sache ist.

    Habe selbst von einigen Thais gehört, dass Frauen nun auch unter ihrem Mädchennamen "heiraten könnten".
    Grüsse nach Bangkok !

    Hier der komplette Artikel aus The Nation vom 6. Juni 2003:

    "LANDMARK SURNAME VERDICT: Women free to keep name
    Published on Jun 6, 2003

    Constitution Court repeals Article 12 of 40-year-old Surname Act for ´violating charter´

    After four decades of inequality, married women were yesterday emancipated from a legal obligation to suppress their own identity and assume their husband´s surname.

    In a landmark verdict, the Constitution Court ruled the legal clause on married women´s surnames unconstitutional and ordered it repealed.

    The majority verdict stated that Article 30 of the Constitution enshrined gender equality and condemned any forms of discrimination based on gender and individuality. Addressing the issue of spousal surnames, it said the Office of the Ombudsman had petitioned for a judicial review of Article 12 of the 1962 Surname Act.

    The article stipulates the mandatory adoption of a husband´s surname upon marriage, a legal clause that the petition said might violate the charter´s provision.

    Of the 15 presiding judges, 13 found the clause to have violated the Constitution.

    They said that when the law was first enacted in 1913, married women were not obliged to change their surname.

    Article 12 was introduced some five decades later by lawmakers who reasoned that it would promote the institution of the family, according to the verdict.

    "The rationale behind the enactment of Article 12 was unjustified, however. The legal clause has for years deprived married women of their right to individuality. There is no justification to usurp the individuality of any women under any pretext," the verdict said.

    Representing the minority opinion, two judges said they found no constitutional violations as the enforcement of Article 12 was based on Thai family traditions.

    They also said Article 12 did not violate women´s rights to individuality as it allowed the option of using co-surnames.

    Commenting on the verdict, court secretary-general Nopadol Hengcharoen said the ruling will take immediate effect and that marriage registrars will, from today, no longer have a mandate to force a woman to adopt her husband´s surname.

    "Married women are empowered to revert back to their maiden name, if they so chose," he said.

    Children will be entitled to choose the surname of either of their biological parents, he added.

    The verdict dealt exclusively with the issue of spousal surnames and did not cover name titles, he said. Hence, married women are still obliged to be addressed as Mrs.

    Prior to the announcement of the verdict, the House had scheduled to deliberate two draft amendments to repeal Article 12. One was sponsored by government MP Sansanee Nakpong and the other by opposition member Anchalee Wanit.

    Leading personalities showed a mixed reaction to the verdict and most remained divided along the gender line.

    Women applauded the court´s decision while men expressed concern about its impacts on the institution of the family.

    Bangkok´s Bang Rak district chief Worapoj Inthurak said a married couple with different surnames was unlikely to be as close as one sharing a family name.

    Women´s rights advocates, including Tisha na Ranong, said the verdict was a giant step towards sustained gender equality.

    "Women still face a long legal battle to ensure their inalienable rights. The next move is to include spousal .... as a criminal violation," Tisha said.

    Supon Thanukrit,

    Benjawan Somsin

    THE NATION"

    Erneuter Versuch, einen Link zu setzen:
    Original-Bericht The Nation

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