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Adoption in Thailand

Erstellt von cybernoon, 30.05.2008, 08:10 Uhr · 18 Antworten · 2.670 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von cybernoon

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    Adoption in Thailand

    Hallo Leute,
    ich wollte mal fragen, ob es hier jemanden gibt, der ein Kind in Thailand adoptiert hat. Wir spielen gerade mit dem Gedanken, dass ich meine 16-jährige Stieftochter adoptiere. Sie soll nicht nach Deutschland kommen. Es soll nur eine rechtliche Absicherung für sie sein. Wäre schön wenn jemand Informationen darüber hat.

    Gruss aus Berlin

    Chris

  2.  
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  3. #2
    Bla
    Avatar von Bla

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    Re: Adoption in Thailand

    Hallo cybernoon,

    ich habe meine thailändische Nichte im Alter von 20 Jahren adoptiert.

    Gruß Uwe

  4. #3
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Adoption in Thailand

    Es gibt mit Sicherheit eine Unmenge von Infos hier in diesem Forum, die man schon mit einfachen Such-Anfragen zum Thema Adoption finden wird.

    Es gibt in D allerdings auch eine andere Möglichkeit - oftmals eine Vorphase für die spätere Adoption - die nennt sich: Einbenennung. Ein Verfahren, durch das das thailändische Kind, in Deutschland den gemeinsamen Familiennamen der Eheleute annehmen kann. Ist weitaus weniger aufwändig - auch in Thailand - und erfüllt in D zumeist auf den erwünschten Effekt. Aber auch nach "Einbenennung" sollte man hier suchen.
    Die "Suchen"-Funktion befindet sich oben links. :-)

  5. #4
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: Adoption in Thailand

    Moin moin,

    ich stecke gerade mitten drin im Adoptionsverfahren für die minderjährigen Kinder meiner Frau (10 u. 14J). Da ich ein fauler Sack bin, haben wir einen thailändischen Anwalt mit dem Kram beauftragt. Kosten so 30.000 Baht.
    Es gibt in Thailand nur die s.g. "kleine Adoption". D.h., dass das Kind die Erbrechte an die leiblichen Eltern behält.

    1. Die elterliche Sorge musste bei uns nochmal vom Gericht geklärt werden, es gab irgendeinen Formfehler. Das hat der Anwalt erledigt.

    2. Die ganze Familie ab zum Berzirksjugendamt (oder Sozialamt, weiss nicht genau) Man braucht 2 Thais als Zeugen. Dort werden alle interviewt und das Amt gibt eine Stellungnahme an das Bezirksgericht ab.

    3. Ab zum Bezirksgericht (bei uns Suratthani)

    Dort wäre normalerweise entschieden worden. Aber da der leibliche Vater verschwunden ist und somit die Anfrage vom Gericht nicht beantwortet hat, gabs die Auflage eine landesweite Anzeige in der Presse zu schalten. Wenn er nach 2 Monaten nicht antwortet, entscheidet das Gericht an seiner statt.

    Dann müssen wir wohl noch einmal nach Bangkok. was mich da erwartet, weiss ich noch nicht.

    Der Anwalt war bei allen offiziellen Terminen dabei und hat sich als sehr hilfreich erwiesen.

    Gruss Volker

  6. #5
    Avatar von cybernoon

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    Re: Adoption in Thailand

    @waanjai_2

    ich habe selbstverständlich nach diesem thema hier im forum erstmal gesucht, und hätte ich was aktuelles gefunden was auf mich trifft hätte ich keine anfrage gestellt. da ich den nachnamen meiner frau angenommen habe, haben wir schon den gemeinsamen namen. es geht mir im grunde nur darum, dass die "kleine" rechte hat sollte uns etwas passieren.

    @bla

    hab dir ne pm geschickt

    @Volker M. aus HH.

    vielen dank, ich denke ich werd auch mal darüber mit einem anwalt reden... der vater der "kleinen" hat damals auf das sorgerecht komplett verzichtet bei der scheidung.

  7. #6
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: Adoption in Thailand

    Zitat Zitat von cybernoon",p="594852
    @waanjai_2

    da ich den nachnamen meiner frau angenommen habe, haben wir schon den gemeinsamen namen. es geht mir im grunde nur darum, dass die "kleine" rechte hat sollte uns etwas passieren.

    @Volker M. aus HH.

    vielen dank, ich denke ich werd auch mal darüber mit einem anwalt reden... der vater der "kleinen" hat damals auf das sorgerecht komplett verzichtet bei der scheidung.
    Das mit dem Namen haben wir auch so gemacht. Deshalb ist mein Nick auch nicht mehr richtig Macht aber nix.

    Deine Motivation für die Adoption deckt sich mit meiner. Auch wenn das Sorgerecht geklärt ist, wird der leibliche Vater befragt. Verweigert er die Zustimmung, kann das Gericht seine Entscheidung im Sinne des Kindeswohles "übersteuern". Das ist nicht anders, als in Deutschland.
    Die Frage "Was ist, wenn der nein sagt" kam bei uns auch hoch. Ich habe dem Anwalt gesagt, er kann ja dann mal das Thema auf den Unterhalt für die letzten 10 Jahre lenken.

    Ich wünsche uns viel Glück bei dem Prozedere.

    Gruss Volker

  8. #7
    Avatar von Liggi1

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    Re: Adoption in Thailand

    Was für eine rechtliche Absicherung soll das sein ?

    Auf alle Fälle bist du als Adoptivvater dein ganzes Leben dem Kind gegenüber Unterhaltsverpflichtet.

    Was soll also das ganze ?

  9. #8
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Adoption in Thailand

    Zitat Zitat von Volker M. aus HH.",p="594925
    ...Auch wenn das Sorgerecht geklärt ist, wird der leibliche Vater befragt. Verweigert er die Zustimmung, kann das Gericht seine Entscheidung im Sinne des Kindeswohles "übersteuern". Das ist nicht anders, als in Deutschland.
    Die Frage "Was ist, wenn der nein sagt" kam bei uns auch hoch. Ich habe dem Anwalt gesagt, er kann ja dann mal das Thema auf den Unterhalt für die letzten 10 Jahre lenken.
    Dies ist ein Punkt, über den eigentlich regelmäßig berichtet wird. Über Versuche der längst geschiedenen thail. Ehemänner, die auch schon längst mit großer Freude das alleinige Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder der Ex-Ehefrau übertragen haben, nun, wenn eine Ehe mit einem Falang ansteht, auch noch ein Schnäppchen zu machen. Wollen sich alle gern ein wenig bestechen lassen.

    Buddha sei Dank, haben die Thai-Frauen da so einige probate Mittelchen zur Hand. Dazu gehört insbesondere, das Weiter-Erzählen der Tatsache, dass der Ex - wie im ganzen Dorf ja bekannt - zwar nie etwas für die gemeinsamen Kinder getan habe, nun aber die Hand aufhalten wolle, um an der geplanten Wiederverheiratung mit zu verdienen.

    Das setzt einen wunderschönen Prozeß der sozialen Ächtung im Dorf in Gang, vor denen die Ex-Männer meist heillose Angst haben - sofern sie sich nicht schon längst mit Auswanderungs-Plänen nach Singapore oder Bangkok beschäftigen. Aber der Gesichtsverlust des Mannes beträfe ja auch seine Mutter und seinen Vater (sofern noch lebend) und die ganze Sippe.

    Also hilft hier zumeist: "Rede viel über die Schlechtigkeit des Ex" - Hetze die gesamte Verwandschaft auf den Ex.

    P.S. Es passiert dann halt so etwas Ähnliches, was auch einem Falang-Ehemann passieren würde, wenn er nach einer Scheidung von seiner Mia immer noch glauben sollte, er könne doch irgendwie weiter im gemeinsamen Haus wohnen bleiben.

  10. #9
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: Adoption in Thailand

    Zitat Zitat von Liggi1",p="595732
    Was für eine rechtliche Absicherung soll das sein ?

    Auf alle Fälle bist du als Adoptivvater dein ganzes Leben dem Kind gegenüber Unterhaltsverpflichtet.
    Genau!!! Das ist der Sinn der Übung. Und wenn ich in die Kiste, bzw. Watmauer springe, dann erhalten die Mädels mindestens ihren Pflichtteil und haben für thailändische Verhältnisse wohl ausgesorgt.
    Versetze Dich bitte mal in die Lage der betroffenen Kinder. Nicht genug, dass der leibliche Thaivater kommentarlos die Kurve gekratz hat. Da kommt dann Papa Farang in die Familie und drückt sich vor jedweder Verantwortung.

    Gruss Volker

  11. #10
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: Adoption in Thailand

    [quote="waanjai_2",p="595754Dies ist ein Punkt, über den eigentlich regelmäßig berichtet wird. Über Versuche der längst geschiedenen thail. Ehemänner, die auch schon längst mit großer Freude das alleinige Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder der Ex-Ehefrau übertragen haben, nun, wenn eine Ehe mit einem Falang ansteht, auch noch ein Schnäppchen zu machen. Wollen sich alle gern ein wenig bestechen lassen.

    Buddha sei Dank, haben die Thai-Frauen da so einige probate Mittelchen zur Hand. Dazu gehört insbesondere, das Weiter-Erzählen der Tatsache, dass der Ex - wie im ganzen Dorf ja bekannt - zwar nie etwas für die gemeinsamen Kinder getan habe, nun aber die Hand aufhalten wolle, um an der geplanten Wiederverheiratung mit zu verdienen.

    Das setzt einen wunderschönen Prozeß der sozialen Ächtung im Dorf in Gang, vor denen die Ex-Männer meist heillose Angst haben - sofern sie sich nicht schon längst mit Auswanderungs-Plänen nach Singapore oder Bangkok beschäftigen. Aber der Gesichtsverlust des Mannes beträfe ja auch seine Mutter und seinen Vater (sofern noch lebend) und die ganze Sippe.

    Also hilft hier zumeist: "Rede viel über die Schlechtigkeit des Ex" - Hetze die gesamte Verwandschaft auf den Ex.

    P.S. Es passiert dann halt so etwas Ähnliches, was auch einem Falang-Ehemann passieren würde, wenn er nach einer Scheidung von seiner Mia immer noch glauben sollte, er könne doch irgendwie weiter im gemeinsamen Haus wohnen bleiben. [/quote]

    Das würde wohl bei dem Typ nix bringen. Der ist schon in seinem Bekanntenkreis als Dummschwätzer gebrantmarkt. Und seine chinesischen Eltern sind über seinen Lebenswandel auch nicht sonderlich erfreut.
    Aber in anderen Fällen könnte das helfen. Was Du beschreibst, habe ich auch über das herausrücken der Scheidungsurkunde gehört. Da wird dann gerne mal Bares gefordert. Zum Glück hatte mein Schatzi die Urkunde bei sich.

    Gruss Volker

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