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Spam - heute auch schon ...... Werbung weggeschmissen

Erstellt von Ralf_aus_Do, 12.07.2005, 11:59 Uhr · 2 Antworten · 1.893 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Spam - heute auch schon ...... Werbung weggeschmissen

    Aus der Zeitung von heute

    Die digitale Plage und der Frust mit der E-Mail Woher der Spam kommt
    Technische Maßnahmen gegen unerwünschte Werbung Blocken, Filtern, Kontrollieren: Was ist erlaubt und was nicht? Von Jörg Auf dem Hövel
    Die Flut an unerwünschter E-Mail nimmt groteske Ausmaße an. Mittlerweile bestehen mehr als 70 Prozent der täglich rund 30 Milliarden um den Globus flitzenden E-Mails aus lästiger Werbung. Das wichtigste bidirektionale Kommunikationsmittel des Zeitalters droht in einer Flut aus Informationsmüll unterzugehen. Juristische Schritte gegen die Versender versanden meist im Gefüge der internationalen Strafverfolgungsbehörden. Um ihren Kunden weiterhin einen reibungslosen Schriftverkehr zu ermöglichen, setzen deutsche Unternehmen wie der Internet-Provider T-Online oder der Mailbox-Anbieter GMX daher auf aufwendige technische Methoden. "Spam", so der Ausdruck für diese Art der unerlaubten Werbung und Belästigung, soll vom Provider abgefangen werden und nicht mehr beim Kunden ankommen. Dabei muß zwischen zwei Verfahren unterschieden werden, die nacheinander zum Einsatz kommen: dem Blocken und dem Filtern von Mail.


    Beim Blocken schaut der Server im Rechenzentrum des Empfängers in einer internen Liste nach, ob er überhaupt willig ist, Post von dem Mail-Server des Versenders anzunehmen. Diese sogenannte "Blacklist" besteht aus einer Reihe von Rechneradressen (IP-Adressen), von denen bekannt ist, daß schon einmal Spam über sie versandt wurde. Während der Empfänger am heimischen PC nicht mitbekommt, daß eine an ihn adressierte Mail bereits an den Toren seines Providers abgefangen wurde, erhält der Versender eine kurze Nachricht über seine Klassifizierung als Spam-Host.

    Die schwarzen Listen werden von den E-Mail-Anbietern mühsam gepflegt, bei AOL Deutschland beispielsweise beschäftigen sich 30 Mitarbeiter mit dem Thema Spam. Die in aller Welt postierten Server erhalten täglich 1,6 Milliarden E-Mails, bei 75 Prozent handelt es sich nach Angaben von Tobias Riepe, Pressesprecher bei AOL Deutschland, um reinen Spam. Mittlerweile bieten Unternehmen und Organisationen die Blacklists zum Kauf an. Die meisten deutschen Mail-Dienste werten verschiedene Listen aus und gleichen sie mit den IP-Adreßlisten ab, von denen auf jeden Fall Mail angenommen wird (Whitelists). Gleichwohl kommt es immer wieder zu Pannen. So landete im vergangenen Jahr ein Mail-Server des deutschen Anbieters Web.de auf einer Blacklist. Die Folge: Die Kunden von Web.de konnten für einige Zeit keine Mail an bestimmte Adressen versenden.

    Heute wird Spam auch über Privat-PCs versandt, die durch Würmer oder Viren infiziert sind. Sie sind Teil eines "Bot-Net", eines Netzwerks von "Zombie-PCs", die ferngesteuert und unbemerkt vom Benutzer als Datenschleuder für den massenhaften Versand von Spam-Mail agieren. Die Betreiber solcher Netze haben zeitweilig die Gewalt über 30000 Rechner und vermieten das Netzwerk an Interessenten. Die IP-Adressen der ahnungslosen Spam-Versender stehen auf keiner Blacklist, weisen aber doch einen Nachteil auf: Die meisten Nutzer des Internets wählen sich über einen Provider ins Netz der Netze ein und erhalten eine dynamische IP-Adresse, die sich bei jeder Einwahl ändert. Einige E-Mail-Diensteanbieter wie beispielsweise Web.de sind daher dazu übergegangen, grundsätzlich keine E-Mails von solchen DSL- oder Modem-Verbindungen anzunehmen. Privatleute oder kleinere Unternehmen, die ihren eigenen Mail-Server über DSL betreiben, können also keine Nachrichten an Web.de-Kunden senden.

    Das den Datenverkehr umschließende Kontrollnetz wird enger. Damit aber nicht genug: Das Eigentumsverhältnis eines E-Mail-Accounts geht durch die breitgefaßte Einverständniserklärung in Anti-Spam-Techniken langsam auf den Diensteanbieter über. Um Datenfluß und Geschäft aufrechtzuerhalten, besteht er auf immer stärkeren Eingriffsmöglichkeiten bei den Konten der Kunden. Unternehmen, Universitäten und alle anderen Organisationen, die Mail geschäftsmäßig regelmäßig verbreiten, stehen vor einem Spam-Dilemma. Um den betrieblichen Ablauf zu gewährleisten, müßten sie bei Massenangriffen Spam eigentlich an ihren Netzgrenzen rigoros löschen oder ganze IP-Adreßbereiche sperren - unterliegen damit aber immer der Gefahr, daß sie gegen die verbotene Nachrichtenunterdrückung verstoßen. Ulrich Pordesch, IT-Sicherheitskoordinator der Fraunhofer-Gesellschaft: "Wegen des Verbots der Mailunterdrückung zwingt uns das Telekommunikationsgesetz faktisch, Spam durchzuleiten. Wir dürfen ihn nur markieren oder separat, aber zugänglich abspeichern, nicht aber zentral löschen. "

    Etwas weniger dramatisch sieht es Jürgen Taeger, Rechtsinformatik-Professor an der Universität Oldenburg: "Das Strafgesetzbuch stellt zwar das Abfangen und Löschen von E-Mails durch Provider und sogar durch private und öffentliche Arbeitgeber unter Strafe, aber nur, wenn nicht durch allgemeine Geschäftsbedingungen in den Providerverträgen oder durch Einwilligungen eine Erlaubnis zum Filtern erteilt wird." Rechtlich auf der sicheren Seite sind die Diensteanbieter nach der Einschätzung von Taeger dann, wenn die Spams zudem in einen vom Adressaten einsehbaren Ordner abgelegt werden, bevor sie vom Nutzer oder Betreiber in Zeitintervallen gelöscht werden. Seit kurzem analysieren einige deutsche Mail-Provider die Frequenz eingehender Mails. Sie erfassen die Anzahl der vom selben Mail-Server in einem Zeitraum abgeschickten Nachrichten und vergleichen sie mit der bisherigen Mail-Frequenz dieses Rechners. Kommen plötzlich Tausende Mails von einem Server, von dem bisher kaum E-Mail kam, landet der Server auf der hauseigenen Blacklist. Selbiges gilt, wenn ein Rechner versucht, viel Post an nichtexistente E-Mail-Adressen zu senden. Alle diese Verfahren auf IP-Ebene haben einen Vorteil: Da die Spam-Mail erst gar nicht angenommen wird, bleibt die Serverlast beim Provider niedrig. Firmen wie T-Online und 1&1 filtern eigenen Angaben zufolge bis zu 70 Prozent des Spam allein über die Blacklists und die SMTP-Kontrolle aus.

    Juristisch ist dieses Vorgehen umstritten. E-Mail unterliegt dem Fernmeldegeheimnis, und während bei der Virenfilterung noch von einem unausgesprochenen Einverständnis der Adressaten ausgegangen wird, soll es ja durchaus Leute geben, die regelmäßig über Neuerungen auf dem Potenzmittelmarkt aufgeklärt werden wollen. Außerdem ist durch Blacklists auch nicht auszuschließen, daß "false positives", wie die versehentlich aussortierten seriösen E-Mails heißen, unter den nicht zugestellten Sendungen sind. Die Empfänger erhalten aber über die per Blacklists abgewiesenen Mail-Versuche keine Nachricht vom Provider. Während diese sich die Funktion der hinter die schwarzen Listen geschalteten heuristischen Mail-Filter noch meist durch den Kunden bestätigen lassen, ist dieser dem Aussieben durch die Blacklists ungefragt ausgeliefert. Jürgen Taeger: "Eine pauschale Einwilligung in das Blacklisting ist - anders als bei der Filterung und Umleitung in Spam-Ordner - wohl nicht möglich."

    Bisher ziehen sich Mail-Unternehmen, aber auch Firmen, Universitäten und Behörden auf den Standpunkt zurück: Was

    Fortsetzung auf der folgenden Seite

    Rund 80 Prozent aller Spam-Mails gehen, glaubt man den Experten von "Spamhaus.org", auf nur rund 500 aktive Personen zurück, die nicht in der EU, sondern überwiegend in Amerika, China oder Rußland ihr Unwesen treiben. Ihre Namen sind bekannt, nur nachweisen kann man ihnen in den seltensten Fällen etwas. Durch geschickte Verschleierung sind sie nicht als eigentlicher Urheber des Flachsinns auszumachen. Im Mutterland der unerwünschten Werbebotschaft, den Vereinigten Staaten, setzten die Gerichte daher Zeichen. Ein Richter im Bundesstaat Virginia verurteilte den 31 Jahre alten Jeremy Jaynes wegen massenhaften Versendens von Spam-Mails im November 2004 zu neun Jahren Gefängnis. Der Fall gewährte erstmalig Einblick in die Arbeit der professionellen Spamer. Durch die Anmietung von 16 Breitbandanbindungen blies Jaynes täglich bis zu 10 Millionen Spam-Mails ins Netz - und auf 30000 Mails kam eine Antwort. Auf seinem Rechner fanden sich Millionen von E-Mail-Adressen, vor allem von AOL- und Ebay-Kunden, einer Klientel, die für den Cyber-Handel offen ist. Der weltweite Handel mit solchen Adressen blüht. Zur Datensammlung durchforsten kleine Software-Agenten das Netz nach gültigen Adressen, die sie auf Websites und in Newsgroups finden. Die unterschiedlichen Maßnahmen der Internet-Provider und Mail-Anbieter lassen heute den Großteil unerwünschter Werbung erst gar nicht ins Postfach gelangen. Daß auch in Zukunft die Postfächer das Ziel von Spam-Attacken sein werden, liegt an den Kunden selbst: Seit Jahren klicken rund fünf Prozent der Nutzer auf die in Spams hinterlegten Hyperlinks und bestellen das Produkt. Das reicht aus, um die Branche am Leben zu erhalten.

    Quelle: F.A.Z., 12.07.2005, Nr. 159 / Seite T1

  2.  
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  3. #2
    Avatar von ChangLek

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    Re: Spam - heute auch schon ...... Werbung weggeschmissen

    .....der Spamfilter bzw Junkfilter bei Mozilla Thunderbird funktioniert ganz gut.....

    .....vielleicht nicht immer und überall - bei Anwendungen das wahre Alter angeben - hilft oft auch gegen ......-Werbung und ähnlichen.....

    .....im Internet bin ich meistens 25..... ;-D ;-D ;-D

  4. #3
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Spam - heute auch schon ...... Werbung weggeschmissen

    Im Internet bin ich immer 13 Jahre alt.

    Hintergrund: Laut einem US Datenschutzgesetz dürfen bei Personen bis 13 Jahren keine weiteren Informationen als Geschlecht und Geburtsjahr abgefragt und gespeichtert, sowie verarbeitet werden.

    Ok, bei .....webseiten kann man ich mit der Altersangabe 13 nicht anmelden, ebensowenig kann man etwas bestellen.

    Aber bei allen anderen Seiten, wo man persönliche Daten angeben muss hilfts meist..

    Stefan